Am: So, 26. April 2026
Der Herr Jesus spricht ein siebenfaches Wehe über die Pharisäer und Schriftgelehrten aus. Das hat aber auch uns etwas zu sagen!
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Wir kommen jetzt zu einem traurigen, ja zu einem furchtbaren Kapitel, nämlich Matthäus 23.
In Matthäus 23 finden wir das Gericht, das der Herr Jesus über die Führer der Juden und über das Volk Israel ausspricht.
Zunächst einmal entlarvt er in den ersten zwölf Versen die Werke der Schriftgelehrten und der Pharisäer.
Er zeigt, was ihre Art der Handlung war.
Er sagt ihnen, die Schriftgelehrten und die Pharisäer haben sich auf den Stuhl Moses gesetzt.
Sie meinten, sie hätten das Anrecht, Moses sozusagen zu beerben, im Namen von Moses weiter aufzutreten,
die Autorität anzunehmen, die Moses tatsächlich von Gott bekommen hatte.
Aber sagt der Jesus, alles nun, was irgend sie euch sagen tut und haltet, aber tut nicht nach ihren Werken,
denn sie sagen es und tun es nicht.
Sie waren eben solche, die große Reden geschwungen haben, aber eben nicht selbst bereit waren,
diesen Reden zu entsprechen, nicht bereit waren, dem Wort Gottes gehorsam zu sein.
Sie binden aber schwere und schwer zu tragende Lasten zusammen und legen sie auf die Schultern der Menschen. (00:01:01)
Sie selbst aber wollen sie nicht mit ihrem Finger bewegen.
Alle ihre Werke aber tun sie, um sich vor den Menschen sehen zu lassen.
Das ist ja etwas Tragisches, dass man etwas tut, weil Menschen einen dadurch irgendwie gut und großartig finden.
Das war ihr Ansinnen, das war ihre Gesinnung und der Jesus entlarvt sie.
Diese Diskrepanz zwischen Lehre und Lebenswandel, ein ganz wichtiger Punkt auch für unser Leben.
Manche von uns reden im örtlichen Zusammenkommen und da ist die Frage, ist das, was wir sagen, in Übereinstimmung?
Wenigstens halbwegs in Übereinstimmung mit unserem Lebenswandel.
Wir wissen, dass wir alle zu kurz kommen.
Aber sind wir solche, die wirklich wenigstens den Wunsch haben, das zu tun, was wir sagen?
Sind wir solche, die mit anpacken oder sind wir solche, die einfach meinen, wir könnten andere belehren, ohne selber irgendetwas zu tun?
Das ist wirklich tragisch.
Sie lassen sich Vater nennen.
Dabei hat der Jesus gesagt, nennt niemand auf der Erde euren Vater.
Denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist.
Eine große Kirche tut genau das.
Sie lässt einen von ihnen Papst, Vater, Papa nennen, obwohl der Jesus hier ausdrücklich gesagt hat, dass das verboten ist. (00:02:07)
Lasst euch auch nicht Meister nennen, Meister oder Lehrmeister oder Führer, Katechet oder Referent.
Genau das wird in dieser Kirche auch heute noch getan.
Der größte aber unter euch soll euer Diener sein.
Der soll keinen erhabenen Platz haben, sondern einen Dienst.
Wer aber sich selbst erhöhen wird, wird erniedrigt werden.
Wer sich selbst erniedrigen wird, wird erhöht werden.
Diese Pharisäer haben sich selbst erhöht.
Sind wir nicht auch manchmal sehr groß in unseren Augen, traurig?
Und damit wären wir, damit würden wir einem Weg folgen, den die Pharisäer beschritten haben.
Jetzt finden wir ein siebenfaches Wer.
In Vers 13 geht das los.
Wer aber euch Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, denn ihr verschließt das Reich der Himmel vor den Menschen.
Denn ihr geht nicht hinein, noch lasst ihr die hineingehen, die hineingehen wollen.
Sie sind solche, die irre leiden, die Menschen irre leiden, die Menschen auf einen falschen Weg leiten.
Das gibt es auch heute durch die Kirchen.
Das gibt es auch heute im christlichen, im überhaupt im religiösen Bereich, überhaupt die ganzen Religionen. (00:03:03)
Buddhismus, Hinduismus, Islam und auch man könnte sagen Calvinismus, Katholizismus.
Das sind alles Lehren, die in die Irre führen.
Und der Jesus spricht ein Gericht, ein Wer aus.
Und wer uns, wenn wir, wenn auch in kleinerem Bereich, Irre führen, indem wir falsche Lehren über die Versammlung,
über die Gemeinde Gottes verbreiten und damit Gläubige auch auf einen falschen Weg führen.
Gewissermaßen ein Wer spricht der Herr über uns dann aus.
In Vers 15 finden wir ein zweites Wer.
Wer euch Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, denn ihr zieht über das Meer und das trockene Land, um einen Proselyten zu machen.
Wenn er es geworden ist, macht ihr ihn zu einem Sohn der Hölle, doppelt so schlimm wie ihr.
Das heißt, sie haben Sekten forciert.
Sie haben sich selbst Anhänger besorgt, um Leute hinter sich selbst wegzuführen.
Gibt es das heute nicht im christlichen Bereich auch?
Der Jesus spricht gewissermaßen ein Wer darüber aus, wenn wir versuchen, Menschen hinter uns herzuziehen
und uns dann Autorität anzumaßen, die allein dem Herrn Jesus gebührt. (00:04:04)
In den Versen 16 bis 22 finden wir das dritte Wer.
Es spricht von der Missachtung Gottes.
Wer euch blinde Leiter, die ihr sagt, wer irgend bei dem Tempel schwört, das ist nichts.
Wer aber irgend bei dem Gold des Tempels schwört, ist schuldig.
Ihr Narren und Blinden.
Wer ist denn größer, das Gold oder der Tempel, der das Gold heiligt?
Sie missachten die Gebote Gottes.
Sie missachten Gott und wollen in ihrer eigenen Tasche wirtschaften.
Das ist wirklich etwas Trages, dass sie Narren und Blinde waren, die nicht nach Gottes Wort beurteilt und geurteilt haben.
Versen 23 und 24 finden wir das vierte Wer.
Das eigentliche Wesen des Gesetzes wird abgelehnt.
Wer euch Schriftgelehrter und Pharisäer, ihr Heuchler, denn ihr verzehntet die Minze, den Dill und den Kümmel
und habt die wichtigeren Dinge des Gesetzes beiseite gelassen.
Sie haben Gesetze forciert, die über Einzelheiten gingen, wo sie selbst einen Vorteil hatten,
aber haben das eigentliche Wesen, das, was das Gesetz von ihnen selbst und von anderen forderte, (00:05:03)
das haben sie einfach links liegen gelassen.
Dann finden wir das fünfte Wer in den Versen 25 und 26.
Wer euch Schriftgelehrter und Pharisäer, ihr Heuchler, denn ihr reinigt das Äußere des Bechers und die Schüssel.
Innen aber seid ihr voll von Raub und Unenthaltsamkeit.
Äußere Reinheit wird beschworen, aber die innere Unreinheit wird nicht erkannt und da wird kein Wert darauf gelegt.
Zwei Wehe, die wir jetzt vor uns hatten, die auch uns betreffen.
Sind wir vielleicht auch solche, die bestimmte Teile des Wortes Gottes weglassen, die uns nicht passen, die uns nicht gefallen?
Ein Wehe über uns.
Wir mögen nicht natürlich wie die Pharisäer Ungläubige sein, aber auch wenn wir gläubig sind und das Wort Gottes unterteilen in solche Dinge,
die wir wichtig finden und andere, die wir beiseite lassen, wo wir sagen, ach, das kann man nicht so genau nehmen.
Ach, das galt nur damals.
Ach, das sind Grundsätze, die kann man heute in der Kultur, in der wir leben, kann man die nicht mehr so anwenden.
Oder wenn wir sehr stark auf die äußere Reinheit achten, auf bestimmte Beziehungen und so weiter.
Aber in unserem Herzen, da sind wir ganz anders. (00:06:01)
Wenn wir sagen, wir müssen uns absondern als Versammlung Gottes, schon richtig, sollen wir auch.
Wir sollen uns absondern von dem Bösen, von Gefäßen zur Unehre.
Aber wenn unser eigenes Leben eigentlich völlig im Widerspruch dazu steht, das ist doch pure Heuchelei,
dass wir den Weg der Absonderung hochhalten, aber in unserem eigenen Leben weltförmig leben, da wo andere das vielleicht nicht sehen.
Das ist Heuchelei und Gott kann das nicht anerkennen, sondern er muss seine Zucht darüber aussprechen.
Dann finden wir in den Versen 27 und 28 das sechste Wehe.
Da heißt es, wehe euch Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, denn ihr gleicht übertünchten Gräbern,
die von außen zwar schön scheinen, innen aber voll von toten Gebäuden, Beinen und aller Unreinigkeit sind.
Das zeigt uns das unehrliche Verbergen der inneren Verdorbenheit.
Sehr ähnlich wie mit der äußeren inneren Reinheit.
Was wirklich in unseren Häusern los ist, was wirklich in unserem Leben los ist, da tun wir so, als ob das alles bestens ist.
Aber was hinter der Haustür passiert, das verbergen wir.
Diese innere Verdorbenheit, die es manchmal gibt, die es auch in meinem eigenen Leben gibt. (00:07:01)
Wir berufen uns da auf diese Propheten und auf irgendwelche Vorfahren, geistlichen Vorfahren in Wirklichkeit.
Aber sieht es in meinem Leben ganz, ganz anders aus.
Dann Versen 29 bis 36, das siebte und das letzte Wehe.
Das Maß der Bosheit wird vollgemacht.
Wehe euch Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, denn ihr baut die Gräber der Propheten und schmückt die Grabmäler der Gerechten und sagt,
wären wir in den Tagen unserer Väter gewesen, so würden wir nicht ihre Teilhabe an dem Blut der Propheten gewesen sein.
Also gebt ihr euch selbst Zeugnis, dass ihr Söhne derer seid, die die Propheten ermordet haben.
Und ihr macht das Maß eurer Väter voll, ihr Schlangen, ihr Otternbrot, so hatte Johannes der Täufer sie genannt.
Wie solltet ihr dem Gericht der Hölle entfliehen?
Darum siehe, ich sende Propheten und Weise und Schriftgelehrte zu euch und einige von ihnen werdet ihr töten und kreuzigen.
Und einige von ihnen werdet ihr in euren Synagogen geißeln und werdet sie verfolgen von Stadt zu Stadt.
Ja, das Maß der Bosheit wird vollgemacht, indem sie den Herrn Jesus, ihren eigenen Messias, an das Kreuz bringen und umbringen.
Und der Jesus zeigt, dass es einen weiteren Grund gibt für das scharfe Urteil des Herrn über die Führer Israels. (00:08:04)
Denn er hat ihnen noch einmal eine Chance gegeben, wir haben das bei der Einladung zu dem Hochzeitsmahl gesehen.
Er würde ihnen, nachdem der Jesus gestorben ist und auferstanden ist, auferweckt wurde und in den Himmel aufgefahren ist, noch einmal die Möglichkeit gegeben, umzukehren.
Und was haben sie gemacht? Sie haben auch die christlichen Propheten abgelehnt und haben sie misshandelt und haben sie getötet.
Wir sehen das bei Stephanus und wir sehen das dann auch bei Paulus, der ursprünglich einer der ihren war.
Nein, es gibt Gericht über sie und das finden wir in den Versen 37 bis 39.
Es gibt Gericht über Israel und doch die Zukunft der Hoffnung.
Das ist einfach unfassbar.
Diese Barmherzigkeit und diese Güte, dieses Erbarmen Gottes, dass er zwar ein Gericht ausspricht und aussprechen muss, weil er gerecht ist, weil er Gott ist, aber doch eine Tür der Hoffnung gibt.
Er sagt in Vers 37, Jerusalem, Jerusalem, die da tötet die Propheten und steinig, die zu ihr gesandt sind.
Wie oft haben ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken versammelt unter ihre Flügel und ihr habt nicht gewollt. (00:09:08)
Siehe, euer Haus wird euch öde gelassen.
Gott würde Gericht üben, würde Jerusalem zerstören.
Denn ich sage euch, ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis es gibt dieses wunderbare bis.
Es gibt doch noch Hoffnung, bis ihr sprecht gepriesen, der da kommt im Namen des Herrn.
Ja, es wird eine Zukunft für dieses Volk geben.
Das unterscheidet sie von dem christlichen Bereich.
Über den christlichen Bereich spricht der Herr Jesus in Offenbarung 3 über Laodizea und an anderer Stelle in den Briefen auch Gericht aus.
Aber für die Christen gibt es keine Hoffnung.
Da gibt es nicht mehr eine echte Wiederbelebung.
Die hat Gott gegeben in der Zeit von Smyrna und in der Zeit von Philadelphia, Jahr 19 des Jahrhunderts und dann eben recht früh schon Smyrna in der Kirchengeschichte.
Aber nachdem das dann nur kurze Zeit dauerte, Philadelphia und dann eben auch wieder der Weg hinter dem Herrn verlassen wurde, gibt es keine Hoffnung mehr.
Natürlich persönlich kann jeder dem Herrn Jesus nachfolgen heute und das kann auch an Orten, kann es eine solche Belebung geben. (00:10:02)
Aber es gibt keine weltweite Erweckung mehr.
Da gibt es nur noch Zucht und Gericht.
Aber für das Volk Israel, da gibt es Hoffnung.
Für sie wird es ein neues Israel geben, ein neuer Überrest, an den sich der Herr Jesus wenden wird und den er annehmen wird.
Bis ihr sprecht, gepresen seid ihr, da kommt im Namen des Herrn.
Wir freuen uns auf diese Zeit, weil der Herr Jesus dann auf dieser Erde einen Ehrenplatz bekommen wird, weil er anerkannt werden wird, weil ihm die Ehre gegeben wird.
Wir dürfen das heute schon tun.
Tun wir das?
Sind wir wirklich solche, die vor ihm in unseren Herzen niederfallen?
Und im Unterschied zu den Pharisäern nicht nur Worte fällen dieser Art, sondern auch in unserem Leben übereinstimmen mit seinen Gedanken.