Wer will schon altern ...?


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(00:00:00) Vor einiger Zeit las ich ein sehr interessantes Interview in der Frankfurter Allgemeine Zeitung. Da wurde der Nobelpreisträger Venki Ramakrishnan interviewt, der für seine Forschung zur Körperzelle einen Nobelpreis bekommen hat. Und er spricht über das Altern. Wie alt können wir werden? Wie können wir Alterungsprozesse aufhalten? Und interessant ist, dass dieser Mann sehr nüchtern diese Dinge beschreibt. Ich weiß nicht, was er für eine Religion anhängt, was er denkt auch über Glauben. Der Name zeugt ja davon, dass es wahrscheinlich nicht der christliche Glaube ist, dem er anhängt sozusagen. Aber interessant ist, dass er sagt, dass es drei Dinge gibt, die am effektivsten dem Altern entgegenwirken. Eine gesunde Ernährung, viel Bewegung und ausreichend Schlaf. Nicht Pillen, nicht irgendwie sonst eine Therapie, sondern dieses. Auf der anderen Seite, wenn man darüber nachdenkt, drei Dinge, gesunde Ernährung, viel Bewegung, ausreichend Schlaf, dann sind das genau die Dinge, die heute zur Religion gemacht werden. (00:01:02) Wo man heute wirklich denkt, auf diese Art und Weise könnte man irgendwie etwas Gutes tun. Lasst uns bei all dem nicht vergessen, was der Apostel Paulus in 1. Timotheus 4 Vers 8 sagt. Die leibliche Übung und vorher spricht er auch über das Essen, auch die Gesundheitsübung, wenn ich das mal so sagen darf, die leibliche Übung ist zu wenigem nützlich, die Gottseligkeit aber ist zu allen Dingen nützlich, da sie die Verheißung des Lebens hat, des jetzigen und des zukünftigen. Nichts gegen einen halbwegs gesunden Lebensstil, aber darum geht es nicht in unserem Leben. Es geht darum, in Gottseligkeit zu leben, in Gottes Furcht. Es geht darum, dass wir wirklich ein Leben führen, das nach Gottes Gedanken ist, das ihn ehrt. Damit kannst du Zeit gewinnen, dadurch kannst du dein Leben erfüllen. Wenn du dich ständig um Ernährung, um Bewegung, um Schlaf kümmerst, dann steht das im Mittelpunkt und dann verlierst du den Blick auf Christus. (00:02:02) Hochinteressant, dass dieser Mann dann zeigt, dass das Maximum der Lebensspanne wahrscheinlich zwischen 120 bis bei etwa 120 Jahren liegt, vielleicht sogar nur bei 110. Der älteste Mensch, sagt er, von dem wir wissen, war die Französin Jeanne Calment, die 122 Jahre alt wurde. Die ist im Jahr 1997 gestorben und seitdem hat niemand mehr die 120 Jahre überschritten. Und die meisten von uns werden ja nicht einmal 90 Jahre alt. Interessant ist auch, dass in der Medizin man feststellt, dass die Zunahme der durchschnittlichen Lebenserwartung viel langsamer vor sich geht, ja sogar stagniert, wie man festgestellt hat. Interessant ist auch, dass über das Altern und den Tod, sagt eben Ramakrishnan, die Menschen sich seit Jahrtausenden Gedanken machen, im Prinzip seit Adam. Warum ist das? Warum hat der Mensch Angst vor dem Sterben, Angst vor dem Tod? Ist das nicht wegen der Sünde? (00:03:01) Kommen wir gleich nochmal darauf zurück. Wir sehen das auch bei Saul, wie er Angst hatte, als ihm klar gemacht worden ist durch Samuel, es geht zu Ende, ich nehme das Königtum weg, wie er Angst hatte und sogar zu einer Wahrsagerin ging, obwohl er vorher diese Wahrsager ausgerottet hat. Das zeigt, wie in dem ungläubigen Menschen diese Angst vor dem Tod mitschwingt und wir können das verstehen. Gott hat dieses Bewusstsein der Ewigkeit in das Herz jedes Menschen gelegt und da bekommt man natürlich Angst, wenn man sieht, das Leben geht zu Ende und dann, und dann, dann steht man vor dem Richter und das möchte man nicht, man möchte dem aus dem Weg gehen. Deshalb versucht man möglichst eben das Leben zu verlängern. Der Wissenschaftler fügt da noch hinzu, viele Bücher über Langlebigkeit würden von Wissenschaftlern geschrieben, die ihre eigene Forschung oder ihre Firma bewerben wollen. Die meisten Menschen ohne wissenschaftlichen Hintergrund haben überhaupt nicht eine Möglichkeit, die Forschung objektiv zu bewerten und das ist ja diese Sehnsucht, die offenbar so in den Menschen da ist, leider auch in uns Christen, dass man eben Geld ausgibt für Kurse, für (00:04:04) Therapien und eben auch für solche Bücher, obwohl sie am Ende des Tages nicht weitergeholfen haben. Ja, Altern ist im Wesentlichen, sagt Ramakrishnan, eine Ansammlung von Veränderungen und Schäden in unseren Körperzellen. Wo kommen die denn her? Wir wissen das durch den Sündenfall. Der Körper ist ja eine Ansammlung von Milliarden von Zellen, aber im Laufe unseres Lebens verlieren wir ständig Zellen, ohne es überhaupt zu merken. Und jetzt kommt ein interessanter Ausspruch von diesem Wissenschaftler. In gewisser Weise geschieht der Tod bereits in uns. Denken wir nicht daran, dass Gott zu Adam gesagt hat, wenn du in dem Augenblick, wo du von der Frucht des Baumes der Erkenntnis des Guten und Bösen essen wirst, wirst du sterben. Adam ist nicht sofort umgefallen und auch Eva nicht. Aber der Tod war in ihren Zellen. Ab diesem Augenblick starben Zellen in ihnen. Ab diesem Augenblick war der Tod in ihnen. Und sagt nicht der Apostel Paulus in Römer 5 in Vers 12 darum, so wie durch einen Menschen (00:05:05) die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod und so der Tod zu allen Menschen durchgedrungen ist, weil sie alle gesündigt haben. Der Tod ist in uns allen. Und auch wir Gläubige, wir entgehen dem Tod nicht, wenn der Jesus nicht in seiner Macht eingreift und uns just entrückt, bevor wir sterben. Aber auch wir haben gesündigt und deshalb ist der Tod auch in unseren Lebenszellen vorhanden. Dann spricht der Wissenschaftler über ein Medikament, Rapamycin, was anscheinend irgendwie den Alterungsprozess aufhält ein Stück weit. Das wird wohl besonders auch bei Patienten gegeben, die eine Transplantation bekommen haben, eine Organtransplantation, um eben diese Abstoßbewegungen, diese Aktivität, die eigentlich immer der Fall ist, fast immer der Fall ist, irgendwie aufzuhalten. Aber er weist darauf hin, dass dieser Altershemmer eben manche Nebenwirkungen hat. Er schwächt die Abwehrkräfte, macht also Anfänger für Infektionen. (00:06:02) Daran sehen wir, wenn ein Mittel gegeben wird, das den Alterungsprozess aufhält, ist es auf der anderen Seite gleich wieder etwas, was den Alterungsprozess bzw. die Anfälligkeit des Menschen anschiebt. Der Mensch kann versuchen, was er will. Er wird sterben. Früher oder später. Und meistens ist das, was wir an Aktivitäten in besonderer Weise, wenn wir uns darauf konzentrieren, eher dazu angetan, dass wir dann wieder früher sterben, weil wir gar nicht merken, dass wir so verbohrt sind in eine Sache, dass wir andere Dinge, die damit verbunden sind, nicht übersehen. Stattdessen, die Angst vor dem Altern sitzt tief in uns Menschen, sagt dieser Wissenschaftler Ramakrishnan. Das ist doch bemerkenswert. Die Angst vor dem Altern, eine Angst vor dem Tod, wie er vorher gesagt hat. Warum? Über Ungläubige habe ich schon gesprochen. Sie haben Angst vor dem Tod. Was bemerkenswerter ist, offensichtlich ist das bei uns Gläubigen nicht anders. Haben wir das nicht gemerkt in der sogenannten Corona-Zeit, dass wir da auch eigentlich die (00:07:01) Angst vor dem Sterben, die Angst vor der Erkrankung so hochgestellt haben, dass wir manches getan haben, wo wir vorher gesagt hätten, das ist verrückt und wo wir vielleicht heute das auch sagen. Offenbart das nicht, dass wir auch als Christen, auch in vielen anderen Bereichen, eben doch anfälliger sind. Wir hängen irgendwie an dem Leben. Natürlich haben wir Beziehungen, wenn wir verheiratet sind, wenn wir Kinder haben, wenn wir kleine Kinder haben. Und das ist auch natürlich. Das ist nicht unnatürlich. Aber müssen wir nicht zugeben, dass wir mehr an dem irdischen Leben hängen, als wir zugeben wollen und dass das nicht immer geistlich ist, dass wir das tun? Wollen wir uns dem Herrn anvertrauen? Paulus konnte sagen, ich freue mich abzuscheiden. Beim Herrn ist es weit besser. Bei Christus ist es weit besser. Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen. Ich bleibe nur hier um euretwillen, weil ich noch einen Dienst zu erfüllen habe. Und bei ihm war das aufrichtig, war das offensichtlich, dass es wirklich eine Hingabe war, weil er wusste, wie sehr das bei ihm mit Leiden verbunden war. Warum hängen wir so an dem Leben? Wenn wir das Leben verlängern könnten, sagt dieser Wissenschaftler, wird das die Gesellschaft (00:08:05) sicher verändern. Es könnte ein Ungleichgewicht zwischen den Alten und den Jungen schaffen. Alte würden viel länger Macht und Vermögen anhäufen und Behandlungen vielleicht nur für Wohlhabende zugänglich sein. Das heißt, es würde zu einem neuen Ungleichgewicht, zu neuen Konflikten führen. Auch in seiner Zucht, die Gott angesichts und wegen des Sündenfalls gegeben hat, ist er doch jemand, der das Gleichgewicht erhält. Wollen wir das mit menschlichen Mitteln irgendwie zerstören und verändern? Das sollten wir nicht tun. Wir sollten wirklich einfach annehmen, dass durch die Sünde der Tod gekommen ist. Ja, wir brauchen nicht unnötig uns in Gefahr zu begeben. Das sollten wir nicht. Wir sollten nicht töricht sein, aber wir sollten unser Augenmerk, ich sage das noch einmal, nicht darauf richten, dass wir auch wie Methuselah tausend Jahre leben können, sondern dass wir nach 1. Timotheus 4 ein Leben in Gottseligkeit führen. Das ehrt Gott, das ist zur Verherrlichung Gottes, das ist zum Segen unserer Mitmenschen (00:09:04) und das ist das, was auch unsere Herzen glücklich macht, ein Leben mit dem Herrn zu führen. Nicht sich zu konzentrieren auf Alterungsprozesse und die Abwehr dieser Prozesse, sondern sich zu konzentrieren darauf, für den Herrn und mit dem Herrn zu leben.
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