Vergebung der Sünden (1)

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Was meinten die Apostel Petrus und Paulus, als sie den Zuhörern so vorbehaltlos die Vergebung der Sünden predigten? Wollten sie ihren Zuhörern wirklich den Gedanken vermitteln, dass niemand sicher sein kann, diese Vergebung der Sünden zu besitzen?

Als Paulus in der Synagoge von Antiochien zu seinen Zuhörern sagte: „Wir verkünden euch die gute Botschaft“, hatte er da die Vorstellung, dass niemand sicher sein könne, dass seine Sünden wirklich und auf Dauer vergeben sind?

Wie könnte das Evangelium jemals „gute Botschaft“ genannt werden, wenn seine einzige Wirkung darin bestünde, die Seele in Zweifeln und Ängsten zu lassen? Wenn es tatsächlich stimmt, dass niemand die Gewissheit der Vergebung genießen kann, dann müsste sich der ganze Stil der apostolischen Predigt umkehren. Wir würden dann erwarten, dass Paulus zu seinen Zuhörern sagt: „So sei es euch nun kund, Brüder, dass niemand in diesem Leben wissen kann, ob ihm seine Sünden vergeben sind oder nicht.“

Gibt es so etwas in der gesamten apostolischen Verkündigung und Lehre? Stellen die Apostel nicht überall in aller Deutlichkeit die Vergebung der Sünden als notwendige Folge des Glaubens an einen gekreuzigten und auferstandenen Erlöser dar? Gibt es auch nur die geringste Andeutung dessen, worauf einige moderne Lehrer so sehr bestehen, nämlich dass es eine gefährliche Anmaßung sei, an die volle Vergebung aller unserer Sünden zu glauben, und dass es für eine fromme und demütige Gesinnung spricht, in ständigem Zweifel zu leben?

Gibt es keine Möglichkeit, in dieser Welt jemals die angenehme Gewissheit unserer ewigen Sicherheit in Christus zu genießen? Können wir uns nicht auf Gottes Wort verlassen oder unsere Seelen dem Opfer Christi anvertrauen? Kann es sein, dass die einzige Wirkung der guten Botschaft Gottes darin besteht, die Seele in hoffnungsloser Ratlosigkeit zu lassen?

Christus hat die Sünde weggetan, aber ich kann es nicht wissen! Gott hat gesprochen, aber ich kann nicht sicher sein! Der Heilige Geist ist herabgekommen, aber ich kann mich nicht auf sein Zeugnis verlassen. Das soll Frömmigkeit und Demut sein, an Gottes Wort zu zweifeln, das Sühnopfer Christi zu entehren und den Glauben des Herzens dem Zeugnis des Heiligen Geistes zu verweigern?

Ach! Ach! Wenn dies das Evangelium ist, dann adieu dem Frieden und der Freude im Glauben.

 

Entnommen aus: Forgiveness of sins: What is it?

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