Der besondere Stellenwert, der dem großen Orchester in Daniel 3 eingeräumt wird, fällt sehr auf, genauso wie bei großen weltlichen religiösen Veranstaltungen in der heutigen Zeit. So etwas - Musik, Orchester, Chöre - regt die Emotionen an und wirkt somit auf die Gefühle, vermittelt den Menschen ein Gefühl von Hingabe und Religiosität, das letztendlich sehr unwirklich sein kann.
In der alttestamentlichen Ordnung wurden Musikinstrumente in den prunkvollen Tempeldiensten verwendet, aber dafür gibt es im Neuen Testament keine Rechtfertigung. Man mag es als Anbetung bezeichnen, sich hinzusetzen und einem sogar herausragenden, möglicherweise ungläubigen Chor und Orchester zuzuhören, wie sie süße und berührende Klänge vortragen. Aber die Musik wirkt lediglich auf den sinnlichen Teil unserer Natur und hat nichts mit wahrer Verehrung des Vaters und des Sohnes zu tun, die in Geist und Wahrheit sein muss, um für Gott annehmbar zu sein.
Diejenigen, die sich für die Verwendung von Musikinstrumenten einsetzen, weil sie im alttestamentlichen Zeitalter verwendet wurden, sollten bedenken, dass es sich dabei um eine vorbildliche Ordnung handelte. Die damals verwendeten Instrumente versinnbildlichen die Melodie, die nun in den Herzen der Erlösten Gottes entsteht. Ein Pastor sagte einmal zu mir, dass viele ästhetisch veranlagte Personen seine Kirche besuchten, um Gott in der Musik anzubeten. Daher bemühe er sich, die besten Künstler und die feinste Musik zu bekommen, da die Leute sonst nicht kommen würden.
Was für eine Täuschung ist das alles! Und doch betrachten Menschen das tatsächlich als echte Anbetung Gottes, ob sie je bekehrt sind oder nicht! In Wirklichkeit befriedigen sie letztlich nur ihren eigenen Geschmack für Melodie und Harmonie – ein von Gott gegebener Geschmack, der, wie ich zugebe, durchaus an seinem Platz angemessen ist. Aber wird dürfe das nicht mit echter Anbetung verwechseln. Ein Herz, das mit Christus erfüllt ist, gibt die edelste Musik von sich, die heute an das Ohr Gottes des Vaters dringen kann. Er sagt: „Wer Lob opfert, preist mich. Lasst uns also daran denken, dass es in der neutestamentlichen Ordnung heißt: „Singend und spielend dem Herrn in euren Herzen.“ Dort soll die Musik sein – ein Herz, das voller Lobpreis für den Gott aller Gnade ist. Möchten wir mehr davon praktizieren.
Entnommen aus: Vorträge über das Buch Daniel (Kapitel 3)
Quelle: bibelpraxis.de/a7756.html