Alle sagen, dass ein Bürger des Landes, ein Christ, sich für die Regierung seines Landes interessieren und daher auch wählen sollte. So kann er dazu beizutragen, gute Menschen an die Macht zu bringen. Gott sagt jedoch etwas anderes. An vielen Stellen und auf verschiedene Weisen sagt Er mir, dass ich als sein Kind kein Bürger eines Landes bin oder Mitglied einer Gesellschaft. Meine Staatsbürgerschaft ist im Himmel, und ich habe von nun an mit himmlischen Dingen zu tun. Durch das Kreuz Christi bin ich der Welt gekreuzigt und die Welt mir. Wenn ich meine Gedanken und mein Herz diesen irdischen Dingen zuwende, werde ich letztlich Feind des Kreuzes Christi sein. „Seid nicht gleichförmig dieser Welt“, lesen wir in Gottes Wort.
Was sollen wir also mit Regierungen tun? Zunächst einmal sollen wir uns ihnen unterwerfen, da Gott sie als Regierungen verordnet hat. Und wenn sie Steuern auferlegen, sollen wir diese zahlen. Zudem sollen wir zu Gott für Könige und alle in Autorität bitten. Alles, was ein Christ also mit Politik zu tun hat, ist, den über ihn gesetzten Mächten untertan zu sein, nicht nur wegen des Zorns, sondern auch um des Gewissens willen. Es ist wahr, dass der Gläubige in Christus Erbe aller Dinge ist, einschließlich der Erde, auf der das weltliche System jetzt tätig ist. Doch gibt ihm Gott (wie Abraham im Land Kanaan) aktuell keinen Fußbreit davon, keinen gegenwärtigen Besitz. „Der Gerechte wird aus Glauben leben“, das ist unser Charakter.
Wenn also das wahre Kind Gottes es ablehnt zu wählen, dann nicht so sehr, weil er das Wählen an sich für falsch hält. Seine Stimme und sein Interesse hat der Gläubige bereits dem Mann im Himmel gegeben, den Gott als König der Könige und Herrn der Herren erhöht hat. Er hat über all dem sein Interesse verloren an dem Irdischen und Weltlichen, denn er hat etwas gefunden, das weit attraktiver ist. Er sieht auch, dass die Welt im Geist und in ihrem Wesen gottlos ist. Ihre gepriesenen Reformen und Verbesserungen zielen alle darauf ab, Gott aus dem Herzen des Menschen auszuschließen. Der Christ aber möchte als Zeuge für die Wahrheit und für Gott stehen und auf das kommende Gericht hinweisen. Das kommt ohne jeden Zweifel und zwar bei der Erscheinung Christi, wenn die Menschen sich selbst mit dem erreichten Frieden und mit scheinbarer Sicherheit beglückwünschen. So wünscht der Erlöste, dass andere durch ihn lernen können, der Falle zu entkommen, in die Satan die Masse der Menschheit lockt.
Entnommen: What the World is; and how a Christian can live in it.
Quelle: bibelpraxis.de/a7612.html