Es ist unmöglich, mit dem Auge an der herrlichen Reihe der Arbeiter Christi entlang zu gehen, ohne die Wahrheit dessen zu sehen, was es heißt, einen zerbrochenen Geist zu haben. Mose, Josua, David, Jesaja, Jeremia, Hesekiel und Daniel in alttestamentlicher Zeit und Petrus, Paulus und Johannes in neutestamentlicher Zeit – sie alle stehen vor uns als anschauliche Illustrationen des Wertes von „zerbrochenem Material“. All diese geliebten und geschätzten Diener mussten zerbrochen werden, um heil zu werden. Sie mussten leer werden, um gefüllt zu werden. So konnten sie lernen, dass sie aus sich selbst heraus nichts tun konnten, um in der Kraft Christi zu allem und jedem bereit zu sein.
Das ist das Familien-Gesetz – das Gesetz des Weinbergs, das Gesetz des Reiches. So fand es Gideon zu seiner Zeit. Auf sein „Ach Herr!“ folgte die Ermutigung Jahwes „Friede dir! Fürchte dich nicht!“. Dann war er bereit, anzufangen.
Er war von Angesicht zu Angesicht mit dem Engel Gottes konfrontiert worden, und dort erfuhr er nicht nur, dass seine Familie in Manasse arm und er der Geringste im Hause seines Vaters war, sondern auch, dass er in sich selbst völlig machtlos war. Er musste lernen, dass alle seine Quellen im lebendigen Gott zu finden waren. Eine unschätzbare Lektion für den Sohn des Joas und für uns alle!
Das ist eine Lektion, die nicht in den Schulen und Hochschulen dieser Welt gelernt werden kann, sondern nur in der tiefen und heiligen Zurückgezogenheit des Heiligtums Gottes.
Entnommen aus: Gideon und seine Kameraden
Quelle: bibelpraxis.de/a9035.html