Am: Do, 11. September 2025
Karettschildkröten verfügen über einen Magnetsinn - und nicht nur über einen, sondern über gleich zwei. Das ist geradezu phänomenal. Ergebnis eines wunderbaren Schöpfers ... Auch wir können daraus etwas lernen!
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Vor einiger Zeit las ich einen Artikel in der Neuen Zürcher Zeitung über das magnetische
Orientierungsvermögen vieler Tiere, das bis heute ein Mysterium sei.
Aber jetzt hätten Forscher bei der unechten Karettschildkröte nachweisen können, dass
es gleich zwei besondere Systeme gibt, die dazu führen, dass man eben einen magnetischen
Orientierungssinn haben könne.
Das erinnert mich an die wunderbare Schöpferherrlichkeit Gottes, die sich eben in seiner Schöpfung
widerspiegelt.
In Psalm 104 spricht der Schreiber von dieser großartigen Herrlichkeit, die Gott in seine
Schöpfung gelegt hat.
In Vers 24 bis 27 lesen wir, wie viele sind deiner Werke Herr, du hast sie alle mit Weisheit
gemacht, die Erde ist voll deiner Reichtümer.
Dieses Meer, groß und ausgedehnt, nach allen Seiten hin, dort wimmelt es ohne Zahl von
Tieren, klein und groß.
Dort fahren Schiffe, dort ist der Leviathan, den du gebildet hast, um sich dort zu tummeln,
darin zu tummeln.
Sie alle warten auf dich, dass du ihnen ihre Speise gibst zu seiner Zeit. (00:01:05)
Ja, wir dürfen bewundernd auf den Schöpfer sehen, wenn wir in seine Schöpfung hineinsehen.
Und das wird eben auch deutlich, wenn man sich hier mit dieser unechten Karettschildkröte
beschäftigt.
Einen magnetischen Orientierungssinn, den kennt man schon, denn der ist bei vielen Tierarten
bereits nachgewiesen worden.
Als Beispiel werden genannt Fadenwürmer, Ameisen, Schmetterlinge, Krebse, verschiedene Säugetiere,
natürlich die Zugvögel und auch andere Tiere, die wandern, wie Lachse oder Aale.
Auch für etliche Säuger gilt das.
Das ist natürlich ein Problem für die Evolutionsforschung, das wird natürlich in so einem Artikel dann
gar nicht deutlich gemacht.
Warum ist das ein Problem?
Weil ja damit parallel, zufällig, genau derselbe Orientierungssinn, die gleiche komplexe Möglichkeit,
sich in Gewässern oder eben auf Land zu bewegen, müsste ja parallel, zufällig, entstanden
sein.
Und das ist ja ein überaus komplexes System, so komplex, dass man es bis dato überhaupt (00:02:06)
nicht richtig erkennen konnte, nachweisen konnte, nicht weiß, wie das genau funktioniert.
Jetzt ist man offensichtlich über diese Rätsel etwas hinausgekommen, denn Forscher der University
of North Carolina haben jetzt darüber nicht nur geforscht, sondern in dem Journal Nature
darauf hingewiesen, in was für einer Art und Weise diese unechte Karettschildkröte,
genannt Caretta caretta, für die Navigation der Weltmeere nicht nur ein System hat, auf
das es zurückgreifen kann, sondern gleich zwei verschiedene, die man vielleicht als
Magnetsinne bezeichnen könnte.
Es ist wohl offensichtlich schon länger bekannt, dass es so eine Art inneren Kompass gibt,
der eben bei den Zugvögeln zur Auswirkung kommt.
Dabei muss es wohl einen immer nach Norden neigenden Kompass geben, das ist dadurch,
dass ein Winkel, mit dem die Feldlinien des Erdmagnetfelds auf die Erdoberfläche treffen. (00:03:08)
Das heißt, die Tiere sind in der Lage, das an der Erdoberfläche irgendwie zu messen.
Diese magnetischen Pole stehen senkrecht, aber am Äquator verlaufen sie parallel zur
Erdoberfläche und das können diese Tiere anscheinend unterscheiden.
Und durch die Veränderung der Winkel sind sie dann in der Lage, Nord und Süd zu bestimmen.
Das ist für einen Normalbürger ja schon kaum zu erfassen, diese Komplexität überhaupt
zu erkennen, worum es sich da handelt, weil wir als Menschen da oftmals viel größere
Schwierigkeiten haben.
Das Problem ist natürlich, was hilft es zu wissen, wo Nord und Süd ist, wenn man aber
keine Karte, zwar einen Kompass hat, aber eben nicht über eine Karte verfügt.
Und die Schildkröten haben eine solche innere Landkarte.
Anscheinend sind sie in der Lage oder haben sie gelernt, bestimmte Unregelmäßigkeiten (00:04:03)
im Magnetfeld zu erkennen und dadurch eben eine solche Landkarte zu bilden.
Ob sie ihnen weitergegeben wird, also ein genetisches Merkmal ist, oder ob sie das auf
eine andere Art und Weise lernen, wissen wir nicht.
Jedenfalls haben Autoren an der Spitze Kehler-Gorfoth jetzt eben diese innere Landkarte nachweisen
können.
Sie haben junge Schildkröten im Labor genommen und sie gefüttert.
Dazu haben sie zwei Becken installiert und in einem Becken haben sie den Schildkröten
regelmäßig Futter gegeben, in dem anderen nicht.
In den Becken haben sie magnetische Muster von zwei konkreten Standorten entlang der
nordamerikanischen Küste sozusagen eingebaut.
Sie haben also so ein paralleles System da entwickelt, das die Schildkröten von der
nordamerikanischen Küste kannten.
Die Tiere haben dann in beiden Becken, sind die geschwommen, mal in dem einen, mal in (00:05:03)
dem anderen und eben ungefähr in die gleiche Zeit in jedem Becken zugebracht, aber nur
in einem haben sie Futter bekommen.
Und offensichtlich haben sie das relativ schnell gemerkt und das Besondere ist bei ihnen gewesen,
dass sie beim Annehmen von Nahrung einen besonderen Tanz aufführen.
Und sie haben das gelernt eben mit der Zeit, dass sie nur in diesem einen Becken auch etwas
zu essen bekamen und dann führten sie einen Tanz auf, selbst wenn sie noch gar kein Futter
bekommen haben, aber allein durch die Vorfreude.
Und das macht dann deutlich, dass sie wirklich in der Lage sind zu erkennen, wo sie sich
befinden und wo es dieses Futter gibt.
Goffers sagt deshalb, das zeigt, dass sich die Tiere das magnetische Muster eines bestimmten
geografischen Standorts einprägen und von den Mustern anderer Orte unterscheiden können,
die eben in unterschiedlicher Weise jetzt bei diesen beiden Becken nachgestellt wurden.
Sie besitzen also eine Art magnetische Landkarte.
Aber das ist noch nicht mal alles. (00:06:02)
Der Nord-Süd-Kompass der Tiere konnte durch hochfrequente Radiowellen im Labor sozusagen
irritiert werden.
Sie hat versucht eben durch so Radiowellen den Kompass ein wenig zu zerstören, aber
die innere Landkarte scheint gegen diese Störung unempfindlich zu sein.
Das heißt, sie sind in der Lage, weil sie eben zwei Systeme besitzen, dann auf das andere
System umzupolen und mit diesem zweiten System trotzdem auf der Spur zu bleiben.
Das heißt, in der richtigen Art und Weise zu unterscheiden, in diesem Fall bei diesem
Versuch mit diesen zwei Becken.
Dazu sagt dann Goforth das Beweis, dass es sich um zwei verschiedene Sinne handelt und
dass diese nicht auf demselben Rezeptor beruhen.
Das heißt, wenn man so will, diese Tiere besitzen nicht nur einen sechsten, sondern
sogar einen siebten Sinn für das Magnetische.
Wenn man das einmal vergleicht mit uns Menschen, mit uns Gläubigen, dann ist das interessant,
dass wir als Gläubige auch zwei solche Systeme besitzen. (00:07:03)
Wir haben eine äußere Landkarte und wir haben einen inneren Magnetsinn.
Gott hat uns als äußere Landkarte das Wort Gottes gegeben.
Gott hat uns das Wort gegeben, an dem wir uns orientieren können.
Aber tatsächlich gibt es Störfeuer bei dem Wort Gottes.
Das Wort Gottes haben wir ja fest in den Händen.
Aber es gibt solche Lehrer, falsche Lehrer, denken wir an den Galaterbrief, denken wir
an den Kolosserbrief oder denken wir auch an den ersten Korintherbrief, die eben die
Landkarte zum Erschüttern bringen wollen.
Im 19.
Jahrhundert entstand zum Beispiel diese historisch-kritische Lehrmethode, die versucht hat, diesen Kompass,
den äußeren Kompass, zu zerstören.
Wir finden heute, dass es so zerstörerische Modelle gibt, die das, was das Wort Gottes
im Blick auf die Versammlung Gottes, im Blick auf die Einheit, den einen Leib und die Einheit
des Geistes, die wir bewahren sollen, sozusagen zerstören, die diese Landkarte in Verruf
bringen.
Und da ist es großartig, dass Gott uns zusätzlich noch einen inneren Kompass gegeben hat. (00:08:03)
An sich sollten wir immer beides benutzen, das Wort Gottes ist absolut der objektive
Maßstab.
Gott hat uns in unserem Leben, jedem persönlich, das neue Leben gegeben und der Heilige Geist,
der nach 1.
Korinther 6 Vers 19 in uns wohnt.
Und dieses zusätzliche, dieser zusätzliche Magnetsinn, wenn ich das mal so bezeichnen
kann, hilft uns, weil wir dadurch, auch dadurch, dass der Geist Gottes auf unser Gewissen einwirkt,
ein Empfinden haben, ob etwas stimmt oder etwas nicht stimmt, ob etwas richtig ist oder
falsch ist.
Und es ist sehr bemerkenswert, dass in Zeiten von Not, in Zeiten von Irritation, es nicht
die Belehrten, die Gelehrten sind, die klar sehen oft, sondern dass es diese sogenannten
einfachen Gläubigen sind, die empfinden, da ist etwas faul oder da ist etwas richtig.
Denn der Geist Gottes ist ja die Salbung für uns nach 1.
Johannes 2.
Und jedes Kind Gottes hat diese Salbung, jeder, der den Herrn Jesus als Retter angenommen
hat, der hat den Geist Gottes in sich wohnend und der kann sofort empfinden. (00:09:03)
Das ist alles, sagt der Apostel Johannes.
Das heißt, wir können sofort empfinden, da stimmt was oder da stimmt was nicht.
Das ist großartig, dass Gott uns diese, ich möchte das mal sagen, zwei Magnetsinne, diese
zwei Kompasse gegeben hat.
Nochmal, Gott hat uns zwei gegeben und im Normalfall sollen wir beide benutzen.
Es ist das Wort Gottes, denn der Geist Gottes weist immer auf das Wort Gottes hin.
Er wird nie im Widerspruch zu dem Wort Gottes handeln und reden.
Aber da es immer wieder Irritationen gibt und wir erleben das ja immer wieder und auch
aktuell, dadurch ist es eben großartig, dass Gott uns ein zweites System gegeben hat, wenn
ich das in Ehrfurcht sagen kann, den Geist Gottes, der in uns in dem ewigen Leben wirksam
ist und das Leben immer in Richtung des Wortes Gottes führen wird, aber eben ein Empfinden
hat.
Es ist ein von dem Wort Gottes zu unterscheidender Agent, der in uns ist, um uns in der rechten
Weise zu führen.
Dann werden wir auch bewahrt bleiben vor solchen Irritationen, die in der Schöpfung natürlich
auch existieren.
Wie sagte Charles Darwin schon Mitte des 19. (00:10:02)
Jahrhunderts, wie ein Vogel, der des Nachts seine Wanderung übers Meer antritt, dabei
seinen Kurs so trefflich einzuhalten weiß, als ob er einen Kompass mit sich führte,
wie der Vogel Nord und Süd unterscheidet?
Davids Antwort Wir wissen es nicht.
Ja, und der Autor in der Neuen Zürcher Zeitung fügt hinzu, mehr als 150 Jahre später gilt
das noch immer.
Da können wir nur als Kinder Gottes sagen, wir wissen mehr, wir wissen, dass Gott dahinter
steht, dass das eine so einfache Erklärung ist, die der Mensch einfach nicht will.
Und deshalb sind wir auch beruhigt im Blick auf unser Glaubensleben.
Wir wissen, dass Gott uns durch den Heiligen Geist immer durch das Wort Gottes im Blick
auf das Wort Gottes führt und uns immer auf der rechten Spur hält.
Mögen wir auf dieser Spur bleiben, mögen wir von Herzen solche sein, die Gott und seinem
Wort und der Wirkung des Heiligen Geistes gehorsam sind.