Christus - der Erschlagene (1. Mo 4,23.24)


Transkript der Audiodatei

Hinweis: Der folgende Text ist ein computer-generiertes Transkript der Audiodatei. Vereinzelt kann die Spracherkennung fehlerhaft sein.
(00:00:00) In Erstemose 4, Abvers 23, lesen wir von Lamich. Er ist ein Nachkomme von Kain, also von dieser Reihe, von diesen Geschlechtern gottloser Art. Kain hatte Gott den Rücken zugekehrt, wie die Ungläubigen ohne Gott leben wollen, gottlos. Und dann heißt es von Lamich, er sprach zu seinen Frauen Ada und Zilla, das ist schon eine böse Verformung dessen, was Gott gegeben hatte. Er hatte gesagt, dass der Mensch seine Eltern verlässt, Vater und Mutter, um seiner, einer Frau anzuhangen. Und dieser Mann hat die Vielehe eingeführt. Er sprach zu seinen Frauen, hört meine Stimme, Frauen Lamichs, horcht auf meine Rede. Einen Mann erschlug ich für meine Wunde und einen Jüngling für meine Strehme. Wenn Kain siebenfach gerecht wird, so Lamich siebenundsiebzigfach. Das ist, was die Verantwortung von Lamich betrifft, natürlich purer Hochmut, Gewalttat, eine Art und Weise, mit Leben umzugehen, die einem Menschen nicht zusteht. (00:01:05) Das heißt, unter der menschlichen Verantwortung ist das schlimm. Aber wir finden im Alten Testament, gerade im ersten Buch Mose, immer wieder Beispiele, wo Menschen, was ihre Verantwortung betrifft, falsch gehandelt haben und doch damit ein Vorbild sind auf etwas, was Christus betrifft. Ich nehme ein Beispiel. Jakob hat seinem Sohn Josef ein besonderes Oberkleid gemacht, ein wunderbares Kleid, ein Bekleidungsstück, was ausdrückt, dass er eine hohe Wertschätzung gerade dieses Sohnes hatte. Natürlich ist das unter menschlicher Verantwortung etwas ganz Schlimmes, dass man einen Sohn den anderen Elf vorzieht, dass Jakob damit den anderen Elf von Ruben angefangen, deutlich gemacht hat, das ist mein geliebter Sohn. Und das muss natürlich zu Eifersucht und Neid führen, das ist unter menschlicher Verantwortung etwas absolut Verkehrtes. Aber vorbildlich zeigt uns das etwas von dem, (00:02:03) was den Herrn Jesus und seine Beziehung zu dem Vater betrifft. Der Herr Jesus, er war derjenige, der das ganze Wohlgefallen des Vaters hatte, weil er der Einzigartige, der Einzige seiner Art ist und war und in jeder Hinsicht Gott verherrlicht hat. Er hatte das Wohlgefallen des Vaters. Also vorbildlich ist das ein großer Hinweis auf das, was die Beziehung des Vaters zu dem Herrn Jesus betrifft, aber nach menschlicher Verantwortung verkehrt. So auch hier. Das, was nach menschlicher Verantwortung absolut böse, gottschlos, gewalttätig ist, so wie es später in Kapitel 6, dann auch in Vers 11 heißt, dass die Erde voll war, verdorben war von Gott und Vollgewalt tat. So finden wir das hier bei Lamech. Aber vorbildlich spricht, prophetisch spricht diese Aussage von Lamech von dem, was der Überrest in künftigen Tagen einmal sagen wird. Jesaja 53 Vers 5 (00:03:05) Das wird der Überrest sagen. Wir werden erkennen. Wir haben unseren eigenen Messias an das Kreuz gebracht und er ist gestorben unserer Ungerechtigkeit wegen. Wie unsere Ungerechtigkeit, unsere Übertretung haben ihn an das Kreuz gebracht. Die Strafe zu unserem Frieden lag auf ihm und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden. Und genau davon sprechen diese Verse hier, dass der Überrest sagt, einen Mann erschlug ich für meine Wunde, einen Jüngling für meine Strieme. Ich war dafür verantwortlich, dass da jemand umgebracht wurde. Das wird der Überrest einmal im Glauben sagen. Sie werden erkennen, dass sie den Messias, den Jüngling, den Mann erschlagen haben. Denjenigen, der in Vollkommenheit gelebt hat. Kein hat Abel so erschlagen und Lamech hat ebenso einen Mann, der hier nicht weiter benannt wird, erschlagen für seine Wunde. Sie haben sich gerecht, so wird der Überrest erkennen. (00:04:01) Sie haben in falscher Rache gehandelt, in ungerechter Weise und haben dadurch das Gericht Gottes auf sich gezogen. Wenn kein siebenfach gerecht wird, so Lamech siebenundsiebzigfach. So wird es tatsächlich sein, der Überrest wird von Gott beschützt werden, weil er sich eins macht mit Christus, weil er ein Bekenntnis ablegt von seiner Schuld. Vielleicht ist der eine oder andere ein wenig überrascht, dass in diesen Versen eine solche Weissagung enthalten ist. Aber so wird der Überrest tatsächlich sprechen. Sie werden erkennen, dass sie ihren eigenen Messias, ihren eigenen König, den Sohn Gottes, dass sie ihn umgebracht haben, dass sie ihn erschlagen haben und in Gewalttat ihm gegenüber gehandelt haben. Wunderbares Erkennen wird das sein. Sie werden zur Buße geführt werden. Wir dürfen das heute schon tun. Wir dürfen sehen, dass der Herr Jesus nach dem Ratschluss Gottes gekommen ist und an das Kreuz von Golgatha gegangen ist. Wenn wir das an jedem ersten Tag der Woche vor unseren Herzen haben, wenn wir so gemeinschaftlich auch ihm die Anbetung bringen, (00:05:03) dann erfreut das Gott. Denn wir müssen auch sagen, wir hätten ja mit eingestimmt, wenn wir dort gestanden hätten. Wir hätten den Herrn Jesus ebenso an das Kreuz gebracht, wir hätten ihn ebenso umgebracht, wir hätten ihn ebenso gekreuzigt. Und deshalb wollen wir uns sozusagen eins machen mit diesen Worten und wollen erkennen, das hat er für uns getan. Wir sind verantwortlich für seinen Tod, so wie Petrus und auch Stephanus die Juden Mörder nannten, so ist das in gleicher Weise für uns wahr, dass wir in dieser Weise mit dem Christus Gottes umgegangen sind. Gott sei Dank, er hat zugleich den Ratschluss Gottes ausgeführt und dort das Werk der Erlösung vollbracht, das zu unserem ewigen Segen ist.
Beitrag teilen

Artikelreihe: Christus im Alten Testament (1. Mose)

Verwandte Artikel

Hebräerbrief erklärt – Was er Christen heute zu sagen hat Michael Hardt Der Brief an die Hebräer gehört zu den tiefgründigsten und zugleich oft missverstandenen Schriften des Neuen Testaments. Viele Christen tun sich schwer mit diesem Text – doch das muss nicht sein. In diesem Video erfährst du: •    Wer die ... Video ansehen
Kampf um den Thron: Geht die Macht an Israel oder den Iran? Manuel Seibel Im Nahen Osten findet gerade ein großer Fight statt. Drei Feinde versuchen, Israel kriegerisch zu überwinden. In allen Fällen sind es terroristische Organisationen. Aber hinter ihnen steht anscheinend, jedenfalls teilweise, der Iran. Diese Macht ... Video ansehen
Christus - der Ermordete (1. Mo 4,8.10) Manuel Seibel Abel war der erste Märtyrer, den es auf der Erde gab. Christus war nicht der letzte, aber der wichtigste, prominenteste. Sein Tod war viel mehr als das. Aber auch das ist wahr gewesen für Ihn - Teil seiner Leiden. Podcast anhören
Mose, Johannes der Täufer, Paulus – Christus (1): Stationen in ihrem Leben Manuel Seibel Der Herr Jesus ist einzigartig. Niemand kann mit Ihm verglichen werden. Und doch dürfen wir Glaubenspersonen des Alten Testaments als ein Vorbild auf Ihn erkennen. Und Gläubige, die nach Christus gelebt haben, durften seiner herrlichen Person ... Artikel lesen
Christus - der Tröster (1. Mo 5,29) Manuel Seibel Noah sollte die Menschen trösten angesichts der Not, die durch den Sündenfall und den Fluch, den Gott über die Erde ausgesprochen hat, ausgelöst worden ist. In Wahrheit gibt es nur den Einen, der diesen Trost und Beistand dauerhaft geben kann ... Podcast anhören
Ich habe abgetrieben: Lieb-los? Hoffnung-los? Vergebungs-los? Alles aus? Manuel Seibel Gott sieht uns von Anfang an im Mutterleib als „Menschen“ an. Dennoch gibt es viele, leider auch manchmal Christen, die ein solch kleines Wesen: eine Person, ein Baby, ein Geschöpf Gottes!, abgetrieben haben. Ein echtes Wunder ... Das ist etwas ... Video ansehen