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(00:00:00) Nachdem der Geist Gottes in Matthäus 14 gezeigt hat, dass der Segen, den der Herr Jesus eigentlich gekommen war, dem Volk Israel damals zu bringen, verschoben werden musste, dass aber dieser Segen kommen wird im tausendjährigen Reich, finden wir jetzt in Matthäus 15, dass die Verwerfung Israels, wie wir das in Römer 9-11 lesen, zur Versöhnung der Welt führt. Zunächst einmal zeigt der Jesus in den ersten Versen, warum dieser Segen jetzt nicht in Israel angenommen wurde, warum man ihn dort nicht als Messias annahm. Wir lesen in Matthäus 15, Und gemeint ist nicht, dass die Jünger des Herrn Jesus nicht sich die Hände auch schon mal gewaschen haben, sondern dass sie nicht nach den von den Juden vorgeschriebenen Normen, das heißt sie hatten eine ganz festgelegte Art und Weise, wie oft man von unten nach (00:01:03) oben, von oben nach unten die Hände waschen musste, um dann klinisch rein zu sein, um nach ihrer Tradition rein zu sein und damit dann essen zu können. Und das haben eben die Jünger des Herrn Jesus, das hat der Herr Jesus nicht getan. Sie kommen wie oft hinten herum, sprechen nicht direkt die Jünger an, sprechen nicht direkt den Herrn Jesus an, wenn es um sie oder um ihn geht, sondern versuchen jeweils den einen zu konfrontieren mit Problemen, die sie mit anderen haben, die Überlieferung der Menschen. Nun, und was sehen wir daraus, dass die Juden voller Heuchelei waren? Ja, das waren jetzt hier die Schriftgelehrten, also die Führer, diejenigen, die sozusagen dem Volk Israel, dem Volk der Juden voranstanden. Und ihnen war allein wichtig, eine äußere Reinlichkeit zu zelebrieren, aber ihnen ging es nicht um eine innere Reinheit. Der Jesus weist diese Überlieferungen zurück. Er sagt zu ihnen, warum übertretet ihr das Gebot Gottes um eurer Überlieferung willen? (00:02:04) Er macht also damit ganz deutlich, dass dadurch, dass sie Vorschriften eingeführt haben, die Gott eben nicht gegeben hatte, dass sie damit das Wort Gottes ungültig gemacht haben. Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit entfernt von mir. Heißt es in Vers 8 Vers 6, so habt ihr das Gebot Gottes ungültig gemacht um eurer Überlieferung willen. Durch ihre Überlieferung haben sie andere Gebote, die Gott in seine Wort gegeben hatte, haben sie ungültig gemacht, zum Beispiel das Ehren der Eltern. Sie haben da in einer raffinierten Weise Gebote eingeführt, sodass die Eltern nicht geehrt wurden, sondern dass man das Geld eben für die hohen Priester, für die Schriftgelehrten, für die Pharisäer gab, statt eben das zu tun, was Gott gewollt hat, Vater und Mutter zu ehren. Fragen wir uns, inwiefern sind wir solche, die das Wort Gottes halten? Inwiefern sind wir solche, die Menschengebote hinzufügen und dadurch das Wort Gottes ungültig (00:03:04) machen? Es ist alles das gegeben in seinem Wort, was für uns auch für die christliche Zeit nötig ist. Das was Gott möchte, dass wir in diesem christlichen Bereich und in der heutigen Zeit verwirklichen. In dem Augenblick, wo wir menschliche Tradition hinzufügen, stellen wir sie über Gottes Wort, denn wenn sie wichtig gewesen wäre, hätte Gott sie eingeführt. Natürlich gibt uns Gott für die christliche Zeit Grundsätze und es gilt für uns diese Grundsätze zu erfassen und auf unser Leben anzuwenden. Aber diese Anwendung auf unser Leben dürfen wir nicht neben Gottes Wort stellen, denn wenn wir es neben Gottes Wort stellen und sagen, das muss man auch halten, damit stellen wir es über Gottes Wort und machen Gottes Wort ungültig. Lasst uns also vorsichtig sein, menschliche Gebote einzuführen. Das heißt keineswegs, dass wir nicht das, was wir in Gottes Wort verstanden haben, auch in den Anwendungen des Wortes Gottes weitergeben dürfen. Aber in dem Augenblick, wo wir unsere eigenen Gedanken einführen, indem wir sie zu einem (00:04:07) Gebot, zu etwas machen, was zu halten ist, auch in den Zusammenkünften, machen wir letztlich Gottes Wort, Gottes Gebot ungültig. Nochmal, wir dürfen nicht denken, dass wenn jemand eine Auslegung des Wortes Gottes gibt, dass das jetzt eine Tradition sei. Nein, aber wenn wir etwas, was so in Gottes Wort nicht steht, wenn wir das einführen und über Gottes Wort stellen, dann ist das Wort Gottes zur Seite gestellt worden und davor sollten wir uns hüten. Wir sollten auch uns davor hüten zu meinen, wenn wir äußerlich irgendetwas tun, das mag noch so gut sein, mag sogar in Gottes Wort stehen, dann sind wir gute Christen und wer das tut, der ist ein guter Christ und jemand, der das nicht tut, der nicht so ist, der ist dann eben ein fleischlicher Christ. Das ist auch eine menschliche Art und Weise, mit Gottes Wort umzugehen. Die Volksmenge kommt dann in den Versen 10 bis 20 zu dem Herrn Jesus und er spricht zu ihnen, nicht das, was in den Mund eingeht, verunreinigt den Menschen, sondern was aus (00:05:05) dem Mund ausgeht, das verunreinigt den Menschen. Der Jesus macht jetzt deutlich, dass die Verunreinigung aus unserem Herzen hervorkommt, dass nicht das, was wir essen, nicht das, was wir zunehmen, meinetwegen auch als Medizin, dass uns das verunreinigt, sondern dass das, was aus unserem Herzen hervorkommt, das ist das, was uns Menschen, was deutlich macht, dass wir verunreinigt sind. Er sagt im Vers 18, was aber aus dem Mund ausgeht, kommt aus dem Herzen hervor und das verunreinigt den Menschen, denn aus dem Herzen kommen hervor böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Hurerei, Dieberei, falsche Zeugnisse, Lästerungen. Diese Dinge sind es, die den Menschen verunreinigen, aber mit ungewaschenen Händen essen, verunreinigt den Menschen nicht. Wir wollen also unser Herz in das Licht des Wortes Gottes stellen, wollen bedenken, was wir in unseren Herzen tun, das heißt, was wir in unseren Herzen denken, empfinden und begehren. Das ist das, was wir an Gottes Wort prüfen müssen und wenn Dinge sind wie Gedanken, (00:06:04) die zu bösem Handeln, Reden über andere kommen, Mord, Ehebruch, Hurerei, alle diese bösen Dinge, Lästerungen, dann wollen wir das richten, dann wollen wir das im Selbstgericht wegtun und wollen sagen, das ist das, was der Herr sieht. Das sieht ein anderer nicht, was in meinem Herzen ist, aber es kommt früher oder später aus meinem Herzen hervor. Nicht das, was wir zu uns nehmen, sondern das, was von uns ausgeht, das ist das, was verunreinigt. Und dann sehen wir in den Versen 21 bis 28, dass sich die Gnade den verworfenen Heiden zuwendet. Ja, wenn Israel nicht bereit ist, seinen bösen Zustand vor Gott zu bekennen, wenn sie sich auf äußere Traditionen zurückziehen und nicht bedenken, was aus dem Herzen hervorkommt, das ist das Böse, dann muss der Herr Jesus, dann muss Gott dieses Volk zur Seite stellen und wendet sich den Nationen zu. Hier geht der Herr Jesus in das Gebiet von Tyrus und Sidon, das ist ganz im Norden, oberhalb (00:07:03) von Israel und da kommt eine kananäische Frau aus diesem Gebiet und ruft den Herrn Jesus an, erbarme dich, mein Herr Sohn Davids. Wer aus dem Volk Israel hat ihn als Sohn Davids, also als Messias, als König anerkannt? Das finden wir ganz, ganz selten. Aber hier kommt eine Frau, die keine Jüdin ist, die keine Israelitin ist und sie spricht ihn so an, in dem festen Bewusstsein, dass er dieser Messias ist. Der Jesus muss sie prüfen. Sie hatte eine Tochter, die schlimm besessen war und der Jesus muss ihr sagen, ich bin nicht zu den Heiden gekommen, Vers 24, ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt. Da wirft sie sich vor dem Herrn Jesus nieder, Herr, hilf mir! Und der Jesus benutzt dann ein Gleichnis, es ist nicht schön, das Brot der Kinder zu nehmen, die Kinder einen Hinweis auf die Juden, auf das Volk Israel und den Hunden hinzuwerfen. Was für ein Ausdruck für diese Heidin, dass sie wie ein Hund sei, wie ein unreines Hündchen, (00:08:03) über das man verächtlich spricht. Und was sagt die Frau? Ja, Herr. Sie fressen die Hunde von den Brotkrumen, die von dem Tisch ihrer Herren fallen. Sie ist damit zufrieden, eine Heidin zu sein, die kein Anrecht auf nichts hatte und sagt, und wenn es die Hunde sind, aber sie bekommen die Krumen und der Jesus freut sich über diesen Glauben. O Frau, dein Glaube ist groß. Das hat der Jesus zu Juden nicht sagen können, aber diese Heidin, sie nimmt das an. Ist uns das eigentlich bewusst, dass wir kein Anrecht hatten auf gar nichts, dass wir auch fernstanden und dass wir keinen Gottesdienst hatten, dass wir von Gott entfernt waren und dass wir Empfänger seiner Barmherzigkeit, seiner Gnade sind? So hat diese Frau das angenommen und ihre Tochter war geheilt von jener Stunde an. Wir sehen dann in den Versen 29 bis 31, wie der Segen, den der Jesus in Kapitel 14 schon vorgestellt hat, dann jetzt eben bildlich gesprochen auch für die Nationen kommt und dass Lahme, Blinde, Krüppel, Stumme und viele andere von ihm geheilt worden sind, sodass (00:09:02) die Volksmenge sich verwunderte, als sie sah, dass Stumme, Redeten, Krüppel gesund geworden waren und Lahme umhergingen und Blinde sahen und sie verherrlichten den Gott Israels. Ja, sie sehen, dass der Segen, das ist im tausendjährigen Reich so, aus dem Volk der Juden kommt. Der Jesus wird im nächsten Kapitel noch etwas Größeres zeigen, aber hier ist das so, im tausendjährigen Reich werden sie gesegnet sein, weil der Herr Jesus zu seinem irdischen Volk gekommen ist. Und dann finden wir in den Versen 32 bis 39, dass Christus zum Segen wird für alle Menschen, die ihn annehmen wollen. Es ist das zweite Speisungswunder. Wir hatten ja in Kapitel 14, dass der 5000, hier finden wir, dass es heißt, in Vers 38, es waren 4000 Männer ohne Frauen und Kinder, die aßen. Wieder kommt der Herr Jesus, wieder finden wir, dass die Jünger letztendlich nicht im Glauben dem Herrn Jesus zutrauen, obwohl sie das doch kurz vorher erlebt haben, dass (00:10:02) er ein solches Wunder tun kann. Aber der Jesus tut es und die Zahl 4 spricht ja von Universalität, wie die vier Himmelsrichtungen. So kommt der Jesus, um zum Segen für die ganze Welt zu sein. So wird der Jesus hier auf dieser Erde sein. Er wird nicht nur zu seinem irdischen Volk kommen, er wird zum Segen für alle Nationen sein. Wunderbarer Weg, den der Herr geht. Gott wird ihm einen Platz geben, nicht nur als Herrscher über alle, sondern als Mittelpunkt des Segens über die ganze Welt. Wir dürfen ihn heute schon annehmen, also diesen Segnenden und brauchen nicht zu warten auf das Tausendjährige Reich, sondern fallen vor ihm nieder und hoffentlich tun wir das von ganzem Herzen, um ihn anzubeten und diesen Segen, den er für uns bereitet hat, dankbar anzunehmen.
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Artikelreihe: Durch die Bibel gehen (Matthäus): ein Überblick über Gottes Gedanken

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