Am: Sa, 22. November 2025
Wenn die Versammlung (Gemeinde) Gottes den Platz Israels als Zeuge auf der Erde einnimmt, gibt es dann keine Hoffnung für dieses Volk? Doch! Der Herr zeigt, dass sie den Segen des Friedensreichs zwar verwirkt haben, dass Er ihn aber dennoch bringen wird - auf derselben Grundlage, auf der Er seine Versammlung bauen kann: auf dem Fundament seines Todes, seiner Auferstehung und Himmelfahrt.
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(00:00:00)
Der Herr Jesus hat in Matthäus 16 die Versammlung Gottes, die Ekklesia, das heißt die Gemeinde, die Kirche Gottes eingeführt.
Er hat gezeigt, dass das dazu führt, dass der Herr Jesus leiden muss.
Nur durch das Kreuz des Leidens kann er die Versammlung Gottes einführen und hat dann gezeigt, dass das auch der Weg seiner Jünger ist.
Es kommt aber noch etwas hinzu, denn nachdem die Versammlung Gottes im Himmel sein wird,
wird der Geist Gottes wieder, wird der Herr Jesus wieder mit seinem irdischen Volk Israel anknüpfen
und durch was für Wege werden sie gehen? Es wird ein Weg der Leiden sein.
Sie werden eine Drangsal kommen. In Matthäus 24 sagt der Herr Jesus, dass es die Drangsal Jakobs ist,
beziehungsweise die große Drangsal, eine Zeit, wie sie seit Anfang der Welt bis jetzt nicht gewesen ist und auch nicht wieder sein wird.
Es wird also eine ganz furchtbare Zeit sein, in der der Herr Jesus hier sein Volk durch Leiden hindurch bringen wird,
um sie dann in das Tausendjährige Reich zu führen. Und genau davon spricht er jetzt in Kapitel 17. (00:01:03)
In Kapitel 17 finden wir, dass der Herr Jesus mit dreien seiner Jünger, Petrus, Jakobus und Johannes,
auf den Berg steigt und dort verwandelt wird, umgewandelt wird, verklärt wird, wie das Martin Luther übersetzte.
Und da sehen wir, sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, seine Kleider aber wurden weiß wie das Licht.
Es zeugt von dieser wunderbaren Herrlichkeit als Messias. Der Herr Jesus, der auf diesen Berg steigt und den Jüngern jetzt in Miniaturform sozusagen zeigt,
was sie erwarten wird, was auch das Volk Israel erwarten wird, eine Herrlichkeit des Herrn Jesus als die Sonne der Gerechtigkeit,
als der, der für sein Irdisches vollkommen wird, um ihnen in wunderbarer Weise den Segen zu schenken,
den sie nicht angenommen haben, den sie abgelehnt haben, weil sie ihn abgelehnt haben als Messias und Sohn Gottes.
Aber das wird er bringen für sie. Und er wird diese wunderbare Herrlichkeit auf diese Erde bringen. (00:02:02)
Diese Herrlichkeit, die er in viel höherem Maß heute im Himmel besitzt, die dann aber hier auf dieser Erde sichtbar sein werden.
Da sehen wir die drei Jünger. Sie sprechen von dem jüdischen Überrest künftiger Tage, von den Gläubigen,
die hier auf dieser Erde wohnen werden und diesen Segen genießen dürfen. Mit ihm verherrlicht, mit dem Herrn Jesus aber,
sehen die Jünger damals Mose und Elia. Das heißt ausdrücklich, dass in Vers 3 Mose und Elia erschienen und sich mit ihm unterredeten.
Mose und Elia sind ein Hinweis, ein prophetisches Bild von den Gläubigen, die mit dem Herrn Jesus aus dem Himmel auf diese Erde in das Tausendjährige Reich kommen werden.
Da sind solche, die wie Mose gestorben sind, heimgegangen sind. Da sind solche, die wie Elia nicht heimgehen mussten, sondern entrückt wurden in dem Augenblick,
wo der Herr Jesus zur Entrückung kommen wird. Das wird ein wunderbarer Augenblick sein, dass es Gläubige geben wird, die hier leben, auf den Herrn Jesus warten (00:03:01)
und er wird sie in den Himmel entrücken, wie er das mit Henoch und wie er das mit Elia getan hat.
Und dann wird der Herr Jesus den ganzen Segen Gottes für sein irdisches Volk bringen. Wunderbarer Segen, den damals die Jünger nicht ertragen konnten.
Die Jünger haben natürlich gesehen, dass da Mose und Elia waren. Ein wunderbarer Hinweis darauf, dass wir uns im Himmel erkennen werden.
Ihnen war klar, das ist Mose und Elia. Sie haben die beiden nie gesehen vorher, aber es war völlig deutlich, dass diese beiden waren.
So werden wir uns erkennen. Und die Jünger nehmen das dann zum Anlass, weil sie Mose und Elia gesehen haben, auf eine alttestamentliche Stelle im Propheten Malachi hinzuweisen,
dass Elia kommen würde und was das auf sich haben sollte, dass Elia kommt. Und der Herr Jesus zeigt damit, dass das absolut in Erfüllung gehen wird.
Das Volk Israel war eben damals in einem Zustand, als der Herr Jesus hier auf dieser Erde war, der böse war, ein ehebrecherisches und böses Geschlecht, haben wir in Matthäus 16 am Anfang gelesen.
Und deshalb muss dieser Zustand sich verändern. Sie müssen innerlich bereit gemacht werden, um den Herrn Jesus als Messias anzunehmen. (00:04:06)
Elia zwar kommt und wird alle Dinge wiederherstellen. Das heißt, Elia wird kommen und eine Predigt halten, so wie Johannes der Täufer das getan hat, bevor der Herr Jesus öffentlich aufgetreten ist,
um das Herz des zukünftigen Volkes Israel vorzubereiten, zuzubereiten, um den Messias anzunehmen, damit sie Buße tun und sich beugen, ihre Sünden bekennen.
Und sie wird ein Überrest tun, den der Herr Jesus, den Gott dann als sein Volk auch anerkennen wird.
Ja, das war damals nicht möglich, weil das Volk Israel in einem furchtbaren Zustand war. Und das wird in den Versen 14 bis 21 gezeigt.
Da ist der Herr Jesus noch mit den Jüngern unterwegs auf dem Berg und da kommt ein Mann, dessen Sohn mondsüchtig ist, schwer leidet und von einem Dämon besessen ist.
Und das ist der Zustand des Volkes Israel damals. Das ist der Zustand des Volkes Israel heute. (00:05:01)
Und das wird in besonderer Weise der Zustand sein, gerade weil es um Dämonen geht. Das finden wir ja heute jetzt in diesem Sinn nicht, weil das Volk Israel überhaupt nicht das Volk Gottes,
überhaupt nicht ein Volk als solches hier auf dieser Erde ist, getrennt von anderen Nationen. Es ist eine heidnische Nation wie alle anderen Nationen auch.
Aber dann, wenn die Versammlung entrückt sein wird, wenn wir bei dem Herrn Jesus sein werden, dann wird der Herr Jesus eben mit seinem Volk anknüpfen und dann wird dieser Zustand sein.
Sie werden mondsüchtig sein, sie werden krank sein, sie werden besessen sein durch Dämonen. Das macht der Herr Jesus in einem anderen Gleichnis auch noch einmal sehr deutlich.
Aber der Herr Jesus kommt, um sie zu heilen. Wir sehen aber hier auch, dass selbst die Besten in Israel, nämlich die Jünger, in einem traurigen Zustand waren,
nämlich dass sie nicht in der Lage waren, diesen Menschen zu heilen. Ja, es ist letztlich nur der Herr Jesus selbst, der diese Rettung, der diese Heilung bringen kann und der sie auch bringen wird.
Wenn er kommt, dann wird er durch Elia ihre Herzen vorbereiten, aber da wird es viel Krankheit, viel Böses geben und er kommt, um sie davon zu befreien und um Segen zu bringen für das Volk Israel. (00:06:06)
Wunderbar, dass wir heute schon gesegnet sein dürfen. Nicht so sehr äußerlich, denn wir können äußerlich durch viel Mangel gehen, aber innerlich können wir den Segen, der im tausendjährigen Reich, durch den Herrn Jesus kommt, heute schon genießen.
Der Herr Jesus nimmt das zum Anlass, ein zweites Mal von seinen Leiden zu sprechen. Vers 22, Jesus sprach zu ihnen, der Sohn des Menschen wird in die Hände der Menschen überliefert werden und sie werden ihn töten und am dritten Tag wird er auferweckt werden.
Und sie wurden sehr betrübt. Wir verstehen, dass der Herr Jesus hier zeigt, dass nicht nur für die Versammlung Gottes, sondern auch und gerade, damit das Volk Israel Segen genießen kann, damit sie wieder gesegnet werden, damit sie wieder hergestellt werden, dass das nur möglich ist auf der Grundlage des vollbrachten Werkes des Herrn Jesus.
Und dann kommt eine Begebenheit, die wir nur bei Matthäus finden, nämlich wo die Einnehmer der Doppeldrachmen zu Petrus kommen und sprachen, zahlt euer Lehrer nicht die Doppeldrachmen? Er sagt doch. Und als er in das Haus eintrat, kam Jesus zu ihm und sprach, was meinst du Simon, von wem erheben die Könige der Erde Zoll oder Steuer? Von ihren Söhnen oder von den Fremden? Zoll wird von den Fremden oder wurde damals von den Fremden, von den Ausländern erhoben. (00:07:16)
Petrus versteht das sofort. Der Herr Jesus will dann aber nicht nur zeigen, dass die Söhne frei sind, dass er und Petrus überhaupt keine Steuer zahlen mussten, sondern er möchte gerne keinen Anstoß geben. Und deshalb befiehlt er Petrus an den See zu gehen, wirf eine Angel aus und nimm den ersten Fisch, der heraufkommt, tu seinen Maul auf und du wirst einen Starter finden. Den nimm und gib ihn für mich und für dich.
Wir sehen also, dass der Herr Jesus hier sich erweist. Erstens als der Schöpfer und zweitens als der König. Er ist der Sohn Gottes und ist der König. Und das ist wirklich eine Voraussetzung, dass das Volk Israel gerettet wird.
Erst wenn sie erkennen, dass der Messias zugleich der Sohn Gottes ist, dass dieser Messias derjenige ist, den sie damals an das Kreuz gebracht haben und dass er zugleich der ewige Sohn Gottes ist, der allwissend ist, nämlich weiß, was Petrus mit den Leuten gesprochen hat und zweitens der allmächtig ist, weil er einem Fisch gebieten kann, ein Geldstück zu verschlucken und zu Petrus zu bringen. (00:08:19)
Erst wenn dieses Volk erkennen wird, dass der Sohn Gottes selbst hier auf dieser Erde war, dass sie den Sohn Gottes gerichtet und verworfen haben, dass sie den Sohn Gottes an das Kreuz gebracht haben, dann wird es Rettung für sie geben. Es wird eine wunderbare Rettung sein.
Nochmal, wir dürfen heute schon an den Herrn Jesus glauben. Für uns ist er nicht der König. Er ist nicht unser König. Er ist unser Herr. Er ist unser Retter. Aber er ist der König. Er hat eine messianische Herrlichkeit. Er ist aber heute weitaus mehr. Er ist der Christus. Er ist der Verherrlichte. Er ist der, in dem das ganze Wohlgefallen Gottes ruht und der als der Christus mit uns untrennbar verbunden ist. Wunderbarer Segen.
Er ist zugleich der ewige Sohn Gottes, der, der von Gott gekommen ist, der Gott selbst ist, der immer Gott bleiben wird, der der Allwissende, der Allmächtige, der Allgegenwärtige ist und der sich uns offenbart hat, der Gott den Vater uns gegenüber offenbart hat. Wir fallen vor ihm nieder. Wir beten ihn an, diesen Retter, diesen vollkommenen Menschen, diesen Sohn Gottes.