Christus - der Spross (Sach 3,8; 6,12.13)


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(00:00:00) Der Prophet Zachariah ist im Unterschied zu den Propheten Haggai ein sehr langer Prophet. Er gehört immer noch zu den sogenannten kleinen Propheten, nicht weil sie kleineren Körpergröße oder dergleichen gewesen wären, auch nicht weil sie keine Bedeutung hätten, im Gegenteil, sondern weil das, was sie geschrieben haben, was sie uns hinterlassen haben, im Vergleich zu Jesaja, zu Jeremia und Hezekel kurze Bücher waren. Aber inhaltsreich und gerade Zachariah ist ein Prophet, der nicht nur über Gericht berichtet, der nicht nur die beeindruckenden Visionen in den ersten Kapiteln uns vorstellt, sondern der auch über Christus manches zu sagen hat. Wir lesen zum Beispiel in Zachariah 6 Vers 12, Wunderbare Verse, die uns auf den Herrn Jesus hinweisen. (00:01:01) Spross, das ist der Jesus. Im Alten Testament wird er verschiedentlich Spross genannt. Und wie die vier Evangelien, vier Seiten der Herrlichkeit des Herrn Jesus zeigen, so auch dieser Ausdruck Spross. Manchmal wird er verbunden mit dem Knecht, an anderer Stelle wird er verbunden mit dem Herrn der Herrscharen. Hier wird er verbunden mit dem Herrn als Mann. In Kapitel 3 Vers 8 heißt es, Siehe, ich will meinen Knecht Spross genannt kommen lassen. Auch da finden wir in diesen Propheten bereits, dass der Herr Jesus Spross genannt wird, Sprössling. Das wird von vielen in Verbindung gebracht mit Nazareth, Spross, Sprössling. Das sozusagen der Nazarea damit vorgebildet wird. In jedem Fall finden wir, dass der Ewige, das Yahweh, das Gott selbst hier Knecht genannt wird in Kapitel 3. In Kapitel 6 eben Mann genannt wird. Zwei Seiten, die wir in den Evangelien finden. Der Knecht, das ist das Markusevangelium. Das uns etwas zeigt von dieser Hingabe, von dieser Unterordnung des Herrn Jesus. (00:02:04) Dass er, der Er, der ewige Gott ist, bereit war, in jeder Hinsicht Gott gehorsam zu sein. Seinen Dienst aus der Hand Gottes anzunehmen. War er nicht selbst derjenige, der bestimmen konnte, der sagen konnte, was zu tun war? Ja, und das finden wir auch in den Evangelien. Gerade Markus zeigt uns immer mal wieder so mit einem kurzen Aufleuchten, dass derjenige, der Knecht ist, dass er viel mehr ist als Knecht. Da finden wir zum Beispiel, wenn der Herr Jesus die Jünger beruft, welche irgend er wollte, heißt es da. Im Lukas-Evangelium finden wir, dass er die ganze Nacht im Gebet war, um von dem Vater gewissermaßen zu erfragen, wen er wählen sollte. Markus zeigt uns, der, der uns den Jesus in dieser Niedrigkeit, in dieser Erniedrigung zeigt, er zeigt uns zugleich, dass er derjenige ist, der bestimmen konnte, welche er wollte und das auch getan hat. Er hatte einen Willen. Dieser Wille war nicht unabhängig von Gott, denn er ist ja Gott. Aber er hatte diesen Willen, konnte danach handeln. Aber er war der Knecht zugleich, der alles aus der Hand Gottes seines Vaters genommen hat, (00:03:03) der sich das Ohr jeden Tag hat öffnen lassen, der von Herzen eben gehorsam war, obwohl er Gott ist. Aber hier in Zacharia 6 finden wir, dass er Spross genannt wird als Mann. Und das zeigt uns, dass er vollkommen Mensch war. Dass der Jesus, der der ewige Gott ist, etwas geworden ist, was er nie zuvor war, ohne aufzuhören, das zu bleiben, was er immer war, ewiger Gott. Aber er ist etwas geworden, was er vor Grundlegung der Welt nie gewesen ist, Mensch. Da gab es keinen Menschen. Gott hat einen Menschen geschaffen, Adam und auch Eva. Und dann haben sie leider die Sünde gewählt. Und damit eben Sünder erlöst werden konnten, damit Menschen, die verloren waren, gerettet werden konnten, ist er selbst Mensch geworden. Gott in der Person des Sohnes Gottes ist auf diese Erde gekommen, hat Fleisch und Blut angenommen. Das Wort wurde Fleisch, heißt es in Johannes 1 Vers 14. Ein Mann, sein Name ist Spross und Gott zeigt auf ihn. Gott möchte, dass wir ihn betrachten, dass wir mit Freude etwas sehen von demjenigen, (00:04:04) der sein Sohn ist, der gekommen ist, um hier als Mensch auf diese Erde zu kommen, um Mittler zu sein zwischen Gott und Menschen, wie Paulus das in 1. Timotheus 2 beschreibt. Er konnte deshalb Mittler sein, weil er Gott und Mensch in einer Person ist. Er konnte für Gott vermitteln, zu uns kommen. Er konnte für uns vermitteln, weil er Mensch geworden ist. Und er konnte für Gott vermitteln, weil er Gott ist. Er kann beide Seiten 100% empfinden und auch vertreten, weil er beide Seiten ist. Das ist ja für uns unfassbar. Das ist auch nicht erfassbar. Das können wir nicht verstehen, dass da in einer Person Gott und Mensch ist. Nicht 50% Gott, nicht 50% Mensch, sondern er ist absolut. 100% ist er Gott. Er hat eine göttliche Natur. Er ist Gott, der Sohn. Und er ist nicht 50% Mensch, sondern er ist vollkommen Mensch, Fleisch und Blut angenommen. Dass er keine sündige Natur hatte, hat ja nichts mit dem Menschsein zu tun. Adam hatte zunächst auch keine sündige Natur und war trotzdem Mensch. (00:05:03) Der Jesus war im Unterschied zu Adam nicht mit einer unschuldigen menschlichen Natur behaftet. Das war Adam. Adam war nicht heilig, als er geschaffen worden war. Sonst hätte er Nein sagen können zur Sünde, sonst hätte er die Sünde gekannt. Aber Adam hat die Sünde erst kennengelernt in dem Moment, als er gesündigt hat. Da wusste er, was Sünde ist. Und in diesem Augenblick war er nicht mehr in der Lage, Nein zu sagen zur Sünde. Und siehst du, das ist etwas völlig anderes bei dem Herrn Jesus. Er hat eine heilige Natur. Er ist eben im Unterschied zu Adam und Eva nicht mit einer unschuldigen Natur gekommen, sondern mit einer heiligen Natur. Er ist vollkommen Mensch, aber nicht nur ohne Sünde, sondern in dem Bewusstsein, was Sünde ist, weil er die Sünde gehasst hat, so wie Gott die Sünde hasst, so auch der Jesus in dieser heiligen Natur. Aber vollkommen Mensch. Siehe, ein Mann, sein Name ist Spross, und er wird von seiner Stelle aufsprossen und den Tempel des Herrn bauen. Hat der Herr Jesus das nicht getan? Er hat den Tempel Gottes gehabt. Das war sein Leib. (00:06:02) Davon spricht er einmal in Johannes 2, wenn er von dem Abbrechen spricht, was sie tun würden, was die Juden tun würden. Sie würden ihn überwältigen wollen, und das würde er zulassen. Er würde als Märtyrer sterben. Sein Tod ist viel mehr als der eines Märtyrers, aber er ist auch der Tod eines Märtyrers. Und das muss uns irgendwie beeindrucken, dass derjenige, der Mensch ist, seinen Leib hat von Menschen misshandeln lassen. Aber er hat den Tempel Gottes, er hat das Haus Gottes gebaut. Er hat das gebaut, was Gott verherrlicht hat, da, wo Gott wohnen wollte. Damit hat er sich beschäftigt. Im Unterschied zu den Juden in der Zeit, Herr Geist, die das Haus Gottes vernachlässigt haben, die sich nicht darum gekümmert haben, hat er das getan. Und war gerade dadurch, dass er sich um die Dinge Gottes gekümmert hat. Muss ich nicht in dem sein, was meines Vaters ist, sagt er einmal zu Maria und zu Josef. Gerade deshalb ist er der Verworfene gewesen. Er hat sich um den Tempel gekümmert. Ja, er wird den Tempel des Herrn bauen. Er wird Herrlichkeit tragen. Hat der Herr Jesus nicht moralische Herrlichkeit getragen, als er auf dieser Erde war? Das hat er. Er hat Gott in jeder Hinsicht verherrlicht, weil er herrlich ist. (00:07:02) Er hat etwas sichtbar gemacht von der Schönheit, von der Herrlichkeit, von der Größe Gottes. Und das konnten wir Menschen dann auch sehen. Er wird eben Herrlichkeit tragen und dann wird noch hinzugefügt, und er wird auf seinem Thron sitzen. Er wird auf Gottes Thron sitzen. Er hat das Recht, auf dem Thron Gottes zu sitzen, weil er Gott ist. Aber da sitzt er als Mensch, als Mensch und als Priester und als Prophet. Und er wird auf seinem Thron sitzen und herrschen. Er ist der König. Er ist der König der Könige. Er ist derjenige, der Autorität hat, der Macht hat, der auch kommen konnte, um diese Macht auszuüben. Und er wird Priester sein auf seinem Thron. Das konnte in Israel keiner. Entweder war man aus dem Stamm Judah oder man war aus dem Stamm Levi, aus der Familie Aharons. Aber der Jesus ist beides. Er ist der König, der regiert. Er ist der Messias, den Gott immer angekündigt hat. Und er ist zugleich der Priester nach der Ordnung Melchisedex. Er hat die Priesterrechte. Er kann auf diesem Thron sitzen mit vollem Recht. Und der Rat des Friedens wird zwischen ihnen beiden sein. Ja, er hat Frieden bewirkt zwischen Menschen und Gott. (00:08:03) Gott war nicht der Feind des Menschen, aber der Mensch ist zum Feind Gottes geworden. Und er hat Frieden bewirkt. Und der Rat des Friedens als Friedefürst wird hier auf dieser Erde in wunderbarer Weise sichtbar sein. Wir können nur bewundern, dass wir im Alten Testament schon diese Herrlichkeiten von dem Herrn Jesus finden. Wir fallen vor ihm nieder. Wir beten ihn an. Und wir freuen uns, dass wir mit ihm heute schon verbunden sind.
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Artikelreihe: Christus im Alten Testament (Bibelbücher)

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