Wenn Blut an die Türpfosten gesprengt wurde, war das Ergebnis Rettung. Wo kein Blut zu sehen war, brach die Plage aus. In jener Nacht zog Gott in Gericht durch das Land, und „es war kein Haus, in dem nicht ein Toter war“ (V. 30).
Auch in den Häusern Israels gab es den "Tod" - das Lamm, das Opfer, der Stellvertreter. In den Häusern Ägyptens war ebenfalls einer tot - dort aber jeweils der Erstgeborene. In den Häusern Israels war das Lamm anstelle des Erstgeborenen gestorben. Das brachte Frieden in so manchen Haushalt in jener Nacht. So kann der arme Sünder heute sagen: Jesus ist an meiner Stelle gestorben, und ich bin frei.
Du hättest zu einem jungen Mann in einem der Häuser Israels gehen können, der der Erstgeborene war. Die Frage wäre vielleicht gewesen: „Wie geht es dir heute Nacht? Hast du Frieden? Vollkommener Frieden! Wie fühlst du dich?“ „Ich verlasse mich nicht auf meine Gefühle, sondern auf das Wort Jahwes. Das Blut ist am Türsturz. Es war die Aufgabe des Vaters, es dort anzubringen, aber ich versichere dir, ich habe gut darauf geachtet, dass es getan wurde. Ich war zu sehr an der Sache interessiert, um es nicht zu überprüfen. Mein Leben würde in dieser Nacht enden, wenn das Blut nicht da wäre. Aber das Blut ist da, und Jahwe hat gesagt: ‚Sehe ich das Blut, werde ich an euch vorübergehen.‘“ „Und bist du ruhig?“ „Völlig ruhig. Das Blut ist die Grundlage meines Friedens, nicht das, was ich fühle.“
Friede ist kein Gefühl, keine Emotion. Er ist keine Erfahrung. Er kommt daher, dass die Forderungen Gottes durch das Lamm Gottes erfüllt wurden und Gott sein kostbares Blut respektiert. Wie jemand gesagt hat, das Blut Jesu hat sogar die Erinnerung Gottes erreicht und berührt, denn wir lesen in Hebräer 10: „Und ihrer Sünden und ihre Gesetzlosigkeiten werde ich nicht mehr gedenken“ (Heb 10,17). Das Blut von Stieren und Böcken konnte die Sünden nicht wegnehmen, aber das Blut Jesu tut es. Seinen Wert kennt nur Gott. Du und ich kennen nicht den Wert des Blutes Christi. Wir schätzen es sicherlich, aber unsere Wertschätzung ist sehr begrenzt und unzureichend. Gott kennt vollkommen seinen Wert. Er schätzt seinen Wert vollständig und sagt zu dir und mir: „Vertraue diesem Blut! Stell dich unter seinen Schutz.“
Wenn deine Seele und meine antworten können: „Herr, ich vertraue darauf!“, dann sagt Gott: „Ich werde dich nach meiner Einschätzung des Wertes dieses Blutes behandeln, nicht nach deiner.“ Darin liegt der Friede. Er ruht nicht auf deiner oder meiner Einschätzung des Blutes Christi, sondern auf Gottes Einschätzung desselben. Und wie schätzt Gott es ein? Er schätzt es so hoch ein, dass nichts zu groß ist, um es aufgrund des vergossenen Blutes seines eigenen lieben Sohnes zu tun. Und mehr noch: Es schenkt dir die herrlichste Ruhe und auch Vertrauen zu Gott.
Ich werde nie vergessen, wie ich mich einmal dem Bett einer alten Dame näherte, deren Mann einige Monate zuvor gestorben war und deren Kinder auch alle gegangen waren. Sie selbst war sehr geschwächt. Ich sagte zu einem Verwandten, der dort war: „Glaubst du, deine Tante hat ihr Testament gemacht?“ Sie bat mich, sie selbst zu fragen, und ich sagte zu der alten Dame: „Frau M., haben Sie Ihre weltlichen Angelegenheiten alle geregelt?“ „Oh ja“, antwortete sie, „sie sind alle geregelt; ich habe nichts mehr zu bedenken.“ „Und was ist mit Ihren geistlichen Angelegenheiten?“ Denn ich wusste, dass sie eine Christin war, aber ich dachte, ich würde gerne hören, was sie dazu zu sagen hatte.
Sie öffnete ihre großen Augen und antwortete: „Da konnte ich nichts tun; das Blut Christi, in seiner einzigartigen Würde, hat alles geregelt.“
Ihre irdischen Angelegenheiten hatten sie und ihr Anwalt geregelt, aber was ihre geistlichen Angelegenheiten betraf: „Das Blut Christi, in seiner einzigartigen Würde, hat alles geregelt.“
Herrliche Antwort! Hat das Blut Christi alles für dich geregelt, mein Freund? Für sie hatte es das getan, für mich und für jeden Gläubigen, der eines Tages die Lobpreisungen des Lammes singen wird.
Quelle: bibelpraxis.de/a7486.html