Am: Do, 26. September 2024
Unser großer Feind geht nicht immer "brachial" vor. Er versucht es mit "Millimeter-Verschiebungen" im Bereich von Moral und Lehre. Die merkt man kaum und so lässt man sich Sand in die Augen streuen. Nur wachsame Christen erkennen, dass zehn solcher Verschiebungen bereits bedeutsam sein können, ja schon eine einzige ... Und dann ist es oft zu spät, diesen Verfall aufzuhalten.
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(00:00:00)
Vor einiger Zeit las ich einen Artikel über die Grenzverschiebung, die in der Politik
im Blick auf Moral vorgenommen wird.
In diesem interessanten Artikel in der Neuen Zürcher Zeitung wurde davon gesprochen,
wie der kanadische Psychologe Jordan Patterson einmal Folgendes beschrieben hat.
Wenn ich dir zu nahe rücken will und dabei raffiniert vorgehe, werde ich mich nur zwei
Millimeter nähern.
Ich werde bis zu dem Punkt vordringen, an dem du anfängst zu protestieren.
Dann höre ich auf.
Dann warte ich.
Und hat sich dann das Gegenüber beruhigt, dann wird wieder ein Schritt vorgerückt.
So verschieben sich Grenzen Millimeter um Millimeter.
Genau so etwas finden wir jetzt mit dem Selbstbestimmungsgesetz, das in solch einer stetigen Grenzverschiebung
sozusagen eingefügt wird und die Moral Schritt für Schritt weiterentwickelt, wie man meint,
natürlich nach vorne, nach oben und gar nicht merkt, wie man Schritt für Schritt
sich von Gott, von einer göttlichen Ordnung, von einer göttlichen Moral hinweg bewegt. (00:01:05)
Dieses Thema hat mindestens zwei Facetten, die uns betreffen.
Das eine ist, dass dadurch, dass in dieser Gesellschaft und zwar durch Minoritäten,
durch kleine Teile, Minderheiten letztlich Themen durchgedrückt werden, wo Regierungen
und auch Gesellschaftsteilnehmer meinen, wenn sie auf diesen Zug nicht aufspringen, sind
sie out.
Obwohl damit Minderheiten die Meinung und auch das Handeln und auch die Ordnung von Mehrheiten
bestimmen und dafür sorgen, dass diese Mehrheiten, obwohl es uns als Christen ja nicht um die
Frage von Mehrheit geht, aber dass die Mehrheiten gar nicht mehr frei sind, nach ihren Gedanken
zu sprechen und zu handeln, weil sie sonst mit der Angst leben müssen, dass sie an den
Rand gestellt werden, dass sie als zum Beispiel homophob, als schwulenfeindlich und als sonst
was bezeichnet werden und dadurch setzen Minoritäten eben eine solche Agenda durch. (00:02:04)
Also diese Grenzverschiebung ist eben Millimeter für Millimeter, obwohl man heute manchmal
den Eindruck hat, dass es Meter für Meter.
Sie setzen Neuerungen durch, sodass wir als Gläubige, als solche, die wir an Gottes Wort
glauben, das heißt an Jesus glauben, an Gott glauben und damit auch an das, was er uns
gesagt hat, das als wahrnehmen, das als Maßstab für unser Leben nehmen, dass wir immer stärker
unter Druck geraten, weil natürlich das, was Gottes Wort sagt, in völligem Widerspruch
zu dem steht, was Lehrmeinung in der Gesellschaft ist, was heute als moralisch angesehen wird.
Wir werden nicht nur als veraltet angesehen, sondern als Feinde, als solche, die Böses
denken.
Also das, was Jesaja gesagt hat, furchtbar eine Gesellschaft, ein Volk, wo die Wahrheit
verkehrt als Irrlehre und die Irrlehre als Wahrheit bezeichnet wird, wo Sünde als Gut
und Gutes als Böse bezeichnet wird.
Da sind wir angekommen. (00:03:01)
Das, was wahr ist, was gut ist nach Gottes Wort, das wird heute als total verkehrt angesehen
und umgekehrt.
Und wir müssen aufpassen, oder wir müssen uns dessen bewusst sein jedenfalls, dass das
immer stärker sozusagen gegen uns, gegen die biblische Auffassung, gegen das, was Gott,
was der Herr Jesus uns gezeigt und vorgelebt hat, angeht.
Und solche Grenzverschiebungen führen eben dazu, dass auch wir uns von unserer Auffassung
anpassen.
Das, was uns heute noch angeekelt hat, ist morgen für uns schon normal, weil es in dieser
Gesellschaft normal geworden ist.
Und durch diese ständigen Grenzverschiebungen sind wir gar nicht mehr, gehen wir gar nicht
mehr mit der gleichen Einstellung an das Thema heran, nehmen wir das bei dem Bereich der Sexualität,
der Homosexualität.
Heute gibt es fast keinen Videokast, fast keinen Film mehr, wo das als unnormal [korrigiert - Versprecher]
angesehen und tituliert wird.
Und das brennt sich so in unsere eigene Vorstellungswelt, in unsere eigenen Überzeugungen ein, dass
wir uns gar nicht mehr vor einer solchen Grenzverschiebung ekeln, dass wir nicht sagen, wie der Apostel (00:04:05)
Paulus, als er dort in Athen diese ganzen Götzenbilder sah und erschüttert war, erregt
war innerlich.
Uns erregt das gar nicht mehr.
Für uns ist das so normal geworden, dass wir gar nicht mehr diese Abneigung, nicht
gegen Menschen haben, das sollen wir nicht, wir sollen jedem Menschen die gute Botschaft
weitergeben, aber gegen eine solch unbiblische Praxis, die Gottes Wort Sünde nennt, Unmoral
nennt, Hurerei nennt, Böse nennt.
Und für uns ist das gar nicht mehr so schlimm, weil wir uns so daran gewöhnt haben.
Diese Grenzverschiebungen haben also ein echtes Problem in unserer Auffassung, in unserer
Bewertung, in unserem Urteil als Folge.
Und wir müssen aufpassen, dass wir nicht von der biblischen Beurteilung, von der biblischen
Sicht da durch Schritt für Schritt wegkommen.
Aber es gibt noch eine zweite Facette, weil in unserem eigenen Leben solche Grenzverschiebungen
Millimeter um Millimeter genauso vorkommen können.
Und das große warnende Beispiel dafür ist Lot.
Wir finden, dass bei Lot gesagt wird, wie er mit Abraham aus Ur in Kaldea weitergegangen (00:05:05)
ist. Da heißt es in 1.
Mose 12 Vers 4 Und Abraham ging hin, wie der Herr zu ihm geredet hatte, und Lot ging mit
ihm. Er hatte eine gute Gesellschaft, er ist auf gutem Weg gewesen.
Dann lesen wir in 1.
Mose 13 Vers 1 Und Abraham zog hinauf aus Ägypten, er und seine Frau und alles, was er hatte,
und Lot mit ihm in den Süden.
Abraham war in den Süden gezogen nach Ägypten, da hatte er nichts zu suchen.
Und diese Verschiebung hat Lot, weil er ein Mitläufer war, gar nicht registriert.
Er ist einfach mitgelaufen.
Das waren nicht nur Millimeter, das war dann schon sozusagen ein Meter, aber er ist einfach
mitgegangen. Und da er das nicht registriert hat, weil er nicht Buße darüber getan hat,
ist diese Grenzverschiebung in seinem Leben dann auch weitergegangen.
Das ist eben das Problem.
Es gibt Grenzverschiebungen bei uns, wo wir Millimeter für Millimeter weitergehen in eine
falsche Richtung. Das kann die Moral sein, wie das Thema, was ich eingangs beschrieben (00:06:03)
habe. Das kann aber in gleicher Weise, kann das Lehre betreffen.
Zum Beispiel die Lehre über die Versammlung Gottes.
Man gewöhnt sich mehr und mehr daran, dass zum Beispiel jeder Gläubige, egal woher
er herkommt, am Brotbrechen teilnehmen kann.
Ja, das wird ja gelehrt und das muss ja auch richtig sein.
Das wäre ja alles andere ist ja keine Liebe.
Eine Grenzverschiebung, die es natürlich auch in die andere Richtung gibt, dass man
enger wird als Gottes Wort und das dann für normal hält.
Aber im Allgemeinen haben wir es doch mehr mit dieser Freiheit zu tun, dieser Überfreiheit,
die gar keine Freiheit nach Gottes Wort ist.
Und wenn man sich daran gewöhnt, dann wird das normaler und dann geht man weiter.
Das bleibt nicht stehen, das bleibt nie stehen, sondern das geht dann immer weiter in
eine Richtung, wo wir dann am Ende feststellen müssen, wir sind überhaupt nicht mehr bei
Gottes Wort. Aber das ist genau das Problem, dass so eine Problematik wie bei Abraham in
Ägypten bei uns oft gar keine Erschütterung hervorruft.
Dann nimmt man das zur Kenntnis, macht aber letztlich weiter.
Diese Grenzverschiebung geht weiter, so wie das dann eben bei Lot ist. (00:07:01)
Wir lesen in 1. Mose 13 Vers 10.
Und Lot erhob seine Augen und sah die ganze Ebene des Jordan, dass sie ganz bewässert
war, bevor der Herr Sodom und Gomorra zerstört hatte, gleich dem Garten des Herrn wie das
Land Ägypten bis nach Zoar hin.
Und Lot erwählte sich die ganze Ebene des Jordan und Lot zog ostwärts und sie trennten
sich voneinander. Abraham wohnte im Land Kanan und Lot wohnte in den Städten der Ebene und
schlug Zelte auf bis nach Sodom.
Die Leute von Sodom waren sehr böse und große, große Sünder vor dem Herrn.
Da wohnte er nun. Eine Grenzverschiebung nach der anderen.
Dann wird er, weil Gott noch mal eingreift, Kapitel 14 Vers 12, in Gefangenschaft
geführt durch einen Krieg, der gegen Sodom angefangen wird.
Hat das irgendwas bewirkt?
Das ist irgendwie erschütternd, dass wir trotz einer Intervention Gottes, dass er uns
noch einmal wirklich in unserem Innern darauf aufmerksam macht, dass wir in eine falsche
Richtung gegangen sind.
Macht er weiter. Wir lesen dann in 1.
Mose 19 Vers 1 von genau diesem Lot. (00:08:03)
Die beiden Engel kamen am Abend nach Sodom und Lot saß in den in dem Tor Sodoms.
Er war jetzt mittendrin in dieser Welt und damals war es sogar eine Welt von Unmoral.
Wir finden dort Sodom und Gomorrah sprichwörtlich für die Homosexualität gelebt.
Homosexualität. Also diese Grenzverschiebung, die er zugelassen hat in seinem Leben, hat
dazu geführt, dass er sich nicht nur Sodom näherte, sondern am Ende im Tor wohnte, also
mitten in der Stadt und sogar noch Verantwortung in dieser Stadt übernommen hat, sich also
zu einem Vertreter dieser unmoralischen Stadt gemacht hat.
Wollen wir lernen für unser Leben?
Wir brauchen gar nicht auf andere zu schauen und zu zeigen mit dem Finger.
Wir sehen das in unserem eigenen Leben.
Wenn wir anfangen, die Grenzen zu verschieben, die Gottes Wort in Moral, in Lehre uns gibt,
dann werden wir früher oder später werden wir weitergehen.
Das wird Millimeter für Millimeter sein.
Wir werden das gar nicht registrieren, bis wir am Ende wo ganz anders sind, als wo wir
ursprünglich hin wollten.
Ursprünglich hat Lot mit Sicherheit gesagt, wenn er das erkannt hat Sodom, da habe ich (00:09:02)
nichts mit zu tun. Das ist eine böse Stadt.
Das ist eine Stadt, wo Unmoral ist, wo Welt ist, wo die Welt zu Hause ist.
Und am Ende hat er genau gewohnt, weil er Schritt für Schritt seine Grenzen verschoben
hat und irgendwann gar nicht mehr erkannt hat.
Das ist böse. Das ist Welt.
Wir erinnern uns neutestamentlich an ein Demas.
Demas hat mich verlassen, da er den jetzigen Zeitlauf lieb gewonnen hat.
2. Timotheus 4 Vers 10 Das ist, wie es bei uns ganz schnell passiert, dass wir Schritt
für Schritt der Welt dem jetzigen Zeitlauf näher kommen, eben in Moral und in Lehre.
Lasst uns daraus lernen und die Konsequenzen ziehen, uns immer wieder neu durch das Wort
Gottes prüfen und prüfen lassen.
Und in diesem Licht auch die letzten Schritte, mögen sie nur Millimeter gewesen sein.
Vielleicht sind aus diesen Millimetern schon Dezimeter geworden, aus diesen Dezimeter Meter
und aus diesen Metern Kilometer.
Das ist unser menschliches Herz, was einfach weitergeht.
Und wir wollen uns damit nicht zufriedengeben, wollen nicht einfach die Augen verschließen (00:10:02)
vor einer solchen Entwicklung, sondern wollen wirklich in dem Licht Gottes und in Demütigung
vor dem Herrn wollen wir prüfen, in welche Richtung, in welchem Bereich ist das bei mir
der Fall. Denn wir alle neigen dazu.
Und lasst uns zurückgehen zu dem Ausgangspunkt, zu dem Ursprung.
Und das muss Gottes Wort sein.
Das, was Gottes Wort uns zeigt, das ist der Maßstab.
Und das wollen wir aus Liebe zu dem Herrn, aus Dankbarkeit für das, was er für uns
vollbracht hat, auch tun.
Und das wollen wir aus Liebe zu dem Herrn, aus Dankbarkeit für das, was er für uns
vollbracht hat, auch tun.