Was Gott gefällt, ist, wenn die Gläubigen Leid geduldig ertragen, um Gutes zu tun, um mit einem „Gewissen vor Gott“ zu handeln. Nichts fällt uns von Natur aus schwerer als dies. Wie entrüstet sind wir, wenn unsere guten Taten uns nur negative Resonanz bringen!
Was wird uns dabei helfen? Zwei Dinge. Erstens: das Beispiel Christi. Zweitens, sein Sühnopfer und die Folgen davon.
Die Verse 21 bis 23 in 1. Petrus 2 handeln vom ersten Punkt. Niemand lebte in so guter Weise wie der Herrn Jesus. Aber keiner wurde jemals so verkannt, geschmäht und verfolgt wie Er. Darüber hinaus tat Er keine Sünde, kein Betrug war je in seinem Mund. Es gab nichts in Ihm oder Seinem Leben, was die kleinste Verleumdung gegen Ihn gerechtfertigt hätte. Doch niemand hat so gelitten wie Er, niemand das Leiden mit solcher Sanftmut und Vollkommenheit ertragen. Er erfüllte das Wort aus Jesaja 53: „Er wurde misshandelt, aber er beugte sich und tat seinen Mund nicht auf, wie ein Lamm, das zur Schlachtung geführt wird, und wie ein Schaf, das stumm ist vor seinen Scherern; und er tat seinen Mund nicht auf.“
In alldem war Er ein Vorbild für uns, denn wir sind berufen, seinen Weg zu gehen und seinen Schritten zu folgen. Die Betrachtung Christi in der ganzen Herrlichkeit seiner Vollkommenheit kann ihre Wirkung auf uns nicht verfehlen und unsere Gedanken und Wege den Seinen angleichen. Wenn wir zum Leiden aufgerufen werden, werden auch wir uns demjenigen anvertrauen, der gerecht richtet, anstatt zu versuchen, uns zu rächen.
Und doch sind wir nicht so wie Er, denn wir haben Sünden und Er hatte keine. Deshalb brauchten wir das Sühnopfer, von dem in Vers 24 die Rede ist. Er, der keine Sünde tat, „trug unsere Sünden an seinem eigenen Leib auf dem Holz“. Das ist etwas, das weit über unser Verständnis hinausgeht. Darin können wir nicht in seine Fußstapfen treten.
Entnommen aus: Kommentar zum 1. Petrusbrief
Quelle: bibelpraxis.de/a9090.html