Am: Sa, 21. September 2024
In dieser Woche haben sich mehrere potentielle Kandidaten, die Kanzlerkandidaten der CDU/CSU werden wollten (Merz, Söder, Wüst), "geeinigt". Wer wollte, konnte manche strategischen Winkelzüge erkennen. Eigentlich wollten alle "der Erste" sein - aber es kann eben nur dieser "Erste" sein ... Als Christen können wir für unser gemeinschaftliches Leben und für unser Dienstleben daraus manches lernen.
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(00:00:00)
Diese Woche haben wir erlebt, wie drei Alpha-Menschen,
man spricht ja auch von Alpha-Tieren, miteinander umgehen.
Es gab nur einen, der Kanzlerkandidat werden konnte.
Und irgendwie mussten sie das miteinander ausmachen.
Und jeder wollte das letztlich werden.
Und wenn aber nur einer kann, dann muss es eine Methode geben,
um sich möglichst viel Macht selber noch zu erhalten.
Und da hat man das gesehen.
Ja, wie drei Männer, Wüst, Merz und Söder,
letztlich aber sich auf einen entscheiden mussten.
Und dann gibt es Taktik, dann gibt es Strategien,
wie man für sich, für die Zukunft irgendwie noch etwas offenhalten kann.
So sind Menschen, die miteinander ringen,
um die Vormachtstellung, um den ersten Platz.
Wie ist das bei uns Gläubigen?
Nun, wir wollen zunächst einmal festhalten,
in Gottes Augen gibt es nur den einen.
Auch für mich. Gibt es auch für mich nur den einen?
Gibt es auch für uns als Christen wirklich nur den einen,
der wirklich Regent ist, den einen, der den ersten Platz hat, (00:01:03)
der in allem den Vorrang hat?
Ist das wirklich so? Wie oft denken wir an den Herrn Jesus?
Haben wir heute schon an den Herrn Jesus gedacht?
Wenn wir jetzt mal die Woche rückblickend betrachten,
ist das wirklich der eine, der vor uns steht,
der uns vor Augen ist, der das Zentrum unserer Herzen ist,
der das Zentrum unseres Lebens, unserer Lebensausrichtung ist?
Der Apostel Paulus schreibt in 1. Korinther 15,
in diesem sogenannten Auferstehungskapitel,
davon, dass der Herr Jesus regieren wird.
Er hat den ersten Platz in der Ordnung der Auferstehung,
wie in allem anderen.
Und dann sagt Paulus, dass die, die des Christus sind,
bei seiner Ankunft dann auch auferweckt werden.
Und dann kommt er auf das tausendjährige Reich zu sprechen.
1. Korinther 15 Vers 24.
Dann das Ende, wenn er Christus, das Reich, dem Gott und Vater übergibt,
wenn er Gott weggetan haben wird,
alle Herrschaft und alle Gewalt und Macht.
Denn, und darum geht es mir jetzt, Vers 25,
denn er, Christus, muss herrschen,
bis er Gott alle Feinde unter seine Christi Füße gelegt hat. (00:02:05)
Der Jesus wird hier auf dieser Erde tausend Jahre regieren.
Wunderbare Herrschaft.
Da gibt es keinen, der irgendwie ihm dieses Amt,
diese Herrlichkeit, diese Vorrangstellung streitig machen könnte.
Da gibt es keinen, der das abgeben könnte,
der sagen würde, jetzt übergebe ich dir das.
Nein, Gott wird seinen Christus einsetzen.
Da gibt es nicht zwei oder drei, die um diese Position rangeln.
Ja, es gibt den Teufel, der bis heute versucht,
die Herrschaft in dieser Welt zu haben.
Und der eben der Gott dieser Welt, der Fürst dieses Zeitlaufs ist.
Aber Gott wird seinen Christus einführen.
Er wird seinen Christus setzen über alles.
Da gibt es nicht irgendwie eine Diskussion darüber.
Da gibt es niemanden, der irgendwie strategisch da handeln kann.
Da gibt es nur Christus.
Aber dieses Reich Gottes,
das dann in Macht und Herrlichkeit sein wird,
das gibt es heute schon in einer geheimnisvollen Weise,
wie der Jesus das nach Matthäus 13 und Markus 4
oder auch dem Lukas-Evangelium deutlich macht.
Und da ist die Frage, ist er heute schon dieser Regent?
Gott hat ihn dahin gesetzt. (00:03:02)
Ist er der Herrscher in meinem Leben, in unserem Leben,
in diesem Reich Gottes?
Das ist er objektiv gesehen.
Aber die Frage ist, stellen wir uns unter seine Herrschaft?
Sind wir bereit, ihm von Herzen gehorsam zu sein?
Sind wir bereit, uns wirklich ihm unterzuordnen?
Hat er wirklich diesen ersten Platz?
Im Alten Testament finden wir,
und jetzt kommen wir wieder auf die Ebene von uns Menschen,
wie wir das in dieser Woche erlebt haben unter den CDU-Politikern,
auch unter den Menschen gibt es immer diesen Versuch,
sich Herrlichkeit und Macht streitig zu machen.
Wir denken zum Beispiel an 1. Könige 1.
Gott hatte Salomo vorgesehen als Sohn Davids.
Er war der zehnte Sohn, aber er hatte ihn vorgesehen,
Herrscher zu sein, König zu sein.
Das hat er auch deutlich gemacht.
Aber da finden wir in 1. Könige 1 Vers 5,
Aber der Sohn Hagiz, auch ein Sohn von David,
erhob sich und sprach, ich will König werden.
Ist das nicht das Herz von Menschen?
Kann das nicht auch das Herz von uns Gläubigen sein?
Ich will. Ich will angesehen sein. Ich will anerkannt sein. (00:04:03)
Ich will, dass Menschen mir nachfolgen.
Dabei gibt es das heute nicht.
Es gab den einen vor Christus, Johannes der Täufer.
Er hatte das Recht, Jünger zu haben, sonst keinen.
Heute gibt es keinen, der irgendwie Jünger machen kann,
der die Position hat, dass andere ihm nachlaufen sollen.
Ja, das wird uns in Apostelgeschichte 20 gesagt,
dass aus der Mitte und von außen, dass solche aufstehen würden,
die dafür sorgen wollen, dass Menschen ihnen nachlaufen,
dass sie einen ersten Platz haben.
Und damit stellen sie sich letztlich an die Stelle des Herrn Jesus.
Apostelgeschichte 20 Vers 38.
Und aus euch selbst werden Männer aufstehen,
die verkehrte Dinge reden, um Jünger abzuziehen, hinter sich her.
Sie wollen einen Platz haben.
Und den Platz, den gibt es nur für Christus.
Sind wir wachsam, dass, wenn es solche Männer gibt,
dass wir ihnen nicht nachlaufen, dass wir eben gerade erkennen,
dass sie einen Platz einnehmen, den der Herr Jesus hat?
Das ist ja die Gefahr.
Paulus spricht davon, dass es solche gibt wie Adonier, (00:05:02)
der dann auch andere hinter sich hergezogen hat.
Und wir finden das in dem Volk Israel,
in dem Zehnstämmereich später,
dass die immer wieder gekämpft haben um diese Vormachtstellung.
Und auch wir stehen in Gefahr, es selber sein zu wollen,
als Diener des Herrn,
als solche, denen der Herr vielleicht eine Gabe gegeben hat.
Und wir stehen genauso in Gefahr, andere dazu zu machen.
Und da müssen wir wachsam sein, damit das nicht passiert,
weil das immer zum Schaden ist.
Das ist zum Schaden für mich selbst
und das ist zum Schaden für andere, für das Volk Gottes.
Sind wir solche, die dann noch wirklich wachsam sind?
Denken wir an 1. Korinther 1, da lesen wir in Vers 12.
Ich sage aber dies, dass jeder von euch sagt,
ich bin des Paulus, ich bin des Apollos,
ich bin des Kephas, ich aber des Christus.
Ist der Christus zerteilt?
Ist etwa Paulus für euch gekreuzigt?
Oder seid ihr auf den Namen des Paulus getauft worden?
Hier waren es gar nicht die Diener, die diesen Platz haben wollten,
sondern da war das Volk.
Das meinte sich durch besondere Diener, durch besondere Namen,
dadurch einen besseren Platz zu bekommen, (00:06:03)
dadurch zu den Stärkeren zu gehören.
So können wir als solche, die zu dem Volk Gottes gehören,
Menschen in eine Position setzen,
wo sie im Gegensatz zueinander gestellt werden,
obwohl sie das selber gar nicht wollen.
Das gibt es heute auch manchmal.
Da wird dann eine Rivalität herbeigeführt,
die es gar nicht gab oder gar nicht gibt.
Und damit versucht man dann, bestimmte Ziele zu erreichen,
indem man sagt, ja, ja, der Ursprung von Problemen,
das ist diese Rivalität zwischen dem und jenem,
zwischen dieser und jener Person.
Dabei sind wir es als Volk Gottes, die andere zu Häuptern machen.
Sie selber haben das nicht gemacht.
Hier ist ja offensichtlich, weder Paulus noch Apollos noch Käfers
haben irgendwie in dieser Weise, waren sie tätig.
Und das Schlimmste waren ja die, die sich auf Christus beriefen
und Christus zum Haupt einer Partei gemacht haben.
Etwas ganz Schlimmes, etwas ganz Furchtbares.
Und in Kapitel 3 finden wir das ja noch einmal in Vers 4.
Denn wenn einer sagt, ich bin das Paulus, der andere aber das Apollos,
seid ihr nicht menschlich? Wer ist denn Apollos? Wer ist Paulus? (00:07:03)
Diener, durch die ihr geglaubt habt,
und zwar wie der Herr einem jeden gegeben hat.
Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen.
Gott aber hat das Wachstum gegeben.
Es kommt auf Gott an, es kommt nicht auf uns an.
Wenn wir uns so zum Haupt einer Partei machen würden,
das wäre etwas, sich an die Stelle von Christus zu setzen,
die allein ihm, dem Herrn Jesus Christus,
dieser Autoritätsperson zukommt,
und jemanden zu einem Haupt zu machen.
Das heißt, Streit unter das Volk Gottes zu bringen.
Das heißt, mit strategischen Zielen vielleicht etwas zu verfolgen
auf diese Art und Weise, was böse ist, was ungöttlich ist.
Und dadurch vielleicht eigene Ziele zu erreichen,
indem man Menschen angeblich in Rivalität zueinander setzt.
Etwas Abscheuliches, wenn wir so vorgehen.
Und das finden wir eben hier in dem 1. Korintherbrief
mit allen fatalen Folgen, die das damals auch gehabt hat.
Nein, wir wollen als Volk Gottes nicht dazu beitragen,
dass solche Häupter entstehen,
dass solche Spaltungen entstehen können, (00:08:01)
indem wir uns hinter Menschen, mögen sie noch so geistlich
wie Paulus, Apollos und Petrus gewesen sein, stellen.
Und wir wollen uns als Diener auch die Frage stellen,
sind wir nicht auch manchmal solche, die in Egoismus,
die vielleicht erst mal gut gemeint,
aber doch so eine Vorrangstellung haben wollen?
Gottes Wort warnt ausdrücklich dafür.
Was für ein Motiv habe ich in meinem Dienst?
Ist das vielleicht auch, der Erste sein zu wollen?
Was sagt der Apostel Johannes in 3. Johannes 9?
Ich schrieb etwas an die Versammlung, aber Diotrephes,
der gern unter ihnen der Erste sein will, nimmt uns nicht an.
Das war jetzt ein Bruder in einer örtlichen Versammlung.
War es ein Bruder?
Es war jedenfalls eine Person, der wollte der Erste sein.
Und so können wir am Ort,
wollen wir auch vielleicht den größten Einfluss haben?
Wollen wir anerkannt sein?
Wollen wir als solche gelten, die das letzte Wort in allem haben?
Aber wir können das auch als Diener,
die so für den Herrn tätig sind, wie das bei den Jüngern war.
Wie heißt es in Lukas 22 Vers 24? (00:09:03)
Der Jesus hat von seinen Leiden gesprochen.
Er hat sein Gedächtnis mal eingerichtet.
Und da lesen wir, es entstand aber auch ein Streit unter ihnen,
wer von ihnen für den Größten zu halten sei.
Er aber sprach zu ihnen,
die Könige der Nationen herrschen über sie
und die, die Gewalt über sie ausüben, werden Wohltäter genannt.
Ihr aber nicht so.
Ja, das, was wir in der Politik erleben,
was wir auch bis heute erleben,
da geht es so darum, die Vorrangstellung zu haben,
der Erste zu sein und das durch verschiedene Maßnahmen,
wie auch Wohltätigkeit ausüben zu können.
Ihr aber nicht so,
sondern der Größte unter euch sei wie der Jüngste
und der Führende wie der Dienende.
Denn wer ist größer, der zu Tisch liegende oder der Dienende?
Nicht der zu Tisch liegende.
Ich aber bin in eurer Mitte wie der Dienende.
Was sind wir?
Sind wir solche, die der Erste sein wollen?
Sind wir solche, die andere hinter uns herziehen wollen?
Sind wir solche, die Haupt sein wollen?
Oder wollen wir dem Herrn Jesus nachfolgen?
Einfach dienen, schlicht dienen und dem Herrn die Ehre geben, (00:10:02)
den Herrn vorstellen, dass er der Große ist,
dass wir auf ihn hinweisen.
Und das spüren die Geschwister doch, die Gläubigen.
Sie merken, ob ich mich selbst in den Vordergrund stelle oder nicht.
Ja, Paulus sagt in Apostelgeschichte 20 Vers 30,
dass viele dadurch weggezogen werden können,
weil sie fasziniert sein können durch Charisma, durch Art, durch Gabe.
Aber das ist nicht das, was Paulus wollte.
Paulus wollte Christus groß machen.
Und wer das tut, der wird sich nicht in den Vordergrund drängen,
der wird nicht der Erste sein wollen,
der wird nicht regieren wollen, der wird dienen wollen.
Und er wird Christus verherrlichen und ihn in allem groß machen.