Der Wert gläubiger Frauen in Gottes Wort (34): die Sunamitin (2: Unterscheidungsvermögen & Unterordnung)


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(00:00:00) Wir haben bei der Sunamitin, zu der der Prophet Elisa eingekehrt ist, das heißt, zu ihr und zu ihrem Mann gesehen, was für eine geistliche Energie und was für einen geistlichen Reichtum sie besaß. Jetzt heißt es in 2. Könige 4 Vers 9: "Und sie sprach zu ihrem Mann, siehe doch, ich merke, dass dieser ein heiliger Mann Gottes ist, der ständig bei uns durchzieht". Wir sehen erstens, dass sie ein Unterscheidungsvermögen hat, ein geistliches Unterscheidungsvermögen. Sie konnte ihn unterscheiden von anderen. Es war ein heiliger Mann Gottes. Und das ist einfach schön, dass wir bei geistlichen Frauen, überhaupt bei geistlichen Personen sehen, dass sie ein Unterscheidungsvermögen haben. Dürfen wir das überhaupt? Dürfen wir überhaupt sehen, ist das ein heiliger, praktisch heiliger Mann oder nicht? Natürlich dürfen wir das und das sollen wir auch. Wir müssen doch unsere Kontakte, die Kontakte für uns als Personen, für uns als Eheleute, für uns als Familien, müssen wir doch zum Wohl von unserem Leben und von unseren Kindern, müssen wir doch auswählen. Wir können doch nicht einfach leichtgläubig und einfach blind in irgendwelche Kontakte, (00:01:05) in irgendwelche Freundschaften hineinlaufen. Wir brauchen ein Urteil, wir brauchen ein Beurteilungsvermögen. Und hier sehen wir, wie wichtig und wie wertvoll das ist. Sie konnte erkennen, dass das ein Mann Gottes war und dass das ein Mann Gottes war, der auch so lebte. Und wenn sie das unterschieden hat, dann macht das deutlich, dass ihr eigenes Leben eben auch nicht anders aussah, dass sie ein heiliges Glaubensleben als, ich sage mal in diesem Fall, Frau Gottes geführt hat. Wie wertvoll für dich als gläubige Schwester ein solches Leben zu führen, ein Leben in Heiligkeit. Wir sind in Christus Heilige der Stellung nach. Aber hier geht es darum, dass man praktischerweise heilig abgesondert für Gott, ein Leben für Gott in Gottesfurcht führt, dass man ein Leben führt, das Gott ehrt, das zur Freude Gottes ist. Ist das das, was in deinem Leben, was in meinem Leben Realität ist? Sind wir Männer und Frauen Gottes? Er war das, Elisa, und sie konnte das erkennen, weil sie durch das Wort Gottes, davon gab es ja damals noch nicht viel, geübte Sinne hatte, um ein solches Unterscheidungsvermögen zu haben. (00:02:05) Wie ist das bei uns? Wonach haben wir Unterscheidungsvermögen? Nach unserem Menschenkenntnis, nach unseren weltlichen Vorstellungen oder deshalb, weil wir durch Gottes Wort und durch das Gebet und durch ein Leben mit dem Herrn Jesus wirklich sozusagen geübte Sinne haben, um eine solche Unterscheidung vornehmen zu können. Eine solche Unterscheidung kann natürlich pharisäerhaft sein, wenn mein eigenes Leben nicht entsprechend ist. Aber bei dieser Frau war das Leben entsprechend. Sie hat ein Leben geführt, das eben Gott geehrt hat. Wir finden dann weiter, das ist mal auf der Liste, die ich jetzt hier so führe. Der fünfte Punkt über ihr Leben. Sie hat gezeigt, dass sie bereit war, sich ihrem Mann unterzuordnen. Das heißt nicht, dass sie einfach machte, sondern sie sprach zu ihrem Mann. Ihr Mann kommt an sich gar nicht vor. Aber obwohl er anscheinend überhaupt nicht geistlich war, hat sie doch ihm den Platz der Überordnung eingeräumt. (00:03:02) Wir lesen ja in Epheser 5 in Vers 22: "Ihr Frauen, ordnet euch euren eigenen Männern unter als dem Herrn. Denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch der Christus das Haupt der Versammlung ist". Er ist des Leibes Heiland und so weiter. Das heißt sogar weiter, aber wie die Versammlung dem Christus unterworfen ist, so auch die Frauen den Männern in allem. Und diese Frau hat nicht diese Unterscheidung gemacht, weil mein Mann ungeistlich ist und ungeistlich lebt, hat er nichts zu sagen. Dahin könnte man ja kommen. Schwestern, die man sieht, die beispielsweise in Zusammenkünften ohne Kopfbedeckung sitzen, die machen genau das eigentlich deutlich. Ich will keinen Platz der Unterordnung einnehmen, denn die Kopfbedeckung ist ein Zeichen der Unterordnung. Aber diese Frau, die hat geistlicherweise immer ein Kopftuch aufgehabt. Sie hat erkannt, das ist mein Mann, wie auch immer sie mit ihm verheiratet worden ist. Damals war das ja oft so, dass das die Eltern entschieden haben oder wer auch immer. Aber sie hat ihren Mann, obwohl er offensichtlich, das kann man in der ganzen Begebenheit sehen, überhaupt nicht geistlich war, (00:04:03) hat sie einen Platz der Unterordnung eingenommen. Das ist wirklich vorbildlich. Und sie hat auch in dieser Sache, die natürlich auch dann eine äußere Arbeit benötigte, wo wahrscheinlich dann ihr Mann im Wesentlichen die Arbeit durchführte, beziehungsweise, weil es ja vermögend war, ein vermögender Haushalt, dann eben die Mitarbeiter dafür benutzt hat. Aber sie hat ihm die Oberhand gelassen. Es ist ja insgesamt bemerkenswert, es ist eine wohlhabende Frau, die war verheiratet. Warum heißt es hier nicht ein wohlhabendes Ehepaar? Weil eben diese geistliche Bedeutung uns damit angegeben werden soll. Und so finden wir hier, dass obwohl der Mann eben nicht geistlich war, sie eben sich in allem ihm untergeordnet hat. Vielleicht hast du einen Mann, der bei weitem nicht so geistlich ist wie du. Vielleicht ist er auch geistlich. Du sollst deinen Mann dich nicht deshalb unterordnen, weil er geistlich ist, sondern weil er dein Ehemann ist. Und wenn du dieser Frau, dieser geistlichen Frau darin folgst, das ist zum Segen. Zum Segen für dich, zum Segen für die Ehe, zum Segen auch für die Familie, für die Kinder. (00:05:02) Und wir können heute sagen auch zum Segen für die Versammlung Gottes. Und dann heißt es hier, siehe doch, ich merke, dass dieser ein heiliger Mann Gottes ist, der ständig bei uns durchzieht. Ständig war er bei ihnen. Er war immer wieder bei ihnen zu Hause. Und ich meine, dass das ein bisschen zeigt die Haltung dieser Frau, die natürlich sie dann sozusagen ihrem Mann auch mitgibt, aufträgt, wie wir das in 1. Korinther 16 Vers 15 dort von einem gläubigen Mann lesen. 1. Korinther 16 Vers 15: "Ich ermahne euch aber, Brüder, ihr kennt das Haus des Stephanas, dass er der Erstling von Acharia ist und dass sie sich selbst den Heiligen zum Dienst verordnet haben". Nicht einmal, sondern oft. Immer wieder kam er zu ihnen und fühlte sich bei ihnen zu Hause, Elisa, dieser Prophet. Ständig zog er bei ihnen durch. Ständig war er bei ihnen. Und jetzt wollte diese Frau eben dafür sorgen, dass dieser Mann dann auch sein eigenes Zimmer sozusagen bekam. (00:06:04) Sind wir solche wie Stephanas, wie diese Frau und durch sie dann auch ihr Mann wirklich den Heiligen dienen? Für sie war Elisa ja nicht Christus. Wir können mit dem Licht des Neuen Testamentes sagen, das ist ein Vorbild auf Christus. Es war einfach ein Gläubiger, ein entschiedener Diener des Herrn und dem haben sie ihr Haus geöffnet. Und das wollen wir auch tun. Wir wollen wirklich uns den Heiligen zum Dienst verordnen. Was für ein Vorbild ist dieser Stephanas, der der Erste war in der ganzen Gegend, der zum Glauben kam und aber nicht nur zeitlich, sondern dann auch in seinem Glauben wirklich vorbildlich war für andere. Der anderen gezeigt hat, wie man als Gläubiger lebt und damit dieses schöne Vorbild geworden ist. Wir lesen dann in Vers 10: !Lasst uns doch ein kleines gemauertes Obergemach machen und ihm Bett und Tisch und Stuhl und Leuchter hineinstellen. Und es geschehe, wenn er zu uns kommt, kann er dort einkehren". Ja, wir sehen hier, dass diese Frau im Herzen hatte, dass dieser Mann immer wieder immer bei ihnen wohnen sollte. (00:07:07) Mich erinnert das an Johannes 14, wo der Herr Jesus in Vers 23, lesen wir das, zu den Jüngern damals Folgendes gesagt hat: "Wenn jemand mich liebt, wird er mein Wort halten und mein Vater wird ihn lieben und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen". Wir werden bei ihm uns machen. Das heißt, wir werden uns bei ihm zu Hause fühlen. Da werden wir bleiben. Und die Voraussetzung ist, wenn jemand mich liebt, wird er mein Wort halten. Diese Frau, diese gläubige Frau hat sichtbar gemacht, dass sie geistliche Liebe zu diesem Mann Gottes vorbildlich Christus hatte. Offensichtlich war sie auch jemand, die gehorsam war, die ein geistliches Leben geführt hat, die das getan hat, was Gott von ihr wollte. Und so konnte Elisa bei ihr wohnen und deshalb konnte sie eine feste Bleibe für ihn bereiten. Und das ist wirklich etwas Großartiges, wenn wir so jemanden, einen Gläubigen immer willkommen heißen und jetzt im übertragenen Sinn dem Herrn Jesus einen Platz in unserem Leben bereiten, (00:08:11) wo er immer willkommen ist, wo er immer passt, wo es nicht eine Situation gibt, wo wir sagen müssen, jetzt warte bitte noch mal eine halbe Stunde. Wir müssen erst dies und das in Ordnung bringen. Wir müssen erst dies und das fertig machen. Wir sind jetzt in einer Situation, das ist eigentlich nicht so günstig oder dass wir Zimmer, wie man das so sagt, in unserem Haus haben, die wir zusperren müssen. Erst bevor der Herr Jesus kommt, weil da kein Platz für ihn ist, weil das überhaupt nicht zu ihm und zu seinem Wesen passt. Ist das so, dass wir wirklich ein Obergemach haben, wo der Herr Jesus herzlich willkommen ist? Das wünsche ich dir und mir von ganzem Herzen, dass wir wirklich dahin kommen, dem Herrn einen Platz zu geben, wo er immer willkommen ist, wo er immer wohnen kann. Und wir denken daran, dass der Geist Gottes ja in uns wohnt, dass er immer in uns ist. In 1. Korinther 6 Vers 19 sagt der Apostel Paulus: "Wisst ihr nicht, dass euer Leib der Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt, den ihr von Gott habt? (00:09:07) Und dass ihr nicht euer selbst seid, denn ihr seid um einen Preis erkauft worden. Verherrlicht nun Gott in eurem Leib". Sind wir solche, die wirklich dem Geist Gottes den Raum geben, den er hat? Er wohnt in uns. Die, die wir an den Herrn Jesus glauben, die wir unsere Sünden bekannt haben, die wir den Herrn Jesus als Retter angenommen haben. In uns wohnt Gott, der Heilige Geist. Das ist so der Stellung nach. Wie jemand gesagt hat, er muss immer mitgehen, egal wo wir hingehen. Er geht mit. Er muss mitgehen. Aber ist das ein Platz, wo wir auch entsprechend unser Leben führen, wo er sich wohlfühlen kann, wie Elisa das bei dieser Frau konnte? Wir denken an den Herrn Jesus, Matthäus 28 Vers 20: "Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters. Er ist da. Fühlt er sich wohl? Haben wir wirklich unser Lebenshaus, unser Leben auch da, wo wir wohnen, ihm geöffnet, dass er einen festen Platz hat? Und wenn das um unsere Häuser geht, dann habt ihr als Glaubensfrauen, als Glaubensschwestern einen ganz hervorragenden Platz. (00:10:05) Ihr geht voran. Ihr seid diejenigen, die das letztlich durch die Atmosphäre, die ihr in das Haus bringt, bestimmen. Wir können sie zerstören als Männer. Das ist leider wahr. Aber wenn ihr vorangeht, wenn ihr diese Atmosphäre schafft, was für ein Segen. Wenn Christus, wenn der Herr Jesus, wenn der Geist Gottes einen festen Platz in unserem Leben hat.
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Artikelreihe: Der Wert gläubiger Frauen für Gott und Menschen

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