Christus - der große Hirte (Hes 34,11-16)


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(00:00:00) In Hesekiel 34 finden wir ein wunderbares Kapitel, das uns den Dienst des Herrn Jesus damals, als er auf der Erde war, heute vom Himmel aus für uns und in der Zukunft den gläubigen Überrest beschreibt. Ja, zum Teil finden wir in diesem Kapitel auch, wie solche, die sich Hirten genannt haben, vielleicht die sich Hirten heute nennen, in falscher Weise, in Egoismus, geradezu in einem Narzissmus handeln und sich selbst suchen. Aber der Herr ist ganz anders, Hesekiel 34 Vers 11, denn so spricht der Herr Jachwe, siehe ich bin da, und ich will nach meinen Schafen fragen und mich ihrer annehmen. Während Hirte sich seiner Herde annimmt an dem Tag, der er unter seinen versprengten Schafen ist, so werde ich mich meiner Schafe annehmen und werde sie erretten aus allen Orten, wohin sie zerstreut worden sind, am Tag des Gewölks und des Wolkendunkels, und ich werde sie herausführen aus den Völkern und sie aus den Ländern sammeln und sie in ihr Land bringen, und ich werde sie weiden auf den Bergen Israels, in den Tälern und (00:01:03) an allen Wohnplätzen des Landes. Also weit. Ich bin da, siehe ich bin da, der Herr Jesus ist da, der ist immer gegenwärtig, er ist immer präsent, auf ihn kann man sich verlassen. Menschen, auch Therapeuten, die haben ihre Sprechstunden, der Herr nicht, der ist immer ansprechbar, der ist immer ansprechbar, der ist immer gegenwärtig, den kann man jederzeit ansprechen und der ist immer auch in unserer Nähe, er lässt uns nie allein, nie. Ich will nach meinen Schafen fragen, der Herr Jesus, er sucht seine Schafe, er geht jedem einzelnen Schaf nach, er fragt nach ihnen, so ähnlich wie wir das bei Josef finden, als er dort nach Dothan kam und nach seinen Brüdern fragte. Der Jesus zeigt durch das Fragen Interesse, er hat Interesse an deinem Wohlergehen, er hat Interesse an deinem Ergehen, er lässt dich nicht einfach laufen, sondern er hat ein Interesse an dir, ein positives Interesse, ein fürbittendes Interesse, ein Interesse, wo er dich in liebender Weise tragen möchte und dir helfen möchte. (00:02:02) Ich will nach meinen Schafen fragen und mich ihrer annehmen, da ist nicht nur ein Fragen, da ist nicht nur ein Nachfragen, da ist nicht nur ein Interesse da, sondern er nimmt sich der Schafe an, er nimmt sich deiner Situation an, da gibt es vielleicht keinen, der irgendwie die Lebenserfahrung teilen kann, die du hast, du kannst vielleicht deine Nöte, deine Herausforderungen nicht mal deinem Ehepartner genau sagen, weil vielleicht dein Ehemann irgendwie nicht so sensibel ist, nicht so empfindsam ist oder weil er einfach Dinge nicht so versteht, aber da ist der eine, da ist der Herr, er fragt nach deiner Seele, er fragt nach deinem Wohlergehen, er nimmt sich deiner Situation an und ich werde sie erretten aus allen Orten, wo sie zerstreut worden sind. Das hat natürlich besonders mit Israel zu tun, aber er wird auch uns erretten. Damit ist nicht die ewige Errettung gemeint, die haben wir natürlich auch nur durch den Herrn Jesus, das ist völlig klar, sondern es gibt zeitliche Errettung, es gibt schwierige Lebensumstände und er errettet daraus. Er ist derjenige, der auch jetzt vom Himmel aus nicht sich zur Ruhe gesetzt hat, hätte er doch tun können, oder nicht? (00:03:05) Durch sein Werk auf Golgatha hat er die Grundlage unserer Erlösung gelegt, hat er uns erlöst. Das hätte doch gereicht, oder nicht? Nein, auch jetzt vom Himmel aus ist er tätig, dient er uns und segnet uns durch seinen Dienst und er rettet uns aus Lebensumständen, aus denen wir selbst nicht freikommen können. Du hast vielleicht Krankheitsnöte, körperliche Nöte, da ist einer, der dich rettet. Natürlich, du sollst zum Arzt gehen, das ist ja natürlich, dass wir die Möglichkeiten nutzen, die Gott uns gegeben hat auf der Erde, aber gehen wir im Vertrauen zu ihm, zu dem Arzt? Letztlich ist Heilung immer nur durch den Herrn Jesus, der Arzt, der kann Medikamente verschreiben, der kann dir eine Therapie geben, aber heilen tut einer, das tut nur der Herr Jesus. Ist uns das noch bewusst? Aber da gibt es auch seelische Herausforderungen, seelische Nöte und da gibt es einen, der rettet. Ich sage nicht, dass er uns immer wieder gesund macht, ich sage nicht, dass er uns seelisch immer wieder ganz fit macht, aber er ist da, er fragt nicht nur nach uns, er nimmt sich unser (00:04:01) an und er hilft dir Tag für Tag hindurch. Warum bist du denn noch da? Warum kannst du doch wieder aufstehen, obwohl du wieder eine schlechte Nacht gehabt hast? Weil er da ist, weil er sich an deine Seite stellt, weil er dich auch da rettet und errettet. Wir sie erretten aus allen Orten, wohin sie zerstreut worden sind, am Tag des Gewirks und des Wolkendunkels. Da siehst du, da kann es, das wird es bei dem Überrest geben, das kann es auch bei dir geben, dieses Gewirk, dieses Dunkel, aber er ist da und ich werde sie herausführen aus den Völkern. Das wird er natürlich mit seinem Volk Israel machen, aber er wird dich auch aus solch einer schwierigen Lage, aus einem solch schwierigen Umfeld herausführen und sie aus den Ländern sammeln. Er ist derjenige, der Menschen, der Gläubige zusammenführt, der sein Volk zusammenhält. Er möchte eben nicht diese Zersplitterung, sondern er führt zusammen. Er führt die einzelnen Schafe, damit sie ein solches Zusammenkommen, wo man zusammengeführt ist, wo man zusammenkommt, damit sie dorthin gehen, damit sie sich dort wohlfühlen, damit sie dort ihren Platz sehen. Das tut der Herr. Und ich werde sie weiden (00:05:03) auf den Bergen Israels. Er gibt Weide, er gibt Nahrung, er gibt die rechte Atmosphäre, er schenkt die rechte Liebe, er kümmert sich um seine Schafe. Er lässt sie nicht allein, sondern er gibt ihnen das, was sie wirklich nötig haben. Das heißt dann weiter in Vers 15, ich will meine Schafe weiden, eben auf die Weide führen und ich will sie lagern. Lagern spricht von Ruhe. Er schenkt auch Zeiten der Ruhe. Du erlebst vielleicht gerade eine besondere Hektik, eine besondere nervenanspannende Zeit. Und das gibt es auch in unserem Leben. Da gibt es Situationen, aus denen wir uns so nicht ohne weiteres befreien können. Und da gibt er doch auf einmal einen Lagerplatz, auf einmal doch eine Zeit, vielleicht nur einen Tag mal, vielleicht mal eine Woche, wo man wirklich entspannen kann, wo man ausruhen kann, wo man lagern kann und innerlich und äußerlich zur Ruhe kommen kann. Das Verlorene will ich suchen. Er kümmert sich sogar um die, die weggelaufen sind, um die, die sich abgesondert haben in einer falschen Weise, um die, die sich entfernt haben von ihm. Er (00:06:03) kümmert sich auch um diese Verlorenen. Das Verlorene will ich suchen und das Versprengte zurückführen. Da gibt es vielleicht auch solche, die nicht durch eigene Schuld irgendwie abgekommen sind vom Weg, sondern durch Umstände, vielleicht auch durch unser Verhalten. Und er sucht sowohl das Verlorene, sowohl uns, die wir durch eigene Versagen, durch eigene Schuld abgekommen sind von einem guten Weg, als auch die anderen. Was für eine Liebe! Ich werde das Versprengte zurückführen. Und das Verwundete will ich verbinden und das Kranke will ich stärken. Er wird verbinden. Er sieht nicht nur die Wunden, sondern behandelt die Wunden, so wie der barmherzige Samariter das auch getan hat, bei dem, der unter die Räuber gefallen war. Ja, er verbindet. Er gibt das, was wir nötig haben, damit es heilt, damit die Wunden heilen, damit wir nicht einfach ständig mit Wunden herumlaufen. Das brauchst du nicht. Und sei sicher, der Herr tut das. Er heilt. Er verbindet. Er lässt diese Wunden nicht einfach offen stehen, sondern er möchte, dass du wieder zu neuer Freude, zu neuer Kraft, (00:07:03) zu einer neuen Perspektive kommst. Und ich will das Kranke stärken. Er gibt Kraft. Du hast keine Kraft in dir, ich auch nicht in mir. Da mag es noch so gut gehen, die haben wir nicht. Aber er wird stärken. Er gibt die Kraft, die wir nötig haben und darauf dürfen wir uns verlassen. Wir haben es mit einem guten Herrn. Wir haben es mit einem guten Hirten zu tun, mit einem großen Hirten, der uns leitet, der uns hilft, der uns nicht allein lässt. Ein wunderbarer Hirte. Und davon spricht der Sekel. Und man könnte fortfahren, er hat im weiteren Verlauf noch mehr zu sagen über den Herrn Jesus. Aber allein das macht den Herrn Jesus uns wertvoll, macht ihn uns groß. Diese Liebe, diese Fürsorge, diese Gnade, diese Zuwendung. Ja, wir dürfen ihm von Herzen dankbar sein. Nicht nur für das Werk auf Golgatha, sondern auch, wie er sich heute in dieser außergewöhnlichen, einzigartigen Liebe um uns kümmert.
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Artikelreihe: Christus im Alten Testament (Bibelbücher)

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