Der Wert gläubiger Frauen in Gottes Wort (26): Hanna (5: dankbar und verantwortungsvoll)


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(00:00:00) Wir haben gesehen, wie Gott das Leben von Hanna verändert hat. Hanna hat ihr Herz ausgeschüttet. Sie hat offenbart, dass da wirklich Bitterkeit in ihrem Herzen war. Aber sie hat auch den Segen und die Gnade des Hohenpriesters erfahren, der sie erst total verkannt hatte, dass er sie in Frieden gehen ließ. Und ihr Herz war verändert worden. Das war sichtbar geworden auf ihrem Angesicht, aber es war ihr Herz, das sich verändert hatte, weil sie Gottes Wege angenommen hat und weil Gott seinen Frieden in ihr Herz gegeben hatte. Und so war sie nach Hause gegangen, zusammen mit ihrem Mann, in einer veränderten Weise und Gott hatte ihrer gedacht. Wie? Das lesen wir jetzt in Vers 20. Da heißt es in 1. Samuel 1 "Und es geschah, als die Zeit um war, da war Hanna schwanger geworden und gebar einen Sohn und sie gab ihm den Namen Samuel. Denn von dem Herrn habe ich ihn erbeten". Wir finden hier in wunderbarer Weise, wie Gott gewirkt hat. Elkana, der Mann, hatte seine Frau erkannt. Sie waren miteinander verbunden gewesen schon vorher, (00:01:03) aber jetzt hat Gott in dieser Beziehung einen wunderbaren Segen geschenkt. Sie war schwanger geworden und als die Zeit der Schwangerschaft um war, da gebar sie einen Sohn. Und wie würde sie ihn jetzt nennen? Und das finde ich jetzt einfach großartig. Der Name des Sohnes offenbart ihre Dankbarkeit. Gott hatte sie gesegnet und sie schreibt es Gott zu. Denn von dem Herrn habe ich ihn erbeten. Samuel, im Hebräischen Schemuel bedeutet oder Schemuel, von Gott erhört. Wunderbarer Segen, dass Gott die Gebete der Seinen erhört. Wir sagen manchmal, wir können den Arm Gottes bewegen. Nein, Gott kann selbst seinen Arm bewegen. Aber er hört die Gebete der Seinen gerne. Er möchte, dass wir ihm unser Herz ausschütten. Er möchte auch, dass wir ganz konkret ihm sagen, was wir auf dem Herzen haben. Und das hatte Hanna. Und Gott hatte geantwortet und jetzt schreibt sie das Gott zu. Jetzt denkt sie nicht, ach, das ist ja schön, dass das so ist und hat Gott wieder aus ihrem Gedächtnis gestrichen, (00:02:02) sondern sie lebt weiter mit Gott. Diese Not, in der sie war und mit der sie zu Gott gekommen war, ja, sie war vorher schon eine Gläubige, benutzt sie dazu, um dann auch Gott alles Gute zuzuschreiben, was er ihr jetzt schenkt. Damit ist sie wirklich, wie ihr Name das sagt, Gnade, begnadigter Anmut. Sie zeigt uns etwas, was wirklich von dem Herrn war und für den Herrn war. Wir können nur wirklich mit Anerkennung sagen, wie diese gläubige Frau eben die Veränderung in ihrem Leben zum Guten nicht dazu benutzt, sich von Gott loszusagen, sondern wirklich weiter mit Gott zu leben. Und dann finden wir nicht nur ein dankbares Herz, sondern wir finden auch weiterhin als Punkt 21 ein fürsorgliches Herz, das sie hier an dieser Stelle offenbart. Denn wir lesen in Vers 21: "Der Mann Elkana ging hinauf mit seinem ganzen Haus, um dem HERRN das jährliche Schlachtopfer zu opfern und sein Gelübde zu erfüllen". Auch Elkana offenbart hier, dass er weiter ein gottesfürchtiger Mann geblieben war. (00:03:02) Er hat jetzt nicht sein Leben wegen Hanna irgendwie total auf den Kopf gestellt, sondern weiter das, was Gott im 5. Buch Mose ausdrücklich befohlen hatte, dass zu bestimmten Festzeiten der Mann nach Jerusalem gehen sollte, alles Männliche, das hat er weitergetan. Er hat das auch mit der Familie getan. Aber es heißt in Vers 22: "Hanna ging nicht hinauf, denn sie sprach zu ihrem Mann, bis der Knabe entwöhnt ist, dann will ich ihn bringen, damit er vor dem HERRN erscheine und dort für immer bleibe. Und Elkana, ihr Mann, sprach zu ihr, tu, was gut ist in deinen Augen, bleibe, bis du ihn entwöhnt hast, nur möge der HERR sein Wort aufrecht erhalten. Wir sehen also diese Fürsorge dieser gläubigen Frau, die Fürsorge für ihr Kind. Sie sah, dass Gott ihr ein Kind anvertraut hat und sie sah, dass das jetzt ihre Aufgabe war. Wenn Gott dir ein Kind anvertraut hat, dann hast du da eine Aufgabe, dann hast du da einen wertvollen Dienst. Gib das Kind nicht ab, gib es nicht anderen, die sich darum kümmern, sondern habe selbst nicht nur ein Auge auf das Kind, sondern Zeit und Energie für das Kind. (00:04:02) Wie wertvoll ist es, wenn Gott uns ein Kind schenkt, dass wir dann auch wirklich mit ganzer Kraft die ganze Zeit für das Kind einsetzen und einbringen und nicht meinen, na ja, das könnten ja auch andere tun, mögen sie noch so professionell arbeiten und noch so professionell an sich in der Lage sein, Dinge auch zu behandeln. Nein, das ist jetzt deine Aufgabe, der du nachkommen kannst. Und da ist es auch so, ohne dass wir irgendein Gesetz und Vorschriften machen können, dass wir hier sehen, der Mann ging nach Jerusalem. So wird das vielleicht auch sein, dass du erleben wirst, dass du nicht zu jeder Zusammenkunft mehr gehen kannst, weil du dich um dein Kind kümmern sollst. Und natürlich ist das gut und ist das auch absolut angemessen, wenn wir uns als Eltern abwechseln, wenn die Kinder eben nicht still da sein können. Und das können sie in den ersten Monaten in aller Regel nicht. Dann wechseln wir uns als Eltern ab. Aber dann sehen wir hier, dass es die Aufgabe der Mutter ist, die Aufgabe der Frau ist, sich um das zu kümmern. Wir leben heute in Zeiten, wo alles dreht und verdreht wird. Da sehen wir, dass eigentlich die Aufgaben, (00:05:01) die früher von der Mutter wahrgenommen worden sind, heute von Männern, von Vätern wahrgenommen werden. Nochmal, natürlich sollen wir als Väter auch, wie gesagt, uns abwechseln. Es soll unter keinen Umständen so sein, dass nur der Mann in die Zusammenkünfte geht und die Frau dann immer zu Hause bleibt, auch in der Woche. Nein, da ist es ab dem Zeitpunkt, wo das möglich ist, wo die Mutter, die Frau eben auch körperlich wieder dazu in der Lage ist, auch seelisch, dann darf und da soll sie in die Zusammenkünfte gehen, um auch den Segen der Zusammenkünfte erleben zu können, um auch ermutigt zu werden, um auch belehrt zu werden. Und das brauchen wir, auch die Gemeinschaft im gemeinschaftlichen Glaubensleben. Aber heute hat man den Eindruck, wenn man auf bestimmte Veranstaltungen geht, wie Konferenzen, auch Hochzeiten, dass inzwischen der Mann die ganze Aufgabe wahrnimmt und die Frau nicht mehr. Und das ist ein gesellschaftlicher Trend, der sich auch in gläubigen Haushalten widerspiegelt. Nochmal, natürlich sollen wir als Männer auch Verantwortung übernehmen und sollen wir auch im Haushalt und so weiter, sollen wir eben nicht denken, die Frau ist ja für alles zuständig. Aber wir sollen doch dieses Prinzip, (00:06:01) das sich hier in diesem praktischen Leben von Hanna widerspiegelt, dass es die Aufgabe der Mutter ist, eben sich in besonderer Weise um das kleine Kind zu kümmern. Das dürfen wir auch weiter so handhaben und sollen wir so handhaben. Und auf der anderen Seite soll eben Nachwuchs eben nicht dazu führen, dass wir die Zusammenkünfte vernachlässigen. Elkana hat das nicht getan und wir wollen das auch nicht tun. Wir sehen also hier die Fürsorge der Mutter schön und wirklich beispielhaft, wie sie sich um ihr Kind, um Samuel, gekümmert hat. Und dann haben wir schon den Vers 22 gelesen, Vers 23 gelesen, wie Elkana wirklich auch Vertrauen zu seiner Frau hatte. Tu, was gut ist in deinen Augen, bleibe, bis du ihn entwöhnt hast. Wir sehen also, dass wirklich der Mann auf sie vertraut hat. Das ist wunderbar zu sehen, dass da eine Beziehung gelebt worden ist des Vertrauens und dass sie sich gegenseitig vertraut haben, dass da keiner misstrauisch war, dass da ein herzliches Verhältnis war. (00:07:01) Das ist ja auch die Gefahr. Die Ehe, die in einem Bereich von Geist, Seele und Leib sich abspielt, dass in einem dieser drei Bereiche, nachdem ein Kind geschenkt worden ist, dann irgendwie Funkstille oder Störungen hineinkommen. Es ändert sich ja etwas. Gerade in dem Hormonhaushalt der Ehefrau, der dann gewordenen Mutter, ändern sich Dinge. Und dann kann es sein, dass in diesen drei Bereichen Dinge sich nicht nur ändern. Das ist ganz normal, dass sie sich ändern, sondern dass es zu Störungen kommt. Und hier sehen wir, dass diese Störungen nicht vorhanden waren. Hier wird nicht ausführlich darauf eingegangen. Aber ich möchte dir das sagen als Ehefrau, achte auch darauf. Und wenn ein Ehemann eben zuhört, auch ist das ein wichtiger Punkt für dich. Achte darauf, dass in diesen drei Bereichen geistig, das heißt sowohl, was eure Kommunikation miteinander betrifft, als auch in erster Linie, was das geistliche Glaubensleben betrifft, das Lesen des Wortes Gottes miteinander, das Beten zusammen, dass es da keine Störung gibt im seelischen Bereich, dass innerlich jetzt dadurch, dass ein Kind da ist, eine neue Bezugsperson da ist, sowohl für die Frau als auch für den Mann, aber besonders eben für die Mutter, (00:08:03) dass dadurch eine innere Entfernung entsteht, weil die Mutter sich jetzt um das Kind kümmert. Der Apostel Paulus sagt ausdrücklich in Titus 2, dass die älteren Schwestern, die älteren Frauen, die Jüngeren unterweisen sollen. Und dann heißt es zunächst in Vers 4, die ihre Männer zu lieben und dann zweitens ihre Kinder zu lieben. Also die Priorität bei der Ehefrau, auch wenn jetzt zeitlich natürlich das Kind einen großen Teil in Anspruch nimmt, soll unbedingt der Ehemann bleiben und nicht die Kinder. Und der Ehemann soll nicht eifersüchtig werden auf der anderen Seite. Aber in dem Miteinander ist es wichtig, auch in diesem seelischen Bereich, dass man wirklich darauf achtet, dass die Liebe und die Beziehung und das Vertrauen zwischen den Eheleuten, wie wir das hier zwischen Hanna und Elkana sehen, dass das in keiner Hinsicht leidet, sondern dass dieses Miteinander wirklich bestehen bleibt. Selbst wenn es zeitliche Veränderungen gibt, die unausweichlich sind auch. Aber drittens eben auch im körperlichen Bereich, (00:09:01) wo vielleicht durch das Mutterbett und durch die Folgen eben nicht nur der Schwangerschaft, sondern auch der Geburt sich für eine Frau Veränderungen ergeben, dass auch im körperlichen Bereich diese Beziehung intakt bleibt und nicht durch Konflikte dann irgendwie unter die Räder kommt. Und dann finden wir in Vers 23, das zum Schluss gesagt wird: "Nur möge der HERR sein Wort aufrecht erhalten". Das ist jetzt nicht so sehr, dass der Herr unter Verantwortung gestellt wird. Wie könnte Elkana den Herrn unter Verantwortung stellen, sondern Elkana meint doch offensichtlich damit. Hanna, du hast etwas versprochen. Vergiss nicht, was du dem Herrn versprochen hast, dass du das aufrecht erhältst, was du in deinem Gebet dem Herrn gesagt hast. Das finde ich eigentlich auch großartig, dass Elkana nicht vergisst, was Hanna empfunden hat, was sie erlitten hat und dass er sie darauf aufmerksam macht, dass sie eben auch in dieser Hinsicht dem Herrn das gibt, was dem Herrn zusteht. Und das, meine ich, ist einfach wertvoll, auch in der heutigen Zeit. Wir sprechen keine Gelübde. (00:10:01) Darüber haben wir gesprochen in dem Podcast, dass wir nicht mit Gott handeln, aber dass diese geistliche, persönliche Beziehung zu dem Herrn, darauf möchte ich das jetzt anwenden, dass sie bestehen bleibt und dass wir in diesem Bereich, in diesen Beziehungen eben nicht aufhören, unserer Verantwortung gerecht zu werden. Durch die neue Situation, durch das Kind ist eben zeitlich und auch innerlich in der Anspannung und dem Verantwortungsgefühl verändern sich Dinge. Aber die erste Beziehung, die wir haben, auch als Eheleute, als Eltern, ist immer persönlich zu dem Herrn durch Lesen des Wortes und Gebet. Und das kann ganz schnell schleifen gelassen werden, auch die Zusammenkünfte. Und deshalb möchte ich dich ausdrücklich ermuntern, auch wenn es manchmal kompliziert ist, auch wenn es anspruchsvoll ist, diese Beziehung nicht aufs Spiel zu setzen, die Beziehung zu dem Herrn, die persönliche Beziehung. Denn nur wenn du diese Beziehung praktischerweise lebst, diese Gemeinschaft, dann können auch alle anderen Beziehungen in einer guten Weise bestehen bleiben. Und das ist ein wunderbarer Segen. Nur möge der Herr sein Wort aufrecht erhalten. Wollen wir wirklich in Übereinstimmung mit dem Herrn auch weiter (00:11:03) das ausführen, das Leben, was Gottes Wort uns für unser Persönliches und natürlich auch für unser eheliches, auch für unser familiäres Glaubensleben vorstellt.
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Artikelreihe: Der Wert gläubiger Frauen für Gott und Menschen

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