Am: Do, 16. Juli 2026
Hulda war eine bemerkenswerte Frau in einer dunklen Zeit. Gott konnte sie benutzen und wir erfreuen uns an ihrer Zurückhaltung, Klarheit, an ihrem Unterscheidungsvermögen und ihrer Treue. Bis heute ein Vorbild für gläubige Frauen, wenn auch das Neue Testament der Frau einen anderen Platz gibt, als Hulda sie unter Gottes Führung im Alten Testament einnehmen konnte.
Transkript der Audiodatei
Hinweis: Der folgende Text ist ein computer-generiertes Transkript der Audiodatei. Vereinzelt kann die Spracherkennung fehlerhaft sein.
(00:00:00)
Heute wollen wir uns mit der Prophetin Hulda beschäftigen, eine eindrucksvolle, geistliche,
gläubige Frau. Wir finden sie im Leben von Josia. Josia lebte in einer dunklen Zeit.
Sein Vater Amon war ein böser Mann, ein Ungläubiger. Zwei Jahre hat Gott ihm gegeben. Sein Großvater
war ein böser Mann. Manasseh, er ist zwar umgekehrt, aber trotzdem finden wir insgesamt,
dass er ein so böser Mann war, dass immer wieder Bezug auf ihn genommen wird. Und da
hat Gott Josia erweckt. Einen Knaben, von dem wir lesen in Kapitel 34, dass er gerade
einmal acht Jahre alt war. Und wir denken an Prediger Kapitel 10, wo gesagt wird in
Vers 16, wehe dir Land, dessen König ein Knabe ist. Das heißt, das ist eigentlich
eine Zuchtrute Gottes gewesen, dass er einen solchen Knaben zum König gemacht hat. Das
ist die Geschichte von dieser Zeit. Eine Zeit, die dadurch geprägt war, dass nicht
einmal das Gesetz zur Verfügung stand. Das war verschollen. Und der Hohe Priester machte (00:01:03)
auch keine Anstalten, das zu suchen. Gott schenkte trotzdem durch die Treue von Josia,
dass dieses Wort Gottes gefunden wurde, das Gesetz, das Hilkia, das dann fand, dass er
es seinem Schreiber Schaffan gab, dass dieser Schreiber Schaffan es Josia gab. Und Josia
demütigte sich vor Gott. Er demütigte sich vor Gott, als er das las. Und wir lesen, dass
er dann ausdrücklich sagt in Vers 20, zweite Chroniker 34, geht hin und befragt den Herrn
für mich und für alle übrig gebliebenen in Israel und den Juden wegen der Worte des
gefundenen Buches. Wir lesen, dass er seine Kleider zerrissen hat, als er das Wort des
Gesetzes hörte. Denn groß ist der Grimm des Herrn, der sich über uns ergossen hat, weil
unsere Väter das Wort des Herrn nicht gehalten haben, um nach allem zu tun, was in diesem
Buch geschrieben steht. Und anscheinend war es ihm so dringend, dass er Sorge hatte, dass
das Gericht plötzlich jetzt über sie kommen würde, dass er nicht einmal sich die Zeit
nimmt, sagen wir, zu Jeremia in Annathot oder zu anderen Propheten, Zephania, die in dieser (00:02:04)
Zeit gewirkt haben, zu gehen, sondern dass er die nächstmögliche Stelle aufsucht und
das war Hulda. Da ist es in Vers 22, da gingen Hilkia und diejenigen, die der König gesandt
hatte, zur Prophetin Hulda, der Frau Schallums, des Sohnes Tokats, des Sohnes Hasrats, des
Hüters der Kleider. Sie wohnte aber in Jerusalem im zweiten Stadtteil und sie redeten auf diese
Weise zu ihr. Sie wohnte also in Jerusalem. Das war offensichtlich die nächste Stelle,
wo man zu Gott kommen konnte. Diese Frau war bekannt als Prophetin. Nun ist es wichtig,
dass wir verstehen, dass wir hier im Alten Testament sind. Wir lesen in 1. Korinther
14, dass auch Schwestern heute beten und Weissagen. Und Weissagen kann man nicht sich selbst,
sondern das tut man einer anderen Person gegenüber. Wir finden in 1. Korinther 14,
dass eine Frau schweigen soll in den Zusammenkünften. Wir lesen in 1. Timotheus 2,
dass sie nicht lehren soll oder herrschen soll über den Mann. Das macht deutlich,
dass in der christlichen Zeit eine weissagende Schwester einer Schwester weissagt und nicht (00:03:06)
einem Bruder. Das finden wir ja auch in Apostelgeschichte 21, da waren vier Töchter
von Philippus, die weissagten, aber sie wurden nicht benutzt, um Paulus eine Botschaft zu geben,
sondern Agabus musste kommen. Also eine Schwester hat einen Dienst an Schwestern. Das ist ganz klar.
Das war im Alten Testament hier in Ausnahmesituationen. Wir haben Deborah und wir
haben auch hier Hulda. Wir haben auch Mirjam. Haben sie einen Dienst zum Teil sogar in der
Öffentlichkeit gehabt. Und doch finden wir, und das ist eben heute anders, das ist ganz klar,
der Gotteswort macht das im Neuen Testament ganz deutlich, dass eine Schwester keinen Dienst in der
Öffentlichkeit hat. Also etwas wie, sagen wir, Frauenkonferenzen oder dergleichen,
kennt Gottes Wort nicht. Das ist eine öffentliche Veranstaltung und da haben
Schwestern keinen Auftrag, keinen Platz. Aber hier finden wir, dass im Alten Testament Gott
dadurch, dass er Frauen benutzte, deutlich machte, dass der Zustand im Volk Gottes traurig war. Und
doch finden wir ein paar bemerkenswerte Hinweise. Sie wohnte im zweiten Stadtteil, (00:04:05)
nicht im ersten. Das macht schon deutlich, dass diese Frau in einer gewissen Zurückgezogenheit
gelebt hat. Sehr vorbildlich. Wenn der Herr dir eine Aufgabe gegeben hat und er hat jedem
Gläubigen eine Aufgabe gegeben, auch dir als Schwester. Wir finden das zum Beispiel in 1.
Petrus 4, dass der Apostel ganz deutlich macht, dass jeder Gläubige eine Aufgabe hat. Da ist es
in 1. Petrus 4 Vers 10, je nachdem jeder eine Gnadengabe empfangen hat, dient einander damit
als gute Verwalter der mannigfaltigen Gnade Gottes. Da steht nicht, je nachdem wenn jemand
eine Gnadengabe, sondern je nachdem jeder eine Gnadengabe. Das heißt, auch du hast eine empfangen,
auch du als Schwester. Hier steht nämlich auch nicht, je nachdem jeder Bruder oder jeder Mann
eine Gnadengabe empfangen hat. Nein, jeder von uns hat eine Gnadengabe, auch du. Und wenn Gott
dir Kinder gegeben hat, dann ist völlig klar, was er dir für eine Aufgabe gegeben hat,
dich um deine Kinder zu kümmern und für deine Kinder da zu sein. Aber älteren Schwestern oder (00:05:03)
Schwestern, die keine Kinder haben, können durchaus in anderen Bereichen auch Aufgaben
haben und da ist es wertvoll, sie wahrzunehmen, aber zurückgezogen. Zweiter Stadtteil, nicht
erster. Zweitens lesen wir nicht, wie das bei Elisa und bei anderen Jeremia, anderen Propheten ist,
dass sie hingehen zu den Königen, sondern wir lesen, wie bei Deborah, dass sie zur Hulda gingen.
Das ist großartig, dass wir sehen, dass diese Frau ihren Platz, obwohl er außergewöhnlich war,
selbst in alttestamentlicher Zeit, nicht verlassen hat, sondern gewartet hat,
bis eben der König zu ihr senden ließ und sie ist von Gott nicht zu dem König gesandt worden.
Das war natürlich auch eine Art Demütigung des Königs damit. Dann sehen wir hier die Prophetin
Hulda, die verheiratet war. Das heißt, sie hat durchaus auch in der Ehe diesen Dienst wahrgenommen,
aber sie hat damit auch ihren Ehemann, das wird damit deutlich gemacht, als Haupt anerkannt.
Es ist ja nicht so ganz einfach zu sehen, des Hüters der Kleider, ob das ihr Vorfahre Hasras war, (00:06:07)
oder ob das auf ihren Ehemann Shalom zutraf. Er war Hüter der Kleider, das war vielleicht keine sehr
komplizierte Aufgabe. Aber sie war verantwortungsvoll. Und er war treu und Gott hat das für ihn und für seine
Ehe gesegnet, dass er dieser Ehefrau, die mit diesem, ich sag mal, einfachen Ehemann zufrieden war, der einfach
nur die Kleider gehütet hat, der keine große Aufgabe wahrgenommen hat, aber damit waren sie zufrieden und diesem
Mann hat sie sich untergeordnet und so konnte Gott auch diese Frau segnen. Diese gläubige Frau
Hulda hat ein wunderbares Unterscheidungsvermögen gehabt. Ihr Name wird ja übersetzt vielleicht mit
Wiesel. Das zeugt von einerseits dieser Aktivität und der Treue, dass sie wirklich fleißig gewesen
ist in dem Dienst und in dem Gehorsam Gott und seinem Wort gegenüber. Und wenn sie jetzt spricht, (00:07:06)
dann heißt es in 2. Korinther 34, Abf. 23, so spricht der Herr, der Gott Israels, sagt dem Mann,
der zu mir gesandt hat, so spricht der Herr, ich will Unglück bringen. Sie kennt also das Wort Gottes
und sie unterscheidet zwischen diesem Mann als König, als Verantwortlichen für diesen traurigen
Zustand des Volkes und diesem Mann als Person in seiner Beziehung zu Gott. Denn in Vers 26 heißt
es dann weiter, zum König von Jude aber, der euch gesandt hat, um den Herrn zu befragen,
zu dem sollt ihr so sprechen. Sie unterscheidet also, dass dieser Mann sozusagen zwei Funktionen
hat oder zwei Bereiche seines Lebens. Einerseits war er als König verantwortlich für den traurigen
Zustand des Volkes und da muss sie sagen, da kommt Gericht. Andererseits hat dieser Mann gezeigt,
dass er eine Beziehung zu Gott hat, dass er den Herrn suchte, dass er ein Leben mit dem Herrn
führen wollte und das zeigt sie Barmherzigkeit. In ihrem Urteil über den Verantwortlichen König (00:08:06)
macht sie deutlich, was das Wort Gottes sagt und dass das eintrifft. Das heißt, sie biegt das Wort
Gottes nicht zu Recht, sondern sie kennt das Wort Gottes und wendet das Wort Gottes Recht an. Das
wünsche ich dir auch. Ich wünsche dir dieses Unterscheidungsvermögen im Blick auf Menschen,
mit denen du zu tun hast. Dass du erkennst, sind das nun solche, die Verantwortung haben für den
traurigen Zustand? Sind das solche, die ein Herz haben für den Herrn? Manchmal ist das beides der
Fall, aber dass du ein Unterscheidungsvermögen hast. Wir sind gerade du als Frau vielleicht
durch Gefühle geprägt und da ist es wichtig, nach dem Wort Gottes zu denken, zu handeln und
zu unterscheiden und das hat diese Frau offenbart. Zweitens eben, dass sie Gottes Wort kannte. Du
sollst Gottes Wort kennen, du sollst mit Gottes Wort leben. Das ist so wichtig auch für dich als
Schwester, dich nicht einfach auf deinen Mann zu stützen, das darfst und sollst du, aber durch
eigenes Lesen des Wortes Gottes darfst du und sollst du eine feste Überzeugung nach der Schrift
haben. Und dann, wenn es um diesen Mann geht, dann sieht sie, wie sein Herz weich geworden ist. Das (00:09:05)
ist nicht einfach Empathie oder Gefühl, sondern sie empfindet, wie dieser Mann zu ihr senden lässt,
was er da sagen lässt, dass er sich gebeugt hat und das nimmt sie nicht nur zur Kenntnis, sondern
das kann Gott dann auch in ihrer Weissagung benutzen, um in der rechten Weise auf diese
Demütigung einzugehen. Hulda, wirklich eine geistliche Frau, eine Frau, die Gottes Wort kennt,
eine Frau, die sich unterordnet unter ihren Mann, eine Frau, die ihren Platz nicht verlässt, den
Gott ihr gegeben hat, die aber benutzbar ist von dem Herrn. Diese Eigenschaften wünsche ich auch dir
von Herzen, dass du als gläubige Frau diesen Dienst tust an dem rechten Platz, den Gott dir
als Frau im Neuen Testament gegeben hat, in Einsicht, in Fleiß, in Hingabe zur Freude des
Herrn, zum Segen für dein eigenes Haus, wenn du verheiratet bist, wenn du Kinder hast, zu
deinem persönlichen Segen, so wie das bei Hulda der Fall war.