Das Anrufen des Namens des Herrn

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Nachdem der Herr Abraham erschienen ist, lesen wir sofort: „Und er baute dort dem Herrn, der ihm erschienen war, einen Altar“ (1. Mo 12,7). Das spricht zweifellos von Anbetung. Im Brief an die Hebräer tragen die, die zu Christus außerhalb des Lagers gehen, nicht nur den Charakter von Wanderern als solche, die keine bleibende Stadt haben, sondern sie werden Anbeter, die „Gott stets ein Opfer des Lobes darbringen“ (Heb 13,13–5).

Abraham wurde sich somit nicht nur der Herrlichkeit des Landes in einer fernen Zukunft  bewusst, sondern begriff etwas von der Herrlichkeit dessen, der ihm erschienen war. Das Geschenk des Landes mag wirklich Dank hervorbringen. Aber die Größe des Gebers machte ihn zu einem Anbeter. So ist es immer. Denn Anbetung ist der Ausfluss eines Herzens, das mit der Herrlichkeit der Person erfüllt ist, die wir bewundern.

Fünftens rief Abraham „den Namen des Herrn an“ (1. Mo 12,8). Das spricht von seiner Abhängigkeit von dem Herrn. Was auch immer seine Bedürfnisse gewesen sein mögen, die Entbehrungen seiner Wanderschaft und die Versuchungen, die seinen Weg kreuzten, welcherart auch immer der Widerstand gewesen sein mag, auf den er traf: Er besaß eine unerschöpfliche Quelle, denn er konnte den Namen des Herrn anrufen.

Gottesfürchtige finden ihre Hilfsquellen immer im Herrn Jesus, wie schwierig die Tage auch sein mögen. In den Tagen des Ruins vor der Flut gab es solche, die wie Kain „weg vom Angesicht des Herrn“ gingen. Aber es gab auch gottesfürchtige Menschen, die anfingen, „den Namen des Herrn anzurufen“ (1. Mo 4,16.26). So gab es auch in den dunklen Tagen des Propheten Maleachi gottesfürchtige Menschen, die ihre Hilfsquelle in dem Herrn fanden, denn wir lesen: „Da unterredeten sich miteinander, die den Herrn fürchteten“ (Mal 3,16).

In den frühen Tagen der Versammlung (Kirche, Gemeinde) waren die Gläubigen als solche bekannt, „die diesen Namen anrufen“ (Apg 9,21). Inmitten der Verfolgungen wandten sie sich zu ihrem Herrn. Und inmitten des Ruins der letzten Tage der Christenheit wird uns versichert, dass es immer noch solche geben wird, „die den Herrn anrufen aus reinem Herzen“ (2. Tim 2,22).

aus: Abraham, der Freund Gottes (Beröa-Verlag)

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Artikelreihe: Das Glaubensleben Abrahams

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