Von Vögeln lernen (Die gute Saat; FMN)

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Sie fliegt und fliegt: bis zu 500 Kilometer pro Tag – 39 000 Kilometer pro Reise – 80 000 Kilometer pro Jahr – und bis zu 2,4 Millionen Kilometer in ihrem Leben.

Im Juni und Juli hält sie sich in den arktischen Regionen auf. Acht Wochen hat sie Zeit, sich zu paaren, zu brüten und ihre Jungen aufzuziehen. Dann geht die Reise los mit Zwischenstopp im Nordatlantik, wo sie vier Wochen lang neue Energie aufnimmt. Weiter geht es Richtung Antarktis. Dort überwintert sie von November bis April und stärkt sie sich für den Rückflug. – So reist sie jedes Jahr zweimal von Pol zu Pol. Es ist die längste Wanderung eines Tieres zwischen Nistplatz und Futterplatz.

Die meiste Zeit ihres Lebens verbringt sie in der Luft. Während der Reise schläft sie im Flug: Die eine Gehirnhälfte navigiert und steuert, die andere schläft. Von Nord nach Süd folgt sie den Küsten Europas und Afrikas, in Höhe des Äquators kann sie aber auch den Kontinent wechseln und der Küste Südamerikas folgen. Zurück geht es über den Atlantik in einer großen S-Kurve. Ein faszinierender Vogel – diese Küstenseeschwalbe, die Nummer eins unter den Zugvögeln!

Zu den erstaunlichsten Fähigkeiten der Wandervögel gehört ihr Orientierungs- und Navigationsvermögen. Sie finden ja zu ihren Nistplätzen zurück! – Zugvögel können sich sowohl am Magnetfeld der Erde als auch am Stand der Sonne und der Sterne orientieren. Und das lernen sie nicht nach der „Trial-and-Error-Methode“, nicht durch Versuch und Irrtum. Die Wissenschaftler sprechen davon, dass „der Langstreckenzug vor allem auf ererbten Zeit- und Richtungsprogrammen beruht“.

Da kann sich jeder fragen: Hat nicht Gott das Erbgut der ersten Küstenseeschwalbe mit all den Informationen ausgestattet, die für das Überleben dieses kleinen Vogels wichtig waren?

Der Kalender: Die gute Saat

Folge mir nach – Heft 11/2024

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