Am: So, 31. August 2025
Wunderbare Weissagungen über den Herrn Jesus finden wir schon im Propheten Micha. Nicht nur über seinen Geburtsort, sondern auch über seine Leiden.
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Micha gehört zu den kleinen Propheten, wo wir überhaupt keinen Zweifel haben,
daß wir die Leiden des Herrn Jesus und seine Herrlichkeit hier finden.
Da heißt es in Micha 4 Vers 14,
»Nun dränge dich zusammen, Tochter des Gedränges! Man hat eine Belagerung gegen uns gerichtet.
Mit dem Stab schlagen sie den Richter Israels auf die Wange.
Und du, Bethlehem-Ephratah, zu klein, um unter den Tausenden von Juda zu sein,
aus dir wird mir hervorkommen, der Herrscher über Israel sein soll.
Und seine Ursprünge sind von der Urzeit, von den Tagen der Ewigkeit her.
Darum wird er sie hingeben bis zur Zeit, da eine Gebärende geboren hat,
und der Rest seiner Brüder wird zurückkehren zu den Kindern Israel.«
Wunderbare Herrlichkeit, die wir hier finden, wenn dann auch noch ergänzt wird.
»Und er wird dastehen, und seine Herde weiden in der Kraft des Herrn,
in der Hoheit des Namens des Herrn, seines Gottes.
Und sie werden wohnen, denn nun wird er groß sein bis an die Enden der Erde,
und dieser wird Friede sein.« (00:01:01)
Wir finden hier zuerst die Leiden des Herrn Jesus.
Mit dem Stab schlagen sie den Richter Israels auf die Wange.
Ja, das haben sie getan. Sie haben den Herrn Jesus sogar auf den Kopf geschlagen.
Auf die Dornenkrone, die man ihm auf das Haupt gesetzt hat,
da haben sie drauf geschlagen.
Sie haben sich Mühe gemacht, den Herrn Jesus nicht nur zu verspotten,
ihm nicht nur Hohn und Schmach entgegenzubringen, sein eigenes Volk, die Juden,
und natürlich auch die Nationen, sondern sie haben sich Mühe gegeben,
ihm auch Schmerzen zu bereiten, wo sie nur konnten.
Das war das Werk Satans.
Aber niemand kann sich hinter dem Teufel verstecken.
Das, was der Teufel in den Herzen der Menschen bewegt hat,
in dem Herzen seines eigenen Volkes, in den Herzen der Römer,
das haben sie selbst sich ersonnen.
Sie waren froh dabei.
Sie haben sich gefreut, diesen Mann an das Kreuz zu bringen,
diesen Mann zu schlagen, diesen Mann auf die Wange zu schlagen,
diesem Mann wehzutun.
Dabei war es der ewige Sohn Gottes, der vor ihnen stand, (00:02:01)
der sie mit einem Hauch hätte vernichten können,
so wie er das einmal tun wird mit dem Antichristen,
mit dem Herrscher Assyriens und auch mit dem römischen Herrscher,
wenn er wiederkommen wird.
Aber er hat das nicht getan, weil er gekommen war,
um das Erlösungswerk zu vollbringen, den Ratschluss Gottes auszuführen.
Deshalb hat er das alles ertragen.
Und wir fallen einfach in unseren Herzen nieder,
wenn wir sehen, dass er, der der Richter Israels ist,
der selber über dem Volk Israel steht,
der das Recht hat, sie zu beurteilen und auch sie zu verurteilen,
falls das nötig ist.
Und das war nötig, dass er bereit war,
obwohl er der Herr der Herren, der König der Könige war,
obwohl er der Richter war,
dass er bereit war, sich von ihnen schlagen zu lassen.
Und dann finden wir in Kapitel 5 Vers 1,
diese großartige Weissagung über den Geburtsort des Herrn.
Du, Bethlehem, Elphratah, zu klein,
um unter den Tausenden von Juden zu sein.
Da war keine große Stadt.
Das war nicht ein großer, bekannter Ort. (00:03:02)
Obwohl David dort geboren wurde, ist da nicht viel mit geschehen.
Das ist nicht zu einem zweiten Jerusalem gemacht worden,
ganz in der Nähe von Jerusalem,
sondern es ist ein kleiner Ort geblieben,
wo nur wenige wohnten, wo nur wenige lebten,
wo nur wenige geboren wurden.
Aber, wie die Weissagung hier durch Michael deutlich machen würde,
es war nicht nur der Geburtsort und der Ort von David,
es war der Geburtsort des Messias.
Er hat eben die Kleinheit gesucht.
Hat er eine Königsfamilie genommen?
Ja, Josef war aus dem Stamm Juda.
Aber er hat eine arme Familie,
die gerade einmal Toteltauben angesichts der Geburt bringen konnten
zur Reinigung der Mutter.
Da hat er eine solche Familie gewählt, die arm war.
Er hat einen Ort gewählt, der nichts zählte.
Aber er strahlt hervor in seiner Herrlichkeit.
Aus dir wird mir hervorkommen, der Herrscher über Israel sein soll.
Er ist nicht nur der Richter,
und die Richter waren auch Herrscher letztlich im Buch der Richter, sieht man das,
sondern er ist wirklich der Herrscher. (00:04:03)
Er ist der, der bedrängt wurde.
Er ist der, der in Bethlehem-Ephrata geboren wurde.
Er ist drittens derjenige, der Herrscher ist über Israel,
der eine machtvolle Position bekommen sollte.
Das hat er damals schon.
Wir finden ja, dass die Magier Matthäus II. gekommen waren aus dem weit entfernten Osten,
um zu sehen, wo der König ist, der geboren worden ist.
Nicht der einmal König werden sollte,
sondern der König war in ihren Augen, der König war in den Augen Gottes,
der der Herrscher, und zwar über ganz Israel sein soll.
Damals war ja nur ein kleiner Überrest aus Judah zurückgekehrt,
aber er ist Herrscher über Israel, über ganz Israel.
Und viertens, seine Ursprünge sind von der Urzeit, von den Tagen der Ewigkeit her.
Mit anderen Worten, das ist nicht jemand, der einfach geboren wurde,
das ist derjenige, der immer war und keinen Anfang hat.
Seine Ursprünge sind von der Urzeit, von den Tagen der Ewigkeit her.
Er ist der ewige Sohn Gottes, der Mensch wurde,
um dann als Mensch am Kreuz von Golgatha sterben zu können, (00:05:02)
um als Mensch Regent zu sein über sein Volk,
um als Mensch die Offenbarung Gottes zu sein, damit Menschen Gott sehen könnten,
um als Mensch vor seinem Volk und damit dann auch vor den Nationen stehen zu können,
damit sie einen Begriff haben könnten, von dem wer eigentlich dieser Herrscher sein würde.
Dann heißt es im Vers 3,
Und er wird dastehen und seine Herde weiden in der Kraft des Herrn.
Er ist auch der Hirte, er ist derjenige, der sich um sein Volk kümmert,
der in wunderbarer Weise ihnen zugewandt war,
der in Fürsorge, in Liebe, in Gnade sich um sie kümmerte,
in der Kraft des Herrn.
Er war tätig in Gottes Kraft, in der Kraft Jachwes,
in der Kraft dessen, der von oben kommt,
in der Kraft dessen, der Kraft in sich selbst besitzt,
in der Hoheit des Namens des Herrn.
Der Name steht ja für die Person und der Herr, das ist Jachwes, das ist Gott.
Gott in dieser Zuwendung zu seinem irdischen Volk, (00:06:03)
so wie Gott sich unter Mose offenbart hat, das ist der Herr Jesus.
Er würde in der Hoheit des Namens des Herrn, das heißt in der Würde,
in der Hoheit, in der Majestät Gottes selbst zu seinem Volk kommen,
seines Gottes.
Und dann heißt es, und sie werden wohnen.
Ja, jetzt würden sie nicht mehr unter Feindschaften leben.
Das bezieht sich natürlich auf das tausendjährige Friedensreich.
Das hat das Volk letztlich nie in einer vollen Weise jedenfalls erlebt.
Aber er wird das bewirken.
Er wird seinem Volk Frieden schenken.
Er wird sie beschützen.
Und er wird bewirken, dass da kein Feind mehr gegen sie aufstehen wird.
Sie werden in allem Frieden, in aller Ruhe werden sie wohnen.
Denn nun wird er groß sein.
Ja, damals ist er klein gewesen.
Damals ist er als der Demütige gekommen, als der Sanftmütige,
der sich untergeordnet hat unter dem Willen Gottes
und auch sich hat beherrschen lassen von den Menschen,
ohne dass er je hätte beherrscht werden können.
Aber er hat diese Behandlung von Seiten der Führer Israels, (00:07:04)
von Seiten des Volkes Israel,
von Seiten der Führer der Nationen und des Volkes,
hat er hingenommen und sich ganz Gott übergeben, der gerecht richtet.
Aber dann wird er groß sein bis an die Enden der Erde.
Da wird es nichts mehr geben, was ihm widerstehen kann.
Da ist er der Herrscher von Ost nach West, von Süd nach Nord.
Da gibt es nichts, was sich ihm entgegenstellen kann.
So groß ist er und das war er damals auch.
Nur dass er das nicht vollendet hat, dass er das nicht eben ausgeübt hat.
Und dieser wird Friede sein.
Dieser wird nicht nur Frieden bringen, das wird er.
Dieser wird nicht nur den Frieden erhalten, das wird er.
Dieser wird nicht nur sicherstellen, dass dieser Friede auf Dauer bewahrt bleibt,
das wird er, sondern er ist der Inbegriff des Friedens,
weil er der Friedefürst ist, weil in ihm und in niemand sonst
dieser Friede sichergestellt werden kann und dieser Friede bewirkt werden kann.
Wir staunen, was in diesem alttestamentlichen Propheten,
kleinen Propheten Micha schon enthalten ist.
Wir freuen uns darüber, dass Gott an die Herrlichkeit des Herrn Jesus dachte, (00:08:04)
als er Micha beauftragt hat, diesen Propheten zu schreiben.
Das haben seine Zuhörer, seine Leser, haben das nicht verstanden,
aber wir dürfen das in dem Licht des Neuen Testamentes erfassen
und dürfen uns freuen über diese wunderbare Herrlichkeit,
die wir in dem Herrn Jesus dort sehen.