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(00:00:00) Wir haben gesehen, dass der Messias durch einen Herold gekennzeichnet ist, wie das im irdischen Bereich auch der Fall ist, und wir haben gesehen, dass der Messias auch moralisch in der Lage war, der Herr Jesus als der wahre Messias, diese Königsherrschaft anzutreten. Jetzt finden wir in den Kapiteln 5 bis 7 im Matthäus-Evangelium in der sogenannten Bergpredigt die Grundsätze des Reiches, des Königreiches vorgestellt. Wahrscheinlich müssen wir das so erkennen, dass diese in Matthäus 5 bis 7 zusammengefasste Predigt zu verschiedenen Zeiten von dem Herrn Jesus gehalten worden ist. Das heißt, dass er sie nicht in einem gehalten hat, diese Rede, sondern dass er zu verschiedenen Gelegenheiten Aspekte, die eben mit den Grundsätzen des Königreiches zu tun haben, den Jüngern vorgestellt haben. Wie kommen wir dazu? Weil wir in dem Lukas-Evangelium in Kapitel 6, Kapitel 11, Kapitel 12 und Kapitel 16 Teile dieser sogenannten Bergpredigt finden und Matthäus ja ohnehin, ähnlich eigentlich wie Lukas, mehr die Dinge moralisch ordnet und nicht zeitlich ordnet. (00:01:04) Das wird sehr deutlich dann ab Kapitel 8, dass die Begebenheiten absolut nicht in zeitlicher Reihenfolge geschildert werden, sondern unter einem Gesichtspunkt, einem moralischen Gesichtspunkt, der bei Matthäus eben ganz besonders die Haushaltungen, die Epochen sind, die er nebeneinander stellt. Nun hier dieses Königreich. Was meinte Herr Jesus damit? Er spricht hier nicht von den Grundsätzen des Königreiches im Blick auf eine Regierung. Ja, wenn er zum Beispiel sagt, widersteht nicht dem Bösen, Kapitel 5 Vers 39, das wäre nie ein Regierungsprogramm. Gott würde nie einer Regierung sagen, nehmt das Böse mal hin, ist ja nicht so schlimm. Römer 13 macht ganz deutlich, dass die Regierung mit Recht das Schwert trägt. Nein, hier geht es um ein Regierungsprogramm für den Einzelnen inmitten des Reiches. Gott macht also durch den Herrn Jesus hier die Grundsätze seines Königreiches klar, das er vorgesehen hatte und das er auch einmal in Macht und Herrlichkeit in der Person des (00:02:02) Herrn Jesus antreten wird, was die moralischen Kennzeichen derer, die zu diesem Reich gehören, Jünger eben sein sollen. Jünger bedeutet dabei nicht Erlöste, Jünger bedeutet nicht bekehrte Menschen, sondern solche, die sich zu dem Herrn, zu dem König bekennen, seien sie gläubig oder nicht. Gott geht natürlich grundsätzlich davon aus, dass diejenigen, die sich zu ihm bekennen, das auch mit ihrem Herzen tun und bekehrt sind, aber es gibt immer solche dabei, die das nur auf äußerliche Art und Weise tun. Dann müssen wir bedenken, dass hier von Trauernden, von Verfolgung die Rede ist. Das macht deutlich, es geht um die Entfaltung dieser Grundsätze des Königreiches in einer Zeit, wo der König und auch diejenigen, die sich zu ihm bekennen, Verworfene sind. Das war in der damaligen Zeit, als der Jesus hier auf der Erde war der Fall. Das ist in der heutigen Zeit der Fall, wo dieses Königreich, werden wir später dazu kommen in Matthäus 13, in einer geheimnisvollen Weise vorgestellt wird, nämlich, dass das Königreich nicht in Macht und Herrlichkeit regiert, sondern dass dieses Königreich in (00:03:04) verborgener Weise, im Verborgenen eben durch eine Regierung aus dem Himmel von einem König, der nicht hier auf dieser Erde herrscht, vorgenommen wird. Und in dieser Regierungszeit leben wir eben heute, wo Christus verworfen ist, der wahre Messias und die, die zu ihm gehören, wir, die wir an den Herrn Jesus glauben, ebenso verworfen sind. Dieses Regierungsprogramm wird noch einmal eine ganz besondere Bedeutung bekommen in der Zeit der Verfolgungen, in der Trübsalszeit, in der Drangsalzeit, wenn diejenigen, die zu Christus gehören, nach wie vor verfolgt und verworfen sein werden und sie dann eben durch gerade diese Belehrung des Herrn Jesus aufrecht erhalten werden. Das Königreich wird dann einmal in Macht und Herrlichkeit, wie zum Beispiel nach Jesaja 60 Vers 20, 61 Vers 3 und 66 Vers 11 auch in Macht und Herrlichkeit regiert werden, aber das ist eine Zeit, die noch bevorsteht. Matthäus 5 zeigt uns dabei die Kennzeichen der Jünger, Kapitel 6 zeigt uns das Leben (00:04:07) der Jünger im Königreich und Kapitel 7 zeigt uns die Beziehungen der Jünger zu Gott, zu Menschen und zu Jüngern. Kurz ein Überblick im Einzelnen, in diesen Glückseligpreisungen am Anfang, Matthäus 5 Vers 1 bis 12 finden wir den Charakter der Jünger in der Verwerfungszeit des Königs vorgestellt. Zweitens finden wir in den Versen 13 bis 16 in dem Salz der Erde und dem Licht der Welt die Stellung und die Aufgaben der Jünger auf dieser Erde und in dieser Welt, die Christus und Gott gegenüber feindlich ist und damit auch uns vorgestellt. Drittens finden wir in Kapitel 5 Vers 17 bis 48, wie gezeigt wird, dass sich Jünger nach dem Wort Gottes richten. Hier wird die Beziehung der Jünger zu dem Alten Testament gezeigt, in dem sogar eine höhere Messlatte, eine höhere moralische Bewertung dieses Alten Testamentes für Jünger (00:05:02) des Herrn Jesus vorgestellt wird. Ich sage dazu, wir Gläubigen der Gnadenzeit, der heutigen Zeit, wir stehen nicht unter Gesetz, auch nicht unter einem höheren Gesetz wie der Bergpredigt. Aber die Bergpredigt enthält moralische Elemente, die auch in unser Leben hineinsprechen und uns zeigen, was Gottes Gedanken sind. Aber wir sollten niemals denken, die Bergpredigt, das wäre die Lebensregel des Gläubigen. Nein, wir sind dem Gesetz gestorben, wir sind mit Christus gestorben und deshalb hat das Gesetz in dieser Weise keine Macht über uns. Wir finden dann viertens in Kapitel 6 Vers 1 bis 18 die Aktivität der Jünger. Sie wird gezeigt, erstens in dem Üben von Wohltätigkeit, zweitens in dem Gebet, in dem aktiven Gebet und drittens dann auch in dem Fasten diese Aktivität die Jünger prägt. Wir finden dann weiter in Vers 19 bis 24 von Kapitel 6, fünftens die Lebensausrichtung der Jünger, die eben zum Beispiel nicht darin besteht Schätze auf der Erde zu sammeln, (00:06:06) sondern Schätze im Himmel, wo wir das Auge als Lampe des Leibes einfältig auf Gott gerichtet haben und wo wir nicht zwei Herren dienen, nicht dem Mammon und Gott, nein, dem Mammon wollen wir nicht dienen, sondern wir wollen Gott dienen. Wir finden dann sechstens die Haltung der Jünger im Reich, Kapitel 6 Vers 25 bis zum Ende, wo eben deutlich wird, wir trachten zuerst nach dem Reich Gottes, Vers 33, nicht nach Versorgung, nicht nach dem Äußeren, wir sind nicht besorgt, beunruhigt im Blick auf die äußeren Dinge. Wir finden dann siebtens in den ersten fünf Versen von Kapitel 7, dass der Herr Jesus uns etwas zeigt über die Beurteilung von anderen Jüngern, wie wir uns dabei zurückhalten sollen, richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet. Wir finden achtens in dem Vers 6 von Kapitel 7 die Beziehung des Jüngers nicht zu anderen (00:07:04) Jüngern, sondern zu der Welt, wo uns deutlich gemacht wird, dass wir das Heilige den Hunden nicht vorwerfen sollen und auch die Perlen nicht vor die Schweine werfen sollen, damit wir nicht zertreten werden. Mit anderen Worten, wir haben mit dieser Welt keine Gemeinschaft. Wenn wir uns eins machen mit dieser Welt, dann führt das genau dazu, dass wir die Perlen vor die Schweine werfen und das Heilige den Hunden dieser Welt geben. Wir finden dann neuntens in den Versen 7 bis 12 die Beziehung der Jünger zu Gott, dieses Bewusstsein, dass Gott gut ist, dass wir bitten und er uns gibt, dass wir ein Bewusstsein haben, dass jeder Bittende empfängt und dass es ein liebender, ein fürsorglicher, ein gnädiger Vater ist, mit dem wir im Himmel zu tun haben. Und wir finden dann abschließend zehntens in dem letzten größeren Teil, Verse 13 bis 29, wie wahre Jünger falschen Jüngern gegenübergestellt werden. Wir sollen eingehen durch die enge Pforte und nicht auf dem breiten Weg bleiben, der (00:08:05) eben ins Verderben führt. Da wird gewarnt vor falschen Propheten, die uns auf eine falsche Bahn werfen bringen sollen. Da finden wir einen faulen Baum und wir finden einen guten Baum. Wir finden solche, die Herr, Herr sagen, aber keine Beziehung zu dem Herrn haben und solche, die ihm von Herzen gehorsam sind, die eine Beziehung zu ihm haben, natürlich ausgehen von der Bekehrung. Wir finden das Haus auf dem Sand und wir finden das Haus auf dem Felsen. Wunderbare Belehrungen, die der Herr Jesus uns gibt, die in unser praktisches, in unser tägliches Leben hineinsprechen und die wir beherzigen wollen, wo wir von Herzen dem Herrn Jesus gehorsam sein wollen, uns ihm hinwenden wollen und bereit sein wollen, die Verwerfung dieser Welt zu teilen.
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Artikelreihe: Durch die Bibel gehen (Neues Testament): ein Überblick über Gottes Gedanken

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