Am: Do, 25. September 2025
Die Sunamitin hatte nicht nur erkannt, wer Elisa war. Sie war auch zufrieden damit, inmitten des Volkes Gottes zu wohnen. Dabei war dieses Volk alles andere als in einem guten Zustand ...
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(00:00:00)
Wir haben gesehen, dass diese Sonamittin, diese vermögende Frau, diese geistlich reiche Frau Elisa ein Obergemach machen ließ.
Und so konnte er immer dann, wenn er bei ihnen vorbeikam, bei dieser Frau, bei diesem Ehepaar einziehen.
Jetzt sehen wir, als Punkt Nummer 16, jedenfalls in meiner Liste, in Vers 13, dass es heißt,
Und er sprach zu ihm, sprich doch zu ihr, siehe, du hast dir unsaltwegen all diese Sorgen gemacht.
Was ist für dich zu tun? Ist für dich mit dem König zu reden oder mit dem Heerobersten?
Elisa, von dem das hier ausgeht, der seinen Knaben, der seinen Diener Gehasi beauftragt, diese Frau das zu fragen,
zeigt damit in wunderbarer Weise Fürsorge für diese Frau.
Er möchte sich bedanken. Er möchte deutlich machen, dass er sich freut darüber,
dass jemand ihm ein solches Zimmer ständig zur Verfügung stellt.
Und so sehen wir hier die Fürsorge, die Liebe, die Gnade, die Barmherzigkeit unseres Herrn Jesus Christus.
Gott wohnt in uns, wenn wir ihm diesen Wohnplatz praktischerweise geben. (00:01:04)
Natürlich wohnt Gott durch den Heiligen Geist in jedem Gläubigen, unabhängig von seinem geistlichen Zustand.
1. Korinther 6 Vers 19 macht das deutlich.
Und doch ist das ja nur erlebt, ist das ja nur verwirklicht, wenn wir praktischerweise dem Herrn Jesus einen Platz in unserem Leben geben.
Und dann bedankt er sich der Herr dafür. Dann schenkt er seinen Segen.
Dann möchte er sich als jemand erweisen, der uns Gutes tut, wie auch hier.
Und jetzt ist die Frage, gibt es irgendwie Sorge?
Sie hat sich Sorge gemacht.
Und das ist einfach großartig, dass diese Frau, diese gläubige Frau, wir würden heute sagen Schwester,
diese Glaubensschwester, sich besorgt um den Herrn Jesus.
Und das ist eben die Vorbildfrage auch für uns.
Sind wir besorgt um die Dinge des Herrn?
Bei den Philippan konnte Paulus schreiben, dass er niemanden hatte, der so für sie besorgt war wie Timotheus.
Und gibt es bei uns Sorge um die Dinge des Herrn, um den Herrn, um das, was ihn betrifft? (00:02:03)
Machen wir uns dafür Sorgen?
Hatte sie nun Sorgen in ihrem eigenen Leben?
Ist für dich mit dem König zu reden oder mit dem Herrobersten?
Ist irgendetwas zu tun, was für sie irgendwie von Bedeutung war?
Interessant ist, dass sie davon überhaupt nicht spricht.
Ja, ihre Antwort, kommen wir gleich zu, zeugt, dass bei ihr irgendwie gar keine Unzufriedenheit war,
gar kein Mangel, irgendwie kein Bewusstsein von Mangel da war, weil sie eben mit ihrem Herrn lebte.
Aber was eben, wenn ich das als nächsten Punkt mal nennen darf, irgendwie tragisch ist,
der Prophet, der lässt sagen, ist für dich mit dem König zu reden.
Gibt es etwas, was für dich zu tun ist?
Da ist nicht von ihr die Rede, da ist nicht von ihr und dem Ehemann.
Es ist irgendwie tragisch, dass dieser Mann wirklich ein trauriges Bild abgibt,
das werden wir später auch noch einmal sehen.
Wir wollen uns fragen, wie das bei uns als Ehemännern ist.
Sind unsere Ehefrauen uns geistlich so weit voraus,
dass wir eigentlich überhaupt kein Interesse an geistlichen Fragen haben, an geistlichen Dingen? (00:03:03)
Gibt es solches Missverhältnis? Das gibt es.
Es gibt Ehen, wo der Mann ja noch ungläubig ist.
Ich spreche jetzt nicht von der Eheschließung einer gläubigen Frau mit einem Ungläubigen oder umgekehrt,
sondern ich spreche davon, dass beide ungläubig waren und dann die Frau zum Beispiel,
und das passiert ja öfter, sich dann bekehrt und der Mann eben noch ungläubig ist.
Dann ist das wie hier in dieser Ehe natürlich ein Missverhältnis
und der Herr kann auch hier jede Gnade schenken und das wird er auch tun, wenn wir auf ihn vertrauen.
Aber es gibt auch geistlicherweise, dass beide gläubig sind,
aber dass sie engagiert ist für den Herrn und er nicht.
Tragisch, wenn es dann Belohnung für sie gibt, für die Frau in Einzahl,
aber nicht für sie, für die Frau und Mann in Mehrzahl.
So finden wir hier die Sorge Elisas für diese Frau, nicht auch für ihren Mann.
Und dann eben diese Antwort, die wir lesen, die sie dann sagt in Vers 13 am Ende.
Und sie sprach, ich wohne inmitten meines Volkes.
Was ist das für eine beeindruckende Sache?
Sie war damit zufrieden, inmitten des Volkes Gottes zu wohnen. (00:04:04)
Sie spricht nicht davon, dass sie keinen Sohn hat.
Das war ja in Israel wirklich eine beschämende Sache für eine Frau,
wenn sie keinen Nachwuchs hatte, wenn sie nicht den Messias,
nicht die Hoffnung haben konnte, dem Messias sozusagen Leben geben zu können,
in der Reihe des Messias stehen zu dürfen.
Und doch war sie zufrieden.
Nie hat sie davon gesprochen, dass sie irgendwie einen Mangel empfunden hätte.
Nie hat sie geklagt, obwohl es Mangel gab.
Das ist so ein bisschen erinnert an Psalm 23 Vers 1, wo David sagt,
der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
Und damit sagt er ja auch, mir hat nichts gemangelt und mir mangelt nichts.
Hatte ihm nichts gemangelt, mangelte ihm nichts,
würde ihm nicht auch mancher Mangel wieder begegnen? Absolut.
Aber er spricht nicht davon. Warum?
Weil er nicht auf den Mangel sieht, sondern auf den, den er Herr nennt,
den er seinen Hirten nennt, auf Gott.
Und so ist das bei uns. Wie können wir klagen? Schon über Kleinigkeiten.
Und dann sehen wir diese Frau, die ganz gewiss einen Herzenswunsch hatte,
ein Kind zu bekommen, und Gott hat ihr das Kind nicht gegeben, noch nicht. (00:05:03)
Und sie spricht aber nicht von Mangel,
sondern sie spricht davon, dass sie zufrieden ist inmitten des Volkes Gottes.
Was war das denn für ein Zustand des Volkes Gottes?
Gerade eine solche geistlich, eine solche geistlich vermögende Frau,
die hatte doch ein Bewusstsein inmitten was für eines Volkes sie wohnte.
Und das war traurig. Der Zustand, in den Elia und Elisa hineingestellt wurden,
das war ein ganz erbärmlicher, geistlich erbärmlicher Zustand des Volkes Gottes.
Und doch sagt sie auch hier nicht,
ich wohne zwar inmitten des Volkes Gottes, das ist zwar in einem ganz furchtbaren Zustand,
aber okay. Nein, das sagt sie nicht.
Sie ist zufrieden, inmitten des Volkes Gottes zu sein.
Sie wollte nirgendwo anders sein. Ist das bei uns auch so?
Wir sind Teil der Christenheit. Wir sind Teil des Volkes Gottes.
Wir sind Teil der Versammlung der Gemeinde Gottes.
Und die ist in einem traurigen Zustand.
Die Christenheit ist in einem furchtbaren Zustand.
Aber wir können aus diesem Haus, großem Haus nicht hinausgehen,
von dem Paulus in 2. Timotheus 2 spricht.
Wir wollen das auch nicht.
Wir wollen ein Bewusstsein davon haben,
aber wir wollen uns nicht über dieses Haus stellen. (00:06:01)
Wir sind Teil der Versammlung Gottes, der Gemeinde Gottes,
die aus allen Erlösten besteht.
In was für einem Zustand befindet sich die Versammlung Gottes?
In einem ganz traurigen.
Wo sieht man noch Entschiedenheit?
Wo sieht man noch Liebe, Hingabe?
Wo sieht man noch Klarheit über die Heiligkeit Gottes,
die Heiligkeit dieses Hauses?
Wo sieht man noch Klarheit über die Einheit des Geistes?
Alles zerrinnt uns zwischen den Fingern.
Und trotzdem, diese Frau war zufrieden,
inmitten des Volkes Gottes zu sein.
Sie wollte nirgendwo anders sein,
obwohl der Zustand dieses Volkes so traurig war.
Wirklich vorbildlich.
Sie sucht nicht irgendetwas für sich.
Das finden wir hier.
Sie war überhaupt keine egoistische Frau.
Ich wohne inmitten meines Volkes.
Und dann lesen wir in Vers 16,
dass ihr zugesagt wird, durch Elisa,
zu dieser bestimmten Zeit übers Jahr wirst du einen Sohn umarmen.
Und sie sprach nicht doch, mein Herr, du Mann Gottes,
belüge deine Magd nicht.
Wir sehen, dass sie Nachwuchs nicht irgendwie gesucht hat,
dass sie jetzt nicht mit allen Mitteln versucht hat,
irgendwie dieses Kind zu bekommen, (00:07:02)
was eben in Israel von größter Bedeutung war.
Nein, das, was ihr hier gesagt wird,
war für sie völlig unerwartet.
Und anscheinend war sie auch in einem Alter,
wo sie das nicht mehr erwarten konnte.
Und deshalb sehen wir hier, dass sie so überrascht ist
und das fast für nicht möglich halt,
nicht nur fast, sondern überhaupt nicht,
belüge deine Magd nicht.
Daran sehen wir,
dass sie wirklich zufrieden war in ihrem Zustand,
dass sie sich mit der Situation wirklich,
wenn ich das mal so sagen darf, abgefunden hat.
Sie hat gewiss auch vorher gebetet darum,
aber wir lesen eben nicht,
dass sie das mit allen Mitteln jetzt irgendwie noch versucht hätte.
Nein, sie war mit sich und mit ihrer Beziehung mit Gott im Reinen.
Sie hat die Wege Gottes, wie wir das nennen,
das regierende Handeln Gottes, hat sie so angenommen.
Und das machte sie zu einer glücklichen,
zu einer zufriedenen Frau auch in einer Mangelsituation.
Ich weiß nicht, was für einen Mangel du jetzt erlebst,
aber es ist wertvoll, gerade für eine gläubige Schwester, (00:08:03)
vielleicht eine gläubige Witwe.
Vielleicht hat dein Mann dich verlassen.
Vielleicht erlebst du, dass dein Mann, wie dieser Mann,
völlig ungeistlich ist,
gar keine geistlichen Empfindungen hat.
Und dann trotzdem dieses regierende Handeln Gottes zu akzeptieren,
das anzunehmen.
Vielleicht Kinder, die auf bösen Wegen, falschen Wegen gehen,
und trotzdem das anzunehmen,
das finden wir sozusagen bei dieser Frau.
Was etwas wundert, ist,
dass wir hier keine Reaktion weiter sehen.
Ist da Glaube vorhanden?
Hat sie das nicht mehr für warten gehalten?
Auch in Vers 17, wenn wir dann lesen,
und die Frau wurde schwanger und gebar einen Sohn
zu dieser bestimmten Zeit übers Jahr,
wie Elisa zu ihr geredet hatte,
da finden wir nicht, dass dann irgendwie ein Dank ausgedrückt wird,
sondern dann heißt es, das Kind wuchs heran.
Nun wird natürlich in diesen Begebenheiten nicht alles berichtet.
Wir dürfen auch nicht den Fehler machen,
aus dem, was nicht berichtet wird,
gleich einen geistlichen Mangel
oder einen geistlichen Tadel zu formulieren.
Trotzdem ist es irgendwie seltsam.
Es passt eigentlich nicht zu dieser Frau, (00:09:02)
dass sie nicht Gott ein Opfer dafür bringt.
Sie war eine vermögende Frau,
dass sie nicht irgendwie Dankbarkeit zeigt.
Wir müssen das einmal so stehen lassen.
Aber es fällt jedenfalls auf,
dass in diesem wunderbaren Bild dieser Frau
irgendein Hinweis auf die Dankbarkeit in diesem Punkt fehlt.
Vielleicht war sie so überrascht.
Und natürlich, wenn sie älter gewesen ist,
dann war das auch mit großer Mühe verbunden.
Selbst wenn sie Knaben hatten,
wie das dann später deutlich wird,
also Knichte,
dann war das natürlich in einem hohen Alter,
ist das ja auch eine Herausforderung.
Und vielleicht ist hier auch eine gläubige Schwester,
die in hohem Alter unerwartet ein Kind bekommen hat.
Das ist damit großen Herausforderungen verbunden.
Auch dann mit der Angst,
jetzt habe ich ein Kind bekommen.
Vielleicht das erste, vielleicht das einzige
oder vielleicht noch eins.
Wird es gut gehen?
Werde ich die Kraft haben?
Wird das Kind bewahrt bleiben?
Und da dürfen wir doch eben aus diesem Abschnitt,
aus diesem Kapitel ziehen,
dass Gottes gute Hand über uns wacht. (00:10:03)
Auch über euch als gläubige Schwestern wacht.
Auch über euch als Mütter.
Auch in besonderen,
vielleicht einzigartigen,
in schwierigen, herausfordernden Situationen.
Der Herr ist da.
Er bewahrt euch.
Er bleibt bei euch.
Und ihr dürft ihm wirklich vertrauen.