Am: So, 28. September 2025
Der Prophet Haggai ist recht kurz. Aber auch er berichtet von Herrlichkeiten, die den Herrn Jesus betreffen: von seinen Leiden und von seiner Größe. Denn Christus ist auch der wahre Serubbabel, der einmal die Herrschaft auf dieser Erde antreten wird.
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(00:00:00)
Der Prophet Haggai ist nur ein kurzer Prophet.
Wir haben zwei Kapitel von ihm hinterlassen.
Offenbar hat er spät geweissagt, jemand der wie Johannes
älter geworden war, als er dann seine Schriften aufgeschrieben hat, in diesem
Fall diesen kleinen Propheten.
Es ist besonders wertvoll, wenn wir sehen, dass Haggai und Zacharja
ein älterer und ein jüngerer Prophet zusammengedient haben,
wo in wunderbarem Miteinander zwei sehr unterschiedliche Propheten
dem Volk Gottes gedient haben.
Die Art des Dienstes, die Art des Propheten in Zacharja ist ja ganz
anders als die von Haggai.
Aber zusammen haben sie gewillt und zusammen haben sie wirklich etwas
bewegt in dem Volk Israel, das eben aufgehört hatte, das Haus Gottes zu
bauen und zwar
aus egoistischen Motiven.
Sie haben ihre eigenen Häuser vorgezogen, haben das
was sie selbst betraf vorgezogen und diese beiden Propheten haben durch ihren
Dienst bewirkt,
dass sie dann doch wieder angefangen haben, das Haus Gottes zu bauen. (00:01:01)
Wir lesen hier in
Haggai 1
in Vers 9
Ihr habt nach vielem ausgeschaut, und siehe, es wurde wenig, und brachtet ihr
es heim, so blies ich hinein.
Weshalb das, spricht der Herr?
Der Herr der Herrscharen,
wegen meines Hauses das Wüst liegt,
während ihr lauft, jeder für sein eigenes Haus. Darum hat der Himmel den
Tau über euch zurückgehalten
und die Erde ihren Ertrag zurückgehalten. Und ich habe eine Dürre
gerufen über das Land
und über die Berge und über das Korn und über den Most und über das Öl
und über das,
was der Erdboden hervorbringt und über die Menschen und über das Vieh und über
alle
Arbeit der Hände.
Was hat das mit Christus zu tun? Das ist ja unser großes Thema.
Das Bemerkenswerte ist,
dass wir hier lesen, dass Gott eine Dürre gerufen hat über das Land und über den
Segen. Und das erinnert uns an
dieses Wunder, das Gideon bewirken wollte, beziehungsweise worum er Gott
gebeten hatte,
dass da dieser Vlies war, der einerseits einmal trocken (00:02:02)
und die Erde darum nass und umgekehrt einmal feucht und die Erde darum trocken
sein sollte.
Und damit es Segen für die Erde gibt, die Erde nass ist, damit es Segen
dafür geben könnte,
dass eben Israel und auch die Nationen
gesegnet würden, war es nötig, dass das Vlies
einmal trocken blieb.
Und genau diese Dürre finden wir hier. Und wer hat diese Dürre getragen? Das ist
Christus.
Nur dadurch,
dass Christus bereit war, diese Dürre,
dieses Verlassen sein von Gott auf sich zu nehmen,
nur dadurch war es möglich, dass es auch Segen über
das Volk geben würde, dass diejenigen, die eben so versagt hatten,
dass sie wieder neu in den Segen Gottes eingeführt werden konnten.
Und umgekehrt ist es bemerkenswert, dass hier in 1 Vers 11, ich habe eine Dürre
gerufen über das Land, über die Berge, über das Korn und so weiter,
dass da in der Septuaginta für Dürre Schwert steht.
Und erinnert uns das nicht an Sachaja 13,
dass Gott sein Schwert gegen den, der sein Genosse ist, hervorgerufen hat. (00:03:02)
Dass Gott damit es zu einem Segen werden könnte für das Volk,
zunächst denjenigen, der der Segen Gottes für das Volk war,
denjenigen, der ohne Sünde war, denjenigen,
der wirklich in jeder Hinsicht Gott verherrlicht hat, dass er ihm gegenüber
das Schwert hat wirksam werden lassen,
damit das Volk dann später einmal eben nicht in die Verfolgungen unentwegt gehen
müsse, sondern aus diesen Verfolgungen gerettet werden könnte,
um ewig gesegnet zu werden.
Dann finden wir in Kapitel 2 in Vers 5,
was dort gesagt wird von Gott.
Denn ich bin mit euch spricht der Herr der Heerscharen.
Das hatte er ja schon in Kapitel 1 Vers 13 einmal gesagt.
Da sprach Haggai, der Bote des Herrn, Kraft der Botschaft des Herrn,
zum Volk und sagte, ich bin mit euch spricht der Herr.
Gott ist mit dem Volk, sagt er ihnen zu.
Und wer ist das bei uns heute?
Wer ist das bei uns?
Der Jesus sagte, Matthäus 28, siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters. (00:04:01)
Der Jesus ist mit uns.
Er lässt uns nicht allein.
Er lässt auch dich nicht allein.
Er ist da.
Er fragt nach seinen Schafen, wie Hesekiel das ausdrückt in Kapitel 34.
Er ist da, um uns zu segnen.
Er ist da, um bei uns zu bleiben.
Der Herr ist auf deiner Seite.
Du bist nicht allein.
Wenn du den Eindruck hast, du bist einsam, vielleicht in deiner Ehe, vielleicht in deiner Familie,
dann darfst du wissen, da ist der Herr, der Jesus ist da.
Er lässt dich nicht allein.
Du kannst das nicht fühlen.
Du kannst ihn nicht sehen.
Du kannst ihn nicht spüren.
Aber er hat das zugesagt.
Und das, was er zusagt, das hält er auch ein.
Das ist so.
Und darauf kannst du dich verlassen.
Und dann finden wir in Kapitel 2 Vers 23, dass über Zerubabel gesagt wird.
An jenem Tag spricht der Herr der Heerscharen, werde ich dich nehmen, Zerubabel, Sohn Shealties.
Meinen Knecht, spricht der Herr, und werde dich wie einen Siegelring machen.
Denn ich habe dich erwählt, spricht der Herr der Heerscharen.
Nun, wir wissen genau, dass Zerubabel als Person nicht wieder aufstehen wird,
dass Zerubabel selbst gar nicht König gewesen ist.
Aber Gott spricht hier von dem, der der wahre Zerubabel ist. (00:05:02)
Das ist Christus.
Und ihn wird er, seinen Knecht, wie er auch im Propheten Jesaja immer wieder genannt wird.
Du bist mein Knecht, derjenige, der der ewige Sohn Gottes ist, der aber bereit war,
als Mensch hier auf dieser Erde zu leben, der bereit war, Knecht zu werden, freiwillig.
Niemand konnte den Herrn Jesus, den ewigen Sohn Gottes, bestimmen, Knecht zu werden.
Er hat das freiwillig getan.
Er ist freiwillig Mensch geworden.
Er hat freiwillig diese Position eines Knechtes unter Gottes Hand angenommen.
War freiwillig derjenige, der die Aufträge Gottes ausgeführt hat und sich ihm unterworfen hat.
Aber er macht ihn wie einen Siegelring.
Ein Ring hat keinen Anfang, kein Ende.
Damit wird deutlich, dass der Herr Jesus wirklich derjenige ist, der der ewige Sohn Gottes ist.
Dass derjenige, der Knecht geworden ist und wie wir das auch in dem Neuen Testament,
zum Beispiel in Lukas 12 sehen, ewig Knecht bleiben wird, weil er das möchte,
weil er als Mensch weiter uns und unseren Bedürfnissen, unserem Segen dienen möchte.
Dass derjenige zugleich der Siegelring ist. (00:06:03)
Und der Siegelring spricht eben auch von Autorität.
Derjenige, der den Siegelring hatte, der hatte Autorität, zum Beispiel im Buch Esther.
Der Jesus, er wird mit großer, mit mächtiger, mit unvergleichlicher Autorität auf dieser Erde sein.
Das wird für uns unfassbar groß sein, dass er diese Autorität bekommt,
der er als Mensch so sehr gelitten hat, sich so sehr erniedrigt hat.
Er wird eben in dieser Autorität, wird er hier auf dieser Erde vor uns stehen
und Gottes Willen in jeder Hinsicht dann auch in Herrlichkeit und in Macht ausführen.
Aber natürlich spricht dieser Siegelring auch von der Liebe des Herrn Jesus.
Wie heißt es im Lied der Lieder, Kapitel 8 Vers 6?
Lege mich wie einen Siegelring an dein Herz, wie einen Siegelring an deinen Arm.
Denn die Liebe ist gewaltsam wie der Tod, hart wie der Scheol, ihr Eifer.
Ihre Gluten sind Feuergluten, eine Flamme Jas.
Der Herr Jesus ist derjenige, der die Liebe Gottes hier auf diese Erde gebracht hat. (00:07:02)
Der ist die Liebe Gottes, die wir in Hass verdreht haben,
indem wir Gott gehasst haben und einander gehasst haben,
hassenswürdig waren durch die Sünde.
Da kam der Eine, der diese Liebe sichtbar gemacht hat,
indem er gekommen ist, indem er an das Kreuz von Golgatha gegangen ist,
indem er an dem Kreuz von Golgatha gestorben ist,
unserer Sünden wegen, um uns zu erlösen, um uns zu erretten.
Dieser Siegelring offenbart etwas von dieser wunderbaren Liebe,
die der Herr Jesus sichtbar gemacht hat und die unser Herz,
die unsere Herzen erreicht hat, damit wir bekehrt werden könnten.
Ja, auch der Prophet Haggai, so kurz er ist, hat mehrere Stellen,
die uns an die Person, an das Werk, an die Leiden des Herrn Jesus,
an seine Herrlichkeit erinnern.
Und wer könnte unser Herzen glücklicher machen, gerade an einem ersten Tag der Woche,
als die Person des Herrn Jesus.
Wir sehen auf ihn, wir freuen uns über ihn und wir beten ihn von Herzen an.