Am: Do, 20. August 2026
Zum Glück gibt es nicht nur einen Weg nach unten, sondern auch einen zurück. Noomi ist, nachdem sie erst durch Bitterkeit geprägt war, auf diesen Weg des Segens zurückgekehrt. Was für ein Segen, wenn Boas, der wahre Boas: Christus, zum Mittelpunkt des Lebens wird.
Transkript der Audiodatei
Hinweis: Der folgende Text ist ein computer-generiertes Transkript der Audiodatei. Vereinzelt kann die Spracherkennung fehlerhaft sein.
(00:00:00)
Wir haben gesehen, dass Noomi einen schwierigen Weg gegangen ist.
Zusammen mit ihrem Mann und dann auch alleine.
Und dass sie einen Weg gegangen ist,
der nicht zur Hilfe ihrer Kinder war.
Aber da hatte in erster Linie natürlich ihr Mann verantwortlich,
wie wir als Ehemänner die Hauptverantwortung tragen
für die Wege, die in der Familie gegangen werden.
Und insbesondere, wenn es schlechte Wege sind,
dann dürfen wir nicht denken,
dass unsere Frauen dafür verantwortlich sind.
Aber wir haben gesehen, sie ist auch einen Weg zurückgegangen.
Sie hat den ersten Schritt zur Umkehr getan.
Leider finden wir,
dass das nicht mit großer geistlicher Kraft verbunden war.
In Rot 1 Vers 8 lesen wir, da sprach Noomi,
als sie zurückkehrte und die Schwiegertöchter nämlich mit ihr,
da sprach sie zu ihren beiden Schwiegertöchtern,
geht, kehrt um, jede zum Haus ihrer Mutter.
Der Herr erweise Güte an euch,
so wie ihr sie an den Verstorbenen und an mir erwiesen habt.
Der Herr gebe euch, dass ihr Ruhe findet,
jeder im Haus ihres Mannes, nämlich eines moabitischen Mannes.
Wie ist das möglich, dass wir anderen (00:01:02)
und erst recht unseren eigenen Kindern empfehlen,
in die Welt zu gehen, in Moab ihr Zuhause zu finden,
in Moab Ruhe zu finden?
Das kann doch nicht eine Empfehlung von uns als Gläubigen sein.
Wir können doch nicht jemandem empfehlen, einen Weg zu gehen.
Und mag er noch christlich sein,
von dem wir wissen, dass er nicht in Übereinstimmung mit Gottes Wort ist,
dass er nicht wirklich nach Gottes Gedanken ist,
wo man nicht mehr im Namen des Herrn zusammenkommt.
Das kann doch niemals eine Empfehlung sein, die wir geben.
Nomi hat das bildlich gesprochen getan.
Und wie oft haben auch wir gesagt,
na ja, besser mit einem Christen als mit einem Ungläubigen.
Das ist natürlich wahr.
Aber ist das, was gerade noch gut ist
oder was gerade noch nicht Sünde ist, ist das richtig?
Wollen wir nicht eine Empfehlung geben
durch unser eigenes Leben und durch unsere Worte,
wo jemand mit dem Herrn gehen kann,
wo jemand in Übereinstimmung mit dem Herrn geht,
wo jemand an dem Platz des Segens
auch mit seinem Ehepartner dann zusammenkommt,
nach der Schrift, auf der Grundlage der Schrift im Gehorsam? (00:02:02)
Hier eine Empfehlung zu geben, Ruhe zu finden in der Welt,
das würde bedeuten, einem Ungläubigen zu sagen,
bleib in der Welt, da findest du Ruhe.
Da kann doch das Herz keine Ruhe finden.
Das ist schon tragisch, dass wir das bei Nomi finden.
Und ist unser Verhalten und manchmal unsere Worte,
das, was wir unseren Kindern empfehlen,
was wir ihnen im Bereich von Kultur, im Bereich von Sport,
im Bereich von Musik, ich weiß nicht,
was für Bereichen vorleben oder auch sagen,
ist das wirklich, dass es sie zum Guten führt?
Wir finden, dass sie zurückkehrt.
Aber dann heißt es im 1. Rund 1 Vers 11,
und Nomi sprach, kehrt um meine Töchter,
warum wollt ihr mit mir gehen?
Habe ich noch Söhne in meinem Leib,
dass sie euch zu Männern werden könnten?
Kehrt um meine Töchter,
denn ich bin zu alt, um einem Mann anzugehören.
Wir sehen hier, dass sie nur noch das Natürliche sieht
und nicht mehr Gott vor Augen hat, nicht mehr mit Gott rechnet,
nicht mehr mit der Hilfe Gottes rechnet.
Kann das sein, dass wir uns so weit von Gott entfernen, (00:03:02)
auch du als gläubige Frau, aber auch wir alle,
dass wir eben nicht mehr Gott sehen,
dass wir nicht mehr auf Gott vertrauen,
sondern dass wir nur noch das Natürliche sehen
und deshalb eben dann auch enttäuscht sind,
uns eben getäuscht haben, das heißt ja Enttäuschung.
Und dass wir nur noch eben mit dem Natürlichen rechnen.
Bei Naomi war das, das ist tragisch,
dass sie dadurch eben ihre Kinder
auf einen falschen Weg letztlich geführt hat.
In Kapitel 1 Vers 13 fügt sie noch etwas hinzu.
Nicht doch, meine Töchter,
denn mir ergeht es viel bitterer als euch,
denn die Hand des Herrn ist gegen mich ausgegangen.
Wie traurig, dass sie voller Bitterkeit ist.
Das Gegenteil von dem, was David in Psalm 23 uns vorstellt,
wo er zeigt, der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
Sie aber macht Gott Vorwürfe, sie ist vollkommen verbittert.
Ja, es kann Lebensumstände geben, wo wir bitter werden könnten.
Und die Frage ist, werden wir das?
Als Christ braucht man nicht bitter zu werden.
Wir sollen auch gar nicht bitter werden.
Wir dürfen solche sein und wir sollen solche sein, (00:04:01)
die auch schwierige Wege aus der Hand des Herrn annehmen.
Das ist natürlich leicht gesagt am grünen Tisch.
Schwierig, wenn man in schwierigen Lebensumständen sind,
aber wir haben doch wunderbare Beispiele.
Nicht nur in der Schrift wie David,
sondern auch in unserer heutigen Zeit,
wo Geschwister eine sehr schwere Erkrankung
mit einem Herz voller Dankbarkeit annehmen,
wo sie eben nicht bitter werden,
sondern sich gerade dadurch inmitten der Gläubigen
und auch vor Ungläubigen als solche erweisen,
die wirklich Gott die Ehre geben in allem.
Kapitel 1 Vers 16 finden wir dann, dass Ruth spricht.
Da finden wir, wie beschämend es ist für Naomi,
von ihrer Schwiegertochter belehrt zu werden.
Kennen wir das nicht auch? Da sind Jungbekehrte,
gerade Bekehrte wie Ruth, die hier offenbart, dass sie bekehrt war,
die uns wirklich beschämen dadurch, dass sie Glauben haben,
während wir so kleingläubig sind. (00:05:01)
Oder wie wir bei Naomi gesehen haben, nur noch das Natürliche sehen.
Das ist schon tragisch, wenn wir lange auf dem Glaubensweg sind
und dann ein Vorbild finden in solchen,
die gerade eben erst bekehrt sind.
Aber gut, wenn wir das annehmen.
Und ich meine, in 1 Vers 19 finden wir das so.
Und so gingen beide, bis sie nach Bethlehem kamen.
Naomi hat das jetzt stehen gelassen, sie hat das angenommen.
Sie war immer noch nicht im Glauben tätig,
aber immerhin hat sie das angenommen.
Bist du so jemand, der auch von einem jungen Gläubigen etwas annehmen kann,
der einen jungen Gläubigen als Vorbild nehmen kann,
eine junge Schwester, einen jungen Bruder?
Sehen wir alle das?
Hier sehen wir das bei Naomi, dass sie dazu bereit war.
Allerdings, Kapitel 1 Vers 20,
Nennt mich nicht Naomi, nennt mich Mara,
denn der Allmächtige hat es mir sehr bitter gemacht.
Wir haben schon über die Bitterkeit gesprochen.
Hier sehen wir, dass sie Gott Vorwürfe macht.
Das ist nicht richtig, dass wir als Gläubige Gott Vorwürfe machen.
Ja, wir können manche Wege Gottes nicht verstehen.
Aber hatte sie nicht Mitverantwortung?
Hatte sie ihren Mann wirklich gewarnt, diesen Weg nach Moab zu gehen? (00:06:02)
Hatte Gott nicht sein Volk gewarnt,
und damit auch Elimelech und auch Naomi, solche Wege zu gehen?
Sie haben sich nicht warnen lassen, auch Naomi nicht.
Es gibt keinen Anlass, Gott Vorwürfe zu machen.
Nein, wir sollten unsere eigene Verantwortung sehen.
Und das tat Naomi nicht.
Voll bin ich gegangen, und leer hat mich der Herr zurückkehren lassen.
Der Herr? War sie nicht selber zuständig?
War sie nicht selber verantwortlich?
Was da passiert war auch,
dass ihre Söhne dann Moabiterinnen geheiratet hatten?
War nicht sie diejenige,
die dem anscheinend keinen Riegel vorgeschoben hat?
Wir haben gesehen, wir können natürlich nicht unsere Kinder,
letztlich die Entscheidung unserer Kinder total beeinflussen.
Wir können nicht entscheiden für unsere Kinder.
Aber das war doch nicht Gott, der dafür verantwortlich war.
Wollen wir unsere eigene Verantwortung sehen,
auch wenn unsere Kinder einen falschen Weg gehen?
Oder wollen wir das immer nur anderen in die Schuhe schieben?
Oder womöglich sogar Gott verantwortlich machen?
Das ist wirklich Sünde, das ist wirklich böse. (00:07:02)
Dann finden wir bemerkenswerterweise in Kapitel 1 Vers 22,
dass sie kamen nach Bethlehem beim Beginn der Gerstenernte.
Und das ist dann in 2 Vers 1 heißt,
Nomi hatte einen Verwandten ihres Mannes,
einen vermögenden Mann, nämlich Boas.
Und da sehen wir, dass sie so blind ist für den Segen Gottes,
dass sie weder den Segen noch den Herrn sieht.
Kennen wir das nicht auch manchmal aus unserem Leben,
dass wir nicht in der Lage sind, den Herrn zu sehen,
dass wir nicht Augen haben dafür, dass der Herr wirksam ist,
dass es schon Segen gibt.
So wie die Jünger auf dem See waren
und den Herrn für ein Gespenst hielten, statt zu sehen,
jetzt kommt unsere Rettung.
Wenn man eben nur auf das Irdische gesonnen ist,
wenn man nur ein Auge hat für die irdischen Dinge,
dann sieht man nicht, dass der Herr da ist
und dass sein Segen schon kommt.
Aber das Schöne ist bei Nomi, wir lesen, dass sie lernt.
In Kapitel 2 Vers 20 lesen wir von ihm.
Nomi sprach, nachdem ihre Schwiegertochter
eben auf dem Feld des Boas aufgelesen hat
und zu ihr mit Segen nach Hause gekommen ist,
gesegnet sei er, nämlich Boas, (00:08:01)
von dem Herrn, dessen Güte nicht abgelassen hat,
von den Lebenden und von den Toten.
Und sie erkennt dann jetzt endlich,
wer dieser Boas ist, nämlich ein Verwandter.
Ja, das ist doch schön, dass sie dazu lernt.
Und das ist immer möglich.
Es gibt immer einen Weg zurück, eine geistliche Umkehr.
Es gibt immer einen Weg zurück in den Segen.
Und dem geht jetzt hier Nomi mit der Hilfe Gottes.
Natürlich, wer außer Gott könnte uns dahin bringen
und mit der Hilfe sogar ihrer Schwiegertochter.
Wir sehen sogar, dass in Kapitel 3 Vers 1 deutlich wird,
dass sie jetzt gelernt hat, bei dem es wirklich Ruhe gibt.
Sie hätte vorher ihre Schwiegertöchter
in die Ruhe der Welt bringen wollen,
die das Herz niemals befriedigen kann.
Aber jetzt sagt sie, meine Tochter, sollte ich dir nicht Ruhe suchen,
dass es dir wohlgehe?
Sie erkennt, dass es bei Boas, bei Christus, Ruhe gibt.
Und wenn wir dahin unsere Kinder, auch unsere erwachsenen Kinder,
unsere Umgebung führen könnten, bei Christus die Ruhe zu suchen,
dann können wir auch, wie Nomi das tut, gute Ratgeber werden.
Das wünsche ich dir, dass du eine gute Ratgeberin bist. (00:09:03)
Und nun ist nicht Boas, bei dessen Märkten du gewesen bist,
unser Verwandter. Sie erworfel diese Nacht auf der Gerstenernte.
So bade dich und salbe dich und lege deine Kleider an
und geh zur Tenne hinab und suche sozusagen Segen bei diesem Mann.
Sind wir solche, die zu Christus führen,
die ein Bewusstsein haben, dass Christus Ruhe gibt,
dass wir Ratschläge geben, mit dem Herrn Jesus zu leben,
da zu sein, wo er in der Mitte ist, da, wo er segnet.
Das wollen wir neu lernen.
Nomi hat das gelernt.
Und deshalb sehen wir in Kapitel 3 Vers 18,
dass sie eben den wahren Boas kannte.
Und sie sprach, bleib, meine Tochter, bis du weißt,
wie die Sache ausfällt.
Denn der Mann, Boas, wird nicht ruhen,
bis er die Sache heute zu Ende geführt hat.
Sie zeigt, dass sie Boas tatsächlich kannte,
dass sie eben nicht verlernt hatte, wer der wahre Boas ist,
sagen wir bildlich gesprochen, und dass sie zu Christus führt.
Und so sehen wir, dass in Kapitel 4 Vers 14,
sie in Christus auch gesegnet wird.
Da heißt es in Vers 14, und die Frauen sprachen zu Nomi, (00:10:04)
gepriesen sei der Herr, der es dir heute nicht hat fehlen lassen,
an einem Löser.
Ja, wahren Segen gibt es für dich, für uns alle,
nur in der Person des Herrn Jesus, in Christus.
In dem wahren Boas werden wir gesegnet,
auch du als gläubige Frau,
auch wenn du in schwierigen Lebensumständen bist,
vielleicht alleinerziehend, vielleicht Witwe,
vielleicht unverheiratet,
und du wünschtest dir eigentlich einen Ehepartner.
In Christus findest du Segen, in Christus wirst du gesegnet.
In Christus hast du einen Begleiter,
hast du einen Herrn, hast du einen Retter,
hast du einen Hirten, der dich auf einem guten Weg führt,
der dich ans Ziel führt, der dich in jeder Hinsicht rettet.
Und das wünsche ich dir,
dass du nicht diesen Weg nach unten von Nomi gehst,
sondern den Weg nach oben, mit Nomi sozusagen,
zurück zu Christus, mit Christus, in dem Segen Christus.
Das ist etwas, was wirklich uns Freude gibt,
was uns Frieden gibt und was uns im Glauben auch weiterbringt,
auch dich.