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Es kann keine wirkliche oder richtige Heiligung geben, solange der Mensch sich nicht über die Sünde im Klaren ist. Solange ich nicht weiß, dass ich vollkommen angenommen bin und die Gewissheit habe, dass ich gerettet bin, weil alle Sünde verschwunden ist, vermische ich meinen Zustand mit meiner Stellung. Die heilige Natur ist da, aber es kann keine wahre Heiligung geben, bis ich sehe, dass Christus meine Sünden nicht nur bis zu diesem Tag getragen hat, sondern dass alle meine Sünden beseitigt worden sind, und außerdem habe ich eine vollkommene Annahme in Christus.

Das sind drei Dinge: Friede über die Sünden, gegenwärtige Gnade und zukünftige Herrlichkeit. Nicht nur, dass wir in Christus Jesus nicht mehr verdammt werden, weil alle Sünden beseitigt sind, sondern wir haben auch eine neue Stellung in Christus selbst. Alles, was den ersten Adam betrifft, wurde am Kreuz geregelt, und ich habe einen neuen Platz in Christus. Jetzt bin ich aufgerufen zu wandeln, wie Christus gewandelt ist. Bei allem soll ich Gottes Sohn in der Herrlichkeit gleichgestaltet werden. Ich soll so wandeln, wie Christus gewandelt ist, nicht so sein, wie Christus war. Er war ohne Sünde in sich, wir haben Sünde in uns, aber Sünde in unserem Wandel dürfen wir niemals zulassen.

„Wir alle aber, mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauend, verwandelt nach demselben Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit." Nicht nur meine Sünden sind getilgt, sondern ich sehe einen Menschen, der in die Herrlichkeit eingegangen ist, und nun möchte ich nicht nur nicht sündigen, sondern auch wie dieser Christus in der Herrlichkeit sein - ich dränge auf das Ziel zu. „Geliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes, und es ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen, dass wir, wenn es offenbar wird, ihm gleich sein werden, denn wir werden ihn sehen, wie er ist“ (1. Joh 3,2).

Durch den Glauben sehe ich Christus jetzt in der Herrlichkeit. Ich weiß, dass ich Ihm einmal ähnlich sein werde und möchte Ihm jetzt bereits so ähnlich sein, wie es möglich ist. Es ist wie ein Licht am Ende eines Tunnels: Je näher ich komme, desto heller wird das Licht. Ich sehe, dass sich das Fleisch in mir nie ändert, es wird nur immer schlimmer; aber wenn mein Auge feststeht und mein Geist mit Christus beschäftigt und von Ihm erfüllt ist, werde ich Ihm mit jedem Schritt ähnlicher – „verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit“.

 

Aus: The Full Import of Conversion

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