Gottes freies Angebot an alle!

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Jeder Mensch ist ohne Entschuldigung. Gott kann zu allen, die sein Evangelium abgelehnt haben, sagen: „Ich wollte, aber ihr wolltet nicht.“ Im Wort Gottes gibt es so etwas wie die ewige Verwerfung überhaupt nicht, d. h. die Verurteilung einer beliebigen Anzahl seiner Geschöpfe zur ewigen Verdammnis. Das ewige Feuer ist für den Teufel und seine Engel bereitet (Mt 25,41) Die Menschen werden dorthin kommen. Aber „Gefäße des Zorns“ sind sie nicht von Gott, sondern von sich selbst „zum Verderben bereitet“ (Röm 9). Jeder, der in den Himmel kommt, wird Gott dafür danken müssen., denn es ist reine Gnade. Jeder, der sich in der Hölle wiederfindet, ist allein selbst dafür verantwortlich.

Darüber hinaus müssen wir uns immer vor Augen halten, dass der Sünder nichts mit den unveröffentlichten Ratschlüssen Gottes zu tun hat. Was weiß er – was kann er wissen – von diesen? Gar nichts! Aber er hat mit Gottes offenbarter Liebe zu tun – seiner angebotenen Barmherzigkeit – seiner freien Erlösung – seinem herrlichen Evangelium. Wir können furchtlos behaupten, dass, solange diese glühenden und herrlichen Worte in Gottes Wort leuchten: „Wer will, nehme das Wasser des Lebens umsonst“, es unmöglich für irgendeinen Sohn oder eine Tochter Adams ist, zu sagen: „Ich sehnte mich danach, gerettet zu werden, konnte aber nicht gerettet werden. Mich dürstete nach dem lebendigen Wasser, aber ich konnte es nicht erreichen. Der Brunnen war tief und ich hatte nichts, womit ich schöpfen konnte.“ Nein, eine solche Sprache wird niemals verwendet werden, ein solcher Einwand wird niemals von jemandem aus den Reihen der Verlorenen vorgebracht werden. Wenn die Menschen in die Ewigkeit hinübergehen, werden sie mit schrecklicher Klarheit sehen, was sie jetzt für so im Nebel und verwirrend halten, nämlich die vollkommene Vereinbarkeit von Gottes auserwählender souveräner Gnade und dem freien Heilsangebot an alle – die vollste Harmonie zwischen göttlicher Souveränität und menschlicher Verantwortung.

Wir vertrauen sehr darauf, dass der Leser diese Dinge noch erkennt, bevor es für ewig zu spät ist. Es ist von allerhöchster Wichtigkeit, das Gleichgewicht der Wahrheit in der Seele aufrechtzuerhalten – den Strahlen der göttlichen Offenbarung zu erlauben, mit voller Kraft auf Herz und Gewissen einzuwirken, ungehindert durch die trübe Atmosphäre der rein menschlichen Theologie.

 

Entnommen aus: Gott ist für uns!

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