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Auch in Apostelgeschichte 26,18 wird von den bekehrten Heiden gesagt, dass sie „Vergebung der Sünden und ein Erbteil empfangen unter denen, die durch den Glauben geheiligt werden“. Hier ist der Glaube das Werkzeug, durch das wir geheiligt werden, weil uns dieser mit Christus verbindet. In dem Augenblick, in dem der Sünder an den Herrn Jesus Christus glaubt, wird er mit Ihm verbunden. Er wird mit Ihm eins, in Ihm vollkommen, in Ihm angenommen. Das ist wahre Heiligung und Rechtfertigung.

Heiligung ist kein Prozess, kein allmähliches Werk, nicht progressiv. Das Wort ist sehr eindeutig. Es heißt: „die geheiligt werden durch den Glauben, der in mir ist“. Es heißt nicht: „die geheiligt werden sollen“, oder „die geheiligt werden“. Wenn dies die Lehre wäre, hätte man es so formuliert.

Zweifellos wächst der Gläubige in der Erkenntnis dieser Heiligung, in der Wahrnehmung ihrer Kraft und ihres Wertes, ihres praktischen Einflusses und ihrer Ergebnisse, in der Erfahrung und im Genuss dieser Heiligung. In dem Maß, wie „die Wahrheit“ ihr göttliches Licht auf seine Seele „ausgießt“, gelangt der Gläubige zu einer tieferen Erkenntnis dessen, was es bedeutet, inmitten dieser bösen Welt für Christus „ausgesondert“ zu sein. All das ist gesegnet wahr!

Aber je mehr man seine Wahrheit erkennt, desto klarer wird man verstehen, dass die Heiligung nicht nur ein fortschreitendes Werk ist, das der Heilige Geist in uns vollbringt, sondern dass sie eine Folge davon ist, dass wir durch den Glauben mit Christus verbunden sind, wodurch wir an allem, was er ist, teilhaben. Dies ist ein unmittelbares, ein vollständiges und ein ewiges Werk. „Ich habe erkannt, dass alles, was Gott tut, für ewig sein wird: Es ist ihm nichts hinzuzufügen und nichts davon wegzunehmen“ (Pred 3,14). Ob Er rechtfertigt oder heiligt, „es bleibt in Ewigkeit“. Der Stempel der Ewigkeit ist auf jedem Werk von Gottes Hand angebracht: „Nichts kann ihm zugefügt werden“. Und, gepriesen sei sein Name, „nichts kann ihm genommen werden“.

Entnommen aus: Heiligung

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