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(00:00:00) Wir kommen jetzt zu Matthäus 16. In den Kapiteln 14 und 15 des Matthäus-Evangeliums berichtet der Geist Gottes noch einmal von sieben Wundern. Wir haben schon 14 Wunder gehabt von Kapitel 8 bis 12, aber jetzt kommen sieben weitere Wunder hinzu. Die Heilung der Schwachen in Kapitel 14 Verse 13 und 14, die Speisung der 5.000 im Anschluss daran, dann das Gehen des Herrn Jesus auf dem Wasser in Verbindung mit dem Stillen des Windes in den Versen 22 bis 33, dann hat er viertens alle Leidenden geheilt, er hat fünftens die Tochter der kananäischen Frau in Kapitel 15 Vers 21 bis 28 geheilt, gesund gemacht. Dann finden wir sechstens die Heilung der lahmen, blinden, krüppelnden und stummen in den Versen 29 bis 31 und zum Schluss siebtens die Speisung der 4.000 in den Kapiteln 15, Vers 32 bis 39. Was hat das Volk der Juden damit gemacht? Wie sind sie damit umgegangen, dass der Jesus noch einmal sich erwiesen hat als derjenige, (00:01:04) der wirklich Jesaja 35 erfüllt hat und der wahre Messias ist? Wir sehen das in Kapitel 16. Da ist es, und die Pharisäer und die Sadduzeer kamen herzu, um ihn zu versuchen, baten sie ihn, ihnen ein Zeichen aus dem Himmel zu zeigen. Wie bitte? Hatte der Jesus nicht gerade noch einmal sieben Wunder getan? Hat er nicht insgesamt diese 21 Wunder, ja, viel, viel mehr Wunder getan und sie wollen ein Zeichen sehen aus dem Himmel, sie wollen noch einmal bewiesen haben, dass er der Sohn Gottes ist? Nach ihren Kriterien wollen sie sozusagen festlegen, ja, das können wir akzeptieren als ein Wunder oder nicht, so wollen wir das als ein Wunder vom Himmel sehen. Das zeigt, dass das Volk den Herrn Jesus verwirft und so wird dieses Kapitel 16 zur Einführung des Ratschlusses Gottes über die Versammlung Gottes. Der Herr Jesus, ja Gott selbst, muss sein irdisches Volk verwerfen, zur Seite stellen, (00:02:02) weil sie in einer solchen Hartnäckigkeit, in einer solchen Bosheit alles das nicht angenommen haben, was der Herr Jesus in wunderbarer Weise zu ihrem Segen getan hat. Gib uns ein Zeichen, zeige, dass du vom Himmel wirklich gekommen bist. Der Jesus muss scharf antworten. Wenn es Abend geworden ist, sagt ihr, heiteres Wetter, denn der Himmel ist feuerrot und frühmorgens heute stürmisches Wetter, denn der Himmel ist feuerrot und trübe. Das Aussehen des Himmels wisst ihr zwar zu beurteilen, aber die Zeichen der Zeiten könnt ihr nicht beurteilen, ihr könnt nicht sehen, was für Zeichen ich getan habe, könnt sie nicht richtig bewerten und erkennen, dass ich der Sohn Gottes bin, dass ich vom Himmel gekommen bin. Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht begehrt ein Zeichen und kein Zeichen wird ihm gegeben werden, als nur das Zeichen Jonas, das Zeichen Jonas, der sich an die Heiden gewendet hat, der die gute Botschaft den Heiden gebracht hat. Das ist jetzt der Hinweis, den wir finden, dass wirklich für die Juden kein Segen übrig (00:03:03) blieb, sondern dass sie jetzt erkennen mussten, dass der Herr Jesus sich an die Nationen gewendet hat. Der Jesus in den Versen 5-12 zeigt dann den Einfluss der falschen Lehre auf die Jünger. Er offenbart, dass es nicht nur ein böses ehebrecherisches Geschlecht ist, sondern dass sie auch böse, falsche Lehre gebracht haben. Wir lesen dort, die Jünger hatten gedacht, sie hätten vergessen, wieder Brote mitzunehmen, weil der Jesus zu ihnen sagt, gebt Acht und hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und der Sadduzeer. Der Jesus zeigt damit, auch wenn ich dieses Volk beiseite setze, das bleibt nur Gericht für sie übrig und das Gericht kam äußerlich 70 nach Christus, als der Tempel zerstört wurde und damit ihr Gottesdienst nicht mehr möglich war, so bleibt doch das, was diese Menschen an falschem, an bösem, an falscher Lehre gebracht haben, das bleibt bestehen und der Herr möchte die Jünger, er möchte uns warnen, dass das, was diese Menschen bringen, (00:04:06) was diese gebracht haben, dass der Charakter auch heute nach wie vor gezeigt wird und gebracht wird. Der Jesus sagt ihnen in Vers 11, hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzeer, auch in Vers 6 schon, das heißt, er zeigt, dass sie eine falsche Lehre brachten, indem sie nämlich menschliche Gedanken, Menschengebote, religiöse Gebote, Traditionen neben das Wort Gottes und damit über das Wort Gottes gestellt haben. Und das ist auch in der Christenheit, in weiten Teilen ist das der Fall. Man hat Traditionen, man braucht nur in die Kirchen zu sehen und sie werden neben Gottes Wort, ja über Gottes Wort gestellt und wir müssen uns hüten, dass das nicht auch Einzug in unsere Herzen erhält, dass man menschliche Gebote, mögen sie noch so gut gemeint gewesen sein in dem Beginn, dass man sie, die vielleicht eine Anwendung des Wortes Gottes ursprünglich waren, als Gebote nimmt und über Gottes Wort stellt. (00:05:02) Keiner von uns ist frei davon, sich an solche Menschengebote zu halten und sie neben Gottes Wort zu stellen. Wir wollen aufpassen. Sadduzeer, der Sauerteig der Sadduzeer, ist der Rationalismus, das ist, dass man mit seinem Kopf versucht, die himmlischen, die geistlichen Dinge zu beurteilen. Auch das finden wir in weiten Teilen der Christenheit, wenn das eine vielleicht besonders eine Gefahr ist, die aus der katholischen Kirche hervorkommt, so ist dieses zweite besonders eine Gefahr aus der evangelischen Kirche, die historisch-kritische Methode, das Wort Gottes auszulegen, zu meinen, man muss das alles in den historischen Kontext einordnen und dann kann man zu den richtigen Schlussfolgerungen kommen, das wäre nämlich damals so gewesen, aber heute muss man die Dinge ganz anders sehen, damit kommt man dazu, dass man unmoral die Gottes Wort als unmoral stempelt, Homosexualität, gelebte Homosexualität zum Beispiel und dieser ganze Gender-Kram, dass man das als eine religiöse Auslegung zeigt und damit Menschen vergiftet, indem (00:06:03) man sowohl Ungläubigen als auch Gläubigen den Weg zur Gemeinschaft und in der Gemeinschaft mit Gott verbaut, indem man eben menschliches Sinnen, menschliche Gedanken in den Bereich des Glaubens einführt, beides böse, beides auch eine Gefahr, der wir uns stellen müssen, wir sollten nie meinen, dass wir davor gefeiht seien. Und das führt dazu, dass der Jesus, nachdem er das offenbart hat, die Versammlung Gottes einführt. Er tut das, indem er eine Frage über sich selbst stellt. Vers 13, wir sagen den Menschen, dass ich der Sohn des Menschen sei. Sie sprechen, die Menschen zum Teil von Propheten, die eine große Hingabe hatten, die gewaltig in ihrem Dienst waren, aber könnte man, kann man einen Propheten neben den Herrn Jesus stellen, kann man ihn zu einem dieser fehlerhaften, dieser sündigen Propheten machen, unmöglich. Petrus sagt dann über den Herrn Jesus dieses wunderbare Zeugnis, diese wunderbare Offenbarung, indem er sagt, du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes, Vers 16. Du bist (00:07:06) der Christus, du bist der Messias, der gekommen ist, aber du bist weit mehr, du bist der Sohn des lebendigen Gottes, du bist der ewige Sohn Gottes. Und Jesus zeigt ihm, das hat er sich nicht selbst ausgedacht. Das ist nicht Folge einer Tradition oder einer menschlichen Überlegung, das ist eine Offenbarung Gottes des Vaters. Und er stellt seine eigene Offenbarung daneben der Jesus und zeigt damit, dass er tatsächlich dieser Sohn des lebendigen Gottes ist. Aber auch ich sage dir, du bist Petrus, du bist ein Stein. Und auf diesen Felsen, auf diesen Felsen, das heißt auf diese Offenbarung des Herrn Jesus als Sohn Gottes, werde ich meine Versammlung bauen oder Gemeinde oder Kirche bauen. Und die Pforten des Hades werden sie nicht überwältigen. Der Jesus zeigt, dass er jetzt, nachdem das Volk Israel ihn verworfen hat, er das Volk Israel zur Seite stellen wird. Ja, er wird in der Zukunft, wenn wir einmal entrückt sein werden, wieder neu anknüpfen mit ihnen. Aber jetzt sind sie zur Seite gestellt und an ihrer Stelle offenbart er jetzt etwas, (00:08:02) was Gegenstand des ewigen Ratschlosses Gottes ist, die Versammlung. Nicht einfach ein Volk von Menschen, sondern ein Organismus, der geprägt ist dadurch, dass er untrennbar miteinander verbunden ist. Das Neue Testament zeigt, dass diese Versammlung Gottes der Leib Christi ist. Eine wunderbare Einheit verbunden mit einer wunderbaren Vielfalt. Hier benutzt der Jesus einen anderen bildhaften Ausdruck, nämlich ein Haus erbaut. Die Versammlung Gottes, die er bauen würde. Er sagt, dass hier in der Zukunftsform, weil der Bau erst begonnen hat als Apostelgeschichte 2, der Pfingsttag erfüllt war, der Jesus also gestorben war, der Jesus auferstanden war, der Jesus verherrlicht war und den Heiligen Geist auf diese Erde gesandt hat. Und dann würde er anfangen zu bauen in vollkommener Weise. Alles würde an seinem Platz stehen. Das heißt, wir finden hier die Versammlung unter dem Gesichtspunkt des ewigen Ratschlosses Gottes, nicht unter dem Gesichtspunkt unserer Verantwortung, wo wir immer fehlerhaft bauen. Leider ist das so. Er würde bauen und er wäre der Architekt, er wäre der Eigentümer, er wäre der Bauherr, er wäre derjenige, der auch (00:09:06) diesen Bau ausführt. Alles in einem, alles in wunderbarer Vollkommenheit, alles in wunderbarer Sicherheit, weil es nicht nur auf dem vollkommenen Menschen Christus Jesus beruht, sondern auf dieser Offenbarung, das heißt auf dem Sohn Gottes. Der Jesus wird hier gesehen als Gott, Gott gepräse in Ewigkeit. Wer könnte da die Versammlung Gottes antasten? Nicht einmal die Pforten des Hades, nicht einmal die Mächte der Unterwelt, nicht einmal Satan kann irgendetwas gegen diese Versammlung ausrichten, weil Christus baut und weil er sie beschützt. Wunderbarer Segen, der durch diese Versammlung Gottes von dem Herrn Jesus ausgehend in dieser Welt besteht und auch heute zu sehen ist. Immer da, wo die zwei oder drei im Namen des Herrn Jesus zusammenkommen. Der Jesus zeigt dann ab Vers 21 das erste Mal, in dem er von seinen Leiden spricht, davon, dass er sterben und auferstehen würde. Er sagte, von da an begann Jesus seinen Jüngern zu zeigen, dass er nach (00:10:02) Jerusalem hingehen müsse und von den Ältesten und Hohen Priestern und Schriftgelehrten vieles leiden und getötet und am dritten Tag auferweckt werden müsse. Das heißt, der Jesus macht in dem Augenblick, wo er zeigt, dass die Versammlung Gottes jetzt vor seinem Herzen steht, deutlich, das geht nur über den Weg der Leiden und des Sterbens. Das heißt, die Verwerfung Israels und der Segen für die Versammlung machten es notwendig, dass der Jesus sterben musste. Wir wissen, dass er sterben musste, um uns persönlich zu erlösen, um uns Vergebung der Sünden zu bringen. Aber hier sehen wir, dass er sterben musste für die Versammlung Gottes, um die Versammlung Gottes sich zu erwerben. Denn diese Versammlung, wie ich gesagt habe, konnte er nur hier auf dieser Erde einführen, nach vollbrachtem Werk, nachdem er in den Himmel aufgefahren ist. Und dazu musste er sterben. Das heißt, die Versammlung Gottes ist untrennbar mit den Leiden des Herrn Jesus und mit seiner Auferstehung verbunden. Lasst uns das nicht vergessen. Dieser höchste Segen war nur möglich, weil der Jesus am Kreuz von Golgatha gestorben ist. Und dann finden wir, dass in den Versen 24 bis 27 (00:11:05) gezeigt wird, dass der Weg der Leiden, den der Jesus hier vorgestellt hat, der Weg seiner Jünger ist in der heutigen Zeit. Jesus sprach zu seinen Jüngern, wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf und folge mir nach. Der soll nicht das Kreuz des Herrn Jesus aufnehmen, sondern sein Kreuz. Er soll bereit sein, so wie der Jesus in dieser Welt der Verachtete war. Davon spricht das Kreuz. Jemand, der gekreuzigt war, war aus dieser Welt herausgeworfen. Der hatte keinen Platz mehr in dieser Welt. Das ist der Platz der Jünger, derjenigen, die an den Herrn Jesus glauben, die ihm folgen wollen. Ja, er zeigt, dass Jünger, die ihm nachfolgen in der heutigen Zeit diesen Weg gehen. Sie werden nicht Sühnung tun, wie er das getan hat. Das hat er ein für alle Mal getan. Aber sie werden auf seiner Seite stehen, werden wie er der Verworfene sein und werden bereit sein, mit ihm zu leiden. Das wird dazu führen, dass, das kündigt er dann schon ab Vers 27 an, dass sie auch einmal mit ihm verherrlicht sein werden. Denn der Sohn des Menschen wird kommen (00:12:04) in der Herrlichkeit seines Vaters und mit seinen Engeln und dann wird er jedem vergelten nach seinem Ton. Und dann sagt er noch, wahrlich, wahrlich, ich sage euch, es sind einige von denen, die hier stehen, die dem Tod nicht schmecken werden, bis sie den Sohn des Menschen haben kommen sehen in seinem Reich. Ja, diejenigen, die hier leiden, werden mit ihm verherrlicht werden. Eine wunderbare Aussicht, die er uns auch damit vorstellt. Sind wir bereit, mit ihm zu leiden? Er hat so viel für uns getan. Er hat gelitten, um uns persönlich zu erlösen. Er hat so sehr gelitten, um die Versammlung Gottes zu gründen und sie jetzt zu bauen. Du darfst auch zu dieser Versammlung Gottes gehören. In dem Augenblick, wo du den Herrn Jesus als Retter annimmst, gehörst du zu dieser Gemeinde Gottes, zu dieser Kirche Gottes. Bist auch du, sind wir solche, die den Herrn verherrlichen durch unser Leben, die wir ihm nachfolgen, jetzt auch, bis er wiederkommt, um uns heimzuholen?
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Artikelreihe: Durch die Bibel gehen (Matthäus): ein Überblick über Gottes Gedanken

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