Am: Di, 18. August 2026
Noomi war die Ehefrau von Elimelech, der mit seiner Familie wegen einer Hungersnot nach Moab ging. Nur Ehefrau? Auch Ehefrau! Wir lernen aus ihrer Geschichte. Gerade für gläubige Frauen von Ehemännern, die nicht immer geistlich konsequent leben, ist das ein wichtiges Lernstück.
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Eine besondere Frau, die wir im Alten Testament finden, ist Noomi.
Noomi ist eine Frau, wo wir Positives und Problematisches zugleich sehen.
Wir fangen einmal an mit dem Namen. Das ist ja schon bemerkenswert.
Noomi bedeutet Liebliche, Huldvolle, Wonne.
Das ist der Segen, den wir in Gott haben.
Und den du auch als Glaubensschwester in Gott haben darfst.
Du bist für ihn lieblich. Du bist von ihm gesehen als Huldvolle.
Er hat dich reich gemacht. Gott hat dich reich gemacht in dem Herrn Jesus.
Und du bist jemand, der geliebt ist von Gott. Das darfst du immer wissen.
Und dessen darfst du dir bewusst sein.
Und du darfst auch als eine Person leben, die huldvoll lebt.
Die in der Huld Gottes, in der Gunst Gottes ihr Leben führt und davon auch etwas widerspiegelt.
Leider finden wir das zunächst in dieser Frau nicht wieder.
Wir sehen in Kapitel 1, Ruth 1 Vers 1, dass ihr Mann Elimelech mit ihr hinzieht,
um sich in den Gebieten von Moab aufzuhalten, weil eine Hungersnot im Land ist. (00:01:01)
Er und seine Frau, die dann im zweiten Vers Noomi genannt wird oder wo gesagt wird, dass sie so heißt.
Nun, das finden wir erstmal positiv, dass sie sich dem Mann unterordnet.
Du bist als Ehefrau nicht verantwortlich für das, was dein Mann entscheidet, auch für die Familie.
Die Frage ist aber, adressierst du ein Problem, was es gibt, ein geistliches Problem?
Hat Noomi hier ihrem Mann eigentlich gesagt, hör mal, wir gehen hier aus dem Land des Segens,
aus dem Land der Verheißung weg, ist das eigentlich richtig?
Ist es richtig, diesen Platz hier zu verlassen?
Das solltest und das kannst du als Ehefrau auch sagen.
Am Ende, wenn der Mann das entscheidet, dann ist es nicht richtig,
eine Ehe und eine Familie auseinander zu bringen, das glaube ich nicht.
Aber du solltest das wenigstens adressieren, du solltest deinem Ehemann deutlich machen,
wenn er einen Weg des Segens verlässt, wenn er einen Platz des Segens aufgibt,
wenn er den Platz, an den der Herr uns gestellt hat, persönlich oder gemeinschaftlich,
wenn er ihn verlässt, dann solltest du das wirklich adressieren.
Dann solltest du nicht meinen, ich bin ja als Frau eine Person, die sich unterordnen soll. (00:02:03)
Ja, das sollst du, aber du sollst doch deiner Verantwortung auch da klar gerecht werden
und deinem Mann sagen, das ist ein falscher Weg, das ist ein falscher Platz, den wir einnehmen.
Da möchte ich mich nicht mit eins machen.
Wenn eine Entscheidung dann des Mannes getroffen wird, dann ist er dafür verantwortlich.
Auch über die Tragweite, das ist eben nicht nur für ihn selbst,
sondern für seine Ehe und für seine Familie ist.
Aber er soll wenigstens wissen, dass du nicht damit einverstanden bist.
In Kapitel 1 Vers 3 lesen wir dann,
für eine Israelitin war das ein Problem.
Denn sie war jetzt sozial nicht mehr wirklich aufgefangen, sie war nicht abgesichert.
Und erst recht nicht, wo sie in Moab, also in fremdem Gebiet war.
Und wir lesen hier nicht, dass sie klagt.
Das finden wir später zwar, dass doch Bitterkeit vorhanden war, aber hier hören wir das nicht.
Und das ist einfach wertvoll.
Es gibt Lebenssituationen, die außerordentlich schwer sind.
Das muss nicht sein, dass der Mann stirbt. (00:03:02)
Das ist schwer und das ist schwerwiegend.
Und wer das mal in einer Familie erlebt hat, der weiß, wie hart das ist,
dass der Ehemann oder auch die Ehefrau, aber hier geht es ja um gläubige Frauen,
das stirbt, was das für eine Not ist, dann allein übrig zu bleiben.
Sowohl wenn keine Kinder da sind, dann einsam zu werden, richtig einsam zu sein,
als auch wenn Kinder da sind und man dann auf einmal allein für sie zuständig ist.
Aber Witwenschaft hat heute noch eine ganz andere Bedeutung bekommen.
Nämlich, wenn dein Ehemann in Sünde kommt und nicht nur den Platz des Segens,
was das Zusammenkommen betrifft, verlässt,
sondern wenn er dann auch noch dich als Ehefrau oder euch als Familie verlässt.
Das ist bitter, das ist wirklich bitter.
Und dann nicht zu rebellieren, dann nicht zu klagen, dann selber nicht auszubrechen,
sondern das aus Gottes Hand anzunehmen und mit Hilfe von Gott
und auch, wenn eben möglich, in Gemeinschaft mit den Geschwistern,
einen Weg des Guten, einen Weg des Segens für sich und für die Kinder zu gehen.
Das ist alles andere als einfach.
Und das wünsche ich dir, wenn du in einer solchen Situation bist, (00:04:02)
dass du diesen Weg wirklich gehst mit dem Herrn.
Jetzt sehen wir in Kapitel 1 Vers 4, dass es dann heißt,
dass sie mit den beiden Söhnen übrig blieb und sie nahmen sich moabitische Frauen.
Da werden die beiden Orpa und Ruth genannt.
Jetzt war natürlich sie als Frau, als Mutter, die keinen Ehemann mehr hatte, verantwortlich.
Wie kam es, dass die Söhne auch noch moabitische Frauen heirateten?
Nun, sie scheinen eben dann schon erwachsen gewesen zu sein.
Wir wissen nicht, wie alt sie waren, diese Söhne, als sie weggegangen sind.
Aber jedenfalls finden wir, dass sie es nicht schaffte, ihre Söhne dazu zu bewegen,
auf keinen Fall fremde Frauen zu nehmen.
Frauen, die ungläubig waren.
Frauen, die nicht zu dem Volk Gottes gehörten.
Das war jetzt ihre Verantwortung.
Das ist in einer solchen Situation, wenn du Witwe bist
oder wenn dein Mann dich verlassen hat, dann hast du Verantwortung.
Natürlich, die Kinder, wir, die wir eine Entscheidung dann auch in der Ehe getroffen haben,
wir sind selber dafür verantwortlich.
Da ist man nicht mehr als Mutter verantwortlich für die erwachsenen Kinder.
Aber was haben wir für Weichen gestellt? (00:05:02)
Haben wir wirklich alles getan, sie zu belehren und sie aufzufordern,
wirklich auf dem Weg des Segens zu bleiben?
Das gilt in gleichem Maß ja auch, wenn unsere Kinder sich entscheiden,
zwar Gläubige zu heiraten, aber doch Gläubige zu heiraten,
die zum Beispiel diesen Platz des Zusammenkommens nach der Schrift,
wo man zum Namen des Herrn Jesus hin zusammenkommt,
nicht kennen und nicht gehen wollen.
Das ist ja auch mit Schaden verbunden.
Das ist mit Verlust von Segen verbunden.
Das sind immerhin Gläubige und dafür dürfen wir dankbar sein.
Aber damit sind wir ja nicht zufrieden.
Wenn jemand einen anderen Weg geht, was das Zusammenkommen betrifft,
der eben nicht nach der Schrift ist, wo man nicht im Namen des Herrn zusammenkommt,
das ist ja schon ein Verlust.
Und haben wir wirklich dagegen gezeugt?
Haben wir eine Atmosphäre geschaffen in unseren Elternhäusern,
in unseren Familienhäusern, wo man wirklich dem Herrn dienen möchte,
wo man mit dem Herrn Gemeinschaft haben möchte und auf dem Weg bleiben möchte?
Aber erst recht, wenn es um Ungläubige geht.
Wie tragisch ist das? (00:06:01)
Und jetzt hatte Noomi Verantwortung dafür.
Jetzt war sie dafür verantwortlich.
Stand sie jedenfalls auch in Verantwortung dafür?
Und was hat sie zusammen mit ihrem Mann für ein Bild abgegeben?
Das musste sie demütigen.
Und darunter müssen wir uns ja auch demütigen,
wenn wir einen solchen Weg beschreiten,
wenn wir immer wieder kritisieren, was an unserem Ort getan wird
und uns dann natürlich nicht wundern müssen, wenn wir kritisch sind,
wenn wir das auch vor unseren Kindern getan haben,
wenn wir das vielleicht über viele Jahre getan haben,
wenn sie über uns eine solche kritische Haltung gesehen haben,
dann wundert man sich ja nicht, dass sie an diesem Platz nicht zufrieden sind,
dass sie da nicht glücklich sind und diesen verlassen
und dann sich auch Ehepartner suchen, die eben nicht diesen Weg gehen,
die nicht an diesem Platz zu Hause sind.
Dann finden wir, dass Gott aber einschreitet.
In Kapitel 1 Vers 6, Vers 5 lesen wir, dass dann auch die Söhne gestorben sind,
sie allein übrig blieb mit ihren Schwiegertöchtern
und sie machte sich auf, sie und ihre Schwiegertöchter,
und kehrten aus den Gebieten von Moab zurück,
denn sie hatte im Gebiet von Moab gehört,
dass der Herr sich seinem Volk zugewandt habe,
um ihnen Brot zu geben, dass die Hungersnot zu Ende war. (00:07:03)
Es ist immerhin ein erster Schritt von Umkehr.
Nun leben wir nicht in solchen Verhältnissen,
dass wir immer umkehren müssten, mit anderen Worten,
dass immer Böses in unserem Leben, Verkehrtes vorhanden ist.
Aber wir müssen auch zugeben, dass keiner von uns vollkommen lebt,
dass wir im Sinne von Jakobus oft straucheln.
Und da ist die Frage, schaffen wir es wirklich,
einen solchen Weg der Umkehr zu gehen?
Sind wir solche, die wirklich dann auch umkehren?
Wir hören das und gehen den ersten Schritt.
Da war noch nicht viel Glaube da, das finden wir später,
dass da nicht viel Glaube vorhanden war,
aber es ist immerhin, sie geht den Weg zurück.
Und das möchte ich dir auch sagen,
wenn du vielleicht auch als eine gläubige Frau,
als eine gläubige Schwester eben mal auf eine schiefe Bahn gekommen bist,
vielleicht sogar mit deinen Kindern, mit deiner Familie,
es gibt immer einen Weg zurück, es gibt immer einen Weg zurück.
Und wenn du den gehst, dann ist das zum Segen,
zum Segen für dich, auch zum Segen für deine Kinder.
Vielleicht kannst du nicht mehr alle Kinder zurückbringen,
aber wenn es einem im Blick auf einen gelingt, (00:08:01)
dann ist das doch der Mühe wert.
Du hast immer recht, das ist immer demütigend,
das ist immer schwer, weil es mit einem Eingeständnis verbunden ist,
man ist einen falschen Weg gegangen, aber geh diesen Schritt.
Kehre um, denn es ist zum Segen für dich und für andere.