Am: So, 10. August 2025
Das Volk Israel war in einem desolaten Zustand, als Amos weissagte. Dennoch trat er als Fürsprecher für sie vor Gott ein - und Gott verschonte das Volk. Wir haben einen viel größeren, vollkommenen Fürsprecher im Himmel, der sich für uns verwendet: den Herrn Jesus!
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(00:00:00)
In den Propheten Amos finden wir auch wertvolle Bibelferse, die von dem Herrn Jesus sprechen
und prophetisch auf ihn hinweisen.
Das ist gerade dann immer wieder besonders, wenn man an die Schlichtheit von Propheten
denkt.
Amos sagt ja in Amos 7, ich war kein Prophet und war kein Prophetensohn, sondern ich war
ein Viehhirt und las Maulbeerfeigen.
Das war seine Tätigkeit, in Schlichtheit einfach nur Maulbeerfeigen zu sammeln, also
anscheinend noch nicht einmal der Besitzer zu sein von einem großen Feldreichtum, sondern
er war einfach nur einer, der gearbeitet hat, vielleicht für andere, für einen anderen.
Und den hat Gott benutzt, um großartige Weissagungen aufzuschreiben, die uns in diesen neun Kapiteln
niedergelegt worden sind.
Und da finden wir in Amos 7, dass das Gericht angekündigt wird.
Amos 7 Vers 1, So ließ mich der Herr, Jachwe, sehen, siehe, er bildete Heuschrecken zu Beginn (00:01:01)
des Spätgraswuchses, und siehe, es war das Spätgras nach dem Königsmähn, und es geschah,
als sie das Kraut der Erde ganz abgefressen hatten, da sprach ich, Herr, Herr, vergib doch,
wie sollte Jakob bestehen, denn es ist klein?
Der Herr ließ sich dieses Geräuen, es ist nicht geschehen, es soll nicht geschehen,
spricht der Herr.
Da sehen wir, dass Gott Gericht übt.
Das Volk Israel war tatsächlich in einem geistig furchtbaren, traurigen Zustand.
Und Gott musste eben durch diese Heuschrecken Gericht üben.
Das heißt, das hat er angekündigt, der Prophet sah das.
Das Volk wusste das überhaupt nicht, das hat eben durch die Prophetie, durch diese
Weissagungen von Amos, überhaupt erst davon erfahren, wenn sie denn Ohren dafür gehabt hätten.
Und was ist die Antwort Gottes?
Er wollte diese Heuschrecken bringen, und dann finden wir, dass der Prophet sagt,
Herr Yahweh, vergib doch, das ist fürbitte.
Und das ist das, was das große Kennzeichen des Herrn Jesus in der heutigen Zeit ist. (00:02:01)
Er ist dieser Fürsprecher, er ist dieser Sachwalter, der sich unserer Sache annimmt,
der sich für uns im Himmel verwendet, damit wir nicht sündigen.
Der als dieser Advokat, als dieser Sachwalter im Himmel ist, wenn wir gesündigt haben,
damit wir dann wieder neu zurückfinden in die Gemeinschaft mit Gott, mit dem Herrn Jesus,
dieser Fürsprecher.
Und das finden wir hier bei Amos.
Er ist ein wunderbares Vorbild auf diesen Meister.
Und dann finden wir das ein zweites Mal, Ab Vers 4.
So ließ mich der Herr Yahweh sehen.
Siehe, der Herr Yahweh rief, um mit Feuer zu richten, und es fraß die große Flut und
fraß das Erbteil.
Da sprach ich, Herr Yahweh, lass doch ab, wie sollte Jakob bestehen, denn es ist klein.
Der Herr ließ sich dieses gerollen.
Auch das soll nicht geschehen, sprach der Herr Yahweh.
Wunderbar, auch da eine zweite Gerichtseinkündigung, dass ein Gericht über die Erde kommen sollte,
Feuer, und der Prophet sagt, wenn du das machst, dann ist das Volk ausgelöscht. (00:03:05)
Vergib ihnen doch, sie sind klein, und wenn jetzt dieses Gericht noch kommt, sie waren
sowieso schon unter der Zucht Gottes nur noch wenige, und wenn jetzt noch das Gericht kommt,
dann ist es ganz vorbei mit ihnen.
Und da sagt der Prophet, ich trete ein für das Volk, damit Gott eben das nicht bringt.
Und das ist das Großartige, Gott hört darauf.
Wird er nicht auf den Herrn Jesus hören, diesen wunderbaren, diesen großen Sachwalter,
den, der sich für uns, für unsere Sache, für unser Leben einsetzt?
Wir finden ihn gerade in Römer 8 als diesen Fürsprecher.
Da heißt es in Römer 8 Vers 33, wer wird gegen Gottes auserwählte Anklage erheben?
Gott ist es, der uns rechtfertigt.
Wer ist es?
Der Verdamme, der dieses Urteil, dieses Gericht ausspricht?
Christus ist es, der gestorben, ja noch mehr, der auch auferweckt worden, der auch zu richten
Gottes ist, der sich auch für uns verwendet.
Wunderbare Tatsache, dass wir einen im Himmel haben, der sich für uns verwendet, der sich
für uns einsetzt, der dafür sorgt, dass wir eben nicht komplett unter die Gerichtsräder (00:04:05)
Gottes kommen.
Und das tut er vom Himmel aus.
Wir dürfen uns das nicht so vorstellen, dass der Herr Jesus jetzt da auf den Knien
vor Gott, dem Vater wäre, das ist absolut eine falsche Vorstellung.
So wie der Hohe Priester in dieser Herrlichkeitskleidung im Heiligtum war und Gott dadurch diese Brust
gesehen hat von dem Hohen Priester mit den zwölf wertvollen Steinen, mit diesen Edelsteinen,
so steht der Herr Jesus vor Gott, dem Vater und Gott, der Vater, der sieht diese Liebe
auf der Brust des Herrn Jesus zu uns und deshalb verschont er uns.
Also diese Fürsprache, die der Herr Jesus im Blick auf Gott, im Blick auf den Vater,
je nachdem, ob es um den Hohen Priester oder den Sachwalter geht, ausübt, diese Fürsorge,
diese Fürsprache, die müssen wir uns eben nicht so vorstellen, dass da jetzt ein Gespräch
stattfinden müsste, dass er sich für uns mündlich verwenden müsste, damit Gott dann
uns wohlgesonnen ist, sondern allein die Gegenwart des Herrn Jesus in dieser Herrlichkeit (00:05:04)
zur Rechten Gottes, sie führt dazu, dass Gott, dass Gott unser Vater in Liebe und in
Gnade auch weiter für uns und mit uns tätig ist.
Und ähnlich finden wir dann in Hebräer 7, wo es um den Melchisedek geht, da wird Melchisedek
als Vorbild auf den Herrn Jesus gesehen und gezeigt, dass der Herr Jesus in Ewigkeit bleibt,
ein unveränderliches Priestertum besitzt, Vers 25, daher vermag er diejenigen auch völlig
zu erretten, die durch ihn Gott nahen, indem er alle Zeit lebt, um sich für sie zu verwenden.
Der Jesus verwendet sich für uns, er ist eben im Himmel, vom Himmel aus tätig für
uns, um uns Segen zu geben.
Ja, in dem Propheten Amos finden wir dann ein drittes Gericht ab Vers 7 bis 9 und da
finden wir keine Fürsprache mehr.
Das ist eben die vollkommene Einsicht des Herrn Jesus.
Es gibt Situationen, wo er keine Fürsprache mehr ausüben kann. (00:06:02)
Hier geht es um ein ungläubiges Volk und dann kommt der Zeitpunkt, wo Gott wirklich
Gericht ausüben muss und der Herr Jesus weiß in vollkommener Weisheit, in vollkommener
Einsicht, weiß er, wann es der Fürsprache bedarf und wann nicht, wann diese Fürsprache
eingelegt werden kann.
Und da geht es für uns um Gläubige.
Er kann als dieser Sachwalter für Gläubige tätig werden, damit wir, die wir gläubig
sind und die wir gesündigt haben oder die wir gläubig sind und in schwierigen Lebensumständen,
herausfordernden Lebensumständen sind, damit wir bewahrt bleiben und nicht durch die Zucht
Gottes, die nötig ist, weil wir so oft versagen, eben uns ganz zugrunde richtet.
Aber dann gibt es einen Punkt oder dann gibt es Umstände, wo der Herr Jesus diese Fürsprache
nicht einlegt.
Sozusagen, wenn jemand eine Sünde zum Tod begangen hat, 1.
Johannes 5, das ist eine Sünde, die zu dem physischen Tod führt, wo derjenige, der eben
gesündigt hat, ein Gläubiger ist und die Sünde so eklatant in den Augen Gottes ist, (00:07:02)
dass er ihn von der Erde hinweg nimmt und ins Paradies holt.
Da gibt es keine Fürsprache.
Oder wenn es um den Ungläubigen geht, wenn es um das ungläubige Volk geht, da mag man
ein Bekenntnis haben, voll Gottes zu sein, aber ungläubig zu sein, da kann der Jesus
auch keine Fürsprache einlegen, da muss Gott in dieser Zucht ja sogar im Gericht handeln.
Aber wunderbare Gnade, dass wir, die wir Kinder Gottes sind, die wir an den Herrn Jesus glauben,
diese Fürsprache erleben und dadurch wirklich unter der Gnade und Barmherzigkeit Gottes
leben, dank des Herrn Jesus, der in dieser Weise für uns eintritt.
Wir können ihn dafür nur anbeten, wir können ihm dafür nur die Ehre bringen.
Er ist es wert, er ist es würdig.
Wir wollen das von Herzen tun, weil er sich nicht nur am Kreuz von Golgatha für uns hingegeben
hat, sondern auch jetzt für uns verwendet.