Im Hebräerbrief wird kein Autor genannt, sondern der Schreiber beginnt mit Gott. Es zeigt, dass die neutestamentliche Offenbarung im Einklang mit dem Alten Testament ist und zugleich stark davon abweicht.
Tatsächlich werden Prophezeiungen, Vorbilder und Personen gesehen, die ihre wunderbare Erfüllung darin finden, dass Gott nun in der Person seines Sohnes, dem Schöpfer und Erhalter aller Dinge, spricht. Seine ewige Gottheit und seine wahre Menschheit werden deutlich und sorgfältig erklärt. Er selbst übertrifft jede alttestamentliche teilweise Offenbarung des Willens Gottes.
Hier finden wir sein großes Erlösungswerk in seinem ewigen Wert vor Gott. Er wird als derjenige betrachtet, der selbst in den Himmel eingetreten ist, um ein himmlisches und ewiges Erbe für jede erlöste Seele zu schaffen, im Gegensatz zur irdischen Hoffnung Israels.
Er ist der große Hohepriester, der durch die Himmel gegangen ist, durch den wir Gott nahen und Ihn anbeten, der seine Heiligen in ihren gegenwärtigen Bedürfnissen stützt und mit ihnen mitfühlt.
Der Gläubige wird auf der Erde gesehen, aber er besitzt eine himmlische Hoffnung, und so wird er als ein Reisender durch eine feindliche Welt betrachtet. Alle Religion von irdischem Charakter – selbst das zuvor von Gott etablierte Judentum – wird als ein „Lager“ betrachtet, das der Herrlichkeit dieser himmlischen Offenbarung feindlich gesinnt ist (Heb 13,13).
Der Hebräerbrief bietet wertvolle Hilfestellung, in dem er klar den alttestamentlichen, jüdischen Lagercharakter im Unterschied zu dem christlichen Glauben, Lebenswandel und Gottesdienst sichtbar macht.
Quelle: bibelpraxis.de/a7419.html