Nur jeder Dritte findet Rat in Gottes Wort


Transkript der Audiodatei

Hinweis: Der folgende Text ist ein computer-generiertes Transkript der Audiodatei. Vereinzelt kann die Spracherkennung fehlerhaft sein.
(00:00:00) Nur jeder Dritte findet Rat in der Bibel Es ist bemerkenswert bei einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts INSA, dass nur jeder Dritte im Bibellesen einen guten Rat findet für sein Leben. Nun, was will man erwarten von Menschen, die nicht an Jesus Christus, die nicht an Gott als Schöpfer, die nicht an Gott als Erlöser glauben? Beängstigend dabei ist, dass auch in dem Bereich, wo man eigentlich annehmen würde, dass je bekennende Christen unbedingt auf der Grundlage des Wortes Gottes leben wollen, dass in dem sogenannten evangelisch-freikirchlichen Bereich auch nur 75% der Meinung sind, dass man guten Rat in der Bibel findet. Das heißt, jeder Vierte ist der Meinung, die Bibel nützt ihm auch nichts für sein Leben. Nun ist es tatsächlich so, dass Gottes Wort natürlich nicht in erster Linie geschrieben worden ist, um uns für die Einzelheiten unseres Lebens irgendwie Hinweise zu geben. Aber die Prinzipien, die wir in Gottes Wort finden, die Grundsätze, die Vorbilder, die (00:01:06) Lebensweisen, selbst im Alten Testament, als die Gläubigen noch unter Gesetz standen und Gott ihnen das Gesetz gegeben hat, also eine ganz andere Art von Regierung Gottes den Gläubigen gegenüber, selbst aus ihren Beispielen finden wir sehr viele und sehr wertvolle und sehr nützliche Hinweise, die wir auch auf unser Leben anwenden können. Natürlich, wir sollen in erster Linie den Herrn Jesus vor Augen haben. Er soll in dem Wort Gottes uns groß werden und wenn er uns groß wird, dann werden wir ihm nachfolgen. Aber auch dann finden wir eben gerade in den Evangelien wunderbare Hinweise, wie er sein Leben geführt hat. Ist das Wort Gottes ein Ratgeber für uns als Gläubige? Unbedingt! In Psalm 119, wo fast jeder Vers mit Gottes Wort zu tun hat, sagt der Psalmist in Vers 24, Deine Zeugnisse sind auch meine Wonne, meine Ratgeber. (00:02:03) So wollen wir Gottes Wort wirklich lesen. So wollen wir Gottes Wort verstehen, dass es einen wunderbaren Rat gibt, dass es ein Ratgeber ist für uns als Gläubige. Aber, und das ist jetzt mein zweiter Punkt, es wäre viel zu wenig, wenn wir Gottes Wort nur als ratgebend lesen würden. Gottes Wort hat nämlich Autorität. Gott hat seinem Wort Autorität gegeben und weil dieses Wort von Gott ist, deshalb hat es, ich möchte sagen, automatisch Autorität. In Psalm 19 spricht David erst über Gott als den Schöpfer und dann spricht er als zweites über Gott als den, der uns sein Wort, damals das Gesetz, gegeben hat. Und dort sagt er in Vers 9, die Vorschriften des Herrn sind richtig und erfreuen das Herz. Wonne, wie wir eben Psalm 119 auch gelesen haben. Das Gebot des Herrn ist lauter und erleuchtet die Augen. Hier nennt David verschiedene Bezeichnungen des Wortes Gottes und das eine ist, dass es Gesetz ist. Das andere ist, dass es die Vorschriften des Herrn sind und hier ist es, dass es das Gebot (00:03:05) des Herrn ist. Vorschriften heißt ja auch schon, dass sie Autorität besitzen und dass es uns nicht freigestellt ist, ob wir uns überlegen, ob wir das tun oder nicht tun, sondern es hat Autorität. Es sind Vorschriften und es sind Gebote. Nun, das ist natürlich das Gesetz, aber auch das Neue Testament spricht in gleicher Weise davon. Ich nehme mal als ein Beispiel 1. Korinther 14. Da geht es um die Zusammenkünfte der Gläubigen und da ist uns nicht freigestellt, ob wir das annehmen, dass wir das auch verwirklichen wollen, was Gott sagt, sondern da sagt der Apostel Paulus, wenn jemand vers 37 meint, ein Prophet zu sein oder geistlich, so erkenne er, dass das, was ich euch schreibe, ein Gebot des Herrn ist und das, was ein Gebot des Herrn ist, das ist nicht in unser Belieben gestellt, ob wir das tun oder nicht, ob wir danach handeln oder nicht, sondern das hat Autorität, dergegenüber wir zu gehorsam verpflichtet sind. (00:04:02) Es ist ja auch nicht von ungefähr, dass gerade der Apostel Johannes, der uns eigentlich die höchste Seite in unserer Beziehung zu dem Vater, zu dem Herrn Jesus zeigt, und zwar in Bezug auf unser Leben hier auf dieser Erde, Gott, der in uns ist, Gott, der zu uns gekommen ist. Er spricht von dem Wort Gottes öfter als von dem Gebot oder von den Geboten. Das dürfen wir nicht verwechseln mit dem alttestamentlichen Gesetz. Das Gesetz richtete sich an Ungläubige, an den natürlichen Menschen und war ein Last, die auf den Menschen gelegt worden ist, um ihm deutlich zu machen, dass er nicht in der Lage ist, diese Gebote, dieses Gesetz zu halten, übrigens wir als Christen auch nicht. Aber Johannes spricht von dem Wort Gottes als Gebot oder als Geboten in dem Sinne, dass das Wort Gottes sich an uns, die Gläubigen, richtet, die wir entscheiden können, ob wir dem Wort Gottes folgen oder nicht. Wir entscheiden nicht in dem Sinne, dass es in unser Belieben gestellt ist, sondern wir als Personen, wir können dem Geist folgen, wir können dem neuen Leben Raum geben durch (00:05:04) den heiligen Geist, der in uns wohnt, oder wir können auch die Entscheidung treffen, nach unserem Fleisch zu leben, fleischlich zu leben. Und wenn wir das tun, dann werden wir dem Gebot nicht folgen und deshalb, diese Gebote richten sich an den erlösten Menschen und stellen ihn unter die Autorität dieses Wortes und die Frage, ist er bereit, bin ich bereit, bist du bereit, der du an den Jesus glaubst, diesem Wort Gottes wirklich Folge zu leisten, es als Gebot nicht für das natürliche Leben, sondern für den Gläubigen anzunehmen und deshalb die neue Natur, das neue Leben wirken zu lassen. In einer gewissen Hinsicht war das oder ist das sogar etwas Schlimmes, wenn wir das nicht tun. 2. Thessalonicher 3 hat einen besonderen Kontext, einen besonderen Zusammenhang, da geht es um solche, die unordentlich ihr Leben führen, da geht es besonders um solche, die nicht arbeiten wollen. Und da sagt der Apostel Paulus in 2. Thessalonicher 3 Vers 14, wenn aber jemand unserem Wort durch den Brief nicht gehorcht, (00:06:04) den bezeichnet und habt keinen Umgang mit ihm und so weiter. Das heißt, noch einmal, wir sind nicht frei, ob wir gehorchen wollen oder nicht, das Wort Gottes besitzt diese bindende Wirkung, diese bindende Kraft, diese bindende Autorität für uns und über uns und wir sollten uns danach richten, wir sollten dem von Herzen gehorsam sein. Also Gottes Wort als Ratgeber unbedingt, aber es ist weit mehr als ein Ratgeber, es ist nicht so ein Ratgeber, wo ich mir überlegen kann, ist das ein guter Rat oder ist das kein guter Rat, das ist immer der perfekte Rat, aber es ist mehr als ein Rat, es ist Autorität. Wir wollen das dankbar annehmen, dass Gott uns diesen Rat gibt, aber dass er diesen Rat eben mit seiner Autorität versieht, wohl dem, der den Gehorsam Jesu Christi kennt und verwirklicht, wie der Apostel Petrus das schreibt und so wie der Herr Jesus, Gott und sein Wort von Herzen gehorsam sein möchte.
Beitrag teilen

Verwandte Artikel

Tiere der Bibel - Der Storch Stefan Drüeke Kennst du deine Zeiten? Der Storch kennt sie. Gott hat den Weiß- und den Schwarzstorch so genial ausgestattet, dass sie die Thermik nutzen können, um im Gleitflug nach Afrika zu ziehen. Sie wissen genau, wann sie losfliegen müssen. Hiob spricht ... Video ansehen
Fauler Friedenskompromiss - oder Friede auf Basis von Gottes Wort? Manuel Seibel Gottes Wort nennt verschiedene Arten von Frieden. Wichtig ist, dass der Friede nicht als oberstes Ziel verstanden wird. Sonst wird man leicht faule Kompromisse eingehen. Nein, der Friede braucht eine solide Basis: Gehorsam, Heiligkeit, Gottesfurcht, ... Podcast anhören
Jesus kommt wieder (1. Thessalonicher) Michael Hardt In diesem Video geben wir einen Überblick über den ersten Brief an die Thessalonicher. Wer waren sie eigentlich, diese jungen Gläubigen in Thessalonich? Wir hatten sie das Evangelium gehört, was passierte, als sie Jesus Christus annahmen, und ... Video ansehen
Das Lamm auf dem Berg Zion - und das ewige Evangelium (Off 14,1-7) Michael Hardt Offenbarung 14 zeigt ein Panorama von sieben Szenen. Darin wird die Frage beantwortet, ob Gott denn diese Welt aufgegeben hat. Nach dem Lesen von Offenbarung 12 und 13 (wo Satan auf die Erde geworfen wird und dann der Antichrist und der römische ... Video ansehen
Hilfe: von den Bergen, oder von Gott? Michael Hopp „Ich erhebe meine Augen zu den Bergen: Woher wird meine Hilfe kommen? Meine Hilfe kommt von dem Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat“ (Ps 121,2). Artikel lesen
Markus 12,28-34 Manuel Seibel Nachdem die Sadduzäer vergeblich versucht haben, den Herrn zu Fall zu bringen, kommen nun die Schriftgelehrten. Während Markus die Frage eines solchen neutral weitergibt lesen wir in Matthäus 22, dass auch diese Fragen provokativ gemeint waren. ... Podcast anhören