Christus - der Gerechte, der Kommende (Hab 1,4; 2,3)


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(00:00:00) Der Prophet Habakkuk ist besonders. Wir finden ja da zunächst in Kapitel 1 den fragenden Propheten, dann in Kapitel 2 den glaubenden Propheten und dann in Kapitel 3 den lobenden und verlockenden Propheten. In Kapitel 1 muss er sehen, was für eine Bosheit inmitten des Volkes Israel vorhanden ist und wie Gott das zulassen kann, dass der Gottlose den Gerechten verschlingt. Und Gott sagt, es kommt Gericht. Es kommt Gericht, das wird einmal anders aussehen. Und dann sagt er, wie das Gericht kommt, dass er nämlich den Babylonier, dass er den Kaldea bringen wird. Und dann kann das Habakkuk nicht verstehen, denn das ist ja jemand, der noch schlimmer, noch boshafter, noch böser ist. Und so tritt er dann auf seine Warte, um mit gewissermaßen den Augen Gottes die Dinge anzuschauen. Das brauchen auch wir. Aber wenn wir jetzt auf die Person des Herrn Jesus schauen, dann finden wir in Kapitel 1 Vers 4, darum wird das Gesetz kraftlos, sagt Habakkuk. Und das Recht kommt niemals hervor, denn der Gottlose umzingelt den Gerechten. (00:01:03) Darum kommt das Recht verdreht hervor. Ist das nicht genau das, was der Herr Jesus erlebt hat? Musste er nicht genau das über sich ergehen lassen, dass die Pharisäer ein eigenes Gericht, ein eigenes Gesetz aufgestellt haben? Der Jesus sagt das einmal in Matthäus 15 und in Markus 7, finden wir das wiedergegeben, wie sie ihre eigenen Gebote aufgestellt haben und damit das Gesetz, das Wort Gottes zur Seite geräumt haben. Und so haben sie das Recht gebeugt. Das Recht kam niemals hervor. Wenn wir an den König denken, Herr Rodes, was hat er für eine Bosheit in dieses Volk hineingebracht? Was hat dieses Volk getan? Sie haben ihren eigenen Messias, haben sie verurteilt. Wieder jedes Gerecht, den Sohn Gottes, der als vollkommener Mensch dort in ihrer Mitte lebte, den haben sie an das Kreuz gemacht, den haben sie überliefert an die boshaften Römer. Da können wir ein wenig erfassen, was hier Habakuk sagt, im Blick auf seine damalige Zeit, aber im Blick auf den Herrn Jesus in wirklicher Vollkommenheit. (00:02:03) Das Gesetz wird kraftlos, das Recht kommt niemals hervor. Da ist doch, was der Jesus getan hat, war alles gut, war alles zum Segen, war alles zum Nutzen, war alles zur Heilung von den anderen, dieser Menschen. Und was war die Antwort des Volkes? Kreuzige, kreuzige ihn. Wir wollen nicht, dass dieser über uns herrsche. Wir haben einen Herrscher und das ist der Kaiser. Den haben sie dem Herrn Jesus vorgezogen. So boshaft war dieses Volk. Der Gottlose umzingelt den Gerechten. Das ist ja ein Prinzip, was Habakuk hier beschreibt. Aber im Blick auf den Herrn Jesus war das nicht nur ein Prinzip, sondern war das wirklich im Blick auf den Gerechten. Der Gerechte wurde dort von den Gottlosen und dem Gottlosen, das ist Judas Iskariot auch, wurde er sozusagen an den Pranger gestellt, wurde er überliefert, wurde er in die Hände der Feinde gebracht. Da gab es diesen einen Gottlosen, der in Perfektion gewissermaßen diese Gottlosigkeit repräsentiert hat. (00:03:06) Es war derjenige, der dann von Satan besessen war, um den Herrn Jesus wirklich an das Kreuz, an das Messer dieser Römer zu liefern. Er ist der Sohn des Verderbens. Einer unter euch ist ein Teufel, musste der Jesus einmal sagen. Und das hat er tief empfunden, dass er der Gerechte von einem solchen Gottlosen dort angegriffen wurde und in dieser Weise auch wirklich böse behandelt worden ist. Wir staunen, dass der Jesus das hat mit sich machen lassen, dass er wirklich bereit war, in dieser Weise den Weg des, den untersten Weg zu gehen, um Gott zu verherrlichen, um diesen Ratschluss Gottes auszuführen. Und dann denken wir an Kapitel 2, da heißt es in Vers 2, da antwortete mir der Herr und sprach, schreibe das Gesicht auf und grabe es in Tafeln ein, damit man es geläufig lesen könne. Denn das Gesicht geht noch auf die bestimmte Zeit (00:04:02) und strebt dem Ende hin und lügt nicht. Wenn es sich verzögert, so harre darauf, denn kommen wird es, es wird nicht ausbleiben. Hier ist davon die Rede, dass das, was Habakuk gesehen hat, nämlich, dass es Befreiung gibt, dass das, was er gesehen hat, dass dieses Unrecht nicht dauerhaft Bestand haben wird, dass das in der Zukunft liegt, und das soll er in einer Weise weitergeben, dass es gelesen werden kann, dass die Menschen in der Lage sind, diese Botschaft aufzunehmen und zu empfangen. Und jetzt ist die Frage, wenn es sich verzögert, so harre darauf, das kann noch eine Zeit dauern, aber warte, warte mit Ausharren, warte mit Geduld, denn kommen wird es, es wird nicht ausbleiben. Das, was Habakuk hier gesehen hat, was er verkünden sollte, das würde nicht ausbleiben. Und in der Präadzehn lesen wir, was Gott damit gemeint hat, Vers 37, denn noch eine ganz kleine Zeit, und der Kommende wird kommen und nicht ausbleiben. Der Gerechte aber wird aus Glauben leben. Der Kommende wird kommen und nicht ausbleiben. (00:05:03) Gott hat nicht nur daran gedacht, dass etwas kommen wird, nämlich durch den Messias, dass er diese Gerechtigkeit wieder herstellen wird, dass er Frieden herstellen wird, dass er Befreiung geben wird, sondern er hat an den Kommenden gedacht, als er das hat Habakuk aufschreiben lassen. Für Christus, nein, für Gott ist Christus, sein Christus, sein Messias, sein König, sein Sohn, der ewige Sohn Gottes, der Mensch geworden ist, das ist der Befreier. Er hat in ihm alles gesehen, was es an Segen geben würde. Und es geht also nicht nur darum, dass etwas zum Segen des Volkes kommen wird, sondern das, was im Segen kommen wird, das hängt untrennbar mit einer Person zusammen, die nicht von diesem Segen, von dieser Errettung, von dieser Befreiung, von diesem Frieden getrennt werden kann. Das ist Christus. Auf ihn blickt Gott. Nicht nur das Kommende wird kommen, sondern der Kommende wird kommen. Er ist ja schon gekommen. Er ist damals gekommen in Niedrigkeit. Er hätte Segen für sein Volk bringen können, wenn sie ihn angenommen hätten. (00:06:01) Aber das haben sie nicht. Sie haben ihn verworfen. Sie wollten ihn nicht. Sie haben ihn hinausgeworfen. Sie haben ihn an das Kreuz gebracht. Aber der Kommende wird kommen und das Kommende wird kommen. Es wird nicht ausbleiben, wenn es noch zögert, wenn es noch nicht sofort kommt. Aber es wird kommen. Es wird nicht in unserer Zeit kommen. Denn wir werden vorher entrückt werden in den Himmel. Wir warten auf die Entrückung. Wir warten darauf, dass der Herr Jesus wiederkommt, um uns in den Himmel zu holen, um uns dahin zu holen, wo er ist, wo er immer war als der ewige Sohn und wo er jetzt auch als der verherrlichte Mensch thront, wo er ist. Aber es wird kommen. Und er wird kommen. Er wird kommen. Er wird uns befreien. Ja, uns. Wir werden entrückt werden. Aber die Gläubigen, die dann durch die Drangsal-Zeit hindurchgehen müssen, diese Juden und auch solche aus den Nationen, die sich auf die Seite dieser Sendboten stellen werden, die nach Matthäus 24 ausgesandt werden, da wird der Herr Jesus kommen, um ihnen Befreiung, um ihnen Segen zu geben, um diesen ganzen Hass und diese ganze Gewalttat von Seiten des römischen Kaisers, von Seiten des Antichristen, (00:07:02) von Seiten des Assyrers ein für allemal zu beenden. Und dann wird das Ende sein. Dann wird wirklich dieser Segen des tausendjährigen Reiches kommen. Kommen wird es. Es wird nicht ausbleiben. Kommen wird er. Er wird nicht ausbleiben. Er wird kommen. Und er wird dieses Segensreich, dieses Millennium, dieses tausendjährige Friedensreich, wird er antreten. Und das wird zu einem wunderbaren Segen für alle sein, die sich auf die Seite des Herrn Jesus gestellt haben. Ja, wir haben einen noch viel höheren Segen. Aber wir freuen uns, dass der Jesus auch einmal auf dieser Erde der Anerkannte sein wird. Dass man vor ihm niederfallen wird und ihm die Ehre geben wird. Das ist so großartig. Wir dürfen das heute schon tun und wollen das gerade an einem ersten Tag der Woche mit Dankbarkeit und mit Freude tun.
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Artikelreihe: Christus im Alten Testament (Bibelbücher)

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