© Ruinen von Samaria (1925)
„Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wenn du die Gabe Gottes kenntest und wüsstest, wer es ist, der zu dir spricht: Gib mir zu trinken, so hättest du ihn gebeten, und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben.“ (Joh 4,10)
Der Gott der Bibel ist ein Gott, der gerne gibt. Er ist in Wahrheit der einzige Gott und Er ist Liebe. Die Liebe zeigt sich gerade darin, dass sie bereitwillig gibt (1. Joh 4,8.16). Der Herr Jesus hat selbst einmal gesagt: „Geben ist seliger als Nehmen“ (Apg 20,35). Und das hat Er nicht nur gesagt, sondern auch in seinem Leben vollkommen praktiziert. In seinem ganzen Leben hat Er immer nur gegeben. Den Höhenpunkt sehen wir am Kreuz: Dort hat Er sich selbst gegeben als Darbringung und Schlachtopfer, Gott zu einem duftenden Wohlgeruch (Eph 5,2).
In den Kapiteln 3 und 4 des Johannesevangeliums werden uns zwei verschiedene Gaben Gottes vorgestellt. In Johannes 3 lesen wir, dass Gott die Welt so geliebt hat, dass Er seinen eingeborenen Sohn, den Herrn Jesus, gab (V. 16). Gott gab seinen geliebten Sohn auf die Erde und in den Tod, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. In seinem Sohn hat Gott das Liebste und Teuerste gegeben, was Er hatte. Mehr konnte Er nicht geben und weniger wollte Er nicht geben. Gott sein Dank für seine unaussprechliche Gabe! (2. Kor 9,15).
In Johannes 4 spricht der Herr Jesus von einer weiteren Gabe Gottes: dem lebendigen Wasser, das Er der samaritischen Frau geben wollte (V. 10). Diese Gabe beinhaltet den Heiligen Geist als die Kraft des ewigen Lebens. Der Besitz des Heiligen Geistes und das ewige Leben sind nicht voneinander zu trennen. Der Empfang dieser Gabe steht in enger Verbindung mit der Person des Sohnes („so hättest du ihn gebeten“). Jeder, der an die Person des Sohnes glaubt („und wüsstest, wer es ist, der zu dir spricht“), empfängt das ewige Leben in der Kraft des Heiligen Geistes. So jemand wird nie mehr „dürsten“.
Quelle: bibelpraxis.de/a8801.html
© Ruinen von Samaria (1925)