Der Wert gläubiger Frauen in Gottes Wort (23): Hanna (2: traurig und verbittert)


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(00:00:00) Wir haben schon gesehen, was Hannah für eine Person war, dass sie eine Begnadigte war, die Gnade erwiesen bekam und doch erst lernen musste, was das wirklich bedeutet. Sie wurde in schwierige Lebensverhältnisse gestellt, weil ihr Ehemann Elkanah nicht nur sie geheiratet hatte, sondern auch eine zweite Frau und somit wirklich komplizierte Beziehungsgeflechte das Ergebnis waren, besonders dadurch, dass sie selbst keine Kinder bekam, aber Peninnah diese zweite Frau Kinder hatte und diese das dazu benutzte, Hannah wirklich zu kränken. Der Ehemann von Hannah, Elkanah, war an und für sich ein gottesfürchtiger Mann, der eben jährlich zu dem Fest gegangen ist nach Silo, wo der Hohepriester war, wo das Zelt der Zusammenkunft war und dann heißt es in Versieben und so, wie er das Jahr für Jahr tat, dorthin zu gehen nämlich, so kränkte sie, Peninnah, sie, Hannah, so oft sie zum Haus des Herrn heraufzog und sie weinte und aß nicht. (00:01:03) Das heißt, wir sehen, dass Hannah traurig war, dass sie trauerte über die Situation, die sie erleben musste, dass sie weinte und nichts essen konnte, wirklich traurig war, trauerte in der Situation, gehasst zu sein von der anderen Frau, keine Kinder zu haben und damit irgendwie mehr oder weniger allein umgehen zu müssen. Ja, vielleicht erlebst auch du das, dass du in einer Situation bist, wo du dich einsam fühlst. Du bist zwar in einer Familie, vielleicht sogar mit vielen Kindern, aber letztlich bist du einsam, vielleicht weil der Ehemann, vielleicht weil Kinder ungläubig sind, vielleicht weil sie dich nicht verstehen, vielleicht weil bestimmte Umstände dazu führen, dass du Dinge nicht mit ihnen teilen kannst, obwohl wir als Ehepartner unbedingt, ich rede jetzt nicht von der Ehe mit einem Ungläubigen, wo eine Person zum Glauben gekommen ist, sondern in mehr oder weniger normalen Verhältnissen, selbst wenn sie schwierig sind, wo es eigentlich normal sein sollte, typisch sein sollte, dass man sich austauscht, aber da kann man trotzdem (00:02:04) traurig sein, traurig werden und dann darfst du das auch. Trauer ist nichts Verbotenes. Vielleicht hast du den Umstand zu verkraften, dass dein Ehepartner oder gerade jemand von deinen Eltern oder jemand von deinen Freunden oder vielleicht ein Kind gestorben ist, heimgegangen ist, und dann ist es normal, dass man trauert, dann darfst du diese Trauer zulassen, so wie Hannah das zugelassen hat und das sichtbar war und das war überhaupt nicht schlimm. Man braucht sich nicht zu schämen dafür, dass man trauert. Und dann heißt es, achtens, in Vers 8, dass sie sich unverstanden fühlen musste. Wir lesen in Vers 8, Elkanah, ihr Mann, sprach zu ihr, Hannah, warum weinst du und warum isst du nicht und warum ist dein Herz betrübt? Das zeugte ja davon, dass er das registriert hat, dass er gemerkt hat, wie die Umstände für seine Frau gewesen sind, aber dann fügt er hinzu, bin ich dir nicht besser als zehn Söhne. (00:03:01) Mit anderen Worten, er wusste die Ursache ihrer Trauer oder jedenfalls den Anlass dafür, weil das eben der Anlass dafür war, dass sie gekränkt werden konnte und später sehen wir, als Gott ihr dann ein Kind gegeben hat, dass von Peninnah auch keine Rede mehr ist, dass auch von dieser Kränkung natürlich keine Rede mehr sein konnte, weil Peninnah nichts mehr tun konnte. Musste nicht Elkanah selber eigentlich erkennen, was er da angerichtet hat durch diese zweite Ehe? Wir wissen ja nun nicht, ob Peninnah die erste oder Hannah die erste Frau war, jedenfalls wird Hannah zunächst erwähnt in Vers 2 und wie schon überlegt bei dem letzten Podcast, ist es gut möglich, dass er eine zweite Frau nahm, eben um Kinder, um Nachwuchs haben zu können, um sein Erbteil zu erhalten. Aber wir sehen, wie schief das geht. Er war letztlich mit der Anlass dazu, dass es Hannah nicht gut ging. Er wusste, was die Ursache dafür war, nämlich dass keine Kinder da waren und dass das dann eben von Peninnah genommen wurde als bewusstes Mittel, um ihr wehzutun, um Hannah wehzutun. (00:04:05) Oder hat das Elkanah überhaupt nicht mitbekommen, hat er das nicht registriert, weil davon keine Rede war? Bin ich dir nicht besser als zehn Söhne? Das zeigt, dass er überhaupt kein Verständnis hatte, dass er keine Empathie besaß, wie wir heute sagen würden, kein Mitempfinden, dass es doch nicht darum ging, dass er irgendwie sie besonders liebte. Und für sie als Frau, als Mutter, nein, als Frau, als gläubige Frau in Israel, war gerade der Nachwuchs, war das, worum es ging und das, worauf sie sich freute, dass eine Frau in Israel eben hoffte, irgendwie doch die Mutter oder Großmutter des Messias sein zu dürfen. Das war Segen, das war äußerer Segen, den sie empfand, der ihr mangelte. Und so hat er kein Verständnis. Vielleicht erlebst du das auch, dass dein Ehemann oder die Geschwister am Ort oder deine Familie irgendwie gar nicht wirklich erfassen, was dein Problem ist, was deine Not ist. Womöglich wäre es gut, wenn du das auch einmal artikulierst, das hat Hannah ja auch (00:05:04) hier nicht weiter getan, sie ist dann einfach weggegangen. Aber es wäre gut, wenn du dich mitteilst, das ist ja auch ein Kommunikationsproblem oft, dass wir Ehen in Familien haben, dass wir uns nicht aussprechen, dass wir nicht wirklich über unsere Gefühle reden, dass wir unsere Gefühle nicht erklären und davon ausgehen, dass unser Ehepartner oder unsere Kinder oder unsere Eltern diese Gefühle per se schon wissen und kennen und erfassen. So war sie unverstanden, so fühlte sie sich einsam und das ging sogar so weit, dass es dann in Vers 10 heißt, und sie war in der Seele verbittert und sie betete zu dem Herrn und weinte sehr. Vers 9, sie stand eben auf von dem Essen, sie konnte ja nicht essen, obwohl sie das beste Stück sozusagen von ihrem Mann bekam und ging dann zu dem Tempel. Sie war in der Seele verbittert. Das ist doch etwas Trauriges, wenn eine Wurzel der Bitterkeit, wie das der Schreiber des Hebräerbriefes nennt, in dem Leben einer gläubigen Person aufkommt. (00:06:05) Ja, wir können hier verstehen, dass Trauer da ist, wir können verstehen, dass es für Hannah außerordentlich schwer gewesen ist, aber Verbitterung zuzulassen heißt letztendlich, die Wege Gottes nicht anzunehmen, nicht bereit zu sein, die Wege Gottes in unserem Leben auch als aus seiner Hand kommend anzunehmen. Wir können hier nicht immer sagen oder oft eben nicht, wie das hier bei Hannah ausdrücklich, aber eben im Nachhinein gesagt wird, der Herr hatte verschlossen, der Herr hatte das so geführt. Bei uns wissen wir nicht, ob das ein direktes führendes Herrn so ist oder ob das einfach von dem Herrn zugelassen worden ist. Hier jedenfalls führt es dazu, dass Verbitterung stattfindet. Und das musst du in deinem Leben auch überlegen. Wenn du siehst, dass andere Familien intakt sind und deine nicht, das kann zu Verbitterung führen. Wenn du merkst, dass dein Ehepartner Augen hat für andere und selbst wenn er im körperlichen (00:07:02) Bereich sauber bleibt, eben doch irgendwie herumschäkert, Augen hat für andere, das kann einen bitter machen, aber es soll dich nicht verbittern. Es soll nicht dazu führen, dass du eben innerlich rebellierst gegen Gottes Wege. Vielleicht gibt es in der örtlichen Versammlung, im örtlichen Zusammenkommen jemand, der dir wirklich weh tut und das führt zu Verbitterung. Geh zu dem Herrn, das tut Hannah hier, wir haben das gelesen, sie betete zu dem Herrn und weinte sehr. Jetzt weinte sie nicht nur, sondern weinte sehr. Wir dürfen ihm unser Herz ausschütten, unbedingt, aber wenn dann eine Situation kommt, dass wir verbittern, das führt nie dazu, dass wir innerlich ruhig werden, dass wir Frieden bekommen, sondern Verbitterung ist eine Auflehnung dagegen, Auflehnung gegen den Mann vielleicht. Und ja, wir als Ehemänner, wir machen manches verkehrt, manches falsch, aber auch eine Auflehnung gegen Gott und das ist traurig, das ist nicht schön. (00:08:01) Aber wir sehen hier eben zehntens, dass sie weiß, an wen sie sich wenden kann und das darfst du auch wissen. Wenn dein Mann eben kein offenes Ohr, kein offenes Herz für dich hat, da gibt es doch den Herrn, zu dem du immer kommen darfst, dem du alles sagen darfst und dem du alles auch mit offenem Visier weitergeben kannst, wo du dein ganzes Herz ausschütten kannst, wo du weinen darfst, wo du auch sehr weinen darfst und wo es nie Vorwürfe gibt. Wir finden das so beeindruckend bei den Jüngern, die so wenig den Herrn verstanden haben und was sagt er dann? Ihr seid es, die mit mir ausgeharrt haben. Also wir dürfen wirklich beeindruckt sein, wie der Herr uns annimmt, wie er eben nichts vorwirft, wie das ausdrücklich gesagt wird, sondern dem wir wirklich unser ganzes Herz, unsere Not sagen können, auch die Herausforderung, mit denen du zu tun hast, vielleicht im Unterschied zu anderen. Da wird alles an die rechte Stelle gerückt, da sehen wir dann auf einmal, dass wir nicht schlimmer sind, nicht böser sind als andere, dass die Umstände vielleicht auch bei anderen (00:09:04) viel schwieriger sind, als wir das auf den ersten Blick meinen. Sage das dem Herrn, bei ihm bist du immer an der richtigen Adresse.
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Artikelreihe: Der Wert gläubiger Frauen für Gott und Menschen

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