Kolosser 3,14


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(00:00:00) Herzlich Willkommen mit Kolosser 3 Vers 14, da schreibt der Apostel Paulus "Zieht die Liebe an, die das Band der Vollkommenheit ist". Der Apostel zeigt hier in den Versen 12 und folgenden, wie man das bezeichnet hat "eine Kleiderkammer des Christen". Er zeigt, wodurch der Christ bekleidet ist, wodurch er geprägt ist, was man sieht an seinem Leben. Nicht, weil er das äußerlich irgendwie so tut, weil er äußerlich irgendetwas vorgibt zu sein, was er nicht innerlich ist, sondern weil das aus dem Herzen hervorkommende Eigenschaften sind, wie herzliches Erbarmen, wie Güte, wie Demut, wie Sanftmut, wie Langmut, dass einander ertragen, sich gegenseitig vergebend, wenn etwas zu vergeben ist, denn wir haben selber durch Christus diese Vergebung erfahren. Und dann sagt der Apostel "zu diesem allen aber zieht die Liebe an". Ja, nicht irgendwie noch als letztes Stück dazu, dass das irgendwie vollständig ist, sondern diese Liebe ist sozusagen das, was alles prägt, was alles umgibt, wie ein Gürtel, (00:01:02) der alles miteinander verbindet, zieht die Liebe an, die das Band der Vollkommenheit, die wie so ein Gürtel der Vollkommenheit ist. Diese Liebe soll die Motivation in meinem Leben sein, diese Liebe soll jede Eigenschaft prägen. Ich soll nicht demütig sein, um irgendetwas zu erreichen, ich soll nicht demütig sein, weil es ja nicht anders geht, sondern diese Demut soll uns prägen, weil wir durch Liebe geprägt sind, weil wir durch Liebe charakterisiert sind, weil diese Liebe, die Christus offenbart hat, auch unser Leben jetzt prägen soll und prägen kann. Deshalb, was immer wir tun, fragen wir uns doch, ist das wirklich motiviert durch die Liebe, ist der Beweggrund, warum ich dieses oder jenes tue, die Liebe, oder ist das, um etwas zu erreichen, ist das, um sich am Ende doch selbst in den Mittelpunkt zu stellen, aber äußerlich demütig, sanftmütig und so weiter zu sein. Vergebe ich, weil ich dadurch meine etwas erreichen zu können, bei der Person oder von ihr etwas zu bekommen, oder weil ich ihn liebe, wie Christus uns geliebt hat, das ist der Maßstab. (00:02:01) Christus in allem, was er getan hat und ganz besonders in was für einer Gesinnung er das getan hat, zieht die Liebe an, das ist eine Aktivität, die wir ausüben sollen, das fällt uns nicht in den Schoß. Ja, wir haben neues Leben und dieses neue Leben möchte nichts anderes, als die Liebe zu praktizieren, aber ich als Person muss mich ganz bewusst dieser Liebe Christi aussetzen, um diese Liebe dann auch zu aktivieren in meinem Leben, denn die Mitmenschen, mit denen ich zu tun habe, die Mitgläubigen, mit denen ich zu tun habe, die sind in ihrer Art oft nicht liebenswert, genauso wenig wie ich, deshalb lasst uns das neu wirklich aktiv tun. Zieht die Liebe an, die das Band der Vollkommenheit ist.
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