Der Wert gläubiger Frauen in Gottes Wort (35): die Sunamitin (3: gemauertes Gastzimmer)


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(00:00:00) Die Sunamitin war eine geistliche Frau. Sie war eine wohlhabende Frau äußerlich, aber das zeugte von ihrem geistlichen Unterscheidungsvermögen, von ihrer geistlichen Haltung der Unterordnung, und dass sie ihr Haus Elisa geöffnet hat. Elisa, der ein Vorbild auf Christus ist. Wir lesen in 2. Könige 4 Vers 10 dann weiter: "Lasst uns doch ein kleines gemauertes Obergemach machen und ihm, Elisa, Bett und Tisch und Stuhl und Leuchter hineinstellen. Und es geschehe, wenn er zu uns kommt, kann er dort einkehren". Es sollte ein gemauertes Obergemach sein. Wir haben gesehen, sie fragt ihren Mann, sie ordnet sich ihm unter, und dann wünscht sie, etwas Gemauertes zu machen. Das macht deutlich, es sollte bleibend sein. Es sollte dauerhaft sein. Sie wollte, bildlich gesprochen, dem Herrn eine dauerhafte Bleibe machen. Nicht mal hier und da, wenn es ihr passte oder wenn es ihrem Mann passte, sondern der Prophet Gottes, dieser Prophet der Gnade, der sollte auf Dauer bei ihnen wohnen können. Dann heißt es weiter, es sollte ein kleines gemauertes Obergemach sein. (00:01:03) Da brauchte nichts Pompöses her. Für den Herrn Jesus braucht man nicht irgendetwas Besonderes, Aufgesetztes zu machen. So wie, wenn wir zu ihm beten, da brauchen wir nicht künstlich zu beten, da brauchen wir nicht irgendwie eine gehobene Sprache an den Tag zu legen. Das soll natürlich ehrerbietig sein, aber soll natürlich bleiben. Der Herr Jesus ist zufrieden, wenn er ein schlichtes Obergemach bekommt. Wenn er einen Raum bekommt, der nach seinem Wesen ist. Wie hat der Jesus hier auf dieser Erde gelebt? In großer Schlichtheit. So soll auch das sein, was wir ihm bereiten. Und wir können diese Merkmale ja auch auf uns anwenden. Wenn der Herr Jesus bei uns wohnen soll, dann muss da nichts pompös sein. Dann soll unser Leben auch nicht pompös sein. Dann soll unser Leben auch nicht durch Reichtum geprägt sein. Manche Gläubige sind reich und da ist auch überhaupt nichts dagegen einzuwenden. Denn Gottes Wort sagt, solange wir auf der Erde sind, wird eben Reichtum und auch Armut, wird es das geben. Auch unter Gläubigen. Und wir können dankbar sein für Gläubige, die reich sind, die dadurch das Werk des Herrn, (00:02:01) die Verbreitung des Evangeliums, die Mission und so weiter unterstützen können. Man kann nur dafür dankbar sein, dass der Herr solche gegeben hat. Aber ist es das, was mich prägt, so wie der Apostel Paulus in 1. Timotheus 2 bei Frauen gerade sagt, dass sie nicht durch irgendwie so eine besondere ins Auge fallende Kleidung geprägt sein sollen, sondern durch Schlichtheit, durch Reinheit, soll das auch bei uns sein. Ist das wirklich in unserem Leben etwas Dauerhaftes? Sind wir hin und her erratisch lebend, mal gut, mal schlecht, mal für den Herrn, mal für uns selbst? Oder ist das wirklich prägend, dass der Herr Jesus bei uns wohnt? Dann finden wir eben in dieser Aufzählung zehntens, es ist ein Obergemach, das man eben gebaut hat. Man hat ihn nicht in den Keller verfrachtet. Wir wissen, dass es damals wohl kaum Keller gegeben hat oder nur in den wenigsten Häusern. Aber das Obergemach spricht doch geistlicherweise davon, dass sich diese Frau bewusst war, alles ging hier von dieser Frau aus, wie wir gesehen haben, dass der Herr Jesus ein erhabener Gast (00:03:01) ist. Ja, für uns ein Gast, der Gastgeber sein soll, aber erhaben, er ist der Himmlische, ist der vom Himmel Gekommene, ist der jetzt, der verherrlicht zur Rechten Gottes ist. Und wenn er einen Platz in unserem Leben haben soll, dann soll er den oben haben, den ersten Platz. Dann soll er der Erhabene in unserem Leben sein, der vor allem anderen kommt. Wir wollen uns bewusst sein, was für ein erhabener Gast und Gastgeber da bei uns ist, ob du das auf den Heiligen Geist beziehst oder auf den Herrn Jesus, der bei uns sein möchte alle Tage. Ist uns das bewusst, dass das eine erhabene Sache ist, dass er zu uns kommt? Dann finden wir elftens, dass da ein Bett aufgestellt werden sollte. Und das macht deutlich, dass derjenige wohnen soll. Wenn man ein Bett hat, dann schläft man darin, dann bleibt man über Nacht. Und das heißt, dass er wohnt, dass er sich auch wohl fühlt. Wo bleibe ich, wenn ich mich nicht wohl fühle? Ja, das ist auch schon mal nötig, dass man an einem Ort ist, wo man sich nicht wohl fühlt und trotzdem bleibt. Wie war das bei den Engeln in Sodom und Gomorra, bei Lot. (00:04:02) Aber das Normale ist, man hat ein Bett und fühlt sich wohl. Ist das so, dass der Herr Jesus sich bei uns wohl fühlt, dass er sagt, da bin ich gerne, möchte ich gerne diese Gemeinschaft pflegen mit denjenigen, die dort leben, die an diesem oder an jenem Ort sind. Dann finden wir, dass ein Tisch dort aufgestellt werden sollte. Der Tisch, er spricht von Gemeinschaft, er spricht von Dienst. Nochmal auf den Herrn Jesus bezogen, er pflegt Gemeinschaft, er setzt sich sozusagen an einen Tisch zusammen mit uns. Wir finden das ja in ganz großartiger Weise bei dem Friedensopfer, dass da alle Beteiligten an einem Tisch sitzen, das ist der Tisch Gottes, wir würden heute sagen der Tisch des Herrn, da wo er das Sagen hat, aber wo er Gemeinschaft pflegt, eben nicht allein isst, sondern wo Gott sein Teil bekommt, wo Christus sein Teil bekommt, wo wir als Priester das Teil bekommen, wo wir als Gläubige das Teil bekommen. Wunderbare Gemeinschaft, davon spricht der Tisch. Kann der Herr Jesus Gemeinschaft mit uns pflegen, hat er Gemeinschaft, die gleichen Ziele, den (00:05:04) gleichen Weg dahin, die gleiche Art und Weise, ist das wirkliche, echte Gemeinschaft und wenn wir das auf uns beziehen, pflegen wir diese Gemeinschaft mit ihm, suchen wir diesen Kontakt, dieses Gemeinsame mit ihm, aber zugleich der Tisch, an dem gearbeitet wird, an dem geschrieben wurde, das ist der Dienst, kann der Herr Jesus uns dienen in unserem Leben, kommt er zu seinem Ziel mit dem, was er in unserem Leben bezweckt und umgekehrt ist er derjenige, der in unserem Leben den Dienst angibt, der anführt in unserem Leben, was wir tun, dem wir von Herzen gehorsam sind, der wirklich uns dazu bringt, dass wir ihm mit Ausdauer, mit Energie, mit Kraft, mit Freude dienen und dann gab es in diesem Zimmer einen Stuhl, der Stuhl spricht von Regierung, ist der Herr Jesus derjenige, der unser Leben, unsere Familien regiert, ist das wirklich so, dass die Regierung sozusagen von ihm ausgeht, dass alles von ihm ausgeht, dass er, dass die Verwaltung in unserem Leben übernommen (00:06:05) hat. Regierung ist ja nicht notwendigerweise, oftmals war das in der alttestamentlichen, auch in der heutigen Zeit, ein Despot, der regierte, aber das muss ja nicht so sein, es kann ja auch eine Segensregierung sein, so wie das in der Ewigkeit, in dem ewigen Zustand wird es immer noch eine Art Regierung geben, aber natürlich nicht, indem das Böse unterdrückt werden muss, sondern indem einfach zum Segen regiert wird. Ist der Herr Jesus derjenige, der in unserem Leben zum Segen regiert oder muss er das Böse unterdrücken, muss er Dinge bei uns bewirken, damit wir das Böse endlich sein lassen. Wie ist seine Regierung in unserem Leben? Aber der Stuhl spricht auch von Ruhe. Ist der Herr Jesus in deinem, in meinem Leben zur Ruhe gekommen? Ist das wirklich so, dass er das erreichen konnte, was sein Ziel ist in unserem Leben? Eben, dass er sich wohl fühlt und dass er die Dinge in unserem Leben jeweils an den richtigen Platz stellen kann. Sind die Dinge bei mir an dem richtigen Platz? Kann er in Ruhe da (00:07:02) sein oder muss er ständig hin und her gehen, um dieses und jenes, mich auf dieses und jenes aufmerksam zu machen, um dieses und jenes wirklich in die richtige Richtung zu bewegen, ein Stuhl. Und dann gibt es 14. einen Leuchter. Ein Leuchter spricht davon, dass er unsere Häuser erleuchtet, dass er geistliches Unterscheidungsvermögen, dass er Einsicht schenkt, dass er Weisheit schenkt. Ist das so, dass wir wie diese Frau ein Unterscheidungsvermögen haben, wer heilig ist und wer unheilig ist, was Gefäße zur Ehre sind, was Gefäße zur Unehre sind, wo es um solche geht, die gläubig sind oder die ungläubig sind, was das für Materialien nach 1. Korinther 3 sind, mit denen gearbeitet wird, Gold, Silber, wertvolle Steine oder ob das eben Holz, Heu, Stroh ist. Also haben wir ein Bewusstsein, dass wir Erleuchtete sind? Hat der Herr Jesus uns Licht in unser Leben geben können? Nicht nur, dass wir bekehrte Menschen sind, sondern dass wir erleuchtet auch unser Leben führen. Das Licht spricht auch von Zeugnis. Da konnte man (00:08:02) das Haus sehen, da wo dieses Licht brannte. Sind wir Zeugen für den Herrn Jesus? Hat er unser Leben bewohnen können? Bewohnt er es, damit wir Zeugen sind für ihn? Nicht jeder Zeuge ist ein Evangelist. Die wenigsten sind Evangelisten. Die wenigsten haben den Auftrag, das Evangelium zu verkündigen. "Tu, das Werk eines Evangelisten" richtet sich an solche, die natürlich Evangelisten sind, wie Timotheus das war. Aber Zeugen sind wir alle und es wäre schön, wenn wir mehr Zeugen wären für den Herrn Jesus, wenn wir mehr Zeugnis ablegen, dass Menschen in unserem Leben irgendetwas wiedererkennen von dem, was Christus ist und dass sie anzieht, dass ihnen Klarheit gibt, aber dass sie auch anzieht. Ist das bei uns der Fall? Sind wir wirklich Zeugen für den Herrn Jesus? Das können wir natürlich auch auf ein örtliches Zusammenkommen beziehen. Offenbarung 2 und 3. Da finden wir, dass da Leuchter sind und der Herr sagt, er droht Ephesus an, dass er den Leuchter wegnehmen würde. Gehen wir in ein Zusammenkommen auf der Grundlage der Schrift, wo das verwirklicht wird, was Gottes Wort in der Schrift sagt. Sind wir solche, die nach diesen Gedanken handeln und die wirklich dadurch auch ein Zeugnis noch sind, zu denen sich der Herr Jesus (00:09:06) bekennen kann? Hier auf dieser Erde ein Leuchter. Und dann sehen wir eben, es geschehe, Vers 10 am Ende, wenn er zu uns kommt, kann er dort einkehren. Der HerrnJesus, also hier Elisa, war immer willkommen, auch wenn er plötzlich sozusagen unerwartet kam. Wir erwarten ja den Herrn Jesus, dass er wieder kommt oder nicht. Für uns kommt er nicht unerwünscht und auch nicht unerwartet. Aber wenn er jetzt ganz plötzlich gerade vor der Tür stünde, was würdest du sagen? Ist er dir herzlich willkommen? Ist er dann auch jemand, der sagt, ich freue mich, dass du da bist? Alles ist in Ordnung. Meine Beziehung zu dir, meine Beziehung zu meinen Mitgeschwistern, meine Beziehung zu den Mitmenschen, alles ist in bester Ordnung. Wollen wir von dieser Sunamitin lernen. Sie nahm die Dinge in ihre Hand. Wahrscheinlich der Ausführende war dann der Mann. Lass uns ein Obergemach machen. Auch da sehen wir wieder, wie sie sich unterordnet, wie sie nicht einfach handelt. Aber sie hat die Initiative. Und ich wünsche dir als gläubige Frau, und das soll abfärben auf uns alle, dass du wirklich in dieser Haltung, in dieser (00:10:04) Glaubensenergie, in dieser Aktivität dem Herrn einen Platz bereitest und auch verwirklichst, was wir durch diese Gegenstände gesehen haben, dass das uns mehr prägt, dass Christus mehr unser Leben prägt.
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Artikelreihe: Der Wert gläubiger Frauen für Gott und Menschen

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