Hier stellt der Apostel Johannes die jungen Männer als Überwinder der Welt gegenüber und zeigt, wo ihre wahre Stärke liegt – die göttliche Stärke. „Das Wort Gottes bleibt in euch.“. Das meint, dass sich diese jungen Gläubigen nicht nur auf das Wort beziehen, sondern dass es ihn ihnen bleibt. Wenn Du Dir Christus in der Versuchung ansiehst, seine Antworten an Satan, da war keine Lust des Fleisches, da konnte keine sein!
Aber Er war als Mensch hungrig. Satan sagt: „Mach aus diesen Steinen Brot“, um Ihn in Versuchung zu führen. „Wirf dich nieder!“ Dann zeigt er Ihm die ganze Herrlichkeit der Welt und sagt: „Alle Herrlichkeit dieser Welt ist mir gegeben; die Welt ist mir gegeben; bete mich an, und alles wird dir gehören; nimm mich als den Fürsten dieser Welt an, und du wirst alles haben.“ Die Antwort Jesu war in jedem Fall das Wort Gottes.
Alle Gedanken und das Leben Christi waren der Ausdruck des Wortes Gottes, das in Ihm wohnte. Er war das lebendige Wort. Was also die jungen Männer auszeichnet, ist, dass das Wort in ihnen wohnt. Es geht nicht nur darum, sich an etwas zu erinnern, was man sagen will, oder etwas im Wort zu finden, wenn man es braucht. Das Wort Gottes muss die Quelle des eigenen Handelns sein, und das meint Johannes mit dem Wort Gottes, das „in dir wohnt“. Ein „Jüngling“ fliegt nicht darauf zu, wenn er es braucht, sondern er lebt in ihm. Gottes Worte leben in seinem Geist, er weiß, dass alles, was in der Welt ist, nicht vom Vater ist.
Wenn ich meine Gedanken aus dieser Welt beziehe und von Reichtum spreche, werde ich sagen: „Dieser Mann hat ein schönes Vermögen.“ Der Herr sagt, dass es für einen Menschen mit einem großen Vermögen fast unmöglich ist, in den Himmel zu kommen, obwohl bei Gott alle Dinge möglich sind. Es gibt viele Ausdrucksformen für unsere Wünsche in dieser Welt.
Wenn wir mit unseren Gedanken und Wünschen in dieser Sphäre des Denkens leben, werden unser Geschmack und unsere Gewohnheiten davon geprägt. Der Geist Gottes hat eine eigene Welt und das geschriebene Wort wird so zur Richtschnur für alles. So sollen wir alles nach Gottes Wort beurteilen. Ich kann das nach dem Zustand meiner Seele tun. Wenn das Wort Gottes in mir wohnt, wird die Welt und alle andere nach diesem beurteilt.
Entnommen aus: 9 Vorträge über den 1. Johannesbrief
Quelle: bibelpraxis.de/a9029.html