Am: Sa, 4. Oktober 2025
Der Herr Jesus zeigt nun in drei Gleichnissen, dass Er einen inneren Wert inmitten dieses Königreichs sieht. Wir dürfen als Erlöste und als solche, die zur Versammlung (Gemeinde) Gottes gehören, diesen Wert erkennen und sogar diesen besonderen Wert für Ihn (mit) darstellen. Leider zeigt sich dann, dass der Herr weiter der Verworfene war. Das ist Er auch heute noch ...
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(00:00:00)
Das 13. Kapitel von Matthäus hat es wirklich in sich.
Wir haben gesehen, dass das Einleitungsgleichnis bedeutet,
wie man in diesen Bereich kommt, der zu der Familie des Herrn Jesus gehört,
indem das Samenkorn in das Herz fällt und aufgeht, Frucht hervorbringt,
dass man von Neuem geboren wird und deshalb zu dem Herrn Jesus gehört,
zur Familie Gottes.
Wir haben dann gesehen, dass der Herr Jesus drei Gleichnisse vorstellt,
die die äußere Entwicklung in diesem Königreich auf dieser Erde,
also für die heutige Zeit, zeigen.
Es gibt Böses.
Zweitens, es gibt eine äußere Entwicklung, das eine große Christenheit ist,
obwohl der Kern wirklich klein ist.
Viele dämonische Mächte und auch Lehren,
die in diesem christlichen Bereich, diesem Bereich,
in dem Christus und Gott als Herr und Autorität anerkannt wird,
eben ihr Unwesen treiben können.
Und drittens, am Ende ist der ganze Sauerteig,
ist die ganze Sache durch Sauerteig, durch Sünde, durch falsche Lehre, (00:01:04)
durch Falsches geprägt.
Jetzt zeigt der Herr Jesus ab Vers 44 in drei weiteren Gleichnissen,
dass es in diesem Bereich, in seinem Königreich,
aber etwas gibt, was großen Wert für ihn hat.
Und da gibt es das Gleichnis von diesem verborgenen Schatz.
Da gibt es das Gleichnis im Blick auf die wunderbare Perle.
Und dann gibt es das Gleichnis von dem Netz und den Fischen
in diesem Netz in dem Meer.
Bekannterweise gibt es zwei unterschiedliche Auslegungslinien
zu diesen drei Gleichnissen.
Und ich will hier nicht argumentieren.
Wer interessiert ist, die Argumente für diese unterschiedlichen Linien
kennenzulernen, der mag sich an den Bibelkommentar wenden.
Der auf bibelkommentare.de veröffentlicht ist zu dem Matthäus Evangelium.
Da habe ich zu dieser Frage ausführlich Stellung bezogen.
Ich nenne hier einfach diese beiden Linien, ohne sie weiter zu bewerten. (00:02:04)
In der ersten Linie sieht man in allen drei Gleichnissen
eine Belehrung, die in die gleiche Richtung geht.
Das Reich der Himmel ist gleich einem im Acker verborgenen Schatz,
den ein Mensch fand und verbarg.
Und vor Freude darüber geht er hin und verkauft alles, was er hat
und kauft jenen Acker.
Der Acker, der ist in einem vorherigen Gleichnis schon als ein Hinweis
auf die Welt gedeutet worden.
Und das zeigt, dass der Herr Jesus nicht nur die Gläubigen erworben hat,
sondern 2. Petrus 2 wiederholt das und bestätigt das und zeigt das,
dass er alle Menschen erkauft hat.
Das heißt, das Werk auf Golgatha bedeutet, dass jeder Mensch dem Herrn Jesus
nicht nur, weil der Herr Jesus Schöpfer ist, verantwortlich ist,
sondern durch seinen Tod hat er ein zusätzliches Anrecht
an jedem Menschen erworben.
Aber in dieser Welt, da gibt es einen Schatz
und ein Schatz ist dadurch geprägt, dass er nicht eine Einheit bildet,
sondern ein Schatz hat ganz viele verschiedene wertvolle Dinge. (00:03:04)
Und so ist jeder einzelne Christ heute, jeder einzelne,
der an den Herrn Jesus glaubt, der ihn als Retter angenommen hat,
wie ein Teil dieses Schatzes.
Also der Herr Jesus ist für jeden persönlich gestorben,
denn es heißt hier, er geht hin und verkauft alles, was er hat
und kauft jeden Schatz, jeden Acker.
Das heißt, der Herr Jesus musste sich hingeben.
Das heißt das alles verkaufen.
Jedes Recht, das er besaß, er besaß zum Beispiel das Recht,
als Messias angenommen zu werden.
Er besaß das Recht zu leben, weil er nur vollkommen gelebt hat,
nichts Böses getan hat, das ganze Gesetz als einziger erfüllt hat.
Er hatte das Recht zu leben.
Aber um diesen Schatz zu erwerben, um uns zu erwerben, musste er sterben,
musste er an das Kreuz von Golgatha gehen.
Zweitens, wiederum ist das Reich der Himmel gleich einem Kaufmann,
der schöne Perlen sucht.
Als er aber eine sehr kostbare Perle gefunden hatte,
ging er hin und verkaufte alles, was er hatte und kaufte sie.
Hier finden wir ein wunderbares Bild der Versammlung Gottes.
Sie ist diese eine Perle. (00:04:02)
Wenn du eine Perle zerschneidest, hast du nicht zwei Perlen,
sondern hast du gar nichts mehr, alles verloren.
Und da ist diese Ganzheit, diese Einheit dieser Versammlung Gottes,
dieses einen Leibes, dieses Organismus, der für den Herrn Jesus
damals und heute und in alle Ewigkeit die Herrlichkeit einer Perle besitzt.
Und ein Kaufmann, der weiß zu unterscheiden, ein Kaufmann kann einschätzen,
der Herr Jesus konnte einschätzen, was diese Versammlung für einen Wert für ihn hat.
Nun, wir müssen bedenken, damals gab es die Versammlung noch gar nicht.
Der Herr Jesus zeigt in einem späteren Abschnitt, Matthäus 16,
dass er diese Versammlung erst bauen würde.
Und wir sehen ja heute, was wir aus der Versammlung gemacht haben.
Einheit ist nicht mehr zu sehen, wie viel Niedergang, wie viel Weltförmigkeit,
wie viel Bosheit, Böses ist darin zu sehen.
Aber der Herr Jesus, er sieht diese Perle und wir dürfen das auch sehen.
Wir dürfen diesen wunderbaren Wert in dieser einen Versammlung,
in dieser einen Gemeinde Kirche Gottes sehen.
Der Herr Jesus hat das gesehen und war dafür bereit, alles hinzugeben. (00:05:04)
Er ging hin, verkaufte alles, was er hatte und kaufte sie.
Einen solchen wunderbaren Wert hat die Versammlung für ihn.
Und dann heißt es in Vers 47, wiederum ist das Reich der Himmel
gleich einem Netz, das ins Meer geworfen wurde und Fische von jeder Art zusammenbrachte,
dass sie, als es voll war, ans Ufer heraufzogen.
Und sie setzten sich und lasen, dass die Guten in Gefäße zusammen,
aber die Schlechten warfen sie hinaus.
Das ist jetzt ein Bild dann von dem Ende der christlichen Zeit,
wo es viele auch schlechte Fische gibt.
In diesem Königreich, das sind ja Gleichnisse des Reiches der Himmel,
in diesem Königreich, wie wir gesehen haben, gibt es auch viel Falsches.
Viele Söhne des Ungehorsams.
Gibt es solche, die eben nicht Gläubige sind, sondern Söhne des Bösen.
Und da ist es die Aufgabe, zu aufzuteilen, zu trennen.
Das müssen wir nicht machen.
Wir sollen dafür sorgen, dass die Guten in ein Gefäß kommen, (00:06:02)
dass wir sehen, wo es solche gibt, die wirklich an den Herrn Jesus glauben,
die seine Söhne sind, die Söhne Gottes sind
und die deshalb eben auch in dem Dienst,
in der Versammlung Gottes einen bleibenden Segen ausüben können.
Das ist die eine Linie.
Die andere Linie ist, dass hier in diesen drei Gleichnissen
der Herr Jesus etwas zeigt davon, dass es drei verschiedene Bereiche gibt,
nicht nur den heutigen Bereich, sondern auch in der Zukunft,
wo jemand oder wo eine Gruppe ihn als den Herrn,
als den Meister, als den Herrscher anerkennen.
Das sind solche, die Gruppen bilden, die schon im Alten Testament bekannt sind
und solche, die eben nicht bekannt sind.
So wie es später in Vers 52 hat,
darum ist jeder Schriftgelehrte, der im Reich der Himmel unterrichtet ist,
gleich einem Hausherrn, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorbringt.
Das sind durchaus Dinge, die wir schon im Alten Testament kennen, (00:07:04)
aber auch solche, die ganz neu sind, die der Herr Jesus hier vorstellt.
Und vor diesem Hintergrund versteht man dann in diesem im Acker
verborgenen Schatz das Volk Israel.
Während die Versammlung himmlischer Natur, himmlischer Herkunft,
himmlischer Zukunft ist, himmlisches Wesen hat,
gehört das Volk Israel zu dieser Erde, zu diesem Acker.
Sie sind Teil dieser Welt, aber herausgenommen.
Sie sind etwas Besonderes.
Sie sind ein besonderes Eigentum des Herrn Jesus.
Und er hat das gesehen und er war bereit, für sein Volk zu sterben.
So sagt das der Herr Jesus auch im Blick auf das Abendmahl.
Das ist das Blut des neuen Bundes, der neue Bund.
Der wird nicht mit uns geschlossen.
Der wird nicht mit der Versammlung Gottes geschlossen.
Sie ist außerhalb jedes Bundes, jedes Vertrages.
Sie ist einfach der Gegenstand der Liebe des Herrn.
Aber mit dem Volk Israel wird nach dem Propheten Jeremia
und dem Hebräerbericht wird das wiederholt.
Ein Bund geschlossen, ein neuer Bund. (00:08:01)
Mit ihnen ist ja auch ein alter Bund geschlossen worden.
Und dieser Bund beruht auf dem vergossenen Blut,
das heißt auf dem dahingegebenen Leben des Herrn Jesus.
Er hat sein Leben gegeben und hat die Welt erworben.
Wir haben das gesehen, aber hat damit auch diesen Schatz erworben.
Das Volk Israel.
Das Volk Israel bildet bei Weitem nicht eine solche Einheit.
Da gab es zwölf Stämme.
Natürlich, es war ein Volk, aber sie bestanden aus zwölf Stämmen,
aus vielen gläubigen Juden.
Und das ist eben dieser Schatz.
Das ist nicht eine Einheit, sondern das sind viele einzelne wertvolle Teile,
Schatzteile für den Herrn Jesus.
Aber dann gibt es diese eine Perle, das ist die heutige Zeit.
Das ist das Neue.
Das ist im Alten Testament nicht vorhergesagt worden.
Eine Perle, die dadurch hervorsticht,
dass nicht jeder Einzelne gesehen wird, obwohl wir auch persönlich gläubig sind,
sondern dass die Ganzheit, diese Einheit der Versammlung
als ein Organismus, als dieser eine Leib gesehen wird (00:09:01)
in ihrem wunderbaren Wert durch den Tod des Herrn Jesus.
Auch dafür musste er sterben,
auch wenn die Versammlung nicht aus Sündern besteht,
sondern aus solchen, die Kinder Gottes sind, die Erlöste sind,
aus wertvollen Steinen sozusagen.
So ist es doch, diese Perle, die nur erworben werden konnte
durch den Tod des Herrn Jesus.
Was musste er dafür leiden?
Und dann finden wir dieses Netz, was die Fische aus dem Meer zieht.
Das Meer, was gerade Matthäus erfahren hat,
immer wieder ein Hinweis auf die Nationen ist.
Und auch die Nationen haben einen Platz am Herzen des Herrn Jesus.
Er wird auch diese Nationen in der künftigen Zeit
in den Bereich des Segens einführen.
Ja, unter den Nationen sind viele, die faule Fische sind.
Da sind solche, die eben schlecht waren und hinausgeworfen werden.
Aber da wird es auch eine ganze Anzahl von guten Fischen geben,
die in der Vollendung des Zeitalters von dem Herrn Jesus (00:10:02)
durch seine Engel zusammengesammelt werden
und dann eben zu seiner Ehre sein werden, zu ihm gehören werden.
Er wird sie in dieses Gefäß durch die Engel bringen.
Habt ihr dies alles verstanden?
Fragte Herr Jesus. Sie sagen zu ihm Ja.
Müssen wir nicht noch sagen,
obwohl der Geist Gottes schon in uns wohnt?
Das kannten die Jünger damals noch nicht.
Wir haben das auch noch nicht alles verstanden.
Allein, wenn wir diese beiden Linien miteinander vergleichen und überlegen,
was mag denn das sein, was der Herr Jesus wirklich hier vor Augen hatte?
Da fällt uns das ja manchmal schon schwer.
Ja, der Herr Jesus sagt dann, was ich schon vorgelesen habe.
Das ist wie ein Hausherr, der aus seinem Schatz
Neues und Altes hervorbringt.
Wunderbar.
Der Herr Jesus hat seine Jünger belehrt mit Dingen,
die sie aus dem Alten Testament kannten und dadurch auch wissen konnten,
dass das, was der Herr Jesus spricht, wahr ist.
Wenn er dann etwas Neues sagt, dann konnten sie ihm vertrauen,
weil das, was er ihnen vorher gesagt hatte,
absolut übereinstimmte mit dem, was sie vorher kannten. (00:11:01)
So ist das auch für uns.
Wir dürfen immer wieder lernen.
Wir dürfen dazu lernen.
Letztlich ist alles jetzt im Wort Gottes enthalten.
Da gibt es nichts, was neu ist in dem Sinn,
dass es nicht schon Teil des Wortes Gottes ist.
Aber für uns gibt es eben doch manches, was neu ist.
Und dann finden wir in den Versen 53 bis 57 einen Abschnitt,
der inhaltlich eigentlich zu Kapitel 14 gehört.
Der Herr Jesus hatte die Gleichnisse vollendet,
begibt sich weg und kommt in seine Vaterstadt.
Wir wissen aus den anderen Evangelien, aus dem Markus Evangelium
beispielsweise, dass das zeitlich viel, viel früher gewesen ist wahrscheinlich.
Aber der Herr Jesus kommt dorthin und man erstaunt über seine Lehre.
Woher hat dieser solche Weisheit und die Wunderwerke?
Ist dieser nicht der Sohn des Zimmermanns?
Im Markus Evangelium hat man ihn selber sogar als Zimmermann bezeichnet
und hat sich damit abschätzig ihm gegenüber geäußert.
Wie kommt seine Verurteilung von Seiten
seines Volkes hier hervor? (00:12:01)
Wie wird damit bestätigt, dass er wirklich der Verworfene ist,
wie wir das in Kapitel 12 schon vor uns gehabt haben?
Ja, man kann immer nur darüber nachdenken.
Es gab auf dieser Erde ein Volk, das verworfen ist,
das bis heute verworfen ist, das Volk der Juden, das Volk Israel.
In diesem Land, in diesem Volk
gab es einen Landstrich, der verworfen war, Galiläa im Norden.
In diesem Landstrich gab es eine Stadt, die verachtet war, Nazareth.
Was soll aus Nazareth Gutes kommen?
In dieser Stadt gab es ein Haus, das verworfen worden war,
das man verachtete.
Das war das Haus dieses Zimmermanns Josef.
Und in diesem Haus gab es dann eine Person, die verachtet wurde,
wie wir das im Johannes Evangelium lesen, der Herr Jesus.
Sie nahmen Anstoß an ihm.
Und der Hesus Jesus sagt: Ein Prophet ist nicht ohne Ehre,
außer in seiner Vaterstadt und in seinem Haus.
Woanders wird seine Lehre, wird seine Weissagung angenommen.
Aber da, wo man ihn kennt, wo man ihn als Kind vielleicht hat aufwachsen sehen,
da ist er verachtet. (00:13:01)
Und das ist bei dem Herrn Jesus anders als bei jedem von uns.
Bei ihm gab es nur Vollkommenheit.
Da gab es nicht eine Sache, die falsch war, wo er falsch gehandelt hätte.
Und trotzdem war er der Verworfene, blieb er der Verworfene
und wurde er verachtet.
Wir wollen ihn annehmen.
Wir wollen diesen großartigen inneren Wert in diesem Reich sehen.
Sei es nur die Versammlung in ihrer unterschiedlichen Ausprägungen,
sei es das Volk Israel als sein Volk auch zukünftig,
dieser Überrest, der wieder zu seinem Volk werden wird,
die Versammlung Gottes heute und auch die Nationen in der Zukunft.
Wir wollen das sehen und wir wollen vor allen Dingen ihn sehen,
diesen Herrn, der bereit war, für uns zu sterben,
der an das Kreuz gegangen ist, der bereit war, dieser Verworfene zu sein,
den Gott aber auferweckt hat, der ihm einen wunderbaren Platz gegeben hat
zu seiner Rechten und wo wir jetzt mit großer Anbetung vor ihm sein dürfen,
ihn anbeten dürfen in Geist und Wahrheit wie den Vater und ihn loben.
Das wollen wir tun und wollen unser Leben für ihn führen.