Am: Di, 24. Juni 2025
Hanna kümmerte sich vorbildlich um ihren Sohn. Zugleich sind wir über ihren (geistlichen) Reichtum erstaunt: Mit drei Stieren kommen sie zum Haus Gottes, um Gott anzubeten. Auch (oder gerade?) Mütter können geistlich reich sein!
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(00:00:00)
Hanna hatte ihre Verantwortung auch weiter aufrechterhalten.
Sie hat gesehen, dass sie jetzt für ein Kind verantwortlich war und in ihrer Fürsorge war sie für das Kind tätig.
Aber Elkana erinnerte sie daran, dass sie auch ihre Verantwortung Gott gegenüber nicht zur Seite schieben sollte.
Sie hatte Gott etwas versprochen, das sollte sie auch einhalten.
Und so lesen wir jetzt in Vers 23b:
"So blieb die Frau und stillte ihren Sohn, bis sie ihn entwöhnt hatte".
Das muss damals länger gewesen sein, als das in der heutigen Zeit ist.
Wir finden in schöner Weise, dass Hanna eben weiter für ihren Sohn da ist, sich um ihren Sohn kümmert
und ihm die Aufmerksamkeit gibt, die das Kind nötig hat.
Wir haben schon gesehen, dass das wichtig ist, auch in der heutigen Zeit,
dass wir selbst, dass ihr als Mütter wirklich die Zeit und die Verantwortung nehmt,
um dem Kind irgendwie den Segen weiterzugeben.
Mich erinnert das an 2. Timotheus 1 Vers 5, wo im Blick auf Timotheus gesagt wird:
"... indem ich den ungeheuchelten Glauben in Erinnerung habe, (00:01:03)
der zuerst in deiner Großmutter Lois und in deiner Mutter Eunike wohnte.
Ich bin aber überzeugt auch in dir".
Was für ein Segen ist das, dass der Glaube von Eltern, von Müttern und von Großmüttern weitergegeben wird,
dass Kinder wirklich Anschauungsmaterial haben, dass sie erleben dürfen,
ein Beispiel vor sich haben von Hingabe, von Fürsorge, dass sich um sie kümmert.
Und ihr als Mütter, ihr habt in einer bestimmten Zeit einen besonders guten Zugang zu den Kindern,
dass ihr euch auch in geistlicherweise durch das Lesen des Wortes Gottes
und durch das Beten mit den Kindern beschäftigt und ihnen etwas in das Herz pflanzen könnt,
was man später viel schwieriger in das Herz pflanzen kann.
Warum bekehren sich Kinder gläubiger Eltern oft früh?
Und wir brauchen gar nicht zu denken, das sind Kinderbekehrungen, die sind ja gar nicht echt,
die sind ja gar nicht nachhaltig, die müssen sich ja nochmal bekehren.
Ja, das ist schon recht, dass ein Jugendlicher nochmal eine Entscheidung für den Herrn fällen muss, (00:02:04)
dass er auch praktischerweise sein Leben mit ihm führt.
Aber Kinder sind aufrichtig in aller Regel.
Kinder, wenn sie etwas sagen, dann ist das nicht einfach nur,
weil sie den Eltern oder den Vorbildern etwas nachplappern wollen, ihnen gefallen wollen,
sondern wenn man in einer guten Weise mit ihnen redet, ihnen das vorlebt,
dann sind sie solche, die das auch wirklich annehmen, so wie sie das aussprechen.
Und diese Zeit, die du hast vor der Schule mit deinem Kind, die ist unschätzbar.
Gerade so das letzte Jahr vor der Schule ist etwas, wo man dem Kind auch etwas mitgeben kann,
wo es schon mehr versteht als in den Jahren davor.
Und wo diese Zeit, wenn man sich diese Zeit nimmt für das Kind,
wenn es morgens zu Hause ist und vielleicht das Haus ansonsten still ist, leer ist,
größere Kinder womöglich schon in der Schule sind oder auch eben dabei sind,
aber wo man diesem Kind dann irgendwie etwas in das Herz pflanzen kann von der Liebe des Herrn Jesus, (00:03:01)
von der Gnade des Herrn Jesus, von der Fürsorge des Herrn Jesus, bis das Kind entwöhnt ist.
Es gibt einen Zeitpunkt, wo die Verantwortung und auch die Einflussmöglichkeit auf das Kind geringer wird.
Aber bis zu diesem Zeitpunkt habt ihr eine Chance und nutzt sie und füllt sie auch aus, diese Zeit.
Und noch einmal die Ermutigung, gebt die Kinder nicht ab, sondern kümmert euch selber darum.
Diese Zeit wird nie wiederkommen und die kannst du auch nicht zurückholen.
Und das ist oftmals dann ein Jammer, ist das ein Bedauern,
dass man diese Zeit nicht recht, nicht ausreichend genutzt hat.
Und dann heißt es in Vers 24:
"Und sobald sie ihn entwöhnt hatte, brachte sie ihn mit sich hinauf samt drei Stieren
und einem Epha Mehl und einem Schlauch Wein und brachte ihn in das Haus des Herrn nach Silo.
Und der Knabe war noch jung".
Das zeigt, dass Hanna genau nach dem gehandelt hat, was sie Gott versprochen hat.
Sie hatte ihm ausdrücklich gesagt,
dass in Vers 11 haben wir das gelesen, (00:04:03)
in ihrem Gelübde "HERR, der Heerscharen, wenn du das Elend deiner Magd ansehen
und meiner Gedenken und deiner Magd nicht vergessen wirst und
wirst deiner Magd einen männlichen Nachkommen geben, so will ich ihn dem HERRN geben
alle Tage seines Lebens und kein Schermesser soll auf seinen Haupt kommen.
Das ist ja der Nasir nach 4. Mose 6.
Und sie hat das nicht vergessen.
Und das ist ja außerordentlich schwer, muss das für sie gewesen sein.
Vor allen Dingen, wenn man sieht, was für Umstände, was für Zustände,
was für geistliche Zustände dort in Silo bei dem Priester waren.
Dieser Hohepriester, der ihr erst entgegengetreten war mit diesen harten Vorwürfen,
hatte nicht einmal seine eigenen Söhne im Griff.
Die waren natürlich erwachsen, hatten schon Ehefrauen und auch schon Kinder.
Aber er als Hoherpriester war verantwortlich für sie und sie haben im Bösen gehandelt.
Und an einen solchen Ort sein Kind zu geben,
sie hatte das versprochen und sie tat das auch.
Wir dürfen das nicht vergleichen damit, dass wir unsere Kinder an irgendwelche bösen Orte geben.
Das werden wir ja wohl nicht tun. (00:05:01)
Aber unsere Kinder werden dann auch in die Schule gehen.
Und das ist ein Ort, der durch Unmoral geprägt ist.
Von Seiten der Lehrer, von Seiten der Schüler.
Unsere Kinder lernen dort böse Dinge.
Und da dürfen wir so wie Hanna dieses Vertrauen haben.
Aber wie kommt sie jetzt dorthin?
Wir sehen, dass sie drei Stiere mitnimmt.
Da ist bemerkenswert, dass es hier in Vers 24 nicht heißt
und sie brachten ihn, sondern sie brachte ihn.
Und dann heißt es in Vers 25 "... und sie schlachteten den Stier".
Da ist das eben nicht mehr sie alleine.
Das heißt, wir sehen hier in Vers 24, wie geistlich reich
in übertragenem Sinn Hanna gewesen ist.
Wir finden ja in dem dritten Buch Mose alle möglichen Opfer.
Und es ist doch auffallend, dass es unterschiedliche Größen von Opfern gegeben hat,
die man bringen konnte.
Und der Stier, von dem wir hier lesen, ist mit Abstand das größte Tier.
Wir sehen also auch praktischerweise, dass Hanna dem entsprach, was sie besaß.
Hanna war eine geistliche Frau, eine vorbildliche Frau, (00:06:02)
wo wir uns als Männer, als Brüder eine riesige Scheibe von abschneiden könnten,
mit was für einer Hingabe sie gelebt hat.
Ja, wir haben gesehen, dass auch bei ihr Bitterkeit da war und sein konnte.
Und das kann auch bei geistlich, bei den geistlichsten Gläubigen kann das vorkommen.
Aber wir haben auf der anderen Seite gesehen, in was für einer Sanftmut sie auftrat,
in was für einem Glauben sie auftrat, wie sie mit Gott gelebt hat.
Und das kommt jetzt hier hervor.
Natürlich war das hier äußerlich, war Elkana offenbar ein reicher Mann,
der eben Stiere hatte und sie konnte jetzt diese Stiere da hinbringen nach Silo.
Aber es ist doch bemerkenswert, was für ein Reichtum und ein vollständiges Opfer.
Drei Stiere, dann kam dazu ein Speisopfer, einem Epha Mehl,
dann ein Trankopfer, ein Schlauch Wein und das brachte sie eben zu dem Haus des HERRN,
in das Haus des HERRN nach Silo.
Und das zu einem Zeitpunkt, wo der Knabe Samuel noch jung war,
wo das eben, wie gesagt, auch geistlich gefährlich war,
so wie wir unsere Kinder in die Schule geben müssen.
Da haben wir keine Wahl, in Deutschland jedenfalls, also unsere Kinder dort abzugeben, hinzugeben. (00:07:03)
Aber sie tut das eben mit einem solchen Opfer.
Sie zeigt, was Gott ihr Wert ist.
Sie zeigt, dass sie als Anbeterin vor Gott steht.
Sie zeigt, dass, und auch wenn man das als Friedensopfer nimmt,
was für eine Wertschätzung sie übertragen von dem Werk des Herrn Jesus hat.
Und das wünsche ich dir auch, dass die Tatsache, dass Gott dir ein Kind geschenkt hat,
die Tatsache, dass du auch Aufgaben hast im irdischen Bereich,
nicht dazu führt, dass du geistlich auf Sparflamme lebst,
sondern dass du hier wie Hanna ein solches Opfer bringen kannst.
Du hast vielleicht weniger Zeit für das Lesen des Wortes Gottes.
Das ist ja ganz natürlich, wenn du Kinder hast.
Du hast weniger Zeit für das Gebet, aber die Zeit, die du hast, nutze sie.
Und du hast sie auch Zeit vorher.
Es sind hier Schwestern, die zuhören, die eben noch nicht verheiratet sind.
Nutze die Zeit vor der Ehe.
Nutze die Zeit in der Ehe, bevor Kinder da sind, um wirklich gegründet zu sein im Wort Gottes. (00:08:01)
Nicht nur im Blick auf die Person des Herrn Jesus.
Das ist immer das Erste, dass wir uns mit ihm beschäftigen, mit seinem Leiden beschäftigen,
mit seinem Werk beschäftigen, mit seiner Herrlichkeit beschäftigen.
Aber nutze die Zeit auch, um gegründet zu sein in der Wahrheit des Wortes Gottes,
was den persönlichen Glauben betrifft, was den gemeinschaftlichen Glauben betrifft,
was die Versammlung Gottes betrifft, was die Grundsätze des Versammlungslebens betrifft und so weiter.
Nutze die Zeit, um da gegründet zu sein.
Und dann kannst du auch eben einen Stier bringen.
Hier waren es sogar gleich drei Stiere,
wobei jetzt dann von dem Schlachten nur des einen Stiers die Rede ist.
Aber es zeigt, dass diese Frau wirklich ein Herz hatte für den Herrn,
ein Herz hatte für Gott, ein Herz hatte für die Ansprüche Gottes,
aber auch für den Wunsch Gottes, der eben ein solches freiwilliges Opfer gerne angenommen hat.
Und sie hat schnell gehandelt.
Vers 24:
"Der Knabe war noch jung".
Sie hat also nicht lange gewartet.
Sie hat das nicht herausgeschoben, sondern sie war gehorsam und zwar sofort gehorsam.
Das ist irgendwie vorzüglich zu sehen, wie sie eben wirklich gehorsam war (00:09:03)
und das in einer reichen Art und Weise.
Und dann lesen wir in Vers 26:
"Und sie sprach, bitte, mein Herr" - also zu Eli.
Sie brachte ja den Knaben zu Eli, Vers 25.
"So wahr deine Seele lebt, mein Herr, ich bin die Frau,
die hier bei dir stand, um zu dem Herrn zu beten".
Ob Eli überhaupt noch daran gedacht hat, ob er überhaupt ein Bewusstsein davon gehabt hat,
dass diese Frau bei ihm gewesen ist, er hat das wahrscheinlich vergessen.
Aber sie erinnert ihn daran und erinnert damit auch ihn daran,
dass wir als Menschen treu sein sollen.
Ist das nicht oft so, dass junge Gläubige uns daran erinnern,
wie wir unser Leben führen sollen, die wir schon länger auf dem Weg des Glaubens sind?
Dass wir dadurch, wie hier der Hohepriester,
an die Treue, nicht nur an die Treue Gottes erinnert werden.
Das ist natürlich auch so.
Sie hatte gebetet und Gott hatte das Gebet erhört.
Gott ist treu, war Eli das bewusst.
Aber auch, dass wir treu sein sollen und dann auch entsprechend das tun sollen, (00:10:01)
was wir gesagt haben.
Hier war das nochmal unter Gesetz, war das ein Gelübde.
Wir sollen und brauchen auch kein Gelübde auszusprechen.
Das ist nicht unser Ding, aber Gottes Wort zeigt uns,
in welchen Punkten wir gehorsam sein können, ja gehorsam sein sollen, sind wir das?
Das war eben bei dieser Frau und sie beweist das und ist damit auch diesem Eli,
der eben gar nicht treu war, gerade was sein Haus betrifft,
was die Reinheit des Priesterdienstes, die Reinheit des Altars betraf.
Da war er alles andere als treu.
Und auch in solchen Dingen werden wir durch junge Gläubige vielleicht,
durch Gläubige, mit denen wir zu tun haben, daran erinnert,
wie notwendig der Gehorsam, wie wertvoll der Gehorsam,
wie schön ein solcher Gehorsam ist.
Lasst uns das aufnehmen, lasst uns das wahrnehmen,
lasst uns das nicht übersehen und lasst uns da auch nach Gottes Gedanken handeln,
so wie wir das hier finden bei Hanna.