Am: So, 27. Juli 2025
Der Herr Jesus hat die Geschichte seines irdischen Volkes wieder von Neuem begonnen. Sie fing beim Volk in Ägypten an. Und auch der Herr Jesus kam nach Ägypten, um von dort nach Israel gerufen zu werden.
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(00:00:00)
Wir kommen jetzt zu den kleinen Propheten und suchen auch dort den Herrn Jesus.
Das ist nicht immer so ganz einfach, aber wie wir gesehen haben in Lukas 24, finden
wir den Herrn Jesus in allen Propheten.
In Lukas 24 hat der Herr Jesus ja zu den Emmausjüngern gesagt, das heißt, das wird darin berichtet.
Und von Mose und von allen Propheten anfangend erklärte er ihnen in allen Schriften das,
was ihn selbst betraf.
In allen Propheten.
Von allen Propheten anfangend.
Im Propheten Hosea gibt es tatsächlich mehrere Stellen, die einen Hinweis auf den Herrn Jesus
geben.
Wir konzentrieren uns heute einmal auf Hosea 11.
Da heißt es in Vers 1, als Israel jung war, da liebte ich es, und aus Ägypten habe ich
meinen Sohn gerufen.
Gott hatte eine wunderbare, eine, man kann vielleicht sagen, ewige Liebe zu seinem Volk
Israel.
Ewig, nicht in dem Sinn, dass es vor Grundlegung der Welt einen Ratschluss im Blick auf Israel
gegeben hätte.
Das gab es nicht.
In dem Alten Testament finden wir, dass Gott von Grundlegung der Schöpfung an diese Beziehung (00:01:06)
zu seinem irdischen Volk gelebt und geführt hat.
Das ist ein Unterschied zu uns, die wir auserwählt worden sind in Christus vor Grundlegung der
Welt.
Aber Gott hatte diese Liebe, diese wunderbare Liebe zu seinem Volk.
Er hat es erwählt, er hat es aus den Nationen herausgezogen und als Israel jung war, als
sie etwas am Anfang, könnte man sagen, widergespiegelt haben von dieser Fürsorge und Gnade Gottes,
da liebte er es von Anfang an.
Sie haben aber eigentlich von Anfang an versagt, sie haben eigentlich von Anfang an im Unglauben
gelebt.
Und umso gewaltiger ist es, dass die Liebe Gottes diesem Volk gegenüber nicht aufgehört
hat.
Dann aber heißt es weiter in diesem Vers, aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.
Das beziehen wir natürlich zunächst auf das Volk Israel, mit Recht.
Denn dieses Volk Israel, als es jung war, als es überhaupt entstanden war, wir finden (00:02:02)
es erst als Volk wirklich in 2.
Mose 1, dass aus diesen Familien, aus diesen 70 Personen, die aus Ägypten, die aus dem
Land nach Ägypten gegangen sind, zu Josef, und erst dort finden wir dann eben nach 2.
Mose 1, dass aus diesen Familien ein Volk geworden ist, und da hat Gott es aus Ägypten
herausgerufen, in einer wunderbaren, einzigartigen, machtvollen Weise hat er den Pharao, den damals
mächtigsten Mann auf dieser Erde, hat er gedemütigt, weil dieser Mann nicht bereit
war, dieses Volk Israel gehen zu lassen, und Gott hat es in Macht erlöst.
Aber, und das ist eben das Besondere, der Evangelist Matthäus zeigt uns, dass Gott,
als er diesen Vers aufgeschrieben hat, oder soll ich sagen, als er das Volk Israel aus
Ägypten herausgeholt hat, an etwas ganz anderes, viel, viel intensiver gedacht hat.
Wir lesen in Matthäus 2, dass der Herr Jesus schon von Anfang an der Verworfene war. (00:03:02)
Er war gerade keine zwei Jahre alt, als diese Begebenheit mit den Magiern gekommen ist,
wo sie aus dem Osten kamen, um den Messias zu suchen.
Der König Herodes in große Angst geriet, als ihm von den Schriftgelehrten mitgeteilt
worden ist, dass der Messias in Bethlehem geboren werden sollte, dass der König geboren
war, wie er von den Magiern hörte, die ja nicht davon sprechen, dass jemand, der einmal
König würde, geboren wurde, sondern sie sagen, wo ist der König der Juden, der geboren
worden ist?
Matthäus 2 Vers 2.
Und Gott hat zugelassen, dass der Jesus dort eben verfolgt wurde, dass Herodes dann versucht
hat, den Herrn Jesus umzubringen.
Und dann heißt es, dass im Traum Josef, der Vater des Herrn Jesus, die Magier im Traum
Weisung empfangen hatten, nicht wieder zu Herodes zurückzukehren, sondern sie auf einen
anderen Weg hin in ihr Land zogen.
Dann heißt es, dass ein Engel des Herrn Josef im Traum erscheint, Vers 13, und spricht, (00:04:03)
steh auf, nimm das Kind und deine Mutter zu dir und flieh nach Ägypten und bleibe dort,
bis ich es dir sage, denn Herodes wird das Kind suchen, um es umzubringen.
Und so kommt es, dass Josef, Maria und der Herr Jesus, oder sollte ich sagen, der Herr
Jesus und Josef und Maria, dann nach Ägypten ziehen.
In Vers 14 heißt es, er aber stand auf, nahm das Kind und seine Mutter, nicht die Mutter
und sein Kind, wir sehen, dass der Herr Jesus der Mittelpunkt ist, dass es wirklich um den
Herrn Jesus geht, bei Nacht zu sich und zog hin nach Ägypten und er blieb dort bis zum
Tod des Herodes, damit erfüllt würde, was von dem Herrn geredet ist, durch den Propheten,
der spricht, aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.
Mit anderen Worten, diese Begebenheit aus Ägypten zu rufen, das, was dem Volk Israel
damals geschah, nachdem es eben zu Josef gezogen war und dann ein Volk geworden war, ist ein
prophetischer Hinweis, ist ein vorbildlicher Hinweis auf den Herrn Jesus. (00:05:02)
Das heißt, diese ganze Geschichte zeigt nicht nur die Geschichte des Volkes Israel, sondern
zeigt uns etwas über das Leben des Herrn Jesus und das ist ganz besonders, dass Gott das
eigentlich ins alte Testament schon gelegt hat und das lesen wir hier in Hosea 11.
Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen, hatte er nicht Israel daraus gerufen, hatte
er, aber das war ein Vorbild auf den Herrn Jesus.
Warum?
Weil der Herr Jesus die Geschichte des Menschen, die Geschichte des Volkes Israel wieder neu
begonnen hat.
Wir wissen sogar, dass das unsere Geschichte war.
Wir waren geistlicherweise in Ägypten.
Wir haben uns von Gott losgesagt und sind unter die Macht eines anderen gekommen, für
uns nicht des Pharao, sondern des Teufels, weil wir Sünder waren, weil wir uns in die
Sünde begeben haben.
Wir sind unter die Macht eines Volkes gekommen, damals waren das die Ägypter, für uns ist
das die Welt und Gott hat uns aus dieser Macht heraus befreit.
Er hat uns aus der Macht des Teufels herausgeholt und er hat uns auch aus der Macht der Welt
und auch aus der Macht der Sünde hat er uns herausziehen können, herausziehen wollen (00:06:05)
und das hat er auch getan.
Wir lesen das in Hebräer 2, wo der Schreiber dieses Briefes ausdrücklich sagt in Vers
14, weil nun die Kinder blutes und fleisches teilhaftig sind, hat auch er in gleicher Weise
daran teilgenommen, damit er durch den Tod den zunichte machte, der die Macht des Todes
hat, das ist den Teufel und alle die befreite, die durch Todesfurcht das ganze Leben hindurch
der Knechtschaft unterworfen waren.
Wir waren unter der Macht des Teufels herausgeholt worden, wir waren unter der Macht der Welt
und er hat uns herauserlöst, wie es in Galater 1 Vers 4 heißt, wunderbare Gnade, wunderbare
Barmherzigkeit Gottes.
Das galt im Blick auf das Volk Israel aus Ägypten und der Jesus hat ihre Geschichte
von Neuem begonnen, er hat sie erlöst.
Sein Blut ist geflossen, damit der neue Bund entstehen konnte, deshalb heißt es bei dem
Abend immer wieder das Blut des neuen Bundes, weil der Jesus die Geschichte des Volkes Israel
neu begonnen hat, weil er bereit war zu zeigen, dass er in den Lebensumständen des Volkes (00:07:05)
Israel eben nicht versagte, wie sie versagt haben, sondern weil er treu war, Gott verherrlicht
hat und dadurch dieses irdische Volk, das Volk Israel erlösen konnte.
Ja und noch mehr, er hat unseren Platz eingenommen, während Adam und Eva in einem wunderbaren
Garten Eden, sozusagen Paradies, ihren Anfang hatten und in wunderbaren Umständen waren
und trotzdem der List des Teufels anheimgefallen sind, war der Herr Jesus in Umständen, die
viel, viel schwieriger waren.
Er war in einer Wüste, er war 40 Tage fastend und da kam der Teufel, nicht im Paradies,
nicht als es ihm bestens ging, ihm, dem Herrn Jesus äußerlich, sondern als er wirklich
in schwierigen, in furchtbaren Umständen war und er hat dem Teufel widerstanden mit
dem Wort Gottes.
Er hat ihn in die Flucht geschlagen, das ist eben der Unterschied.
Aber so finden wir, dass er die Geschichte des Volkes Israel und unsere Geschichte von
vorne angefangen hat und daran erinnert schon Hosea 11 Vers 1. (00:08:01)
Daran hat Gott gedacht, als er den Propheten inspirierte, diesen Vers aufzuschreiben, als
Israel jung war, da liebte ich es und aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.
Wunderbare, wunderbare Weisheit Gottes, das ins alte Testament zu legen und uns mit der
Person des Herrn Jesus nicht erst in den Evangelien, sondern auch schon in den kleinen
Propheten zu beschäftigen.