Durch ADHS, Autismus usw. mit Superkräften ausgestattet?


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(00:00:00) Vor einiger Zeit las ich einen interessanten Artikel über ADHS und auch über Autismus, auch über das Tourette- Syndrom oder Legasthenie. Wir haben irgendwie eine Gesellschaft inzwischen, die alles, was einschränkend ist, als positiv bezeichnet. Ja, in Filmen beispielsweise, in Videos wird ADHS und Autismus zu einer Superkraft. Man ist super cool, wenn man eine dieser Einschränkungen hat. Autismus wird zu einer Art popkulturellem Gemeinplatz. Hunderten von Filmen sind das gerade diejenigen, die solche Einschränkungen, die solche Krankheiten haben, die dann irgendwie, die besonders fitten sind, die besonders herausragenden Personen, die besonders pfiffig sind und die werden dann, Autisten zum Beispiel, werden alle hochbegabt genannt. Das Zappel-Philip-Syndrom wird zu einem Coolness-Faktor und so könnte man fortfahren. Tatsächlich wird das den Personen gar nicht gerecht, die damit zu tun haben. Natürlich gibt es solche Hochbegabten, wie es sie eben auch außerhalb von Autismus und (00:01:03) Asperger-Syndrom und ADHS und auch solchen Tourette-Syndrom oder Legistanie gibt. Aber die meisten haben sehr damit zu kämpfen, mit den Folgen dieser Erkrankung, mit dieser Persönlichkeitseinschränkung. Und das, was ihnen hilft, ist nicht, dass man sie alle jetzt so Supertypen erklärt, denn da fühlen sie sich gar nicht wieder aufgenommen. Das ist ja letztlich gar nicht das Ernstnehmen einer solchen Einschränkung, einer solchen Erkrankung. Auch bei der sogenannten Hochsensibilität findet man immer wieder, dass einige schreiben und meinen, das sei jetzt diese Superbegabung, die man dadurch habe und natürlich hat jeder von uns, von dem Herrn eine Begabung gegeben, ich komme gleich darauf zurück, aber die hat eben mit dieser Einschränkung zunächst mal gar nichts zu tun und vor allen Dingen erstens kann man sich selbst überhöhen damit und zweitens kann man solche, die das eben nicht fühlen, und das sind die meisten einfach, kann man nur Angst machen, Angst und Wange machen, weil sie sich in diesem Maßstab dann messen müssen und diesem Maßstab eben nicht entsprechen können. Ein paar Gedankensplitter dazu. Erstens, 1. Petrus 1 Vers 13, da ruft der Apostel Petrus auf, deshalb umgürtet die Lenden eurer Gesinnung, (00:02:04) also wir müssen in unsere Gesinnung schauen, beziehungsweise darauf müssen wir Acht haben, seid nüchtern und hofft völlig auf die Gnade, die euch gebracht wird bei der Offenbarung Jesu Christi. Seid nüchtern, seht eure eigene Einschränkung mit Nüchternheit und denkt nicht, das sei jetzt eine Superbegabung. Nein, wartet auf die Gnade bei der Offenbarung Jesu Christi, dann in der Tat, wenn der Jesus wiederkommt, natürlich für uns zur Entrückung, aber das wird dann sichtbar werden, wenn wir mit ihm erscheinen, dann wird alle diese Einschränkungen vorbei sein, dann gibt es diese Einschränkungen nicht mehr, weil wir dann alle in wunderbarer Weise wirklich auch körperlich, auch äußerlich vollkommen sein werden. Das wird eine großartige Zeit sein, aber wir sollten nicht so tun, als ob diese Zeit heute schon angebrochen ist. Nein, solche Krankheiten, physischen Krankheiten, auch seelischen Krankheiten, Persönlichkeitseinschränkungen, die sind Einschränkungen, die bleiben Einschränkungen und das sollte man nüchtern sehen, damit hilft man den betroffenen Personen nicht, indem man so tut, als ob das, was eine Einschränkung ist, geradezu eine Superbegabung ist und sie zu einer besonderen Befähigung eben macht. (00:03:01) Deshalb brauchen wir uns auch nicht zu wundern, dass Petrus mehrfach von dieser Nüchternheit spricht und zu dieser Nüchternheit aufruft. Auch in Kapitel 4 Vers 7 finden wir das. Es ist aber nahe gekommen, das Ende aller Dinge. Seid Dinge, seid besonnen und seid nüchtern zum Gebet. Auch Kapitel 5 Vers 8 sagt er noch einmal, seid nüchtern, wacht euer Widersacher, der Teufel geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge. Wir werden in dieser Gesellschaft leider auch unter Christen immer unnüchterner und fast aufgerufen dazu, unnüchtern zu werden und das hilft gerade den Betroffenen nicht. Sie sollen ernst genommen werden, auch ihre Einschränkungen sollen ernst genommen werden. Wir sollen auch bereit sein, auf ihre Einschränkungen einzugehen. Natürlich braucht jemand, der ADHS hat, eben auch einen bestimmten Rahmen, in dem er sich bewegen kann, von Eltern zum Beispiel. Und das bringt ja nichts zu sagen, du bist ein super Begabter, also mach mal, sondern da muss gerade entsprechend diese Einschränkung, mit der er zu tun hat, die natürlich in Einzelfällen auch mit einer Begabung, besonderen Begabung verbunden sein kann, muss eben gehandelt werden. Zweiter Punkt ist, also nach der Nüchternheit, dass es Gnadengaben gibt. (00:04:02) 1. Petrus 4 Vers 10, je nachdem jeder eine Gnadengabe empfangen hat, dient einander damit als gute Verwalter der mannigfaltigen Gnade Gottes. Ja, es gibt Gnadengaben und das ist großartig. Und auch ja, jeder Gläubige, der eine solche Einschränkung wie ADHS, wie Autismus, wie Tourette-Syndrom oder Legasthenie oder sonstige Dinge hat, der hat auch eine Gnadengabe. Das ist also absolut nicht so, dass sie ausgeschlossen werden von Gnadengaben. Aber nicht diese Einschränkung, nicht diese Gnadengabe, diese Erkrankung, diese Persönlichkeitseinschränkung, das ist die Gnadengabe, sondern der Herr hat in die gläubige Person eine Gnadengabe gelegt. Und wunderbar, wenn auch solche Personen, genau wie alle anderen, da unterscheiden sie sich nicht von anderen Gläubigen, diese Gnadengabe ausüben in dem Rahmen dessen, den Gott ihnen eben gegeben hat. Und diese Einschränkung, die gibt es grundsätzlich, die gibt es übrigens für jeden von uns, der eine Gnadengabe hat, und das sind alle Gläubigen, wie wir aus 1. Petrus 4 gesehen haben. Und dass es Einschränkungen gibt, das macht eben Römer 12 auch deutlich. (00:05:01) Da sagt der Apostel Paulus in Vers 3, denn ich sage, durch die Gnade, die mir gegeben worden ist, jedem, der unter euch ist, nicht höher von sich zu denken, als zu denken sich gebührt, sondern so zu denken, dass er besonnen sei, wieder besonnen, wie Gott einem jeden das Maß des Glaubens zugeteilt hat. Da ist irgendwie eine gewisse Unnüchternheit, eine gewisse Unbesonnenheit vorhanden. Jede Gnadengabe, selbst wenn sie dem Leib gegeben ist, Evangelisten, Hirten, Lehrer, hat eine Beschränkung, die nämlich in uns selbst liegt. Wir sind einfach beschränkt, solange wir auf der Erde sind. Und vor diesem Hintergrund sollte man diese Beschränkung, diese Einschränkung auch akzeptieren. Auch im Blick auf dieses Persönlichkeitsproblem oder Herausforderung, diese Gnadengabe macht uns ja nicht unnüchtern, sie macht ja nicht, auch ein ADHS zu haben oder hochsensibel zu sein, macht uns ja nicht irgendwie blind dafür, dass der Herr das eben nicht gegeben hat als Gnadengabe, sondern dass er uns das auferlegt hat, wenn wir das annehmen, komme ich gleich nochmal darauf zu, dass wir dann tatsächlich, vielleicht auch in Verbindung mit dieser Einschränkung (00:06:04) anderen, die ähnliche Herausforderungen kennen, eben dass wir ihnen eine Hilfe sein können. Lasst uns die Beschränkung, die Einschränkung der Gnadengabe, gerade dann, wenn es um Herausforderungen im Persönlichkeitsbereich, im seelischen Bereich geht, lasst uns die vor Augen haben und nicht unnüchtern darüber hinweggehen. Das ist nur zum Schaden. Das ist zum Schaden für uns selbst, das ist zum Schaden für diejenigen, denen wir meinen dienen zu können, das ist zum Schaden für die Versammlung, für die Gemeinde Gottes und das ist sogar zum Schaden im Blick auf Ungläubige, die sehen, wie wir uns als Gläubige da benehmen, völlig außerhalb eines vernünftigen Maßes. Diese Einschränkungen, auch im Persönlichkeitsbereich, sind eine Folge des Sündenfalls. Ja, Gottes Wort zeigt, dass es Krankheiten geben kann, ich sage ausdrücklich geben kann, die Folge einer persönlichen Sünde sind, das finden wir im Alten Testament immer wieder, auch im Neuen Testament, Jakobus 5 und so weiter, aber das ist im Allgemeinen nicht der Fall. Aber sie sind alle Folge des Sündenfalls, das heißt des Sündenfalls von Adam und Eva. (00:07:01) Wir lesen in Römer 8 Vers 22, denn wir wissen, dass die ganze Schöpfung mitseufzt und mit in Geburtswehen liegt bis jetzt, nämlich durch den Sündenfall von Adam und Eva. Nicht allein aber sie, sondern auch wir selbst, die wir die Erstlinge des Geistes haben, wir Erlösten, auch wir selbst seufzen in uns selbst, erwartend die Sohnschaft, die Erlösung unseres Leibes. Und dann erklärt der Apostel Paulus, wie stark wir wirklich durch die Folgen des Sündenfalls auch in der Schöpfung, in uns selbst, in der Vergänglichkeit, in dem Niedergang, in der Erkrankung und so weiter unseres Körpers zu leiden haben und da ist eben auch die Seele mit betroffen. Das heißt, wir wollen ein Bewusstsein haben, dass das wirklich eine Folge des Sündenfalls ist, dass das nicht irgendwie herausragend ist, das ist es nicht. Autismus oder ADHS und alle die genannten Dinge, das sind nicht irgendwie Spitzenkräfte, sondern das sind Einschränkungen, das sind Persönlichkeitsstörungen, die durch den Sündenfall ausgelöst worden sind und die in dem Niedergang der Schöpfung sich eben (00:08:02) wiederzeichnen lassen, die man daran erkennen kann und das führt eben dazu, dass solche Probleme da sind. Es gibt eben nicht nur Menschen, die einen Arm kürzer haben als ein Bein, sondern auch Menschen, die im seelischen Bereich eben dadurch einfach Einschränkungen haben und dann ist es gut, wenn man eben nicht anfängt, Dinge umzukehren. Das ist im extremen Maß in Jesaja 5 Vers 20, wehe denen, die das Böse gut nennen und das Gute böse, die Finsternis zu Licht machen und Licht zu Finsternis, die Bitteres zum Süß zu Süßem machen und Süßes zu Bitterem. Da sehen wir, das ist einfach nicht nach Gottes Gedanken eine Einschränkung eine Begabung zu nennen. Das ist eine Umkehrung dessen, was es ist. Es hilft nochmal denselben nicht, das führt, wenn man selber betroffen ist, vielleicht dazu, dass man sich groß fühlt, dass man sich stark fühlt, dass man meint, die anderen müssen doch jetzt etwas anerkennen, aber es ist gerade nicht nach den Gedanken Gottes und deshalb sollten wir diesen Weg nicht mitgehen. Vielmehr sollten wir, wie der Apostel Paulus, bei dem eine offensichtlich äußere Erkrankung, (00:09:01) die er so empfunden hat, dass ein Engel Satans, 2. Korinther 12 Vers 7, ihn mit Fäusten geschlagen hat, nach einer gewissen Zeit aus Gottes Hand angenommen hat. Und dieses flehte ich dreimal zum Herrn, damit er von mir abstehen möge, 2. Korinther 12, Vers 8. Das zeigt, dass Paulus auch Schwierigkeiten hatte, diese Einschränkung, die irgendeine physische Art bei ihm gewesen sein muss, das anzunehmen, das muss ihn wirklich bedrängt haben innerlich. Aber dann lesen wir, und er trat, und er hat zu mir gesagt, der Herr, meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft wird in Schwachheit vollbracht, daher will ich mich am allerliebsten vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft des Christus über mir wohne. Da sehen wir, dass er erkannt hat, das ist eine Einschränkung, das ist eine Beschränkung, aber die Gnade Gottes in dieser Einschränkung, die ist einfach gewaltig. Und in dieser Einschränkung kann der Herr mich auch weiter benutzen. Und wenn wir dahin kommen, das aus Gottes Hand anzunehmen, dann hat uns schon viel geholfen. Dann erkennen wir nämlich an, dass es eine Einschränkung ist, dann erkennen wir an, dass wir das aus Gottes Hand annehmen müssen, nicht, dass Gott das so gewollt hat. Der Sündenfall, der war nie von Gott gewollt, die Folgen des Sündenfalls waren die Konsequenzen, (00:10:03) die Gott vorgestellt hat, Adam und Eva, aber nicht, dass Gott irgendwie das gewollt hätte. Aber er lässt das zu, auch in der Erziehung von uns. Und wenn wir das dann aus seiner Hand nehmen, annehmen, dann können wir auch in diesem Bereich dann Segen haben, nicht, dass das eben zu einer Begabung wird, das wird es eben nicht. Wobei es schon Begabungen gibt, ja, auch besondere Begabungen auch in diesem Bereich, sondern dann werden wir zum Nutzen sein, weil wir in Gottes Hand geformt werden und so Einschränkungen annehmen und damit für andere zu Vorbildern werden können und zu ihrem Segen sein können. Das wünsche ich dir, das wünsche ich mir, dass wir in dem Bereich, in den Gott uns gestellt hat, diese Dinge nüchtern betrachten, aus seiner Hand annehmen und so dann auch zum Segen für andere sein können.
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