Hier haben wir christliche Versammlungen, die durch zwei Dinge gekennzeichnet sind: Sie wandelten in der Furcht des Herrn und im Trost des Heiligen Geistes. Von der religiösen Welt ihrer Zeit bekämpft und verfolgt wurden sie vom Herrn in der Herrlichkeit geleitet und unterstützt und vom Heiligen Geist auf der Erde geführt.
In diesen Versammlungen gab es weder viele Weise nach dem Fleisch noch viele Mächtige oder Edle. Die meisten, die diese Versammlungen bildeten, gehörten zu den Törichten, Schwachen und Niedrigen dieser Welt, die wie Petrus und Johannes ungelehrte und unwissende Menschen waren. Und doch waren sie in den Augen des Herrn die Ausgezeichneten der Erde, an denen Er seine Freude hat und bei denen der Heilige Geist gerne wohnt.
Ohne weltlichen Reichtum, ohne ein von Menschen erdachtes Glaubensbekenntnis oder religiöse Auszeichnungen, ohne sichtbares Haupt oder Führer, mit nichts, was sie in den Augen der Menschen groß machte oder was die Natur zu schätzen vermochte oder worin das Fleisch sich rühmen konnte, setzten sie ihren Pilgerweg als Erlöste des Herrn fort: mit Liedern und immerwährender Freude, denn sie waren auf dem Weg zu der Stadt, die Grundlagen hat, in Gemeinschaft mit dem Herrn in der Herrlichkeit und dem Heiligen Geist auf der Erde.
Ohne Christus und den Heiligen Geist hatten sie nichts. Denn die Erde war hinter ihnen verschlossen. Aber mit Christus und dem Geist hatten sie alles, denn der Himmel war vor ihnen geöffnet. Kein Wunder, dass sie Ruhe und Erbauung, Trost und Vermehrung genossen.
Wie weit hat sich die Christenheit leider von diesem einfachen und schönen Bild entfernt. Die Versammlungen haben das Haupt im Himmel nicht festgehalten und den Heiligen Geist auf der Erde ignoriert. Infolgedessen gibt es im Volk Gottes Unruhe und Hunger, Not und Zerfall.
Doch Christus in der Herrlichkeit bleibt derselbe: gestern, heute und in Ewigkeit. Der Heilige Geist bleibt für immer bei uns. Es gibt keine Veränderung in den göttlichen Personen. Wenn also auch nur einige wenige in der Trennung von dem Verderben der Christenheit auf Christus im Himmel als ihre einzige Quelle blicken und sich der Kontrolle des Heiligen Geistes auf Erden unterwerfen: Werden sie dann nicht am Ende der Geschichte der Kirche, wie am Anfang, ein gewisses Maß an Ruhe, Erbauung, Trost und Vermehrung finden?
Entnommen aus: Gleanings on the Church
Quelle: bibelpraxis.de/a9072.html