Wenn die Achse bricht – der HERR ist in seinem heiligen Palast (Ps 11,4)

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Valéry Giscard d'Estaing und Helmut Schmidt, François Mitterrand und Helmut Kohl – Beispiele aus der Geschichte für eine funktionierende und erfolgreiche Achse Paris-Berlin. Trotz parteipolitisch unterschiedlicher Ausrichtungen gelang das französisch-deutsche Zusammenspiel.

Aktuell aber steht diese Achse, die als Motor der Europäischen Union gilt, vor großen Herausforderungen. Frankreich und Deutschland, zentrale Akteure der EU, sind durch innenpolitische Krisen geschwächt, die die bilaterale Zusammenarbeit und die Handlungsfähigkeit der EU beeinträchtigen. Und das in einer Zeit, in der geopolitische Herausforderungen, wie der Ukraine-Krieg und die Beziehungen zu den USA und Russland, dringende Aufmerksamkeit erfordern…

Politische Krise in Frankreich

In Frankreich hat der Sturz der Regierung eine erhebliche politische Instabilität ausgelöst. Nach nur drei Monaten im Amt wurde die Mitte-Rechts-Koalition vor gut einer Woche durch ein Misstrauensvotum gestürzt. Präsident Macron steht unter starkem Druck, eine neue Regierung zu bilden.

Politische Verunsicherung in Deutschland

Auch Deutschland befindet sich in einer politisch angespannten Phase. Die vorgezogene Bundestagswahl hat das Land in einen Wahlkampfmodus versetzt, der die politische Entscheidungsfindung lähmt.

Wenn die Grundpfeiler umgerissen werden…

Diese Situation erinnert an die Frage des Psalmisten: „Wenn die Grundpfeiler umgerissen werden, was tut dann der Gerechte“ (Psalm 11,3)?

Prophetisch sehen wir hier den Überrest aus Israel, der nach der Entrückung der Versammlung leiden wird. Der „Gesetzlose“ (2. Thes 2,8), der Antichrist, wird in einem gottlosen und anarchischen System regieren. Diese zukünftige Zeit wirft ihre Schatten voraus. Neben der allgemeinen, moralischen Degradation der Gesellschaft sind auch die oben skizzierten politischen Verwerfungen Anzeichen dieser zukünftigen Entwicklungen.

…der Herr ist in Seinem Palast

Gott gibt in Vers 4 die Antwort: „Der Herr ist in seinem heiligen Palast. Der Herr – in den Himmeln ist sein Thron; seine Augen schauen, seine Augenlider prüfen die Menschenkinder.“

Seine Antwort lenkt unseren Blick auf jene unsichtbare Welt, auf seinen unerschütterlichen Thron in den Himmeln. Wenn hier auf der Erde vieles erschüttert wird, der Thron Gottes ist unerschütterlich!

Zuflucht und Aussicht des Gerechten

Sein Thron ist für uns zum „Thron der Gnade“ geworden: „Lasst uns nun hinzutreten mit Freimütigkeit zu dem Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe“ (Heb 4,16). In dieser Welt, in der alles wankt und schwankt, haben wir einen direkten Zugang zu Gott. Inmitten der Unsicherheit und Unruhe dieser Zeit dürfen wir uns sicher sein, dass wir mit dem erhöhten und verherrlichten Herrn zur Rechten Gottes für immer verbunden sind. Doch bevor der Gesetzlose (der Antichrist) erscheint, wird der Herr uns dorthin gebracht haben, wo es kein Umreißen der Grundpfeiler, sondern ewigen Frieden gibt.

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