Das Bakatal ist ein Ort der Trauer und Demütigung, aber auch ein Ort des Segens. Für Paulus war es der Dorn für das Fleisch – etwas, das ihn in seinem Dienst für die Galater verächtlich machte. Es war wirklich demütigend und veranlasste ihn zu einem dreimal wiederholten Gebet. Aber als er den Herrn sagen hörte: „Meine Gnade genügt dir“, bat er nicht mehr darum, dass dieser Dorn entfernt werde.
Nein, er rühmte sich vielmehr seiner Schwachheit, damit die Kraft Christi offenbar werde. Dies war der Ort des Segens für Paulus: Er fand dort eine echte Quelle. Das Bakatal wurde zu einem Ort von unaussprechlicher Innigkeit und Nähe zu Gott.
Für einige von uns mag dieses Tal den Verlust von dem bedeuten, was uns am nächsten am Herzen liegt, oder auch die Vereitelung des Willens – etwas, das uns demütigen wird. Aber es ist ein Ort des Segens. Wir erhalten viel mehr Erfrischung von schmerzhaften als von angenehmen Erfahrungen.
Das Bakatal wird zu einer Quelle. Von welchen angenehmen Dingen könnt ihr sagen, dass ihr sie wirklich zu einer Quelle macht? Die Erfrischung und der Segen kommen von dem, was uns schmerzt, das uns demütigt und von uns selbst entleert! Dies ist Gottes Weg, uns zu zeigen, wer Er ist. So macht Er es, indem Er uns durch das Bakatal führt, zu einer Quelle.
Wir lesen wir in 1. Thessalonicher 5: „Danksagt in allem!“ Wie geht das? Hat Paulus für den Dorn gedankt – im Blick auf das, von dem er annahm, es würde seine Nützlichkeit behindern? Nicht, wenn er den Dorn selbst ansah. Die Quelle wurde daraus, als er seinen Blick auf das Herz und die Hand richtete, die es getan hatten. Es gibt vieles, für das wir nicht danken können – das Zerreißen der Schnur, die dem Herzen am nächsten ist, oder das Wegnehmen dessen, worauf unsere Zuneigung gerichtet ist. Wir müssen die Liebe sehen, die es angeordnet hat, und die Hand, die es bestimmt hat. Dann können wir danken.
Entnommen aus: Gottes Haus und der Weg (Psalm 84)
Quelle: bibelpraxis.de/a7757.html