Christus - im Herzen der Erde (Jona 2,1)


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(00:00:00) Wer ist nicht beeindruckt von diesem Propheten Jonah? Jonah spricht nicht große Prophetie, obwohl er etwas ausspricht, aber gerade das trifft nicht ein. Wenn er sagt, in drei Tagen wird Nineveh umgekehrt sein, da geht er nach Nineveh und da finden wir, dass er dort ausruft, nein nicht in drei Tagen, in 40 Tagen, Jonah 3 Vers 4. Und Jonah begann in die Stadt hineinzugehen eine Tagereise weit und er rief und sprach noch 40 Tage, dann wird Nineveh umgekehrt. Und es kam nicht so, weil dieses Volk dieses Gerichtsurteil zum Anlass genommen hat, Buße zu tun, sich zu bekehren, umzukehren. Aber dieser Prophet Jonah ist, und das ist beeindruckend, dass Gott ein solches Werkzeug benutzt als Vorbild für den Herrn Jesus, obwohl er versagt hat. Und zwar nicht jetzt allgemein versagt hat, das tun wir alle, dann könnte gar kein Mensch Vorbild auf den Herrn Jesus sein, sondern exakt die Folge seines Versagens führt dazu, dass er Vorbild für den Herrn Jesus ist, auf den Herrn Jesus. (00:01:02) Jonah ist vor Gottes Angesicht weggelaufen. Jonah hat von Gott den Auftrag bekommen, nach Nineveh zu gehen und ihnen Gericht anzudrohen und anscheinend hat er sofort gemerkt, dass es sein könnte, dass das Volk der Ninevitten, also dieser großen Stadt Assyriens, dass sie umkehren könnten und dann hat er sich auf und davon gemacht und wollte mit diesem Auftrag nichts mehr zu tun haben. Und gerade dadurch kommt es, weil er sich dann auf ein Schiff begibt und dann ein großer Sturm seinetwegen geschieht. Das muss man sich einmal vorstellen, dass Gott einen Sturm bringt wegen dieses einen Mannes, weil er untreu war und alle anderen mussten auch mit drunter leiden, wie diese Schiffsleute. Und dann werfen sie ihn ins Wasser und dann finden wir, dass Gott einen Fisch bestellt. Jonah 2 Vers 1 Und der Herr bestellte einen großen Fisch, um Jonah zu verschlingen. Und Jonah war im Bauch des Fisches drei Tage und drei Nächte. Und davon spricht dann der Herr Jesus im Neuen Testament, dass genau das ein Vorbild ist (00:02:03) im Blick auf ihn selbst. Das ist das Zeichen, was er den Juden gibt, sogar den Ungläubigen, diesen rebellierenden Pharisäern, wo er sagt, es gibt kein anderes Zeichen als das, was ich euch hier jetzt noch einmal weitergebe. Wir lesen das in Matthäus 12, da heißt es in Vers 38, dann antworteten ihm einige der Schriftgelehrten und Pharisäer und sprachen, Lehrer, wir möchten ein Zeichen von dir sehen. Er beantwortete und sprach zu ihnen, ein böses und ehebrecherisches Geschlecht begehrt ein Zeichen und kein Zeichen wird ihnen gegeben werden, als nur das Zeichen Jonas des Propheten. Denn so wie Jonah drei Tage und drei Nächte in dem Bauch des großen Fisches war, so wird der Sohn des Menschen drei Tage und drei Nächte in dem Herzen der Erde sein. Das ist eben deshalb beeindruckend, weil so wie dieses Volk böse war, war eben der Prophet Jonah auch jemand, der vor Gott weggelaufen ist, der eben untreu war. Sie waren ungläubig, Jonah war ein gläubiger Mann, aber Gott gibt kein anderes Zeichen (00:03:05) als das von Jonas. So wie der drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches war, so auch der Sohn des Menschen im Herzen der Erde. Würde er drei Tage und drei Nächte der Gestorbene sein? Und das legt Gott schon ins Alte Testament. Das wusste Jonah natürlich nicht, das wussten die Propheten nicht. Petrus sagt davon, dass sie überlegt haben, was kann das sein, worauf wir hindeuten. Sie hatten natürlich ein Bewusstsein, dass der Messias kommen würde, das hatte Gott angekündigt durch sie, durch die Propheten. Insofern warteten sie auf den Messias, aber was das wirklich auf sich hatte, was das in sich bag, das konnten sie nicht verstehen, das konnten sie nicht entschlüsseln. Und so haben sie darüber nachgesucht. Wir dürfen das heute wissen, weil der Jesus das offenbart hat, weil das im Neuen Testament offenbart worden ist, dass diese drei Tage und drei Nächte im Herzen oder im Bauch des Fisches eben bedeuten, dass der Jesus gestorben ist. Und das beeindruckt uns, dass uns das im Alten Testament mitgeteilt wird. Und das lässt uns dann auch in Verbindung mit Jonah 2 natürlich an die Leiden des Herrn (00:04:05) Jesus denken. Hier in dem Bauch des Fisches betet Jonah, ich rief aus meiner Bedrängnis, Vers 3, zu dem Herrn. Und er antwortete mir, ich schrie aus dem Schoß des Sheol, du hörtest meine Stimme. Das heißt, diese Zeit im Bauch des Fisches, die eigentlich von dem Tod des Herrn Jesus spricht, drei Tage und drei Nächte, zeigt uns zugleich etwas über die Leiden des Herrn Jesus, diese Leiden des Todes wegen, die er vorher erduldet hat, wo er von Seiten des Volkes Israel verworfen worden ist, wo er von Gott eben in die tiefste Grube gelegt worden ist, wie das die Psalmen, die Psalmisten ausdrücken. Es waren eben nicht nur die Feinde, die das Volk Israel, die Führer des Volkes, die den Herrn Jesus verworfen haben, sondern der Herr Jesus hat tief empfunden, wie er das in Psalm 102 ausdrückt, dass Gott ihn emporgehoben und dann herabgeworfen hat, dass Gott ihn (00:05:02) erst mal sichtbar als Messias hat einführen lassen in die Stadt Jerusalem und er dort anerkannt war, dass er dann aber hingeworfen wurde, Psalm 102 Vers 11, dass Gott ihn hingeworfen hat. In den Staub des Todes legst du mich, das ist nicht, als der Jesus gestorben ist. Der Jesus hat sein Leben freiwillig gegeben, da heißt es in Johannes 10, niemand nimmt es von mir, ich gebe es von mir selbst, aber Gott hat ihn hingeworfen, als er sich nicht an seine Seite gestellt hat, als er eben nicht diese Beziehung wahrgenommen hat, die er mit dem Herrn Jesus hatte. Einerseits lesen wir in Johannes 16, dass der Vater den Herrn Jesus nicht allein gelassen hat und der Herr Vater bei ihm war, aber andererseits sehen wir eben, dass der Jesus da allein vor dieser Meute stand, die ihn gewalttätig und auch in boshafter Weise behandelt hat und da hat Gott eben nicht eingegriffen, da hat Gott eben sichtbar nicht gehandelt, nicht sichtbar gehandelt und den Herrn Jesus gewissermaßen hinabgeworfen. (00:06:01) Du hattest mich in die Tiefe, in das Herz der Meere geworfen. Er hat das aus der Hand Gottes angenommen, diese Leiden, diese furchtbaren Leiden, die er dort erduldet hat, bis es dann zu den sühnenden Leiden kam. Diese sühnenden Leiden, die eine extra Kategorie, wenn ich das so technisch ausdrücken darf, ist nicht vergleichbar mit allen anderen Leiden, sei es Leiden von Seiten der Menschen, aber auch aus der Hand Gottes, seines Vaters. Das ist einzigartig, dass er dort in den drei Stunden der Finsternis von Gott verlassen wurde. Das finden wir an fast keiner Stelle im Alten Testament überhaupt behandelt. Psalm 22 ist so eine Ausnahme, auch Jesaja 53. Also es gibt ganz, ganz wenige Ausnahmen, die wirklich von diesen sühnenden Leiden sprechen. Aber wenn man über es spricht und seine Erfahrungen mitteilt, kann das sich nicht, jedenfalls nicht in direkter Weise, auf die sühnenden Leiden beziehen, weil da der Herr Jesus allein ist. Einzig und allein hat er diese Leiden auf sich genommen. Aber hier sehen wir eben diese Leiden in dem Herrn Jesus, die vorgebildet werden durch (00:07:03) das, was Jonah mitgemacht hat im Bauch des Fisches. Aber dann musste der Jesus auch sterben, drei Tage und drei Nächte im Herzen der Erde sein. Er musste sterben, ohne Blut vergießen, das heißt, ohne das dahingegebene Leben gibt es keine Vergebung, gibt es keine Versöhnung, gibt es keine Rechtfertigung. Und das alles hat der Jesus auf sich genommen, in wunderbarer Liebe, in wunderbarer Hingabe für uns. Ja, das hat der Jesus getan, in den Tod zu gehen, eben nicht nur diese drei Stunden zu erleiden, sondern dann auch wirklich noch leiblich diesen Tod zu erleiden. Auch das waren Leiden für den Herrn Jesus, dass er sterben musste, dass er sterben wollte zu unserer Vergebung. Ja, daran werden wir erinnert durch Jonah und daran wollen wir an diesem ersten Tag der Woche auch wieder ganz besonders denken, wenn wir versammelt sind zum Gedächtnis des Herrn, was er gelitten hat und dass der Tod, der buchstäbliche Tod, einen ganz großen Anteil hat an seinen Leiden, dass er bereit war, diesen Tod zu erleiden, zur Vereinigung Gottes, aber auch für dich und für mich.
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Artikelreihe: Christus im Alten Testament (Bibelbücher)

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