Matthäus 24,1-4 (Überblick über die Endzeitrede)


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(00:00:00) Wir kommen im Matthäus-Evangelium jetzt zu den Kapiteln 24 und 25. Das ist im Matthäus-Evangelium die große prophetische Rede, die der Herr Jesus hält über die damals zukünftige Zeit. Diese prophetische Rede enthält drei Teile. Nach einer Einleitung, den ersten drei Versen oder vier Versen, finden wir, dass der Herr Jesus bis einschließlich Vers 44 die jüdische Zukunft. Dann zeigt er in drei Gleichnissen ab Kapitel 24, 45 bis Kapitel 25 Vers 30 die christliche Zeit, in der wir heute leben. Und dann finden wir in Kapitel 25 Vers 31 bis zum Ende des Kapitels, Vers 46, dass der Herr Jesus auch zeigt, dass die Nationen in einer besonderen Beziehung zu ihm sein werden und dass er auch mit ihnen anknüpfen wird. Drei verschiedene Bereiche. Wir lesen zunächst einmal, dass der Herr Jesus hinausging und von dem Tempel wegging. Und seine Jünger traten hinherzu, um ihm die Gebäude des Tempels zu zeigen. Das ist typisch jüdisch. Die Juden und auch die Jünger, sie waren an das Äußere gebunden. (00:01:02) Sie haben das Äußere gesehen. Und sie waren immer noch beeindruckt von dieser Herrlichkeit des Tempels des Herodes. Das muss ja auch eine Herrlichkeit gewesen sein, die durch die vielen Jahre, die Herodes benutzt hat, und er war ein großer Baumeister, ein großer Architekt, wirklich einen herrlichen Eindruck nach außen hin gemacht haben. Aber genau so war das Judentum geworden. Es war eine äußere Sache geworden, die äußerlich herrlich aussah, aber in ihrem Herzen, in ihrem Innern war es morsch, war alles kaputt, war Unmoral, war Verdorbenheit, war falsche Lehre, war Hochmut, war Heuchelei vorhanden. Wir wollen uns fragen, inwiefern das auch in unserem Leben, auch in unserem Gottesdienstleben, auch in unserem Glaubensleben auch so aussieht, dass wir nach außen hin noch eine Fassade haben, die herrlich aussieht, die fromm aussieht, aber mit der Wirklichkeit in unserem praktischen Glaubensleben nicht zu tun hat. Und der Jesus antwortete den Jüngern und sprach zu ihnen, Seht ihr nicht dies alles? Wahrlich, ich sage euch, hier wird nicht ein Stein auf dem anderen gelassen werden, der nicht abgebrochen wird. Der Jesus sagt also die Zerstörung des Tempels voraus. (00:02:03) Und die geschah dann im Jahr 70. Das, was der Jesus hier sagt, ist also genau so eingetreten, wie der Herr Jesus sagt. Und dann ist der Jesus auf den Ölberg gegangen und die Jünger treten zu ihm für sich allein und sagen, sage uns, jetzt stellen sie drei Fragen. Erstens, wann wird das sein? Und zweitens, was ist das Zeichen deiner Ankunft? Und drittens, der Vollendung des Zeitalters. Wann wird das sein? Der Jesus geht auf diese erste Frage nicht weiter ein. Die zweite Frage, nach dem Zeichen seiner Ankunft, die behandelt er in den Versen 29 bis 31. Und in den Versen 32 bis 34 gibt er dann schließlich auch das Zeichen der Vollendung des Zeitalters an. Ob die Jünger wirklich so konkret klar gesehen haben, was der Herr Jesus hier deutlich machen möchte, wissen wir nicht. Wir sehen jedenfalls, dass der Herr Jesus ihnen dann hier ab Vers 4 antwortet und sagt, gebt Acht, dass euch niemand verführe. Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen, ich bin der Christus, nämlich der Messias, und sie werden viele verführen. (00:03:01) Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören usw. Jesus spricht also jetzt wirklich von konkreten Ereignissen, die eintreten würden und wodurch auch Menschen dann versuchen würden, Juden versuchen würden, sich als Christus zu offenbaren. Vielleicht einleitend zuvor, wenn wir jetzt an diese Endzeitrede des Herrn Jesus denken, die eben auch für uns heute noch zukünftig ist, zu einem großen Teil, dann müssen wir verstehen, dass es erstens eine Stunde der Versuchung geben wird. Das heißt, dass es eine Prüfungszeit geben wird, von der wir in dem Propheten Daniel und in dem Buch der Offenbarung sehen, dass sie insgesamt sieben Jahre dauern wird. Das ist die sogenannte 70. Jahrwoche Daniels, von der Gott gegenüber Daniel gesprochen hat. In Daniel 9 finden wir, dass von dem Ausgang, die Stadt aufzubauen, bis eben zu dem Messias 70 Jahrwochen bestimmt waren. Das heißt, 69 davon sind in Erfüllung gegangen. Und eine eben, die 70., die steht noch aus, weil der Messias in der 69. oder nach der 69. Woche (00:04:01) weggetan werden würde. Und das ist geschehen, man hat den Herrn Jesus eben hier in der Tat verworfen und an das Kreuz gebracht. Und diese eine Stunde, diese Periode von sieben Jahren, die steht noch aus, diese Stunde der Versuchung. Sie wird über den ganzen Erdkreis kommen. Und dann wird Gott Gerichte bringen über die Bosheit dieser Welt, über die Bosheit der Christen, über die Bosheit der Juden. Das wird verbunden mit dem Tag des Zorns. Das ist eben die Gerichtszeit, die Gott bringen wird. Und die wird für die Juden eine ganz besondere Drangsal sein. Wir werden in Kapitel 24 noch sehen, in Vers 21, dass es eine Drangsal ist, die eben ihresgleichen sucht. Nein, eine große Drangsal, die nicht ihresgleichen haben wird. In den Propheten Jeremia wird sie Drangsal Jakobs genannt, die ganz speziell dreieinhalb Jahre, die zweite Hälfte also dieser genannten 70. Jahrwoche, über die Juden kommen wird. Gerade sie werden in dieser Zeit in einer Weise unter eine Drangsal kommen, drangsaliert. Das ist unvorstellbar. Hier in Matthäus 24 offenbart der Herr Jesus nicht, (00:05:02) auf was für eine Art und Weise das geschehen wird. Dass da eben ein Assyrer kommen wird, der König des Nordens, den gab es ja im Alten Testament schon. Das ist bereichsmäßig heute, zum Teil Türkei, Iran, Irak, Syrien. Und sie werden unterstützt sein von dem russischen Machthaber, der hinter ihnen stehen wird, wie das aus Daniel 8 deutlich wird. Und sie werden Israel belagern. Der wird durch Israel durchgehen, um dann in den Süden nach Ägypten weiterzuziehen und wird eine erste Belagerung machen, die Sair 28. Dann wird er Gerüchte hören, komme ich gleich darauf zurück, und wird zurückkommen, wird eine zweite, noch schwerere, furchtbare Belagerung von Jerusalem ganz besonders machen. Und dann wird der Herr Jesus nach Sachaia 14 auf dem Ölmerk stehen und die Seinen befreien. Wird diesen assyrischen Machthaber, wird er überwinden. Zuvor wird der Antichrist, der falsche König, den das Volk über sich setzen wird nach der Entrückung, auf die wir warten, wird dieser Antichrist, (00:06:01) dadurch, dass der Assyrer kommen wird, eben fliehen. Er wird zunächst eine drastische Herrschaft, auch in Israel, aufrichten, das wird er zusammen mit dem römischen Kaiserton aus Offenbarung 13 und Offenbarung 17 wissen, dass das römische Reich wieder entstehen wird. Dass dieses Weltreich, das untergegangen ist, das Vierte, das Erste war das Babylonische, das Zweite das Medopersische, das Dritte das Griechische, das Vierte eben das römische Weltreich, das ist untergegangen, das wird wiedererstehen. Die Menschen werden verwundert sein, das hat es noch nie gegeben, dass ein Weltreich untergegangen ist und exakt dasselbe Weltreich wieder entstehen wird. Und das wird geschehen. Das wird eine furchtbare Herrschaft sein, man kann das in Offenbarung 13 nachlesen. Wer sich diesem Tier nicht als Gott unterwerfen wird, der kann nichts mehr kaufen oder verkaufen. Der hat überhaupt keine Möglichkeit mehr, ein ruhiges Leben zu führen, überhaupt zu leben. Der hat nichts mehr zu essen, nichts mehr zu trinken, der kann nichts kaufen, das ist unmöglich. Das wird eine Despotenherrschaft sein, die wir uns nicht vorstellen können. Das wird viel schlimmer sein als das, (00:07:02) was wir im Dritten Reich in Deutschland gehabt haben, was ja eigentlich unvorstellbar, unvergleichbar zu sein scheint. Das ist es nicht. Es wird schlimmer kommen. Und mit diesem römischen Herrscher wird sich nach Daniel 9 auch der Antichrist Israel verbinden. Das wird in den Propheten Jesaja der Bund mit dem Tod genannt. Das heißt, die Juden werden einen Bund mit dem Tod, nämlich der Tod über sie bringen wird, mit dem römischen Kaiser schließen. Und das wird eine furchtbare Herrschaft sein in Europa, aber eben auch in Israel. Aber dann kommt eben der Assyrer und der wird, weil eben keine Heermächte zu diesem Augenblick in Israel sind, wird dazu führen, dass eben der, dass der König, der falsche König, der Antichrist fliehen wird. Er wird nach Europa fliehen und wird dann das Heer mit dem römischen Kaiser nach Israel bringen. Und das ist das, was der Herr Jesus in Offenbarung 19 beschrieben, dann tun wird, nämlich dieses Heer als erstes besiegen. Da wird kein großer Kampf stattfinden, findet überhaupt kein Kampf statt, sondern der Herr Jesus wird das überwinden (00:08:01) mit dem Hauch seines Mundes. Und diese Zeit, die der Herr Jesus dann bringen wird, gerade um den christlichen Bereich, der früher durch Christentum geprägt war, Europa, um sie zu richten dafür, dass sie so lau geworden sind, ja, dass sie christuslos geworden sind. Das, was in diesen Kirchen dann in Perfektion sein wird, nämlich christuslos zu sein, was wir heute schon nicht nur in Vorzeichen sehen, sondern eben massiv, wo Gottes Wort eben keine Rolle mehr spielt, wo die Wahrheit keine Rolle mehr spielt, wo jeder tut, was er will, wo sich Menschen verehren lassen als Väter, als Päpste und so weiter, da wird Gott ein Gericht darüber bringen, da wird Christus dieses Gericht bringen am Tag des Zorns. Und wenn dieser Zorn zu Ende ist, dann wird das tausendjährige Friedensreich beginnen, dieser Tag des Herrn, an dem er regieren wird in Macht, in Gerechtigkeit und in Frieden. Ehe dann eine letzte Phase, ich nenne das Phase 4 sein wird, Phase 1 Stunde der Versuchung, Phase 2 der Tag des Zorns, dieses besonderen Gerichtes, Phase 3 das tausendjährige Friedensreich, 1000 Jahre wird in dem Buch der Offenbarung, Kapitel 20 mehrfach gesagt und dann der Tag Gottes, (00:09:03) wie Petrus ihn nennt, in 2. Petrus 3, da, wo dann die Ewigkeit, auch was diese Erde betrifft, begonnen hat, ein neuer Himmel, eine neue Erde, Offenbarung 21, und dann wird ewig Gott regieren, da wird Gott alles und in allem sein. Da wird selbst der Tod abgeschafft sein, zuvor, Offenbarung 20, wird das Gericht über die Toten stattfinden, alle, die gestorben sind und im Unglauben gestorben sind, die werden dort vor den großen weißen Thron gebracht werden, wo der Herr Jesus das finale Gerichtsurteil sprechen wird und alle, die nicht an den Herrn Jesus geglaubt haben, in die Hölle geworfen werden. Furchtbar, unvorstellbar, eine Ewigkeit, also ohne Ende werden sie in dem ewigen Gericht Gottes sein. Furchtbar, dass man sich das vorstellen muss, deshalb nach 2. Korinther 5 Vers 10, da wir den Schrecken des Herrn kennen, wollen wir unbedingt so viele wie möglich noch aufwecken, damit sie diesen Weg nicht beschreiten. Das mal so als einen Einblick, einen Überblick über die prophetischen Ereignisse (00:10:01) und dann sehen wir eben, dass ab Kapitel 24 Vers 4, der Herr Jesus diese Ereignisse beschreibt. Die ersten Verse, Verse 4 bis 14, sind ein Überblick über das, was zum Teil damals schon stattgefunden hat. Kurz nachdem der Herr Jesus eben in den Himmel aufgefahren ist, sind auch Ereignisse gewesen, die mündeten in die Zerstörung des Tempels. Aber dann schlägt der Jesus den Bogen ab Vers 15 in die Endzeit. Diese Endzeit, die ist in diesen ersten Versen auch schon enthalten, bis zu dem Zeitpunkt, dass in der Mitte der 70. Jahrwoche etwas ganz Gravierendes geschehen wird. Davon spricht der Jesus in Vers 15. Wir kommen dann bei dem nächsten Podcast dazu, wo der Herr Jesus dann eben im Gericht eingreifen wird, um das ungläubige jüdische Volk, diejenigen, die als Volk ihren eigenen Messias, ihren eigenen Gott, Yahweh, an das Kreuz gebracht haben, die ihn nicht nur verworfen haben, sondern als Märtyrer umgebracht haben, um sie unter dieses Gericht zu bringen (00:11:03) und einen gläubigen Überrest entstehen zu lassen, der durch Leiden geformt werden wird, durch Verfolgung geformt werden wird, durch diesen Tag des Zorns, und dann den eigenen Messias, den, den sie eben zuvor, heute würden wir sagen 2000 Jahre zuvor, wir wissen nicht, wann der Jesus kommen wird zur Entrückung, und dann diese Ereignisse ihren Anfang nehmen werden, also jedenfalls mindestens 2000 Jahre zuvor, haben sie den Herrn Jesus an das Kreuz gebracht. Und dann werden sie erkennen, wir haben ja unseren eigenen Messias, wir haben unseren eigenen Gott, der als Mensch hier unter uns war, an das Kreuz gebracht. Und wenn sie das erkennen werden, dann wird der Herr Jesus wiederkommen. Wir werden uns also bei dem nächsten Podcast dann mit den Ereignissen, die ab Vers 4 vorgestellt werden, beschäftigen, die damals ihren Anfang nahmen und dann, wenn wir entrückt sein werden, fortgesetzt werden. Und eine traurige Zeit für die Juden, aber auch für die ganze Erde mit sich bringen werden.
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Artikelreihe: Durch die Bibel gehen (Matthäus): ein Überblick über Gottes Gedanken

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