In der alten Schöpfung gehört der Mensch dem Tod, ist dessen Eigentum. Daher wurde mit Recht gesagt, dass der Mensch in dem Augenblick, in dem er zu leben beginnt, letztlich zu sterben beginnt. Eine traurige Tatsache!
Der Mensch kann dem Tod nicht entkommen. „Es ist den Menschen gesetzt, einmal zu sterben, danach aber das Gericht“ (Heb 9,27). Es gibt nicht eine einzige Sache, die der Mensch in der alten Schöpfung besitzt, die ihm nicht durch die unbarmherzige Hand des Todes entrissen werden könnte. Der Tod nimmt ihm alles, zerstört seinen Körper zu Staub und schickt seine Seele ins Gericht. Häuser, Ländereien, Reichtum und Ansehen, Ruhm und Einfluss: Alles verschwindet, wenn der letzte, grimmige Feind naht. Der Reichtum des Universums, wäre er im Besitz irgendeines Menschen, könnte ihm nicht einen Augenblick Aufschub gewähren.
Der Tod nimmt dem Menschen alles und trägt ihn gewissermaßen zum Gericht. Der König und der Bettler, der Adlige und der Landwirt, der gelehrte Philosoph und der unwissende Clown, der Zivilisierte und der Wilde: Sie sind alle gleich, unterschiedslos. Der Tod ergreift alle innerhalb der alten Schöpfung. Das Grab ist das Ende der irdischen Geschichte des Menschen, und danach folgt der große weiße Thron des Gerichts sowie der Feuersee.
Aber in der neuen Schöpfung gehört der Tod dem Menschen. Es gibt nicht eine einzige Sache, die der Christ besitzt, die er nicht dem Tod verdankt.
Er hat Leben, Vergebung, Gerechtigkeit, Frieden, Annahme, Herrlichkeit: Alles besitzt der Gläubige durch den Tod - den Tod Christi. Die Bedeutung des Todes hat sich total verändert. Satan kann mit dem Tod nicht mehr einsetzen als Gottes Gericht über die Sünde, er hat keine Macht, den Tod auf die Seele des Gläubigen anzuwenden, obwohl Gott den Erlösten in seinem regierenden Handeln mit seinem Volk als Zucht und Züchtigung einsetzen kann und dies auch tut (Apg 5; 1. Kor 11,30; und 1. Joh 5,16).
Aber derjenige, der die Macht des Todes hatte, das ist Satan: Er ist überwunden worden. Unser Herr Jesus Christus hat ihm seine Macht entrissen und hält nun in seiner allmächtigen Hand die Schlüssel des Todes und des Hades. Der Tod hat seinen Stachel verloren, das Grab seinen Sieg. Wenn also der Tod zum Gläubigen kommt, kommt er nicht als Herr, sondern als Diener. Er kommt nicht wie ein Polizist, der die Seele in ihr ewiges Gefängnis zerrt, sondern wie eine freundliche Hand, die die Tür des Käfigs öffnet und den Geist in seine himmlische Heimat fliegen lässt.
Entnommen aus: Christliches Leben – was ist es? Short Papers 7
Quelle: bibelpraxis.de/a7872.html